Einmal volltanken und den Tankwart vergessen
13.06.2001
Pro:
Platzangebot für Gepäck und Personen, Verbrauch trotz Leistung
Kontra:
Hoher Anschaffungspreis & Steuern
Empfehlenswert:
Ja
 TomGer
Über sich:
Ich sach's wie's ist!
Mitglied seit:27.02.2000
Erfahrungsberichte:12
Vertrauende:2
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 43 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Ich fahre nun seit 3 Monaten einen A6 Avant 2.5 TDi und das mit wachsender Begeisterung. Zunächst einmal ein paar technische Details: 2.5 Liter V6 Diesel mit Turbolader und Direkteinspritzung, 150 PS, 320 NM bei 3200 U/Min, Klimaautomatik, Glasschiebedach, Gepäckraumabdeckung, Ledersitze, el. Fensterheber vorne und hinten, Sicherheitsnetz zwischen Gepäck- und Passagierraum, Standheizung, Tieferlegung, uvm. Also ein Wagen nahezu mit Komplettausstattung. Fahrkomfort: Trotz der Tatsache, dass es sich um einen ziemlich schweren Wagen handelt, fährt sich der Riese fast wie ein Kleinwagen, wozu natürlich die Tieferlegung massgeblich beiträgt. Gerade durch Kurven (wenn sie nicht gar zu eng werden) läst sich das (Raum-) Schiff mühelos steuern. Da erreiche ich sogar Kurvengeschwindigkeiten wie mit meinem alten A3 (der fast einen halben Meter kürzer war). Die Sportsitze vorne geben einem einen zusätzlichen Halt, der durch die Mittelarmlehne (ich möchte sie nicht mehr missen!) noch verstärkt wird. Fahrbahnunebenheiten werden allerdings deutlich brutaler an die Insassen weitergegeben (auch wenn es von aussen nicht so aussieht!). Der Wagen ist natürlich eine Fahrmaschine, beim Einparken wird es da manchmal viel zu eng. Die Übersichtlichkeit ist zu Beginn sehr gewöhnungsbedürftig, aber nach ein paar Tagen fahre ich bereits "auf den Zentimeter" (allerdings bin ich auch schon 2 mal mit der Felge auf Bordsteinen hängengeblieben - das Teil ist für so manche Tiefgarage einfach sehr breit...).
Motorisierung: Wohl das schlagende Argument für einen Diesel ist sein Verbrauch. Mit 150 PS ist der Wagen auch bei Beladung ausreichend um zügig duch die Landschaft zu kommen. Die Beschleunigungswerte entsprechen in etwa dem 50 PS schwächer motorisiertem A3 1,6 - trotz der Tatsache, dass es sich um einen Diesel handelt. Der Wagen lässt sich aufgrund des sagenhaften Drehmomentes recht schaltfaul fahren. In der Stadt ist bei Mitfliessen im Verkehr bei 50km/h durchaus der 5. Gang möglich (6-Gang-Getriebe). Das senkt natürlich den Verbrauch enorm: Im Stadtverkehr sind durchaus 5-6 Liter auf 100km drin! Bei gemächlichem Tempo auf der Landstrasse begnügt sich der Wagen auch schon mal mit 4-5 l / 100km. Aber selbst auf der Autobahn kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus: Bei meiner letzten grösseren Tour vor 2 Wochen habe ich auf 450km eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 152km/h gehalten (bei ca. 12 Baustellen und weiteren 100- und 120er Zonen) und konnte den Verbrauch trotzdem unter 9 Liter halten! Erst habe ich gedacht, dass mein Fahrerinfomationssystem spinnt, aber der Besuch an der nächsten Tankstelle (nach insgesamt 650 km) hat mir gezeigt, dass es eher noch übertrieben hatte: Die Anzeige des Systems lag bei 8.8l/100km, nach der Tankfüllung waren es aber nur 8.5 Liter! Das passt. Und wenn man Kraft braucht, reicht es aus, einen Gang runterzuschalten - dann wird auch ein Lastwagen auf der Landstrasse kein Problem. Kosten: Da die Dieselkosten in Deutschland noch einigermassen erträglich sind (im Vergleich zu den Benzinpreisen), halten sich die Kosten im Rahmen. Die Steuer schlägt mit über 700 DM pro Jahr allerdings heftig zu! Bei der Versicherung ist der Wagen ebenfalls eher als teuer einzustufen. Und was ein Satz neue Reifen kostet - darüber denke ich besser erst mal nicht nach (205er auf 16 Zoll) ;-) Der Anschaffungspreis ist allerdings gigantisch: So wie der Wagen in der Garage steht kostet er neu über 82.000 DM. Gebraucht liegt er nach 2-3 Jahren immer noch im Bereich 50- 55.000 DM.
Ausstattungsempfehlungen: Ein altbekanntes Audi-Problem ist das Aufheizen des Wageninnenraumes. Eine Klimaanlage ist deshalb dringend zu empfehlen! Da ein Diesel aber im Winter lange braucht, bis er mal warm wird und diese Wärme dann an den Innenraum abgeben kann, empfiehlt sich eine Standheizung insbesondere dann, wenn der Wagen längere Zeit draussen stehen muss (nachts oder auf dem Firmenparkplatz). Ledersitze sind sehr angenehm (besonders im Sommer), aber man sollte eins bedenken: Auf der Rücksitzbank sollte nichts liegen - es rutscht stets von einer Seite auf die andere! Wenn aber Leder bestellt wird, sollte man die Sitzheizung vorne auch gleich mitbestellen - im Winter ist es sehr angenehm. Alles in allem ein Auto das vernünftig ist - und dennoch Spass macht.
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22.12.2002 13:21
Aussagekräftiger bericht
13.08.2002 23:20
Schönes Auto, schöner Bericht... Mfg Andreas
18.04.2002 12:53
Ein schöner Erfahrungsbericht mit sinnvollen Tipps (Standheizung, Sitzheizung etc.)!