Asus Eee PC 1000

Erfahrungsbericht über

Asus Eee PC 1000

Gesamtbewertung (15): Gesamtbewertung Asus Eee PC 1000

 

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Der wohl beste Eee PC

4  06.03.2009

Pro:
gute Verarbeitung, tolles Display, sehr lange Akkulaufzeit, komfortable Bedienung, günstig

Kontra:
relativ geringe Rechenleistung, für manche Anwendungen zu kleines Display, vergleichsweise laut

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Verarbeitung

Kontraste

Festplatten-Kapazität

Gewicht

Installation

Software-Ausstattung

Support/Service

mehr


radinho

Über sich: Nach langer Zeit endlich mal wieder ein Bericht von mir. lg Hendrik ...

Mitglied seit:18.06.2006

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Vertrauende:60

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Hallo!
Nachdem mein letzter Bericht sich schon mit dem verbautem Prozessor aus meinem neuem Netbook befasst hat möchte ich euch heute das komplette Gerät vorstellen. Es handelt sich dabei um den Eee PC 1000H, welcher im Handel momentan ca. 350€ kostet.


Inhaltsverzeichnis
1. Kaufentscheidung
2. Technische Daten
3. Kartoninhalt
4. Aussehen
5. Verarbeitung
6. Bedienung
7. Anschlüsse
8. Weitere Verbindungsmöglichkeiten
9. Display
10. Lautsprecher
11. Webcam und Mikrofon
12. Software
13. Akku
14. Leistung
15. Betrieb
16. Fazit


1.Kaufentscheidung
Netbooks! Wer hat nicht von diesen kleinen, neuartigen Notebooks gehört, welche dazu auch noch preislich relativ erschwinglich sind? Zwar gab es schon immer die Klasse von kleinen Notebooks (Subnotebooks), sie sind aber meistens extrem teuer, da hier modernste Technik in ein möglichst kleines Gehäuse untergebracht werden soll.
Asus war mit dem Eee PC der Begründer dieser neuen Geräteklasse und sie schlug förmlich ein wie eine Bombe: Vormals eigentlich nur für Entwicklungsländer gedacht verkaufte sich die erste Gerätegeneration, trotz Mini-Display und Spar-Prozessor, hervorragend. Die Konkurrenz (und wohl auch Asus selbst) waren von diesem Verkaufserfolg gehörig überrascht worden, weshalb sie auf die schnelle die wichtigsten Merkmale des Eee PCs abgekupfert und eigene Geräte auf den Markt geworfen haben.
An der nächsten Generation von den kleinen Netbooks wollte auch der Chipriese Intel verdienen und hat deshalb kurzerhand den „Atom“-Prozessor entworfen, mit dem die Netbooks schneller und dabei sogar noch stromsparender werden sollten. Spätestens ab diesen Zeitpunkt wurde der Markt unübersichtlich, da sich derzeit ein Großteil der Geräte (zumindest technisch) kaum voneinander unterscheidet. In fast allen Netbooks ist etwa ein Intel Atom mit 1,6 GHz verbaut, zusammen mit 1GB Arbeitsspeicher und einer 160GB-Festplatte. Nur in der Displaygrößte und vor allem bei der Akkulaufzeit gibt es größere Unterschiede.
Da der Akku meines alten Laptops mittlerweile nicht mal mehr eine halbe Stunde hält habe ich mich vor kurzem ebenfalls nach einer möglichst günstigen Alternative umgesehen. Außerdem waren mir schon seit langem das 15,4 Zoll Notebook und vor allen dessen 3,2 kg definitiv zu unhandlich, ein kleineres Gerät empfand ich unterwegs als viel praktischer. Die vergleichsweise hohe Rechenleistung des Notebooks habe ich ebenfalls nur selten ausgenutzt, mich dafür aber umso öfter geärgert, wenn der Akku mal wieder bereits nach zwei Stunden leer war.
Meine Anforderungen wurden von den günstigen Netbooks komplett erfüllt, weshalb ich mich auf die unübersichtliche Suche nach einem passenden Gerät machte. Von vornerein war mir klar, dass das Display eine Größe von 10,2 Zoll haben sollte, außerdem war eine „richtige“ Festplatte mit Windows XP Pflicht. Die in einigen Netbooks verbauten SSD-Speicher haben zwar eine geringere Leistungsaufnahme als Festplatten, allerdings haben sie nur eine sehr geringe Speicherkapazität, außerdem sind sie den Festplatten in der Übertragungsleistung unterlegen.
Dummerweise trafen meine Kriterien noch immer auf ziemlich viele Geräte zu. Nach reichlicher Überlegung habe ich mich dann aber für den „Erfinder“ der Netbooks, Asus, entschieden. Dessen Eee PC 1000H sollte laut Tests ein gutes Display und eine hervorragende Akkulaufzeit besitzen. Deshalb habe ich das Netbooks in der Farbe Schwarz bei Amazon bestellt und dort 358€ dafür bezahlt.


2.Technische Daten
Prozessor: Intel Atom N270; 1,6 GHz
Arbeitsspeicher: 1024 MB
Festplatte: 160 GB (2,5 Zoll)
Grafikkarte: Intel GMA950
Display: 10,2 Zoll, 1024x600 Pixel
Schnittstellen: 3xUSB, VGA-Out, RJ-45, Kartenleser, Audio-In/Out
Kommunikation: WLAN (n-Draft), Fast-Ethernet-LAN, Bluetooth
Gewicht: 1,4kg
Abmessungen: 26,5x19x2,9cm


3.Kartoninhalt
Der Asus Eee PC kommt in einem etwa DinA4-großen Karton geliefert, auf dem bereits ein Bild des Netbooks sichtbar ist. Nach dem Öffnen des weißen-grünen Kartons kommt auch sofort der Gehäusedeckel des Eee PCs zum Vorschein, nachdem man eine weitere Pappe entfernt hat kann man das Gerät aus dem Karton nehmen. Eine Ebene darunter befinden sich sowohl das (relativ kompakte) Netzteil als auch der Akku, über die der Eee PC später einmal mit Strom versorgt wird. Dann gibt es natürlich noch die üblichen Handbücher von Windows XP und dem eigentlichem Netbook (wobei letzteres sogar recht umfangreich ist). Eine Treiber-CD darf natürlich ebenfalls nicht fehlen, diese kann in Ermangelung an einem verbauten optischen Laufwerk aber nur in ein externes USB-Gerät eingelegt werden. Die Garantiekarte sowie ein Poliertuch für den Gehäusedeckel befinden sich noch eine Ebene tiefer in dem Paket. Klasse ist, dass Asus an eine Netbook-Tasche gedacht hat: Viele Käufer werden den mobilen Eee PC wohl des Öfteren Unterwegs dabei haben, da kommt so eine Tasche gerade recht.


4.Aussehen
Nach dem Auspacken schauen wir uns erst einmal das Gehäuse des Eee PC 1000H an: Bereits auf den ersten Blick wirkt das Gerät sehr edel, da der Gehäusedeckel aus schwarzem Klavierlack besteht, welcher noch dazu leicht glänzt. Außerdem befindet sich in einer Ecke ein Eee-Logo, mit dem bereits deutlich wird, dass man ein Netbook dieser Serie in den Händen hält. Bereits nach wenigen Berührungen des Gehäusedeckels wird aber auch das Problem des Klavierlacks deutlich: Jeder noch so kleine Fingerabdruck lässt sich auf der schwarzen Oberfläche erkennen, was den edlen Eindruck sofort zunichte macht. Immerhin hat Asus das Problem erkannt und legt direkt ein Poliertuch bei, mit dem sich die Fingerabdrücke schnell wegwischen lassen. Die sonstigen Gehäuse-Elemente bestehen aus simplem schwarzen Kunststoff, was natürlich nicht ganz so edel aussieht. Dafür muss man aber auch nicht ununterbrochen putzen ;-)
Von den Ausmaßen her kann der Eee PC hingegen vollkommen überzeugen: Das Netbook ist nicht viel größer als ein Buch, weshalb es einen sehr kompakten Eindruck macht. Es ist außerdem weniger als drei Zentimeter hoch, wodurch es insgesamt nur wenig Platz benötigt. Nach vorne verlaufend wird das Netbook sogar noch ein wenig dünner, da hier die Lautsprecher des Netbooks angebracht sind.
Der mitgelieferte Akku findet natürlich im hinteren Bereich des Netbooks Platz und weiß sich dort perfekt in die Gehäuse-Optik zu integrieren, da er wie ein Teil der Monitorscharniere aussieht. Durch den leistungsstarken (und dementsprechend großen) Akku wirkt dieser Teil des Gehäuses jedoch ein wenig massiger. Immerhin steht das Netbook auch gerade, wenn der Akku ausgebaut ist, da vier kleine Standfüße für sicheren Halt sorgen. Außerdem sind die hinteren Füße ein wenig länger, wodurch das komplette Netbook an dieser Stelle etwas angehoben wird. Dies soll wohl einer besseren Belüftung der in dem Gehäuse befindlichen Hardwarekomponenten dienen.
Mit dem Aufklappen des Gehäusedeckels werden natürlich sofort das Display sowie die Tastatur sichtbar. Unterhalb des Displays findet sich noch einmal das obligatorische Produktlogo, links und rechts daneben sind zwei kleine Löcher, durch die der Schall für die beiden integrierten Mikrofone aufgenommen wird. Der Eee PC besitzt außerdem eine Webcam oberhalb des Displays, ein Aufdruck neben der Kamera zeigt bereits die maximal mögliche Auflösung: 1,3 Megapixel. Rund um das Display verteilt befinden sich auch noch einige Abstandshalter aus Gummi, welche dafür sorgen sollen, dass der Tastaturblock nicht an das empfindliche Display stößt.
Unterhalb des Displays befinden sich, neben der Tastatur und dem Touchpad, noch vier kleine LEDs, welche Statusinformationen darüber geben, ob das Gerät angeschaltet sowie die WLAN-Funktion aktiviert ist und das Gerät gerade im Netz- oder Akkubetrieb läuft. Außerdem wird hier ein Festplattenzugriff angezeigt. Links davon sind natürlich auch einige Herstellerlogos aufgeklebt, etwa von dem verbauten Intel Atom-Prozessor oder ein Windows XP-Sticker.
Der komplette Eee PC wiegt inklusive Akku stattliche 1,4 kg, was für ein Netbook verhältnismäßig viel ist. Beim Transport ist das erhöhte Gewicht natürlich störend, allerdings sollte man dabei nicht vergessen, dass dieses erhöhte Gewicht teilweise auch durch den vergrößerten Akku verursacht wird, der die Mobilität ja sogar noch erhöht. Außerdem ist der Eee PC immer noch ein Fliegengewicht im Vergleich zu den weitverbreiteten 15,4 Zoll-Notebooks, welche oftmals sogar mehr als doppelt so schwer wie der Eee PC sind.


5.Verarbeitung
Von einem 350€-Netbook darf man natürlich keine tadellose Verarbeitung erwarten, trotzdem sollte das Gerät natürlich nicht beim kleinsten Stoß auseinanderfallen. In dieser Hinsicht kann der Asus Eee PC 1000H überzeugen. Der schwarze Kunststoff des unteren Gehäuseteils lässt sich nicht eindrücken und macht einen sehr stabilen Eindruck, was sicherlich vorteilhaft ist, wenn man das Netbook immer unterwegs dabei hat. Die Verarbeitung der Kühllamellen, welche sich beispielsweise an der linken Seite sowie an der Unterseite des Gehäuses befinden

Bilder von Asus Eee PC 1000
  • Asus Eee PC 1000 Die Klavierlackoberfläche des Eee PCs
  • Asus Eee PC 1000 Der aufgeklappte Eee PC
  • Asus Eee PC 1000 Display des Eee PCs
  • Asus Eee PC 1000 Touchpad
Asus Eee PC 1000 Die Klavierlackoberfläche des Eee PCs
Die Klavierlackoberfläche des Eee PCs
macht ebenfalls einen ordentlichen Eindruck, alle Kanten wurden abgerundet, die Gefahr sich versehentlich zu schneiden besteht daher nicht. Die Displayscharniere sind zwar ein wenig schwergängig, dafür rasten sie spürbar ein, zudem ist das Display ausreichend fest mit dem eigentlichen Gehäuse verbunden.
Das genaue Gegenteil findet sich hingegen beim Gehäusedeckel aus Klavierlack: Dieser lässt sich sehr leicht eindrücken und ist durch das verwendete Material auch gegenüber Kratzern recht empfindlich. Auch sind die beiden Halteklammern des Netbook-Akkus alles andere als vertrauenserweckend, sie sind sehr schwergängig und wackelig. Immerhin sitzt der Akku aber bombenfest, sobald die Klammern dann mal eingerastet sind.


6.Bedienung
Durch die kompakten Ausmaße von den Netbooks wird gerade die Bedienung oftmals deutlich erschwert, da natürlich eine komplette Tastatur und ein möglichst großes Touchpad in das Gehäuse integriert werden müssen. Außerdem müssen alle Tasten so gut verarbeitet sein und einen guten Druckpunkt besitzen, dass auch längere Texte (wie beispielsweise dieser Bericht) ohne Probleme in das Netbook eingegeben werden können. Für mich war hier vor allem eine ausreichende Größe der einzelnen Tasten wichtig, damit ich meine mühsam erlernten Fähigkeiten im Zehn-Fingerschreibsystem auch anwenden kann.
Glücklicherweise hat mich der Eee-PC hierbei nicht enttäuscht: Natürlich sind die Tasten ein Stück kleiner als die einer normalen Tastatur, trotzdem bereitet mir das schnelle Eingeben eines Textes keinerlei Probleme, da der Druckpunkt der Tasten sehr angenehm ist. Wie bei meinem alten Notebook musste ich mich aber zuerst einmal daran gewöhnen, dass manche Tasten deutlich kleiner ausfallen als bei einer normalen Tastatur (z.B. die Windows-Taste), was nach einer Weile aber kein Problem mehr ist. Vielschreibern wird wohl das Fehlen eines separaten Nummernblocks stören, allerdings ist dieser selbst bei größeren 15,4 Zoll Notebooks oftmals nicht vorhanden, da dieser einfach zu viel Platz wegnimmt. Mich persönlich nervt bei der Eingabe vor allem das Fehlen einer LED, welche anzeigt ob die Feststelltaste aktiviert ist. Beim Tippen stoße ich doch hin und wieder auf die Taste und muss das darauffolgend geschriebene erst mühsam korrigieren.
Wie viele andere Notebooks besitzt der Eee PC auch noch eine Funktions-Taste, über die andere Tasten andere Aufgaben übernehmen können. Beispielsweise kann man darüber ohne Probleme die Bildschirmhelligkeit oder Lautstärke regeln, das WLAN an- oder abschalten und das Netbook in den Standby Modus schicken.
Über dem eigentlichen Tastaturblock befinden sich in einer silbernen Leiste zusammengefasst noch einige weitere Tasten. Zum einen liegt hier ganz rechts die Taste, mit welcher das Netbook gestartet werden kann, was durch eine eingelassene blaue LED verdeutlicht wird. Die beiden Tasten ganz links sind hingegen für das Display zuständig: Mit der einen Taste lässt sich die Anzeige schnell abschalten, etwa wenn man kurz den Arbeitsplatz verlässt und dabei den Akku schonen möchte. Mit der anderen Taste kann man durch die verschiedenen möglichen Auflösungen des Displays durchschalten, was nützlich ist, wenn man beispielsweise das Dargestellte nicht gut erkennen kann, etwa weil es zu klein ist. Rechts davon befinden sich noch zwei von vielen Notebooks bekannten Programmstartknöpfe, mit denen sich zwei beliebig festgelegte Programme schnell starten lassen. Die Tasten der silbernen Leiste haben leider alle gemeinsam, dass sie relativ wackelig sind und einen schlechten Druckpunkt besitzen, wodurch die Bedienung etwas erschwert wird. Glücklicherweise benötige ich die Tasten aber auch nicht ununterbrochen.
Ganz am unterem Rand des Gehäuses und direkt darin eingefasst befindet sich das Touchpad, womit ich mich vor dem Kauf ehrlich gestanden überhaupt nicht beschäftigt habe: Von meinem alten Notebook war ich ein unpräzises Pad und schwergängige Tasten gewöhnt, weshalb ich mir bereits kurz nach dem Kauf eine „richtige“ Maus gekauft habe, die auch mit dem Eee PC nutzen wollte. Glücklicherweise habe ich das Touchpad dann aber doch noch getestet und bin sehr zufrieden damit. Natürlich ist es vergleichsweise klein, aber es reicht aus um einmal über den kompletten Bildschirm zu fahren ohne erneut mit dem Finger aufzusetzen.
Richtig überzeugt hat mich aber die Möglichkeit für die Erkennung von Fingergesten, welche etwas an die Multitouch-Fähigkeit von Apples IPhone erinnert. So kann man beispielsweise durch die Berührung mit einem Finger einen Mausklick ausführen, ein „Klick“ mit zwei Fingern löst einen Mittelklick aus und mit drei Fingern einen Rechtsklick. Wenn man mit zwei Fingern über das Pad fährt kann man hingegen durch einen Text scrollen, die Benutzung von drei Fingern dient zur Vor- und Zurück-Navigation zwischen verschiedenen Internetseiten. Zudem gibt es noch eine Funktion, mit der man beispielsweise in ein Bild hinein zoomen kann (Zwei Finger werden auseinander- oder zusammengeschoben), diese habe ich allerdings deaktiviert, da das Programm hierbei anscheinend nicht richtig zwischen scrollen und zoomen unterscheiden kann, was vor allem bei Internetseiten sehr nervig ist. Inzwischen habe ich mich mit dieser Bedienweise vertraut gemacht und benutze für den Eee PC gar keine Maus mehr, da sich das Netbook mit Hilfe der Mausgesten genauso schnell bedienen lässt wie mit einer richtigen Maus und die Befehle auch fehlerfrei umgesetzt werden.
Wer aber partout nicht mit den Mausgesten klar kommt kann auch die beiden silbernen Tasten unter dem Touchpad benutzen, was aber sicherlich die schlechtere Lösung darstellt: Die Tasten reagieren nur sehr schwergängig, außerdem ist der Druckpunkt viel zu hart. Mausgesten lassen sich damit logischerweise auch nicht ausführen.


7.Anschlüsse
In der heutigen Zeit ist die Konnektivität von Computern natürlich sehr wichtig, aus diesem Grund besitzt der Eee PC auch zahlreiche Anschlüsse, über die man das Netbook mit anderen Geräten verbinden kann.
An der rechten Seite des Gehäuses befinden sich zuerst einmal zwei USB-Ports, die nach dem aktuellem 2.0 (High Speed) Standard arbeiten. Dadurch lassen sich Zusatzgeräte, etwa USB-Sticks oder externe Festplatten flott mit Dateien beschreiben. Ein kleiner Nachteil der USB-Ports ist, dass die Stecker von den USB-Geräten nur mit erhöhtem Kraftaufwand in den USB-Port eigesteckt werden können. Deshalb muss man manchmal erst etwas herum probieren, bis beispielsweise ein USB-Stick richtig herum eingesteckt wird.
Auf derselben Gehäuseseite befindet sich außerdem noch ein Kartenleseslot, welcher sowohl SD als auch MMC-Karten aufnehmen kann. Den Leser habe ich auch mit mehreren Speicherkarten ausprobiert, unter anderem auch mit einer MicroSD-Karte, die ich per Adapter eingeschoben habe. Alle funktionierten einwandfrei, die Karten wurden ohne Probleme erkannt und die Datenübertragungsleistung war ebenfalls zufriedenstellend. Einen kleinen Negativpunkt bei der Bedienung gibt es aber auch hier: Die Speicherkarten „verschwinden“ förmlich in dem Leseslot, weshalb sich das Herausziehen als etwas umständlich erweist, da hierbei nur die Kerbe am Rand der Speicherkarte weiterhilft.
Daneben liegt auch noch ein schwarzer D-Sub Ausgang, über den beispielsweise ein anderer Monitor oder Beamer angeschlossen werden kann. Das klappt soweit auch ohne Probleme, der Monitor wird ohne weitere Konfiguration nach dem Anschließen direkt angesprochen. Allerdings ist die Auflösung unverständlicherweise ab Werk auf maximal 1440x900 Pixeln festgesetzt, für Besitzer von größeren Monitoren (24 Zoll oder mehr) ist dies nicht optimal, da der Monitor dann nicht mit der nativen Auflösung angesprochen wird. Dieses Problem kann aber mit Programmen (wie z.B. Powerstrip) schnell gelöst werden, so dass über den Anschluss auch höhere Auflösungen anzeigen werden können. An meinem 24 Zoll Monitor erzeugt der Eee PC dann auch ein gutes Bild, die Farben sind intensiv und kontrastreich. Leider entsteht durch die analoge Übertragung über den D-Sub Ausgang eine leichte Unschärfe, dies ist allerdings ein allgemeines Problem dieser Bildübertragungsweise.
Ganz am oberen Rand befindet sich dann noch der Stromanschluss: Dieser wäre meiner Meinung nach besser an der Rückseite des Netbooks angebracht worden, da das Stromkabel bei der Bedienung teilweise hinderlich ist.
Auf der gegenüberliegenden Seite des Netbooks befinden sich noch einige andere Anschlüsse: Zuerst einmal gibt es einen weiteren USB-Port, wodurch der Eee PC insgesamt drei davon besitzt, das ist für ein Netbook akzeptabel. Direkt daneben befindet sich der Netzwerkanschluss, über den ein direkter Kontakt zu einem anderen Computer hergestellt werden kann. Natürlich kann man das Netbook darüber auch mit einem Modem verbinden, etwa wenn man das WLAN nicht benutzen will. Leider arbeitet der Netzwerkanschluss nur mit einer maximalen Datenübertragungsrate von 100 MBit/s, die Übertragung von größeren Datenmengen wird damit zum Geduldsspiel, zum normalen Surfen im Internet reicht es allerdings vollkommen aus.
Ganz rechts, neben den Lüfterlamellen, sind noch zwei Anschlüsse für die Onboard-Soundkarte. Die Farbgebung verrät schon dessen Einsatzzwecke: An den grünen Anschluss lassen sich externe Lautsprecher oder Kopfhörer anschließen. Der rote Anschluss ist hingegen für ein Mikrofon vorgesehen, etwa wenn man mit der Qualität des integrierten nicht zufrieden ist.
Insgesamt bewegt sich die Anschlussvielfalt von Asus Eee PC 1000H auf gutem Netbook-Standard. Die verbauten Anschlüsse lassen sich bei einem Großteil der zurzeit erhältlichen Netbooks finden, einzig und allein mit den drei vorhandenen USB-Ports kann das Netbook etwas aus der Masse herausragen.


8.Weitere Verbindungsmöglichkeiten
Ein Novum bei den Netbooks sind hingegen die beiden weiteren Daten-Übertragungsmöglichkeiten des Eee PCs: Hierbei ist zuerst die WirelessLAN-Fähigkeit des Netbooks zu nennen: Zwar ist auch in allen anderen Netbooks WLAN eingebaut, allerdings arbeiten diese nach dem relativ altem IEEE 802.11g-Standart, womit nur maximal 54 Mbit/s übertragen werden können. Der Eee PC unterstützt hingegen den brandaktuellen n-Draft, über den sich 300 Mbit/s übertragen lassen. Somit lassen sich Dateien viel schneller im Netzwerk austauschen, was auch problemlos funktioniert: Die Einrichtung der WLAN-Verbindung geht problemlos von statten, nach der Eingabe des WLAN-Schlüssels ist man direkt mit dem Netzwerk verbunden. Auch Sicherheitsfunktionen wie WPA2 oder der MAC-Adressenfilter bringen den Eee PC nicht aus dem Tritt. Die Datenübertragungsleistung ist ebenfalls beeindruckend, im Vergleich zum älteren g-Standard wird die Geschwindigkeit mehr als verdoppelt. Natürlich muss der verwendete Router auch diese Geschwindigkeit unterstützen, wenn dies nicht der Fall ist schaltet das Netbook in den älteren 802.11g oder b-Modus herunter. Leider ist die Verbindungsstabilität, bedingt durch die kompakten Ausmaße des Netbooks, nicht allzu gut: Wenn sich mehrere Wände zwischen dem Netbook und dem WLAN-Sender befinden bricht die Verbindung spürbar ein.
Das andere große Highlight des Eee PCs ist die Unterstützung von Bluetooth, womit sich beispielsweise kabellos Daten zwischen einem Handy und dem Netbook austauschen lassen. Die Übertragung wird über die bereits vorinstallierte Software geregelt, welche sehr zuverlässig funktioniert: Die Daten werden sehr flott und sicher übertragen, zu Verbindungsabbrüchen ist es bei mir nicht gekommen. Durch das Bluetooth 2.0-Profil können auch größere Datenmengen schnell übertragen werden, bei den früheren Standards war dies immer etwas zeitaufwendig.


9.Display
Vom Displayformat her unterscheidet sich der Eee PC nicht von vielen anderen Netbooks: Die Bilddiagonale beträgt 10,2 Zoll, was meiner Meinung nach auch die Schmerzgrenze für entspanntes Arbeiten an einem Monitor ist. Bei noch kleineren Displays ist entweder die Auflösung geringer, wodurch noch weniger auf dem Bildschirm dargestellt werden kann. Bei der anderen Möglichkeit bleibt die Auflösung zwar unangetastet, dies hat aber zur Folge, dass die Bildelemente kaum noch abzulesen sind.
Wie beinahe alle moderneren Net- und Notebooks beträgt die Bildschirmdiagonale beim Eee PC multimediafreundliche 16:10, da hierbei beispielsweise die schwarzen Balken von Filmen größtenteils verschwinden. Die native Auflösung des Displays unterscheidet sich ebenfalls nicht von den meisten Netbooks, sie liegt bei 1024x600 Pixeln. Dies ist im Vergleich zu modernen Monitoren sehr wenig und kann die Bedienung stark erschweren, etwa wenn ein Fenster so groß ist, dass es nicht mehr komplett auf dem Bildschirm dargestellt werden kann. Einige Programme (beispielsweise PowerDVD) verweigern sogar den Start, da die Auflösung zu gering ist.
Mit der Bildqualität kann das Display des Eee PCs hingegen überzeugen: Zuerst einmal hat Asus auf eine spiegelnde Oberfläche verzichtet, welche zwar die Farben intensiver erscheinen lassen würde, das Netbook bei starker Sonneneinstrahlung allerdings unbenutzbar machen würden. Als Hintergrundbeleuchtung kommen LEDs zum Einsatz, welche zum einen die Akkulaufzeit erhöhen und zum anderen für eine sehr große Helligkeit sorgen. Dadurch lässt sich das Display auch bei Sonneneinstrahlung hervorragend ablesen, in Gebäuden sollte die Helligkeit jedoch reduziert werden, da das Display sonst sogar leicht blenden würde.
Von der Farbwiedergabe her weiß der Eee PC ebenfalls zu überzeugen: Zwar wirken die Farben durch die entspiegelte Oberfläche nicht ganz so brillant wie bei anderen Laptops, allerdings sind die Farben trotzdem sehr kontrastreich, Bilder und vor allem Videos kommen auf dem Bildschirm deshalb sehr gut zur Geltung. Hierbei gibt es durch die kleine Displaydiagonale und Auflösung sogar einen Vorteil: Die Multimediadateien müssen, anders als bei größeren Monitoren, nicht unbedingt hochauflösend sein um ein scharfes Bild zu erreichen. Bereits DVD-Filme machen auf dem Display eine sehr gute Figur.
Wie so oft bei LCD-Monitoren sind aber die Betrachtungswinkel bei dem Display ein großes Manko. Schon bei einem leicht schrägen Einblick auf den Monitor werden die Farben verfälscht, wenn der Winkel zu steil ist kann das dargestellte sogar überhaupt nicht mehr abgelesen werden. Immerhin wirkt sich dieses Manko nicht allzu groß auf die Nutzbarkeit des Netbooks aus, man wird wohl die meiste Zeit direkt von vorne auf den Bildschirm schauen.


10.Lautsprecher
Von den meisten Notebooks ist man nichts anderes gewöhnt als kleine Stereo-Lautsprecher, welche zumeist auch noch bassschwach und blechen klingen. Beim Asus Eee PC 1000H habe ich deshalb nichts anderes erwartet, wurde dann aber doch ein wenig überrascht. Anders als ich nämlich dachte klingen die Lautsprecher ganz ordentlich, der ausgegebene Ton klingt klar, außerdem erreichen die Lautsprecher eine hohe Lautstärke. Dies wird durch die Platzierung der Lautsprecher unterhalb des Touchpads erreicht, der Schall wird dadurch vom Tisch reflektiert.
Das Nonplusultra bilden die Lautsprecher natürlich trotzdem nicht, auch beim Eee PC ist der Bass nur extrem schwach ausgeprägt, außerdem eignen sie sich nicht für die Beschallung von größeren Räumen. Für diesen Fall kann man eine externe Anlage über einen Klinkenstecker an dem Netbook anschließen, worüber dann die Musik wiedergegeben wird. Zumindest dann weiß die High-Definition Onboard-Sound von Realtek zu überzeugen, der Sound unterscheidet sich nicht von anderen Onboard-Soundkarten. Damit ist die Wiedergabequalität zwar nicht ganz so gut wie bei teuren Creative X-Fi Soundkarten, für unterwegs reicht sie allerdings mehr als aus.
Anders als bei vielen anderen Netbooks liefert Asus zudem auch eine Software mit, über die der Ton umfangreich an den eigenen Vorlieben angepasst werden kann. Unter anderem können dort eigene Equalizer erstellt oder bestimmte Klangumgebungen simuliert werden. Das klappt mit den schwachen integrierten Lautsprechern logischerweise nicht so gut, an einer Anlage kommen die Effekte hingegen gut zur Geltung. Außerdem ist in den Einstellungen eine Option zur Aktivierung von einer Art „fake“- Surround-Sound vorhanden, damit kann über die kleinen Lautsprecher ein vollwertiges 5.1-System nachgestellt werden. Wie nicht anders zu erwarten überzeugt die Technik nicht vollständig, zwar lassen sich die erzeugten Geräusche mit viel gutem Willen als räumlich wahrnehmbar bezeichnen, an ein „richtiges“ 5.1-System kommt die Technik aber natürlich nicht heran.


11.Webcam und Mikrofone
Ich fasse diese beiden Geräte zusammen, weil sie sich für denselben Einsatzzweck eignen: Die Rede ist von der Videotelefonie, welche beispielsweise mit dem Programm „Skype“ benutzt werden kann. Das Programm ist schon vorinstalliert, weshalb man nach einer kurzen Anmeldung sofort loslegen kann.
Die Einbindung in das Programm ist soweit auch unproblematisch, die Kamera wird automatisch erkannt, genauso wie das Mikrofon, welches auf die passende Lautstärke eingestellt wird. Mein Testanruf verlief auch sofort erfolgreich, sowohl Ton als auch Bild wurden übertragen. Bei der Tonaufnahme ist hierbei sehr nützlich, dass Hintergrundgeräusche im gewissen Rahmen herausgefiltert werden können, so dass der Telefonpartner das Gesagte besser verstehen kann. Wunder sollte man aber nicht erwarten, wer im Hintergrund die Stereoanlage voll aufdreht sollte nicht erstaunt sein, wenn die eigene Stimme nicht mehr aufgenommen wird. Allgemein ist die Aufnahmequalität der Mikrofone sowieso nur durchschnittlich, für die Videotelefonie reicht sie zwar vollkommen aus, wer allerdings mehr möchte sollte sich nach einem richtigem Mikrofon umsehen, der passende Anschluss ist ja vorhanden.
Bei der Webcam gilt fast dasselbe wie bei den Mikrofonen: Auch hier ist die Aufnahmequalität in Ordnung, die Fotos und Videos, welche mit einer Auflösung von 1,3 Megapixeln aufgenommen werden können, wirken im Fenstermodus recht scharf. Im Vollbild sieht das natürlich schon im Wahresten Sinne des Wortes ganz anders aus, die Auflösung ist nicht mehr ausreichend um ein qualitativ ansprechendes Bild zu erzeugen. Ein weiteres Problem ist die niedrige Bildrate der Videoaufnahmen, wodurch die Videos eher einem Daumenkino gleichen. Zudem benötigt die Webcam einen gut ausgeleuchteten Aufnahmeplatz, damit ordentliche Videos oder Fotos entstehen können. Selbst im Halbdunkeln ist beinahe nichts mehr auf den Aufnahmen zu erkennen, in diesem Fall ist die Kamera unbrauchbar.
Nützlich ist allerdings, dass neben der Webcam durch eine grüne LED signalisiert wird, wenn etwas aufgenommen wird.


12.Akku
Ein Sticker auf dem Gehäuse erzeugt sofort große Erwartungen an die Akkulaufzeit. Ganze sieben Stunden soll der Eee PC laut Asus mit einer Akkuladung durchhalten, dazu ist ein leistungsfähiger 6-Zellen Akku verbaut.
In der Praxis kann der Eee PC auch tatsächlich diese Akkulaufzeit erreichen, auch wenn es wie so oft einige Einschränkungen gibt: Die Displayhelligkeit muss um 2/3 reduziert werden, außerdem ist eine Verringerung der Prozessortaktrate notwendig damit diese Laufzeit erreicht wird. Die anderen Funktionen (z.B. WLAN) können hingegen aktiv bleiben, damit sind die sieben Stunden nicht nur von theoretischer Natur, sondern es kann tatsächlich solange mit dem Netbook gearbeitet werden. Natürlich wird mit der verringerten Taktrate des Prozessors auch dessen sowieso begrenzte Leistung noch weiter reduziert, deshalb sind in diesem Modus nur noch Office-Aufgaben oder das Surfen im Internet problemlos möglich, für das Schauen von Videos kann es hingegen eng werden. Die Verringerung der Bildschirmhelligkeit macht das Arbeiten im Freien außerdem etwas schwierig, innerhalb von Gebäuden reicht die Helligkeit jedoch vollkommen aus.
Wenn man tatsächlich die volle Leistung des Netbooks benötigt und auch die Displayhelligkeit auf Maximum stellt wird die Akkulaufzeit natürlich deutlich reduziert. Aber auch dann kann man mit dem Eee PC immer noch dreieinhalb Stunden arbeiten, manch andere Netbooks erreichen diesen Wert selbst im Stromsparmodus nicht.
Das Aufladen des Akkus gestaltet sich leider ein wenig umständlich: Zwar kann der Akku geladen werden, wenn das Netbook in Betrieb ist, leider dauert es dann aber eine kleine Ewigkeit bis der Ladezyklus komplett ist. Deshalb sollte man den Eee PC beim Aufladen am besten abschalten, dann ist der Akku nach nicht mal anderthalbstunden wieder einsatzbereit.


13.Software
Vorinstalliert auf dem Eee PC war Windows XP, das neuere Vista ist für die kleinen Netbooks viel zu leistungshungrig. Einstellungen muss man für das Betriebssystem nicht mehr tätigen, nachdem man auf den Power-Knopf gedrückt hat wird Windows XP sofort gestartet und ist betriebsbereit. Die meisten Anwender werden wohl das Arbeiten mit diesem Betriebssystem gewöhnt sein, deshalb sollte es hier keine Probleme in der Bedienung geben.
Auf den meisten Note- und Netbooks befindet sich nach der Auslieferung bereits eine Vielzahl von Programmen, die laut dem Gerätehersteller für den Anwender nützlich sein sollen. Auch der Eee PC bildet hier keine Ausnahme, auch wenn sich das Angebot an unnötiger Software noch einigermaßen in Grenzen hält. Ärgerlich ist aber, dass ein Großteil der Programme sich nach dem Windows-Start selbstständig startet (erkennbar an den Icons im Info-Bereich), was für die sowieso nur mittelmäßige Rechenleistung des Eee PCs eine weitere Belastung darstellt.
Ich fange jetzt mal mit den Programmen an, welche beim alltäglichen Arbeiten mit dem Netbook sehr nützlich sind. Für mich sind das zum einen erstmals die Programme „Super Hybrid Engine“, mit dem die Taktfrequenz des Prozessors beeinflusst werden kann, sowie das „Asus Eee Tray Utility“, über die einige Geräte, z.B. WLAN und die Bluetooth-Funktion an- oder abgeschaltet werden können. Beide Programme dienen vorrangig der Stromsparmöglichkeit, dies ist bei dem Eee PC auch sicher sinnvoll. Für die „Super Hybrid Engine“ stehen dazu vier Optionen zur Verfügung, die meisten User werden hier wohl „Auto“ eingestellt haben, da hier die Taktfrequenz abhängig von der benötigten Leistung eingestellt wird. Wer die maximale Akkulaufzeit benötigt sollte hier „Energy-Safe“ wählen, mit der die Taktfrequenz auf etwas mehr als 600 MHz reduziert wird. Dann ist der Eee PC für die meisten Anwendungen aber tatsächlich nicht mehr zu gebrauchen, die Leistung ist unterirdisch! Der „High-Performance“-Modus treibt den Prozessor bei erhöhtem Leistungsbedarf auf die standartmäßige Taktfrequenz von 1,6 GHz hoch. Wer noch mehr Leistung benötigt kann auch „Super High-Performance“ wählen, dann wird der Prozessor um 100 MHz übertaktet (natürlich bleibt die Gewährleistung trotzdem erhalten). Damit sollten die meisten Anwendungen dann problemlos funktionieren.
Jetzt aber zu den übrigen Programmen. Mit E-Cap lassen sich über ein einfach gestaltetes Programm Fotos und Videos mit der Webcam aufnehmen, über die Software „Eee Storage“ können hingegen die Festplatte verwaltet und sogar kostenlose Programme aus dem Internet heruntergeladen werden. Die Steuerungssoftware für die Onboard Realtek Soundkarte habe ich bereits oben erwähnt, Intel installiert für die Grafikkarte ein ähnliches Programm, welches von den meisten Benutzern aber wohl nicht benötigt wird.
An Fremdsoftware ist ansonsten noch Skype vorinstalliert, mit dem sich mit Hilfe der integrierten Mikrofonen und der Webcam Internettelefonie einrichten lässt. Dieses Programm habe allerdings nur kurz getestet, genauso wie das vorinstallierte Office Paket von Microsoft (Works), da ich lieber OpenOffice benutze. Wenig nützlich ist für mich auch Windows Live Mail, da ich meinen Googlemail-Account komplett online verwalte. Immerhin ist das einzig wirklich unnütze Programm Intervideos WinDVD, womit sich, wie der Name schon sagt, DVDs abspielen lassen. Nur wer will das schon machen bei einem Gerät, das kein DVD-Laufwerk besitz?
Da ich von der vorinstallierten Software eigentlich nur die Asus-eigenen sowie die Treibersoftware von Intel und Realtek brauchte habe ich mich zu einer direkten Neuinstallation entschlossen, mit der auch versteckte Systembremsen gelöst werden würden. Die Installation über einen USB-Stick war zwar etwas umständlicher, es hat sich aber gelohnt, denn ein „frisches“ Windows XP arbeitet deutlich flotter als das vorinstallierte.


14.Leistung
Wie bereits angedeutet eignet sich der Eee PC nicht für alle Anwendungen, einerseits wird die Bedienung durch die geringe Displaygröße manchmal erschwert, andererseits besitzt der verbaute Hauptprozessor, ein Intel Atom N270, nur eine begrenzte Leistungsfähigkeit. Für aufwendige Video- und Bildbearbeitung eignet sich das Netbook deshalb gar nicht, zwar können dementsprechende Programme ausgeführt werden, allerdings muss man sehr lange Berechnungszeiten in Kauf nehmen. Auch bei der Wahl des Betriebssystems gibt es Einschränkungen: Für das moderne Windows Vista besitzt der Eee PC nicht genügend Leistung, hier beschränkt vor allem der verbaute Arbeitsspeicher, der nur 1 GB beträgt. Windows XP läuft hingegen einwandfrei, das Betriebssystem setzt Benutzereingaben sehr flott in die Tat um.
Der Versuch, moderne Spiele mit dem Netbook zu spielen, schlägt größtenteils ebenfalls fehl, da nur ein hoffnungslos veralteter GMA950-Chip von Intel auf dem Mainboard integriert ist, welche sich auch noch einen Teil des Arbeitsspeichers abzwackt. Damit lassen sich nur ältere Spiele einigermaßen flüssig wiedergeben, allgemein kann man sagen, dass die meisten Spiele, welche vor 4-5 Jahren erschienen sind größtenteils flüssig dargestellt werden dürften. Allerdings fehlt es dem Eee PC an einem optischen Laufwerk, um die Installation-CDs einzulegen. Hier kann man entweder auf ein USB-CD Laufwerk ausweichen, welche es mittlerweile für unter 15€ zu kaufen gibt. Eine andere Möglichkeit wäre die Freigabe eines CD-Laufwerkes, auf das der Eee PC dann über das Netzwerk zugreifen kann.
Auch bei der Wiedergabe von Multimediadateien muss man einiges beachten: Videos lassen sich zwar prinzipiell wiedergeben, allerdings müssen diese in Standardauflösung (z.B. auf einer DVD) gespeichert sein. Mit höheren Auflösungen hat das Netbook hingegen bereits Probleme, auch wenn sie, abhängig von der Bildrate, noch flüssig wiedergegeben werden können. Eindeutiger fällt hingegen das Urteil bei der Wiedergabe von Filmen aus, welche im Leistungshungrigen H.264/AVC-Codec vorliegen. Egal bei welcher Auflösung, sei es nun 720 oder 1080p: Es kommt keine flüssige Bildwiedergabe zustande, das Video ruckelt munter vor sich hin, noch dazu gibt es ununterbrochen Hänger im Ton. Mit dieser Art von Videos ist der verbaute Atom-Prozessor einfach vollkommen überfordert, auch weil die Grafikkarte bei der Berechnung des Videomaterials nicht beitragen kann.
Das sind dann aber immerhin auch die einzigen Einschränkungen bei der Multimedia-Wiedergabe: Die Wiedergabe von Musik oder das Anzeigen von Bildern bereitet dem Atom-Netbook keine Probleme. Die Paradedisziplin von Netbooks liegt natürlich in der Ausführung von Office- und Internet-Aufgaben. Word-Dokumente oder Excel-Tabellen lassen sich mit dem Eee PC beispielsweise komfortabel erstellen, auch das Surfen im Internet macht unterwegs richtig Spaß. Außerdem ist das Anzeigen von Multimediadateien im Internet, wie etwa auf YouTube problemlos möglich. Mit der Festplatten-Leistung bin ich ebenfalls zufrieden, die erreichten Lese- und Schreibrate liegt jeweils bei knapp 50 MByte/s, das ist guter Durchschnitt bei 2,5 Zoll Festplatten.
Abschließend noch einige Benchmarks, welche ich mit dem „Super Performances“-Modus aufgenommen habe, bei dem der Prozessor automatisch übertaktet wird.
Super Pi: 86 Sekunden
Cinebench: 903
WinRAR: 382 KB/s
3DMark01: 3164 3DMarks


15.Betrieb
Natürlich ist in dem Eee PC auch ein Lüfter verbaut, der die Elektronik vor dem Hitzetod bewahrt. Bei einem Stromsparprozessor wie dem Atom muss das Kühlsystem allerdings nicht besonders viel leisten, deshalb bleibt der Lüfter unter Windows ruhig und ist nur bei genauem hinhören wahrnehmbar. Trotzdem ist es ärgerlich, dass sich der Lüfter hier, anders als bei anderen Netbooks, nicht komplett abschaltet, da der Prozessor sowieso nur knapp 45°C warm wird. Unter Last steigt die Temperatur auf 60°C an, der Lüfter ist dann allerdings auch schon deutlich wahrnehmbar, störend ist das Geräusch allerdings nicht.
Das Gerät erwärmt sich unter Last zwar relativ stark an der Unterseite, jedoch ist es noch problemlos möglich mit dem Eee PC auf dem Schoß zu arbeiten, ohne Verbrennungen befürchten zu müssen.


16.Fazit
Insgesamt kann mich der Eee PC 1000H von Asus im Vergleich zu anderen Netbooks überzeugen: Das Gerät besitzt, trotz des geringen Preises von 350€, eine hochwertige Verarbeitung und ein schickes Äußeres, außerdem ist ein sehr gutes Display verbaut. Positiv hervorzuheben ist auch die lange Akkulaufzeit von mehr als sieben Stunden, genauso wie die Ausstattung des Netbooks (z.B. die Netbookstasche). Klasse ist auch die Bedienung gelungen: Auf der Tastatur lassen sich auch längere Texte ermüdungsfrei eintippen, außerdem kann das Touchpad sogar eine richtige Maus ersetzen. Ein Novum in dieser Preisklasse sind zudem die WLAN-Fähigkeit mit der N-Draft Unterstützung, genauso wie die Möglichkeit eine Bluetooth-Verbindung aufzubauen.
Natürlich hat der Eee PC auch einige Nachteile, welche aber größtenteils alle Netbooks besitzen: Zum einen reicht die geringe Rechenleistung längst nicht für alle Anwendungen aus und auch das kleine Display kann bei bestimmten Programmen nerven. Etwas vermisst habe ich auch ein DVD-Laufwerk, dieses fehlt allerdings bei beinahe allen Netbooks. Speziell beim Eee PC 1000H missfällt mir aber die geringe Aufnahmequalität der Webcam, zudem wird das Netbook im Betrieb lauter als es eigentlich sein müsste.
Alles in allem bekommt der Eee PC vier Sterne sowie die Kaufempfehlung von mir. Trotzdem sollte man vor dem Kauf genau bedenken, ob man mit den negativen Eigenschaften des Netbooks (vor allem die niedrige Leistung und das kleine Display) leben kann, ansonsten wird man bereits kurz nach dem Kauf eine böse Überraschung erleben.


Endlich habe ich diesen Bericht fertiggetippt, ich möchte mich bei euch allen für das Lesen bedanken, ich hoffe ihr seid zwischendurch nicht eingenickt ;-) Über Bewertungen und Kommentare würde ich mich natürlich auch freuen.

Viele Grüße
Hendrik
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Cuchulainn1981

Cuchulainn1981

09.03.2011 14:04

Klar, besonders hilfreich.

autocomander

autocomander

13.02.2011 17:41

bh

autocomander

autocomander

13.02.2011 17:40

bh

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