Liebe Ciao-Leser, Bewerter und hoffentlich auch Kommentierer (weiblich und männlich natürlich)!
Nein! - natürlich bin ich kein medizinisches Wunder und ich glaube auch gar nicht , dass das, was manche/r sich bei der Überschrift vielleicht gedacht haben mag, auch nur ansatzweise wünschenswert sein könnte. In diesem Bericht geht es also dementsprechend auch nicht um Anatomie, sondern um einen Dachständer für den Seat Leon (siehe gegebenenfalls eigener Bericht "FR - der Name ist Programm!"), genauer gesagt um die zugehörigen 3 Fahrradträger.Nachdem klar war, dass der diesjährige Urlaub zum einen ein inländischer, zum anderen auch einer werden sollte, während dem das eine oder andere Mal das eine oder andere Fahrrad benutzt werden sollte, stellte sich die Frage, wie die Fahrräder zum Urlaubsort transportiert werden können.
Bisher stellte dies vor allem deshalb kein Problem dar, weil regelmäßig nur 2 Räder zu transportieren waren, nämlich mein Mountainbike (Wheeler 8000 - siehe gegebenenfalls eigener Bericht "Alte Liebe rostet (hoffentlich!) nicht!") sowie das City-/Trekkingbike meiner Gattin. In dem Vorgänger unseres jetzigen Autos, ebenfalls einem Seat Leon, haben wir dies nach umklappen der hinteren Sitzbank regelmäßig im Innenraum erledigt.Dies kam aus zwei Gründen nicht mehr in Betracht: Zum einen wehrte sich die beste aller Ehefrauen sozusagen "mit Händen und Füßen" dagegen, dass in dem "neuen" Auto Räder transportiert werden, zum anderen waren nunmehr 3 Räder zu transportieren, womit der Innenraum - sonstiges Gepäck gibt's ja auch bei einer einwöchigen Reise noch mehr als reichlich (zumindest wenn man die beste aller Ehefrauen mit an Bord hat) - dann doch wohl endgültig überfordert gewesen wäre. Nachdem eine Woche des Urlaubs bei meinem Schwager stattfinden sollte, hatte ich mich entschieden, mein aus dem Jahre 1982 noch vorhandenes uraltes 10-Gang-Rennrad wieder herzurichten, damit ich nicht auf dem Mountainbike hinter dem Hitech-Renner (Marin Stelvio - siehe gegebenenfalls eigener Bericht "Schön fürs Auge und super für die Strasse") meines Schwagers herhecheln muss. Für eine Transportmöglichkeit am oder auf dem Auto musste also gesorgt werden.
Ein Heckträger kam aus Kostengründen nicht in Betracht, da alleine die Anhängerkupplung ein kleines Vermögen kosten würde und außerdem das Auto verschandelt. Heckträger ohne Anhängerkupplung erscheinen mir zu "liedschäftig". Blieb also nur eine Lösung auf dem Dach. Nach vielfältigen Recherchen im Internet und anderen Quellen fiel die Entscheidung zugunsten des Grundträgers "Atera Signo" sowie dreier passender Fahrradträger ebenfalls der Marke Atera mit der Bezeichnung "Atera Giro AF". Die/der Fahrradträger ist also der Star dieses Berichtes.1. Technische Daten für die Freaks und Fetischisten:
*************************************************************Marke: Atera
Modell: Giro AF
Modelljahr: 2006
Material: Alu
Gewicht: 2,9 kg
Max. Zuladung je Träger: 17 kg (wobei die zulässige Dachlast des Fahrzeugs insgesamt natürlich beachtet werden muss)
Kaufdatum: 09.08.2006
Preis je Fahrrad-Träger (ohne Grundträger): 89,99 € bei ATU ( im Internet ab ca. 60,00 € + Versandkosten erhältlich)
Hersteller-Homepage: www.Atera.de
2. Allgemeines:
*******************
Atera, gegründet 1963 in Ravensburg am Bodensee, ist nach eigenen Angaben heute der Spezialist für Kfz-Trägersysteme und bietet mit einem umfangreichen Sortiment für jedes Transportproblem eine Lösung.3. Erfahrungsbericht:
*************************Nachdem klar war, was angeschafft werden sollte, stellte sich nur noch die Frage nach dem wo. Im Internet wären zwar günstigere Angebote vorhanden gewesen, unsere Wahl fiel jedoch trotz des geringfügig höheren Preises für die Fahrradträger auf die vor Ort ansässige ATU-Filiale. Dies zum einen, weil der Grundträger, der ja schließlich auch noch erworben werden musste, hier konkurrenzlos günstig war, zum anderen weil ich mir die doch zeitraubende und teilweise knifflige Erstmontage ersparen wollte. Dies haben dann auch zwei freundliche Mitarbeiter der Firma in einer Stunde, für die wir insgesamt 35,00 € gezahlt haben, was sicher nicht überzogen ist, erledigt. Für drei Fahrradträger mit Grundträger und Montage haben wir so letztlich 414,97 € gezahlt - sicherlich ein stolzer Preis.
Das System ist aus meiner Sicht jedoch auch jeden einzelnen Euro wert und wurde beispielsweise vom ADAC im Jahre 2005 mit "gut" getestet bei einer Gesamtnote von 1,9 - was nach meiner Erinnerung den Testsieg bedeutete.Gekauft wurden also drei vormontierter Fahrradträger für 22 x 32 mm Vierkantstahlrohr oder Aluminiumprofil-Tragrohr mit matt eloxierten Alu-Elementen und Radschalen mit Spanngurt und Schnellverschluß. Träger und Fahrrad sind durch die serienmäßig integrierten Schlösser getrennt diebstahlgesichert.
Vorteile sind insbesondere , dass durch das patentierte Spannsystem keine Voreinstallung und keine Vormontage nötig sind. Völlig problemlos und ohne Werkzeug können die Räder verladen werden, was einfach und sicher vonstatten geht, da insbesondere die Anpassung an verschiedene Fahrradrahmen für nahezu alle gängigen Modelle sozusagen automatisch vonstatten geht. Der Giro AF kann Rahmen-Rundrohre von 22 bis 80 mm Durchmesser und Ovalrohre bis max. 100 x 80 mm aufnehmen.Technisches Highlight ist die automatische Fixierung des Fahrradrahmens nach dem Einstellen des Fahrrads in die Radschiene, was nichts anderes heißt, als dass man das Fahrrad gerade einmal in die Schiene heben muss, nachdem man vorher den Fixierungsarm in etwa in die erforderliche Schrägstellung gebracht hat - was selbst für "Anfänger" keinerlei Problem darstellt. Danach wird das Rad praktisch bereits von der Halterung provisorisch soweit gehalten, dass man eigene Haltearbeit per Hand nicht mehr zu verrichten braucht und beide Hände wieder frei hat für die weiteren erforderlichen Schritte.
Viel ist dies dann allerdings nicht mehr. Der Fixierungsarm ist noch zu schließen. Hierzu dreht man den am unteren Ende des Arms befindlichen Drehgriff in Richtung "close", was dazu führt, dass der Fixierungsarm sich schließt. Durch weiteres Drehen wird dann eine absolut feste Verbindung zwischen Fahrradrahmen und Haltearm hergestellt - ohne dass der Fahrradrahmen hierbei Schaden nehmen kann, da die Aufnahme des Armes gummiert ist. Schlüssel umdrehen und abziehen - und die Hauptarbeit ist getan.Im Anschluß daran schiebt man noch die beiden Schuhe in der Tragschiene, die die Laufräder sichern sollen, an die selbigen heran und schraubt sie in der Schiene fest mit hierfür vorgesehenen Flügelschrauben. (Der letzte Arbeitsschritt ist natürlich nur bei der ersten Fahrradmontage erforderlich dann, wenn danach immer wieder das gleiche Fahrrad in der gleichen Schiene transportiert wird.) Jetzt müssen nur noch die beiden Halteriemen um Vorder- und Hinterrad des Fahrrades gelegt und in den jeweiligen Ratschenverschluss eingeführt und arretiert werden. Das wars dann auch schon insgesamt und hört sich sicher schwieriger an, als es ist. Die Fahrt der Räder auf dem Dach des Autos kann also beginnen.
Das Entladen geht in umgekehrter Reihenfolge vor sich, sodaß ich auf eine Beschreibung wohl verzichten kann.4. Fazit:
**********Billig ist die ganze Angelegenheit sicher nicht. Wie sagte aber einmal ein Bekannter von mir: "Thomas, wir sind so arm, billige Sachen können wir uns nicht leisten!" Müßig zu erwähnen, dass es sich bei meinem Bekannten um einen Schwaben, also um einen wegen Geizes des Landes verwiesenen Schotten handelte. Recht hat er aber natürlich trotzdem - auch mit seinem weiteren Spruch: "Das Leben ist schön - aber teuer. Es geht auch billiger - aber dann ist es nicht mehr so schön!"
Alles in Allem bin ich mit unserer Neuerwerbung mehr als zufrieden, weswegen ich gerne 5 von 5 Sternen vergebe und eine absolute Kaufempfehlung ausspreche. Der einzige Wermutstropfen, der mir einfällt, ist vielleicht der Kraftaufwand, den man betreiben muss, um das jeweilige Fahrrad auf das Autodach zu heben, was mit zunehmendem Alter und damit einhergehender schwindender Kraft eventuell irgendwann einmal Schwierigkeiten bereiten könnte. Aber erstens werden die Räder ja immer leichter und zweitens bleiben wir "Senioren" ja immer länger fit.Auf- bzw. abgeladen ist ein Fahrrad einschließlich Fixierung in weniger als 2 Minuten. Der gesamte Dachträger ist ebenfalls innerhalb weniger Minuten montiert bzw. demontiert, da er lediglich mit 4 Schrauben in den hierfür vorgesehenen Fixpunkten am Fahrzeug befestigt werden muss. Zur Montage bzw. Demontage des gesamten Trägersystems ist es allerdings hilfreich, wenn man zu zweit ist, insbesondere um Kratzer auf dem Autodach zu vermeiden, die entstehen könnten, wenn man das System nicht exakt positioniert. Räder verladen geht alleine hervorragend.
Wem das Hochheben der Räder zu beschwerlich ist, der müsste zu dem von Atera ebenfalls angebotenen Bike-Lift-System greifen, das allerdings wesentlich kostspieliger ist, das allerdings den Vorteil bietet, dass das Fahrrad sozusagen an einem Liftarm "nach oben schwebt".Ob es für die beste Ehefrau von allen immer ein Segen, oder manchmal auch ein Fluch ist, wenn Fahrräder mit in den Urlaub verreisn, sei dahingestellt, daher "pro und kontra".
Ich hoffe, Euch beim Lesen nicht allzu sehr gelangweilt zu haben und würde mich insbesondere über Bewertungen und Kommentare freuen.
Euer Thomas
01.03.2012 08:01
SEhr gut
08.02.2012 16:51
bh folgt, mein lieber :)
01.12.2011 10:10
bh