Erfahrungsbericht über

ASUS P4P800

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ASUS? Wer braucht schon ASUS? ICH!

5  26.11.2003 (23.05.2004)

Pro:
sehr stabil, Übertaktungsfähig, sinnvolles Layout, passiv gekühlte Northbridge, 4x DDR - RAM Slots, Gigabit - LAN, Dual - Channel - DDR

Kontra:
bis jetzt noch alles paletti

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Handbuch/Dokumentation/Hilfe:

Kompatibilität:

Erweiterbarkeit:

Stabilität:

Bios:

Treiber

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Cazeran

Über sich:

Mitglied seit:13.03.2003

Erfahrungsberichte:71

Vertrauende:86

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 108 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hallo noch mal an die Ciao Community,

wie versprochen, der 2. Teil meiner PC-Upgrade-Reihe. Diesmal berichte ich über das passende Mainboard zu meinem Intel Pentium 4 (3Ghz) mit 800FSB, das P4P800 von ASUS.


.:- Über ASUS und das P4P800 -:.

ASUS ist eine gut bekannte Firma (will ich doch schwer hoffen :D) die vielerlei Sachen rundum den PC herstellt. Grafikkarten, Mainboards, Laufwerke, Notebooks und noch vieles andere.
Die Namengebung für die Mainboards erfolgt sehr sinnvoll, nicht so wie bei MSI wo einen der Name (z.B. MS-6341) überhaupt nichts (außer für MSI) bedeutet.
Das „P4“ steht für Intels neuste CPU-Reihe, der Pentium 4 (von 1,2 – 3,2GHz). Das „P“ steht für den Springdale-Chipsatz (i865PE). Es gibt noch einen weiteren Chipsatz für P4, das wäre dann der Canterwood (i875P)und deutlich teurerer Chipsatz. Das ASUS-Springdale-Board lässt sich ganz einfach zum Canterwood machen, aber davon später. Und die „800“ stehen für den Front-Side-Bass (FSB oder System-Bus).


.:- Verpackung, Inhalt und Preis -:.

Gekauft habe ich das Paket bei arlt.com in Mannheim für €129,99. Der Preis liegt somit voll im Mittelmaß der Preisklassen. Im Internet habe ich es für €125 – 150 gesehen.
Die Verpackung sieht sehr kreativ aus, viele Farben, Farbenwirbel, die verschiedenen Firmennamen natürlich der Name des Boards. Hinten drauf sind noch mal alle Features genauer erklärt.
Inhalt der Packung ist:
- Das Board selbst
- 4 IDE-Kabel
- 2 S-ATA-Kabel
- WinDVD Vollversion
- Quick-Install Anleitung
- Bedienungsanleitung in verschiedenen Sprachen
- Mainboard Treiber-CD
- Blende, hinten für das Gehäuse

Das ist schon eine ganze Menge, vor allem WinDVD fand ich gut da ich ein 5.1-System habe und WinDVD Surround-Sound unterstützt, aber weiter im Programm.


.:- Spezifikationen -:.

- Sockel 478 für Intel Pentium 4 / Celeron bis 3,2GHz+
- Unterstützt Intel Hyper-Threading Technologie
- Unterstützt Intel Prescott CPU (Pentium 5)
- North Bridge: Intel 82865PE
- South Bridge: Intel ICH5R w/ unterstützt RAID 0
- 800/533/400MHz FSB
- Dual-Channel-Speicher-Architektur
- Unterstützt PC-3200/2700/2100 unbuffered nicht-EEC DDR DIMMs
- 4x 184-pin DIMM Sockel bis zu 4GB Speicher
- AGP8X
- 5x PCI
- ADI AD1985 6-channel audio CODEC
- 1x S/PDIF out
- 3COM 3C940 Gbit PCI LAN controller
- ASUS CrahFreeBIOS 2
- ASUS Q-Fan Technologie
- ASUS JumperFree
- Adjustable CPU V-Core, Speicher und AGP Spannung
- SFS (Stepless Frequency Selection) von 100MHz bis 400MHz in 1MHz Schritten
- Mehrsprachiges BIOS

Die wichtigsten dieser Features werde ich nun etwas genauer zu erklären versuchen:

Sockel

Bilder von ASUS P4P800
ASUS P4P800 Bild 2121 tb
Das Board (Ciao ist unzuverlässig)
478 für Intel Pentium 4 / Celeron bis 3,2GHz+
----------------------------
Jede CPU passt nur auf einen bestimmten Sockel. AMD Athlon XP CPUs passen beispielsweise nur auf Sockel-A Mainboards, der P4 und Celeron benötigt eben Sockel 478

Unterstützt Intel Hyper-Threading Technologie
----------------------------
Eine der neusten Features die Intel entwickelt hat, ist die sogenannte „Hyper-Threading“-Technologie. Sie ist bei jedem P4 ab 2,4GHz vorhanden. Diese Feature funktioniert (bis jetzt) nur auf Windows XP und bestimmten Linux-Versionen.
Diese Technologie gaukelt dem System vor, es wären 2 CPUs vorhanden (das Mainboard und das BIOS müssen diese Funktion auch unterstützen) und verteilt die Last somit auf den einen „echten“-Chip und auf den virtuellen. Dies schafft riesige Leistungsverbesserungen wenn 2 Programme simultan ausgeführt werden. Manche neuern Spiele unterstützten auch die Funktion, somit können Berechnungen mit voller Leistungskraft ausgeführt werden.
Bis jetzt unterstützen nur Intel-CPUs diese Funktion, bei AMD wurde dies noch nicht eingesetzt.

Unterstützt Intel Prescott CPU (Pentium 5)
----------------------------
Die neue CPU-Reihe von Intel, der Pentium 5 verbirgt sich hinter dem Namen Pentium-„Prescott“. Er erlaubet Taktraten jenseits der 5GHz-Grenze. Diese CPU ist jedoch (noch) nicht auf dem Markt. Das Board ist also besten für die Zukunft gerüstet. Dies wird vollends unterstützt und somit auch 64-bit!!

RAID 0
----------------------------
Die beiden Chipsätze habe ich ja bereits erklärt. RAID 0 ist eine Funktion die 2 Festplatten zu einer virtuellen Festplatte vereinen kann. Bei 2 Festplatten (z.B. 2x 40GB) wird in Windows/Linux somit nur eine (mit 80GB) angezeigt.

800/533/400MHz FSB
----------------------------
Der Front-Side-Bass (FSB) ist die Zugriffszeit zwischen CPU, RAM und Grafikkarte. Desto größer dieser Wert, desto schneller lassen sich Daten verarbeiten. Dies wirkt sich vor allem auf die Ladezeiten aus.

Dual-Channel-Speicher-Architektur
----------------------------
Durch die "Dual-Channel DDR Technologie" verdoppelt sich die Speicherbandbreite des Systems. Durch die ausgewogene Speicherarchitektur hat man die Möglichkeit, bis zu 6.4GB/s Bandbreite zu nutzen und so Systemengpässe zu umgehen.

Unterstützt PC-3200/2700/2100 unbuffered nicht-EEC DDR DIMMs
----------------------------
Jeder RAM-Riegel hat einen Takt, also die Geschwindigkeit mit der sich Daten draufschreiben und lesen lassen. Je höher der Wert desto schneller die Zugriffszeit. Man sollte PC-3200 RAM benutzen um volle Leistung zu erhalten.

4x 184-pin DIMM Sockel bis zu 4GB Speicher
----------------------------
Das System unterstützt bis 4GB an Speicher, genaugenommen 4096MB, also 4x 1024MB-Riegel. Diese müssen alle den selben Takt haben (wenn nicht werden die anderen automatisch runtergetaktet) und, wenn möglich, die gleiche Größe, womit sich die Last besser verteilen lässt. Also 4x 1024MB und nicht 1x 1024MB, 2x 512MB usw.

AGP8X (Accelerated-Graphics-Port)
----------------------------
AGP8X (AGP 3.0) ist die VGA-Schnittstellenspezifikation der nächsten Generation. Mit Durchsatzgeschwindigkeiten von bis zu 2,12 GB/s ermöglicht sie verbesserte Grafikleistung.

5x PCI
----------------------------
Erweiterungsports. Hier lässt sich sonstige Hardware wie etwa Soundkarten, Netzwerkkarten, TV-Karten und anderes verbauen. Die Taktrate dieser Ports lässt sich ebenfalls im BIOS einstellen.

ADI AD1985 6-channel audio CODEC + 1x S/PDIF out
----------------------------
Dies ist die OnBoard-Soundkarte (AUDIO Codec). Der 6-Kanal AD1985 AUDIO Codec erkennt und identifiziert automatisch, welche Geräteart an den Soundanschlüssen angeschlossen ist und meldet nicht passende Verbindungen. Dadurch wird das Verwechseln des Line-IN, Line-OUT und der Mikrofon Anschlüsse vermieden.

3COM 3C940 Gbit PCI LAN controller
----------------------------
Dies ist die OnBoard-Netzwerkkarte mit 1000Mbit Übertragunsrate. Es muss aber ein 1000Mbit Netzwerk vorhanden sein um die volle Bandbreite zu nutzen. Ein cooles Features ist das Diagnose Utility VCT (Virtual Cable Tester). Der Chip erkennt den Status einer Netzwerkverbindung von bis zu 100m Länge. Hat das Kabel einen Bruch, werden die Entfernung zur Bruchstelle und die defekte Ader angezeigt.

ASUS CrahFreeBIOS 2 + mehrsprachiges BIOS
----------------------------
Falls das BIOS defekt ist (alleine oder durch Einstellungen des Nutzers) kann dies durch die Mainboard-CD einfach neugestartet werden.
Das BIOS ist von AmericanMegaTrends und lässt sich in mehreren Sprachen betreiben, darunter auch Deutsch :).
Die Einstellungen können leicht getroffen werden, Erklärungen zu jeder Funktion werden am rechten Bildschirmrand eingeblendet.

ASUS Q-Fan Technologie
----------------------------
Wenn diese Funktion aktiviert ist reguliert das System den CPU-Kühler je nach CPU-Auslastung, bei Windowsbetrieb ist der PC dadurch sehr leise und bei Spielen doch immer noch leistungsfähig.

ASUS JumperFree
----------------------------
Einstellungen lassen sich im BIOS verstellen und man muss nicht mit Jumpern auf dem Mainboard rumstöpseln.

Adjustable CPU V-Core, Speicher und AGP Spannung + SFS (Stepless Frequency Selection) von 100MHz bis 400MHz in 1MHz Schritten
----------------------------
Das System ist sehr übertaktungsfähig. Fast alle Spannungen lassen sich manuell (aber auch automatisch) einstellen. Und zum Übertakten muss man kein Diplom in Informatik gemacht haben. Man wählt einfach aus einer Liste aus ob man das System 1, 3, 5, 10, 20 oder 30% übertakten will. Das System stellt dann alles selbst ein.


Hoffe ich habe euch nicht allzu sehr verwirrt. Nun werde ich mal die Installation etwas beschreiben:


.:- Installation und erster Start -:.

Erstmal das Board beäugen und gucken ob irgendwelche Teile beschädigt oder verbogen sind. Dies war bei mir nicht der Fall deswegen habe ich das Board gleich mal in mein Tower-Gehäuse gelegt, die Blende eingesteckt und die Löcher des Mainboards mit denen der Schraubenwindungen übereinander gelegt. Dies ging perfekt, dann schraubte ich die 5-8 Schrauben (nicht zu) fest rein und schon saß es drin.
Da ich mein altes Board einfach ersetzt habe waren alle Laufwerke schon verbaut und ich musste sie nur noch mit den beigelegten IDE-Kabeln mit dem Board verbinden. Dann die Grafik- und PCI-Karten, die Netzteilanschlüsse und die verschiedenen An/Reset-Knöpfe und LEDs. Dies war bis jetzt immer mein größtes Problem beim PC-Bau. Doch dies ist schön anschaulich und ausführlich in der Anleitung beschrieben und war daher kein Problem. Ich hatte zwar mal + mit – verwechselt aber dies verursacht hier keinen Kurzschluss und ich konnte alles richtig stellen.
Dann den Hebel vom Sockel aufklappen und die CPU einsetzen so, dass die beiden Pfeile parallel stehen (einer auf dem Sockel, der andere auf der CPU) und den Hebel wieder runterklappen. Der CPU sitzt fest drin. Jetzt noch einen sehr kleinen Klecks Wärmeleitpaste drauf, gleichmäßig verteilen und dann den Kühler einhängen. WICHTIG: Immer darauf achten dass der CPU-Kühler fest sitzt und dass er ans Mainboard (oder ans Netzteil) angeschlossen ist, sonst dreht sich der Lüfter nicht und die CPU brennt durch.
Dann Gehäuse zu, Stecker hinten dran und ich war fertig.
Ich machte den PC an, alle Lüfter drehten sich, LEDs leuchteten und der normale BIOS-Check-Piep ertönte. Dann schnell ins BIOS und die gewünschten Einstellungen vornehmen (wer sich nicht auskennt, lässt es einfach sein, alles müsste auch so funktionieren).
Ich empfehle das Betriebssystem neu zu installieren da viele noch viele Treiberreste vom vorherigen Mainboard vorhanden sind und das System ausbremsen. In Windows müssen keine weiteren Einstellungen getroffen werden.
Das Layout vom Board ist sinnvoll gestaltet, keine Transistoren im weg, der AGP-Port ist weit von de PCI-Slots entfernt so, dass sich bei modernen Grafikkarten auch der 1. PCI-Slot verwenden lässt. Der Northbridge-Kühler ist schön groß und fein verarbeitet, wird zwar heiß aber das soll uns nicht stören, alles funktioniert bestens und es stört kein Aktiv-Kühler.


.:- Im Test -:.

Ich habe das Board mit 2 Programmen getestet. Hier ist das Testsystem (Ergebnisse können je nach Komponenten anders ausfallen):
- ASUS P4P800
- Intel Pentium 4 3000MHz, 800MHz FSB
- 2x 256MB PC-3200 Twin-MOS RAM

Im BIOS lässt sich Dual-Channel-RAM aktivieren, dies verkürzt weder die Lebenszeit noch die Hitzeentwicklung des Boards also würde ich jedem empfehlen dies zu aktivieren denn somit wird der einzige Leistungsunterschied zum wesentlich teurem Canterwood-Board eliminiert. Die Ergebnisse sind erschrekend:

AIDIA32
----------------------------
Dies ist ein nützliches Programm womit sich die Speicherbandbreite des RAMs und die Reaktionszeiten messen lassen (sprich: der FSB).
Ohne Dual-Channel-DDR:
Lesedurchsatz: 2,7GB/sek
Schreibdurchsatz: 0,9GB/sek

Mit Dual-Channel-DDR:
Lesedurchsatz: 4,8GB/sek
Schreibdurchsatz: 1,5GB/sek

Im Vergleich: Ein P4 2,4GHz auf einem ASUS P4S533 mit PC-2100 RAM erreicht beim Lesedurchsatz bescheidene 2,2GB/sek und beim Schreibdurchsatz nur 0,6GB/sek, hier wirkt sich der FSB rabiat aus.


SiSoftSandra 2004 Standard Edition
----------------------------
Hier lässt sich auch so ziemlich alles testen. Hier steht das Board voll im Durchschnitt, mit Dual-DDR und 800FSB sogar fast so gut wie das P4P800 Deluxe und das P4C800-E Deluxe von ASUS.

Das Board läuft verdammt stabil, bei mir ist noch nichts abgestürzt und läuft ganz ohne Probleme. Nach und nach habe ich nützliche BIOS-Einstellungen vorgenommen und nun läuft mein System mit voller Leistung. Das Board hat sowohl im Leerlauf als auch bei voller Belastung eine Betriebstemperatur von 24-32°C. Ein Gehäuselüfter ist dennoch empfehlenswert.


.:- Fazit -:.

Ein zukunftsorientiertes Mainboard mit super Taktraten und Stabilität. Über den Support von ASUS kann ich noch nicht berichten da das Board bis jetzt problemlos funktionierte. BIOS- und Treiberupdates findet man bei asuscom.de relativ häufig womit optimale Leistung und Stabilität garantiert wird.
Für €130 wohl einer der besten Mainboard auf dem Markt. Vom Kauf eines teueren Canterwood-Boards sehe ich ab da sich nach Aktivierung von der Dual-Channel-Technologie überhaupt keine Leistungsunterschiede bemerkbar machen


(c)2003 Cazeran für ciao.com
(c)2004 Cazeran für compinion.de
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l.x.klar

l.x.klar

18.02.2008 04:51

topbericht zu topboard, daher bh !

Werwolf2010

Werwolf2010

25.04.2005 21:24

Dazu lässt sich nicht viel sagen : super ! Habe auch ein ASUS (siehe Bericht) allerdings nen AMD-Board ;o) ... Bin auch sehr zufrieden damit und werde wohl noch lange ein ASUS-Kunde sein :o) LG Thorsten

Dampf

Dampf

22.02.2005 14:51

ich hab ein epox, der ist auch super.

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