Nicht schlecht für eine Einstiegsmotorisierung
23.08.2005
Pro:
Motor, Verarbeitung, Design, Günstig als Jahreswagen, bezahlbar im Unterhalt, gutes Image, geringer Verbauch, Geräuschniveau
Kontra:
nach dem Start zunächst etwas lauter als erwartet, Wertverlust, Parkplatzsuche ; - )
Empfehlenswert:
Ja
 Marccom
Über sich:
Wünsche uns allen viel Spaß hier > Skoda Fabia 1.9TDI mit Bildern, Opel Corsa 1.2 mit Bildern und...
Mitglied seit:13.07.2005
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Hallo, da der Bericht über meinen momentanen Audi A6 2.5 TDI nach dem Abschicken einfach verschwunden war, man da eh nichts für bekommt (nicht mehr lieferbar) und in der Zwischenzeit mein Produktvorschlag (siehe Überschrift) bei Ciao bearbeitet wurde, schreibe ich heute mal über meinen absoluten Traumwagen (vom Q7 mal abgesehen) bei dem mir bereits das Privileg zuteil wurde, ihn fahren zu dürfen. Grundsätzlich halte ich nicht viel davon über ein Produkt zu schreiben, was man nicht selbst besitzt oder besessen hat, aber ich will es trotzdem mal wagen, zumal ich auch fast einen ganzen Tag Zeit hatte, den Wagen ausgiebig zu testen.
Ausgangssituation: Da ich aus beruflichen Gründen, nicht in der Lage war an der Präsentationsfeier des neuen A6 Avant bei meinem Händler teilzunehmen, schlug dieser vor, mich (uns) für dieses Versäumnis zu entschädigen. Wir vereinbarten einen Termin und der Händler bat mich mir 2 Wagen aus der Audi-Palette zur Probefahrt auszusuchen. die ich (wir) dann den ganzen Tag testen dürfte(n). Spontan entschied ich mich für den Audi A6 Avant 2.7TDI und fragte etwas ehrfürchtig, ob auch eine Probefahrt mit einem Audi A8 möglich wäre. "Selbstverständlich...warum sollte das nicht möglich sein?". Vorher erzählte ich dem Händler, dass ich gelesen hatte, dass der Audi A8 als Jahreswagen und Leasingrückläufer eine Absatzförderung erhält und so sehr erschwinglich wird, was er mir dann auch bestätigte und anmerkte, dass so ein Wagen im Leasing dann u.U. günstiger sein könnte als mein A6 Avant...was ich schon erstaunlich finde, denn ein Audi A8 hat auch als 3.0 TDI selten einen Listenpreis unter 70.000 EUR, während mein A6 "nur" mit etwas mehr als 43.000 EUR aufwarten kann. Nun gut...bei der Wahl zwischen einem A8 4.2 und eben dem 3.0 TDI entschied ich mich dann auch für den Einstiegsmotor (den 3.0 Benziner gibt es nicht mehr im A8). Am vereinbarten Tage schlugen wir dann morgens beim Händler auf und konnten den A6 Avant 2.7 TDI gleich mitnehmen. Allerdings beschränkte sich hier die Probefahrt auf eine Fahrt nach IKEA und wieder zurück, da der Motor nur wenige Hundert-km drauf hatte und einfach zugeschnürt wirkte und die zu leichte Lenkung mich irgendwie nervte (deshalb folgt auch hier kein Bericht). Also holten wir dann knapp 1,5 Std später den reservierten A8 und starteten...wieder der Reihe nach.
Innenraum: Der A8 ist mit seinen über 5m Außenlänge ein relativ großes Auto (Vorsicht Ironie!). Nebenbei ist er auch noch recht breit und wirkt auf jedem cm endlos edel und elegant. Wenn ich mir den A8 dann aussuchen dürfte, würde ich ihn dann aber wohl lieber in silber oder grau nehmen, statt in dem schwarz unseres Probewagen. Seine schiere äußerliche Größe ist aber nicht sinnlos, denn der Innenraum ist ebenfalls großzügig...besonders in der Breite. Mitunter fühlte ich mich genötigt meiner Frau auf dem Beifahrersitz freundlich zuzuwinken. Zusätzlichen Komfort bietet hier auch die doppelt ausgelegte Mittelarmlehne, denn bei meinem A6 z.B. hat meine Frau keinen Platz mehr, wenn ich mich auf ihr lümmle (auf der MAL nicht auf meiner Frau). Das Cockpit und auch das restliche Interieur sind tadellos verarbeitet und der zentrale oberhalb der Mittelkonsole im Armaturenbrett eingelassene, ausfahrbare LCD-Monitor bietet technisch und stilistisch ein besonderes Flair. Als Option war unser Probewagen mit einer Art "Keyless Entry and Drive" ausgestattet. Mit der Annäherung öffnet er automatisch und lässt sich in der Mittelkonsole per Startknopf starten, ohne dass der Schlüssel aus der Tasche genommen werden muss. Schöne Spielerei, aber in meinen Augen verzichtbar. Trotz einiger Finessen, ist die Bedienung des A8 völlig rätselfrei. Alles ist da, wo man es erwartet und das MMI lässt sich hervorragend bedienen und wird im angesprochenen Display angezeigt. Der Vorteil ist, dass sich wichtige Menüs über Schnelltasten direkt anzeigen lassen, ohne dass man lange in Menüunterpunkten suchen muss. Das I-Drive von BMW wirkt da um Längen unübersichtlicher und gewöhnungsbedürftiger. Über MMI lässt sich dann auch das DVD-Navigationssystem bedienen, was ebenfalls völlig problemlos und schnell funktioniert. Die Route wird in der Karte angezeigt und zusätzlich Richtungsangaben per Stimme. Zusätzlich lässt sich auf Wunsch eine Anzeige von Piktogrammen programmieren. Die Richtungsangabe ist spätestens dann absolut unmissverständlich und die Routenführung präzise. Wie auch bei meinem Wagen gewohnt, sind auch die vorausgesagten Ankunftszeiten bis auf geringe Toleranzen genau. Die Sitze sind sportlich ausgeformt, bieten sehr guten Seitenhalt, gute Schenkelauflage und sind äußerst bequem. Langstreckentauglichkeit = 100%. Gleiches gilt für hinten. Zustieg und Sitzkomfort, Beinfreiheit und Schulterbreite sowie Kopffreiheit und Schenkelauflage sind völlig makellos. Der Kofferraum lässt sich automatisch öffnen...also nicht nur entriegeln (wie bei vielen Audis und VWs) sondern der Deckel hebt sich selbständig, was bei der Beladung sehr praktisch ist. Das Fassungsvermögen mit weit über 500 Litern ist ebenfalls gigantisch. Selbst ich als recht großes Lebewesen (191cm Länge) könnte mich hier komplett verstecken (nicht das ich Anlass dazu hätte). Meine Frau musste sich natürlich gleich beschweren, dass sie u.U. etwas nicht herausbekommt, was ich hinein tue. Na ja...gut zu wissen.
Außen / Design Schon angesprochen habe ich ja die Wirkung des A8. Steht der A8 allein, nimmt man seine extremen Ausmaße nicht auf den ersten Blick wahr, denn der Wagen wirkt aus jedem Blickwinkel stimmig. Am besten gefällt er mir von vorn, denn dort hat er eine edle, dynamische Ausstrahlung ohne aggressiv zu wirken. In der Silhouette wirkt er äußerst elegant und hat aufgrund der Dachlinie auch einen sehr sportlichen Schwung. Sehr sportlich wirken hier auch die 18"WINTERräder. Den diesbezüglichen Aufkleber im Cockpit "Achtung Winterbereifung! Bitte max. 245km/h" fand ich trotzdem ein bisschen amüsant, denn der A8 ist mit dieser Motorisierung mit 237 km/h im Fahrzeugschein eingetragen. Kurzum: Egal ob mit 18" Winterrädern oder 19" Sommerrädern, der A8 ist optisch bei seinem edlen und sportlichen Anspruch über jeden Zweifel erhaben.
Antrieb / Fahrwerk Nach dem Anlassen, vom Hof rollend und durch den Stadtverkehr Richtung Autobahn bewegend, war ich zunächst erstmal kräftig enttäuscht...ja fast ärgerlich. "Das soll Luxusklasse sein?...der ist ja kein Stück leiser als unserer" sagte ich zu meiner Frau. Und ja er war tatsächlich auf den ersten Metern regelrecht laut. Nachdem wir die Autobahn erreicht hatten, hab ich mich dann aber gleich wieder gewundert, denn über 100, 130, 160 und 180 nach 200km/h musste ich dann feststellen: "Lauter wird er aber auch nicht". Besonders gefreut habe ich mich an dieser Stelle dann über das Fahrwerk und Einlenkverhalten des A8. Nie hab ich ein Auto gefahren, dass bei dieser Größe so eine Leichtigkeit, Rückmeldung und so einen Komfort zugleich bieten kann. Vor allem ist die Lenkung auch nicht so zuckelig leicht, wie beim neuen A6 sondern bietet hervorragende Rückmeldung und fordert ideale Lenkkraft, quasi so wie man es sich nur wünschen kann. Man wird sich der Ausmaße des Wagens nicht voll bewusst, hat aber trotzdem was in der Hand. Die Luftfederung ist so abgestimmt, dass man sich auf fast jedem Untergrund von negativen Fahrbahneinflüssen abgekapselt fühlt, ohne das Gefühl zu haben ein Raumschiff statt Auto zu bewegen. Selbst bei der Dynamik-Einstellung wird der Wagen zwar straffer, aber nicht unkomfortabel und Nick- und Wankbewegungen beim Beschleunigen, Bremsen und Kurvendurchfahrten (die sonst auch nur minimal sind) tendieren gen Null. Auch wenn der 233PS starke 3 Liter TDI als Einstiegsmotorisierung gehandelt wird, seit der 3.0 Benziner nicht mehr zu haben ist, halte ich den Motor für mehr als ausreichend souverän. Der Wagen bietet ordentliche Beschleunigungswerte und kräftigen Durchzug und harmoniert perfekt mit der neueren 6-Gang-Tiptronic. Die hier vorhandene optionale Schaltmöglichkeit am Lenkrad kann man getrost weglassen...zumindest habe ich keinen Bedarf gehabt manuell zu schalten. Die Tiptronic schaltet schnell und beim Kickdown gleich 2 Gänge runter um optimales Beschleunigungsvermögen zu gewährleisten. Nachdem wir unser Ziel über die Autobahn erreicht hatten, beschlossen wir den Rückweg über Land anzutreten, um auch hier den Wagen ausgiebig zu testen. Während man eigentlich gleich die Autobahn zum Zuhause des A8 erklären möchte, kann man das auf der Landstraße gleich wieder revidieren. Es ist eine Freude, mit was für einer vollendeten Leichtigkeit und Harmonie sich der Wagen um enge kurven zirkeln lässt. Man fühlt sich wie Gott auf Erden oder (um die Kirche im Dorf zu lassen...im fast wahrsten Sinne des Wortes) als König der Landstraße. Erst auf sehr schlechten Straßen kann man im Normal-Modus des Luftfahrwerks (übrigens serienmäßig) Schlaglöcher, Querfugen oder kurze Bodenwellen spüren, werden aber trotzdem nie unangenehm. Beim Durchqueren der ein oder anderen Stadt auf unserem Weg haben wir dann auch festgestellt, dass sich die Geräusch-Präsenz des Motors auch nur kurz nach dem Start zeigt. Später tritt er in jeder Situation deutlich in den Hintergrund. Beim städtischen Halt zwischendurch mussten wir feststellen, dass man beim A8 auch sehr vorsichtig sein muss. Er bewegt sich erstens mit so einer Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit, dass man dazu neigt ihn durch enge Straßen und Gassen zu schnell zu bewegen, ohne sich seiner Ausmaße (vor allem Breite) bewusst zu werden...als ich zwischendurch doch mal etwas bewusster links und rechts aus dem Fenster Richtung Außenspiegel schaute wurde mir etwas mulmig und zwang mich dann doch mal, das Tempo erheblich zu reduzieren. Und zweitens mussten wir feststellen, dass sich Mister-Bin-ein-großes-Auto nicht mit jedem durchschnittlichen Parkplatz zufrieden gibt bzw. auch schon mal zwei Parklücken haben will. Insgesamt ist beim Rangieren auch die Einparkhilfe vorn und hinten von großem Vorteil und sehr empfehlenswert.
Kosten Der A8 ist grundsätzlich kein preiswertes Auto...ganz im Gegenteil: Der von uns bewegte Probewagen hatte einen Neulistenpreis von 88.000 EUR. Das bedeutet bei einem Einstiegspreis von knapp unter 62.000 EUR war noch mal ein Kompaktwagen als optionale Sonderausstattung enthalten. Aber selbst mein hier und da abgespeckter Traum-A8 schafft es noch knapp über 72.000 EUR Neulistenpreis. Der besondere Reiz wird durch das Sonderprogramm der hausbankeigenen Absatzförderung geboten. 1-2 jährige A8 finden so schnell keinen neuen Abnehmer, weil der A8 nun mal grundsätzlich kein Auto ist, der gebraucht gekauft wird. Der A8 wird vornehmlich von gut betuchten Geschäftsführern und Managern zu Präsentationszwecken oder zur Gewinnschädigung (wegen der Steuer) gefahren, da herrscht kein Bedarf an Gebrauchtwagen. Weiter werden Autos wie der A8 gern für kurze Laufzeiten (12-24 Monate) geleast. Also versucht man diese Wagen für Privatleute und Geschäftsführer des Mittelstandes erschwinglich zu machen. Grundsätzlich gibt das der Wertverlust von Luxuswagen im Allgemeinen auch her. Ein 3 Jahre alter Luxuswagen (egal ob S, 7er oder A8) ist nur noch knapp 40% seines Neulistenpreises wert und ist dann immer noch nicht nachfragedeckungstauglich. Faktisch ist es dann möglich, dass ein Audi A8 mit Neulistenpreis von knapp über 70.000 EUR (die allerdings rarer sind als Vollausstattungen), einem Alter von etwa 1,5 Jahren und einer Laufleistung von etwa 30.000km in der Leasingrate knapp günstiger ist, als ein Audi A6 mit Neulistenpreis von knapp über 40.000 EUR.....verkehrte Welt! Speziell der 3 Liter TDI ist nun auch mit Russpartikelfilter lieferbar und die Zukunft dürfte zeigen, wie das in der Kraftfahrzeugsteuer belohnt wird. Grundsätzlich ist für mich steuertechnisch der Weg von 2,5 Liter Hubraum zu 3 Liter kein allzu weiter. Selbst eine Differenz von 80 EUR jährlich nach aktuellem Steuersatz wäre erschwinglich. In der Versicherung ist der A8 als 3.0 TDI auch noch vergleichsweise bezahlbar. Für mich würde die Differenz in der Versicherung zu meinem A6 Avant 2.5 TDI nicht mal 150 EUR jährlich betragen...wohlgemerkt unter gleichen Bedingungen und zwar bei Haftpflicht + Vollkasko. Besonders erstaunlich fand ich den Verbrauch. Bei 233PS, 1.8to Leergewicht, Quattro-Antrieb und 6-Gang-Tiptronic pendelte dieser sich am Ende des Tages bei 9,2 Liter ein. Das ist erträglich. Unser Probewagen des A6 Avant mit 180PS, 1.6to, Quattro und 5-Gang-Tiptronic war bei fast 11Litern und unser 163PS, 1.6to, ohne Quattro und Handschaltung verbraucht knapp unter 8 Liter.
Zuverlässigkeit(/Service) In der Kürze der Zeit, die wir den Wagen hatten, fällt eine Aussage hierüber natürlich schwer. Aber ich kann sagen, dass der Wagen grundsolide wirkt und weiß, dass der Wagen einen als unzerstörbar geltenden Leumund hat. Tenor eines kürzlich gelesenen 100.000km-Tests:"Wer einen A8 besitzt gibt ihn nicht wieder her" Dass der Service bei Audi nur wenig Grund zur Klage gibt, weiß ich aus Erfahrungen mit meinem A6. Inspektionen sind nicht gerade preiswert, aber der Service zuvorkommend und Ersatzwagen kostenlos.
Fazit: Der A8 ist in meinen Augen ein überragendes Auto und auch oder gerade als Jahreswagen sehr interessant und sogar erschwinglich. Das solche Wagen im Unterhalt übermäßig teuer sind entpuppt sich schnell als Vorurteil.
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01.05.2009 10:03
@Noname habe dich mal studiert. Bist zu faul Dir nen Namen auszudenken und hinterlässt überall nur dumme Kommentare, egal wo. Dies ist ein FAHRBERICHT...AUGEN AUF!
01.05.2009 01:14
Klasse Auto
30.04.2009 18:22
Eine Probefahrt ist nicht aussagekräftig.