So macht Fahrrad Fahren Spaß!!!
16.09.2002
Pro:
absolut alles außer der Preis
Kontra:
Preis
Empfehlenswert:
Ja
 ArnoJakobs
Über sich:
Mitglied seit:02.05.2002
Erfahrungsberichte:75
Vertrauende:16
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 78 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Langsam wird es kühler, was zur Folge hat, dass Weichlinge, wie ich einer bin, langsam aber sicher ihr Moutainbike in den Keller stellen. Dieses Wochenende war ich jedoch noch damit unterwegs und zwar in Daum auf dem Eifelmarathon. Natürlich musste ich dafür auch wieder mein Rad in die Vulkaneifel transportieren. Zu diesem Zweck habe ich mir mal wieder einen anderes Fahrradträgersystem von meinem Bekannten aus Tübingen, der mit dem Fahrradladen, ausgeliehen, um ihm danach meine Erfahrung zu schildern. Es handelte sich dieses Mal um ein Heckträgersystem der Marke Atera. Die genaue Produktbezeichnung lautet „Linea“. ---------------------------- Heckträger „Linea“ von Atera ---------------------------- Preis ca. 300 Euro
Atera ist eine recht bekannte und weit verbreitete Marke, die in allen gut sortierten Autoteilezubehör-Geschäften geführt wird. Atera ist eine deutsche Firma, die ihren Sitz in Ravensburg am Bodensee hat. Getestet habe ich den Heckträger mit meinem alten Golf III.
Zur Montage: ------------ Wenn man sich die Anleitung anschaut, scheint das ganze ein Kinderspiel zu sein. Wie der Name schon sagt, werden Heckträger am Heck des Fahrzeugs befestigt. Ein großer Vorteil im Vergleich zu einigen anderen Heckträgern sieht man schon auf den ersten Blick, der Linea ist schon komplett montiert, d.h. am Träger selbst muss nichts mehr getan werden. Selbst die Fahrradschienen sind bereits vormontiert. Zur Befestigung des Trägers am Auto ist ebenfalls kein Werkzeug notwendig. In einem ersten Schritt werden die Befestigungswinkel oben in die Heckklappe eingehängt. Danach hängt man den Träger in diese Winkel ein. Jetzt muss man nur noch die Spannschrauben anziehen und fertig ist die ganze Sache. Ich konnte es wirklich kaum glauben, aber das war es. Zum Heckträger selbst: ---------------------- Der Linea von Atera ist komplett aus Aluminium und Edelstahl hergestellt. Dadurch dass insbesondere die Rohre und Fahrradschienen aus Alu sind, ist das System sehr leicht und gegen Rost sehr unempfindlich. Zu dem Linea gibt es fahrzeugspezifische Befestigungskits, so dass der Träger auf Autos mit Stufen- und Steilheck sowie auch auf Vans montiert werden kann. Mit der Basisversion lassen sich zwei Räder transportieren. Durch einen zusätzlichen Anbausatz kann man auch noch ein drittes Rad mitnehmen. Besitzer von Vans können sogar bis zu vier Fahrrädern befördern. Der Atera Linea ist vom TÜV geprüft und mit dem GS-Siegel für geprüfte Sicherheit ausgezeichnet. Durch einen sogenannten Vielzahnschlüssel sind sowohl die Räder als auch der Träger vor Diebstahl geschützt. Von der Verarbeitung macht der Linea auf mich einen sehr guten Eindruck. Nicht umsonst gibt die Firma drei Jahre Garantie auf diesen Heckträger. Sehr praktisch ist auch noch, dass man den Aufleger, d.h. die Schienen auf denen die Räder stehen, nach oben wegklappen kann, wenn man ohne Räder fährt. So kommt man besser in jede Parklücke hinein.
Fahrverhalten: -------------- Wer die Eifel kennt, der weiß, dass es dort einige Berge, enge Kurven, schlechte Straßen, aber auch Autobahnen, d.h. Straßen auf denen man schnell fahren kann, gibt. Auf der Strecke nach Daun hatte ich das volle Programm. Auf der Autobahn hatte ich ein sehr gutes Gefühl. Man spürt und hört den zusätzlichen Widerstand kaum. Auch im Brems- und Beschleunigungsverhalten konnte ich keinen Unterschied feststellen. Dann gings es richtig durch die Vulkaneifel. Vor den engen kurven hatte ich schon etwas Respekt. Selbst in schnell gefahrenen Haarnadelkurven habe ich kaum gemerkt, dass ich noch ein Fahrrad auf dem Heck transportiere. Das Rad saß bombenfest und ich habe keine Bewegungen gespürt. Nur auf einer kurzen Schotterstrecke hat man etwas klappern gehört, was jedoch vom Fahrrad herrührte. Als ich in Daun ankam, habe ich die Befestigung geprüft. Es hatte sich nichts gelockert. Das Rad saß ebenfalls noch so fest und sicher wie bei der Abfahrt. Fazit: ------ Wenn man das Glück hat, dass man nicht auf den Preis schauen muss, ist der Linea von Atera wirklich ein idealer Fahrradträger. Wie bei allen Heckträgern muss man die Räder nicht besonders hochheben, um sie zu befestigen. Sie werden sehr sicher transportiert. Bei starkem Abbremsen kann nichts nach vorne oder vom Dach rutschen. Das Befestigungssystem ist super einfach. Selbst jemand der sich so trottelig wie ich anstellt, bekommt es problemlos hin. Ein großer Vorteil im Vergleich zu manch anderem Hecksystem ist, dass man die Heckklappe öffnen kann, obwohl der Träger montiert ist; natürlich nur wenn sich kein Fahrrad darauf befindet. Ob sich der hohe Preis auszahlt, muss jeder selbst entscheiden. Ich selbst würde ihn mir nicht kaufen, hätte ihn dennoch sehr gerne, weil es wirklich der beste ist, den ich bislang getestet habe.
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18.09.2002 15:15
Toller Bericht.Mfg
17.09.2002 00:52
Na, für mein Motorrad kann ich die nicht besonders gut gebrauchen aber wenn ich mir mal ein Auto anschaffe, weiss ich ja nun Bescheid. :) Grüße vom Blank
17.09.2002 00:45
Schade das das Auto im Preis nicht mit drin ist! Hab nämlich gerade keins mehr! Dann wär's doch echt ein Schnäppchen. Viele Grüsse..Sebastian