Gamernotebook, günstig und gut
01.07.2008
Pro:
Power, Design
Kontra:
Weniger Power als dopplet so teure Geräte
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Verarbeitung
Akkulaufzeit
Kontraste
Festplatten-Kapazität
Bedienung/Ergonomie
Software-Ausstattung
mehr
 web242
Über sich:
Mitglied seit:26.05.2008
Erfahrungsberichte:95
Vertrauende:4
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 45 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Mein neuester Bericht handelt von der Maschine, auf der alle meine Berichte geschrieben wurden. Dem Notebook ASUS G1S-AS026C. Das Notebook habe ich mir gekauft, da mein altes (ein FSC Amilo A1630) den Geist in Form des Gleichrichters fürs Display aufgegeben hatte. Da ich keinen eigenen PC habe stand ich nun vor der Frage, wieder ein Laptop, oder ein Desktop-PC? Zwar ist der Desktop in der Regel leistungsstärker, upgradebarer, flexibler und nicht zuletzt bei gleicher Leistung günstiger, aber ich hatte mich inzwischen so an meinen Laptop gewöhnt, dass ich wieder einen haben wollte. Da ich ja auch gerne mal spiele, sollte es eins sein, was auch die nötige Power hat, um neueren Spielen Stand zu halten. Meine Wahl viel schnell auf das G1S, das derzeit die Ranglisten diverser Computermagazine in der bezahlbaren Klasse anführte. Und so habe ich jetzt ein unflexibles, nicht mehr so leistungsstarkes und auch verhältnismäßig teures Laptop, mit dem ich dafür aber im Garten sitze (bei der Hitze durchaus ein Vorteil) und über WLan Kontakt zur online Welt halte.
Gekauft habe ich es über eBay beim KS-PC-Handy Shop Klaus Siepmann, wo es damals 1455,90€ kostete. Der Shop ist Electronic Partner und ich merkte erst später, dass die Hardwareausstattung etwas von dem in den einschlägigen Zeitschriften getesteten abweicht. So ist der Prozessor etwas schwächer, dafür die Festplatte größer. Angeblich handelt es sich um eine Sonderausführung für EP. Der Versand erfolgte schnell und völlig problemlos, die Verpackung war Top und absolut sicher. Was natürlich als erstes interessiert sind die
---Hardware Facts: Angetrieben wird das Laptop von einem Intel Core 2 Duo 7300 mit 2*2GHz, welcher auf einem Mainboard mit Intel 945 Santa Rosa Chipsatz seinen Dienst verrichtet. Dafür stehen 2 GB DDR2 PC5300 Ram mit 667 MHz bereit. Für den Bildaufbau auf dem 15,4 Zoll WXGA Dsiplay mit 1440*900 Pixeln nativer Auflösung und Color Shine Glare Technologie sorgt ein Geforce 8600m GT Grafikchip mit 256 MB RAM. Die Daten werden auf einer Toshiba MK2035GSS Festplatte mit 200GB angegebener Kapazität gespeichert. Wenn das nicht reicht steht ein GSA-T20L DVD-Brenner von LG zur Verfügung. Die Soundausgabe übernimmt ein Realtek ALC660 HD Audio Codec. Verbindung zur Aussenwelt nimmt das Gerät wahlweise mit Hilfe eines Intel 3945 AGN Wireless LAN Moduls, eines 10/100/1000 BaseT Ethernet Anschlusses, eines 56K Modems oder eines Bluetooth 2.0 Adapters auf. Ins Gehäuse integriert ist noch eine Webcam mit 1,3 Megapixeln, ein Touchpad, Lautsprecher und eine Bedienleiste, mit der man ohne Starten des Computers Media Dateien abspielen kann. Das Gewicht beträgt 3,2 Kg und der Li-Ionen Akku hat eine Kapazität von 4800 mAh.
---Das Design: Das Aussehen ist futuristisch und auf gar keinen Fall gewöhnlich. Der Deckel ist außen hochglänzend mit Graphitoptik während die Seitenränder aus mattschwarzem Plastik bestehen. Die Kamera ist von einer grünmetallic lackierten Einfassung umgeben. Die WASD Tasten sind grün hervorgehoben, eben so sind die Tasten F1-F12 und die Pfeiltasten in grün beschriftet. Unter dem Display befindet sich ein verchromter ASUS Schriftzug. Man hat oberhalb der Tastatur noch 5 breite, verchromte Tasten für AN/AUS, Displayumschaltung, E-Mail Abruf, WLAN AN/AUS und die letzte weiß ich zu meiner Schande nicht. Die Handauflagen sind im Tastaturnahen Bereich in der Selben Optik wie der Deckel, während sie im randnahen Bereich aus schwarz eloxiertem, gebürstetem Aluminium bestehen. Die Tasten des Mousepads sind aus dem selben Aluminium und fassen ein Tribal-ähnliches Logo ein, welches mittels einer grünen Diode beleuchtet wird. Auf der anderen Seite oberhalb der Tastatur befindet sich ein kleines Mini-Display, in dem man unter anderem die Uhrzeit anzeigen lassen kann, sehr praktisch. Vorne an der Front befinden sich die bereits erwähnten Tasten zum bedienen des Media Players und An den Display Seiten befinden sich zwei längliche, grüne Dioden. An den Seiten hat man vorne keine Steckerbuchsen. An der linken Seite befindet sich das DVD Laufwerk. Rechts befindet sich der PC-Card Slot, ein Cardreader für diverse Speicherkartenformate (MMC/SD/MS-Pro), die Stecker der Soundkarte, eine S-Video uchse zur Kommunikation mit einem TV, LAN und Modem Buchse und ein Firewire Anschluß. Hinten finden sich dann 4 USB 2.0 Buchsen, E-SATA, HDMI und Monitoranschluß. Auffallend sind noch die Schaniere des Deckels, welche mit großen, verchromten Schrauben versehen sind, sieht aus wie Frankenstein-Look.
---Software: Im Lieferumfang war diverse Software enthalten. Zunächst natürlich das Betriebssystem, nämlich Vista Home Premium (ich glaube, die anderen Varianten haben Vista ultimate drauf), Nero 7, diverse Hilfsprogramme von ASUS und den Rest habe ich vergessen! Warum ich so was vergesse, weil ich in der Regel den ganzen Mist, den man mitgeliefert bekommt erstmal lösche und durch die Programme ersetzte, die ich schon lange benutze und kenne. Es sind aber alle Programme auf einer Recovery DVD verewigt, ebenso gibt es noch diverse Software DVD's
---Was noch: Es gibt noch eine Logitech MX518 optische Maus (ich habe die 500, 510 und zweimal die 518 und die letztere ist für mich das Non-plus-ultra) in ASUS G1S Desgin (wieder wie der Deckel, mit dem Tribal-ähnlichen Logo drauf, und ein ziemlich geilen Rucksack, dessen Hersteller ich nicht eruieren konnte, der aber so gut verarbeitet ist, dass er sofort meine alte Laptoptasche ersetzte, obwohl ich Rucksäcke für Notebooks eigentlich nicht leiden kann.
---Der tägliche Einsatz: Das Ding ist schnell, richtig schnell. Nachdem ich mich an Vista gewöhnt hatte, den Service-Pack 1 installiert habe und die Grafikkarte um einiges übertaktet habe, hat das Gerät sogar mit spielen wie Gears of war, Jericho, Mass Effect und Bioshock kaum Probleme. Natürlich gibt es Situationen, in denen die Framerates einbrechen, aber normalerweise kann ich diese Spiele in nativer Auflösung und mit mittleren Details problemlos spielen. Natürlich nicht in DX10 (das hat sowieso der Teufel erfunden, um den normalen User in die Neidhölle zu verbannen). Selbst Crysis sah echt gut aus und hat nur in den Endsequenzen geruckelt. Mit einem Alienware Boliden mit 2* Geforce 8800mGTX im SLI Betrieb kann es natürlich nicht mithalten. Das Display ist angenehm beleuchtet. Immerhin konnte ich diesen Bericht am helligen Tage im Garten tippen, ohne ein Problem zu haben. Die Helligkeit lässt sich per Fn F5/F6 direkt regeln, sehr praktisch. Bei Spielen sollte es aber relativ dunkel im Raum sein, um alle Gegner sicher erkennen zu können. Bei der DVD-Wiedergabe ist das Bild allerdings irgendwie nur in einem ganz geringen Blickwinkelbereich ok, dann wird es zu hell. Die Tastatur ist irgendwie anders konfiguriert als bei meinem alten Laptop oder einer normalen Desktoptastatur. Ich kann gerade gar nicht genau sagen, was anders ist, aber zu Beginn haut man immer auf die falschen Tasten. Inzwischen merke ich aber von dem Problem nix mehr.
---Pro & Kontra: Also für das Laptop spricht die Leistung, die relativ große Festplatte, das gute Display, das coole Design, die Ausstattung die Verarbeitungsqualität (darauf bin ich noch gar nicht eingegangen, aber im Vergleich zu meinem alten FSC fühlt sich das ASUS an wie ein Audi gegen einen Dacia). Das Touchpad taugt tatsächlich mal zum bedienen des Gerätes, so das man die Maus auch mal vergessen darf. Wenn ich etwas dagegen sagen soll, dann fallen mir die völlig blöden und überflüssigen Dioden an der Seite des Displays ein, welche so ne Art ambi-Light Effekt erzeugen sollen (siehe Philips Fernseher). Das geht einem aber so schnell auf den Sack, dass man es schlicht abschaltet. Die Haltbarkeit des Akkus ist je nach Anwendung bescheiden, aber es handelt sich ja nun auch eindeutig nicht um ein Business Notebook. Man hat beim spielen einigermaßen laute Lüfter und eine enorme Hitzeentwicklung (praktischerweise aber nach hinten und nicht im Bereich der Handauflage). Diese Probleme habe ich aber beim FSC viel mehr gehabt (wer beim Amilo A1630 Probleme mit der Hitzeentwicklung hat, der darf sich vertrauensvoll an mich wenden, ich kenne da ne Lösung). Was wirklich nervt ist, dass die USB-Ports mal wieder direkt beieinander liegen, sehr unpraktisch, wenn man mal nen Stecker hat, der nicht ultraflach ist. Habe mir deshalb schon nen externen USB-Hub gekauft.
---Fazit: Alles in allem bin ich total zufrieden mit meinem Laptop. Das die Leistung nicht mehr so ist, wie bei aktuellen Systemen geht einem ja beim Desktop genauso. Und wer kauft sich schon alle halbe Jahr ne neue Grafikkarte. Also eigentlich ist die Aufrüstbarkeit ein schlechtes Argument, da es eh die meisten nicht machen. Ich hingegen genieße die Mobilität (ich sitze nämlich immer noch im Garten) und die gute Leistung, die es mir erlaubt, auch heute noch meinem Laster Computerspiele nach zu gehen.
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13.07.2008 15:06
einfach nur toll und ausführlich beschrieben! LG
02.07.2008 22:16
Schöner und Ausführlicher Bericht!
01.07.2008 23:11
Könnte mir auch gefallen :o)