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Prämierter Erfahrungsbericht

~ Mein Konverter für Audiodateien ~

5  17.01.2007 (02.04.2007)

Pro:
Deutsche Benutzeroberfläche; Open Source (Gratis / Freeware unter der GNU GPL); viele nützliche Einstellmöglichkeiten; schnelle Verarbeitungsgeschwindigkeit; Stapelverarbeitung mehrerer Dateien; noch keine Softwarefehler gefunden

Kontra:
für Anfänger zu viele Einstellmöglichkeiten vorhanden

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Benutzerfreundlichkeit

Stabilität:

mehr


otaku

Über sich: Konfuzius sprach: "Wer nicht an seinem Verhalten arbeitet und sich nicht um Wissen bemüht, wer ...

Mitglied seit:03.04.2000

Erfahrungsberichte:215

Vertrauende:63

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 465 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

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oder: was ist ein audio-konverter?
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bevor ich nun mit meinem bericht beginne: JA, ICH SCHREIBE NUR IN KLEINBUCHSTABEN. Für kleines Geld nur kleine Buchstaben (thx Mightynightwolf)

so. ab hier beginnt mein erfahrungsbericht:

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update vom 02.04.2007
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vielen dank an den autor von "audiocon". nachdem ich meinen bericht geschrieben hatte, fand ich einige tage später einen direktlink zu ciao.de auf meinen bericht auf der homepage der software.... und meine kontra-punkte / festgestellten "mängel" wurden beseitigt: nun ist ein link zum benötigten wmv-codec vorhanden. so sollte es immer funktionieren...

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vorgeschichte
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seit geraumer zeit nenne auch ich einen mp3-player (siehe bericht zu "trekstor music-stick 120") mein eigentum und bin fleisig am umwandeln (ripppen) meiner audio-cd's (siehe bericht zu "deepripper").

auch wenn mein mp3-player über einen riesigen 1 gb datenspeicher verfügt, habe ich doch mehr lieder die ich unterwegs dabeihaben möchte, als auf dem mp3-player platz ist.

somit stellte sich mir die frage, wie bekomme ich mehr lieder auf den mp3-player ohne hörbaren qualitätsverlust?

die von mir bereits von audio-cd in das mp3-format gewandelten lieder habe ich in einer qualität von 192 kbit gespeichert. ich dachte mir damals, lieber die qualität etwas höher einstellen und dafür einen besseren klang erhalten. nun habe ich mich etwas mehr mit der thematik befaßt und einiges rund um das thema mp3 herausgefunden. z.b. das mp3-dateien mit einer variablen bitrate kleiner sind als welche mit konstanter bitrate. hierzu möchte ich jedoch später mehr erklären....

damit ich nicht alle audio-cd's mit neuen mp3-einstellungen erneut "rippen" mußte war ich auf der suche nach einer software, welche die vorhandenen mp3-dateien in eine andere bitrate konvertieren kann. diese aufgabenerfüllung fand ich nach langem suchen in der open-source-software AudioCon.


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was wird geboten?
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die freeware (wie so oft bei meiner softwareauswahl) AudioCon ist ein sogenannter on-the-fly (im fluge / in einem schritt) audio-converter. er ermöglicht das direkte umwandeln von musikdateien verschiedenster formate ohne den zwischenschritt der umwandlung in ein zwischenformat. frühere konverter mußten die vorliegende mp3-datei in eine wav-datei wandeln...

hier eine liste mit den bisherigen features (quellenangabe: hersteller)::

- unterstützte audioformate: MP3, WAV, OGG, WMA, AAC/MP4, AIFF, FLAC, MP1/MP2, APE

- audioformate konvertierbar nach: MP3, WAV, OGG, WMA, AAC/MP4, MP2

- umfangreiche optionen (z.b. CBR, VBR und ABR) zu den formaten (speicherbar)

- queue-funktion: mehrere dateien nacheinander in einer warteliste konvertieren

- übersichtlich & einfach zu bedienen

- MP3 (ID3v1 & ID3v2), WMA & OGG - Tags lesen

- MP3, WMA, OGG, AAC/MP4 - Tags schreiben (automatisches übernehmen der Tags ins neue format => neue dateien können komfortabel nach einer maske benannt werden - z.b. "interpret - titel")

- als Installer (mit installationsrouten / setup) erhältlich

- moderne und übersichtliche 32Bit-Icons

- auch per USB-Stick lauffähig


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woher nehmen und nicht stehlen?
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die ~ 1,3 mb große software audiocon kann, in der zur zeit aktuellen version 1.0, von folgender internetseite heruntergeladen werden:

http://www.basement-softworks.de

oder der direktlink:

http://www.basement-softworks.de/download.php?fileid=5


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installationsprobleme?
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die installation der heruntergeladenen datei AudioCon_v10_SETUP.exe funktioniert ohne probleme mit den betriebssystemen Windows XP und Windows 2000.

zuerst darf das lizenzabkommen bestätigt werden, danach der installationsort (-verzeichnis). danach kann gewählt werden, ob die software im anschluß gestartet werden soll oder nicht.

nun werden verschiedene benutzer ein problem haben. die software funktioniert nur, wenn der "windows media player wmv-codec" installiert ist. ist er nicht installiert, erscheint eine fehlermeldung, das eine erforderliche dll-datei (wmvcore.dll) in verschiedenen verzeichnissen nicht gefunden wurde und die software ohne dieser dll-datei nicht lauffähig ist. leider findet sich auf der internetseite der software audiocon keinerlei hinweis auf dieses problem, und wie es behoben wird.

nachdem ich "gegooglet" hatte fand ich auf der internetseite http://support.microsoft.com/kb/891122/DE/ folgende links zum download der fehlenden dll-datei:

für Windows 2000:
http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?FamilyId=F3903E13-7D 01-4DB7-9E6F-E9DFFAC6731E

für Windows 98 und Windows Millennium Edition:
http://download.microsoft.com/download/2/c/8/2c83ac8b-87d2-4f8a-9 3c8-1bb28b8fb146/windowsmedia9-kb891122-x86-intl.exe

für Windows XP habe ich keinen download gefunden. wahrscheinlich ist bei Windows XP die dll-datei bereits enthalten?


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bedienung?
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Bilder von AudioCon
  • AudioCon Bild 33036169 tb
  • AudioCon Bild 33036235 tb
  • AudioCon Bild 33036308 tb
  • AudioCon Bild 33036371 tb
AudioCon Bild 33036169 tb
Hauptbildschirm
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nach dem starten der software erscheint ein dreigeteiltes hauptfenster mit insgesamt 14 schaltflächen.

im oberen drittel befindet sich die "konvertierliste" (alle dateien die konvertiert werden sollen, werden hier in einer liste, inkl. dateinamen, angezeigt) und folgende schaltflächen:

- verlassen:
ein klick, und das programm wird beendet

- über:
hinweise zu den entwicklern

- hinzufügen:
nach einem klick erscheint ein "datei öffnen"-fenster. es können nun einzelne oder mehrere dateien zum konvertieren ausgewählt und der konvertierliste hinzugefügt werden

- entfernen:
es wird die markierte datei aus der konvertierliste entfernt. es kann nur eine datei in der konvertierliste markiert werden! => die dateien werden nicht von der festplatte gelöscht

- tags bearbeiten:
die id3-tags (beschreibungen in der mp3-datei) interpret, titel, album, genre, jahr und tracknummer können geändert / eingegeben werden

- abspielen:
spielt die markierte datei ab

- liste leeren:
leert die komplette konvertierliste => die dateien werden nicht von der festplatte gelöscht


im mittleren drittel befinden sich folgende schaltflächen:

- ausgabeformat:
hier kann gewählt werden, in welchem format die datei gespeichert werden soll. zur auswahl stehen folgende formate: mpeg-1 audio layer 3 (mp3), wave (wav) windows media audio (wma), vorbis ogg (ogg) advanced audio codec (aac) und mpeg-1 audio layer 2 (mp2)

- ausgabeverzeichnis:
vorgeschlagen wird normalerweise das eingabeverzeichnis. d.h. die neue (umgewandelte) datei wird im gleichen verzeichnis gespeichert. ich bevorzuge die speicherung in einem anderen verzeichnis. ein anderes verzeichnis kann durch die schaltfläche "..." (3 punkte) gewählt werden

- einstellungen:
welche einstellungen möglich und sinnvoll sind, erläutere ich im folgenden kapitel "einstellungssache?"

- datei(en) konvertieren:
hiermit wird die konvertierung der dateien gestartet

- abbrechen:
hiermit wird die laufende konvertierung der dateien unterbrochen


im unteren drittel befindet sich die "fortschrittsanzeige" und die schaltfläche "nach beendigung des vorgangs computer herunterfahren":

- fortschrittsanzeige:
es wird der aktuelle fortschritt und der gesamte fortschritt der konvertierung in prozent angegeben


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wie werden nun dateien konvertiert?
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dies wird mit folgenden schritten (kurzfassung) durchgeführt: schaltfläche hinzufügen wählen, die gewünschte(n) datei(en) im dialogfenster wählen, "öffnen" wählen, speicherziel (ort) wählen und nun die schaltfläche datei(en) konvertieren wählen. fertig.

langfassung:
im mittleren drittel der software die schaltfläche "+ hinzufügen" wählen. nun im folgenden dialogfenster die gewünschten dateien wählen. das dialogfenster ist wie in word oder excel. es können auch mehrere dateien mit der großschreiben-taste oder der strg-taste gewählt werden. nach der dateiauswahl einfach die schaltfläche "öffnen" drücken. die gewählten dateien sind nun in der konvertierliste aufgeführt. nun kann der speicherort der neuen / gewandelten dateien gewählt werden, sofern dieser nicht stimmt. ich habe hier als standard den desktop gewählt. nun können die konvertierungseinstellungen angepaßt werden, sofern die zuvor als standard gewählten einstellungen nicht passen. durch einen klick auf die schaltfläche "datei(en) konvertieren" beginnt der konvertiervorgang.


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einstellungssache?
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beim klick auf die schaltfläche "einstellungen" im hauptfenster erscheinen die nachfolgenden reiter. jeder reiter wird erklärt und sinnvolle einstellungen genannt.

- allgemein:
in diesem reiter können verschiedene standardeinstellungen der software geändert werden. die quelldatei kann nach der konvertierung gelöscht werden. das standardausgabeverzeichnis kann z.b. in c:\mp3 geändert werden. das standardeingabeverzeichnis kann von c:\ auf z.b. c:\daten\mp3 geändert werden. die konvertierten dateien sollen wie die originaldateien oder aber nach einer bestimmten maske (vorlage - z.b. "interpret - titel.mp3") benannt werden, sofern die entsprechenden id3-tags gefüllt sind. sinnvoll ist das automatische benennen der dateien mit hilfe der maske (vorlage). alle anderen allgemeinen einstellungen sind sinnvoll vorbelegt.

- mp3-format:
das mp3-format beherscht die modi cbr (konstante bitrate), abr (durchschnitts bitrate) und vbr (variable bitrate). bei der konstanten bitrate kann zwischen 8 kbit/s und 320 kbit/s sowie die encoder-qualität zwischen 0 (beste qualität) und 9 (schnellste geschwindigkeit) gewählt werden. wird der abr-modus gewählt, kann die durchschnittliche bitrate zwischen 4 und 320 kbit/s liegen. bei der variablen bitrate wird die maximale bitrate zwischen 8 und 320 kbit/s eingestellt, sowie die vbr-qualität. diese liegt zwischen 0 (hohe qualität) und 9 (geringe qualität). als standard ist hier 4 gewählt. als anzahl der kanäle kann mono, stereo, joint stereo, forced joint stereo und dual channels eingestellt werden. ich nutze persönlich immer den vbr-modi.

- ogg-vorbis-format:
das ogg-vorbis-format beherscht die modi q-vbr (qualität bei variabler bitrate), mm-vbr (variable bitrate mit max. & min. wert) sowie cbr (konstante bitrate).
wird der q-vbr-modus gewählt, kann die qualität der über einen "qualitäts-schieberegler" eingestellt werden. dieser reicht von 0 - 100. wobei 100 die beste qualität liefert. als standard ist 40 gewählt. wird der modus mm-vbr gewählt, kann bei mindest-und maximalbitrate ein wert ab 8 kbit/s bis 320 kbit/s gewählt werden. die konstante bitrate kann die bitraten 8 bis 320 kbit/s verwenden. weiterhin kann die anzahl der verwendeten kanäle zwischen mono und stereo eingestellt werden.

- wma-format:
das wma-format kann mit einer konstanten bitrate (cbr) von 8 bis 320 kbit/s oder mit einer variablen bitrate (vbr) arbeiten. die qualität der variablen bitrate wird über einen "qualitäts-schieberegler" eingestellt. dieser reicht von 1 - 100 %. wobei 100% die beste qualität liefert. als standard ist 40% eingestellt. weiterhin kann die anzahl der verwendeten kanäle in mono, stereo oder 5.1 surround eingestellt werden.

- aac-format:
das aac-format kann mit einer variablen bitrate (vbr) oder mit einer durchschnittlichen bitrate (abr) arbeiten. die qualität der variablen bitrate wird über einen "qualitäts-schieberegler" eingestellt. dieser reicht von 10 (schlechte qualität) bis 500 (beste qualität). als standard ist 100 gewählt. die durchschnittliche bitrate reicht von 8 bis 320 kbit/s. weiterhin kann als aac-ausgabe-format mp4 (inkl. header-support), m4a oder m4b gewählt werden.

- mp2-format:
das mp2-format kann mit einer konstanten bitrate (cbr) von 32 bis 384 kbit/s oder mit einer variablen bitrate (vbr) "gefüttert" werden. die variable bitrate wird in prozent angegeben.


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technisches?
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die nachfolgenden technischen erklärungen stammen von verschiedenen quellen (www.wikipedia.de und www.audiohq.de):

was ist eigentlich eine bitrate?

Die Bitrate gibt den Platzverbrauch in Kilobit pro Sekunde an (kurz kbit/s oder kbps) und bestimmt demzufolge auch die Dateigröße. Allerdings ist die Bitrate kein Kriterium für die Qualität einer Audiodatei, auf welche Faktoren wie der verwendete Encoder und dessen Einstellungen sowie die Methode der CD-Extraktion einen viel größeren Einfluss haben. Es lassen sich zahlreiche Beispiele finden, bei denen die Qualität bei gleicher Bitrate komplett unterschiedlich oder die Qualität trotz höherer Bitrate geringer ist.

Man spricht meistens von niedrigen (unter 128 kbps), mittleren (128 bis 192 kbps) und hohen (> 192 kbps) Bitraten.


was ist eine konstante bitrate (CBR)?

Man spricht von einer konstanten Bitrate, wenn die Speicherplatzverteilung über die gesamte Datei hinweg konstant ist, jeder Stelle also der gleiche Speicher zugewiesen wurde. Aufgrund der Tatsache, dass darunter die Qualität leidet, ist dieser Modus ist nur für's Streaming interessant. Moderne Codecs wie Ogg Vorbis oder MPC bieten deshalb nur wenig optimierte bzw. keine CBR-Modi an.


was ist eine variable bitrate (VBR)?

Wesentlich fortgeschrittener und zu bevorzugen sind variable Bitraten. Dadurch wird es dem Encoder möglich, jeder Stelle soviel Speicherplatz wie nötig zuzuordnen, denn diese Größe schwankt mit der Komplexität der zu encodierenden Musik. Man kann sich als Beispiel den Unterschied zwischen ruhiger Musik mit wenigen Instrumenten und dynamischer Musik mit vielen verschiedenen Klangereignissen zum selben Zeitpunkt vorstellen. Um Erstere in transparenter Qualität zu speichern reicht eine niedrige Bitrate aus. Im CBR-Modus würde man diesen Stellen mehr Speicher als eigentlich nötig zuordnen, und damit Platz verschwenden, was ja letztendlich gegen das Ziel der Kompression spricht. Dieser Speicher fehlt dann eben an komplexeren Stellen, auch hier kann der Encoder im VBR-Modus die Bitrate soweit erhöhen wie nötig.

VBR ist der Bitratenmodus, der die beste Qualität liefert.

Nachteil beim VBR-Modus sind im Prinzip nur die geringe Kontrolle über die resultierende Dateigröße und die bei MP3 auftretende Inkompatibilität bei Billig-Hardwareplayern, die damit gar nicht als "MP3-Player" verkauft werden dürften. Beide Nachteile sind unserer Meinung nach für die meisten Anwender vernachlässigbar.

Interessant ist übrigens, dass selbst der Windows Media Player bis Version 9 VBR nicht richtig unterstützte. Zeit und Bitrate von MP3-Dateien wurden falsch angezeigt, was sich übrigens auch auf den Windows-Explorer auswirkte. Die angezeigten Werte bei den Bitraten lagen oft bei über 500 kbps, was weit über 320 kbps liegt, dem Maximum des normalen MP3-Standards.


was ist die durchschnittliche bitrate (ABR)?

Dieser Modus ist gewissermaßen eine Mischung aus beiden und liegt qualitativ in der Mitte. Ziel ist es, die durchschnittliche Bitrate eines Tracks so nah wie möglich an einer vorgegebenen Größe zu halten. Da auch hier Engpässe ähnlich wie bei CBR auftreten können und die Bitrate innerhalb der Datei relativ nah an der durchschnittlichen Bitrate bleibt, bietet der VBR-Modus eine höhere Qualität.

Eine Kontrolle über die Größe ist bei VBR im Prinzip auch gegeben, die durchschnittliche Bitrate pendelt sich bei der Betrachtung von mehreren Dateien auch wieder bei einem bestimmten Wert ein. Manche Songs brauchen aber einfach 40 kbps weniger oder mehr als andere.

ABR ist nur dann interessant, wenn eine bestimmte Dateigröße erreicht werden muss, ansonsten sollte man im Interesse der Qualität VBR benutzen.


was ist eine Nominale Bitrate?

Als nominale Bitrate bezeichnet man bei VBR-Modi die Bitrate, die trotz der möglichen Schwankungen durchschnittlich erreicht wird.

Der Begriff wurde von den Ogg Vorbis-Entwicklern eingeführt, die bisherigen MP3-Benutzern, die eher an das Einstellen einer konkreten Bitrate gewöhnt sind, den Umstieg auf einen mit Qualitätsstufen arbeitenden VBR-Modus so leicht wie möglich machen wollten, indem sie jeder ganzzahligen Qualitätsstufe eine der typischen MP3-Bitraten (128, 160, 192 kbps usw.) zuordneten. Vorbis verwendet variable Bitraten; dies allerdings so ausgeklügelt, dass die der jeweiligen Qualität zugeordnete Bitrate ungefähr erreicht wird.

Auch bei MP3 (LAME-Encoder) und MPC wird der Begriff der nominalen Bitrate inzwischen vereinzelt benutzt; er bezeichnet die durchschnittlich erreichte Bitrate mit einem bestimmten Preset bzw. einer Qualitätsstufe, obwohl die Schwankungen um diese nominale Bitrate gegenüber Ogg Vorbis weitaus höher sind.


was bedeutet "joint stereo"?

"Bei Joint Stereo, auch MS-Stereo genannt, handelt es sich um eine verlustfreie Kodierung der beiden Audiokanäle. Die starke Ähnlichkeit der Kanäle wird ausgenutzt, indem man zwei neue Kanäle bildet. Auf dem Middle-Kanal (M) wird die Summe von linkem und rechtem Kanal gespeichert, auf dem Side-Kanal (S) kodiert man die Differenz der Ursprungskanäle. So enthält der Middle-Kanal die Hauptmenge an Information, während auf dem Side-Kanal nur wenig Information vorhanden ist. Beide Kanäle werden getrennt quantisiert und man erreicht eine relativ gute Kompression. Joint Stereo eignet sich vor allem für Signale, die in CD-Qualität gespeichert werden sollen."


was ist eine verlustfreie Kompression?

Verglichen mit Bildkomprimierung werden verlustfreie Komprimierungsmethoden in der Audiokomprimierung nicht so häufig verwendet. Die Hauptbenutzer von verlustfreier Komprimierung sind Toningenieure und ihre Kunden, die den Qualitätsverlust der verlustbehafteten Kompressionsmethoden vermeiden wollen.

Die Mehrzahl der Tonaufnahmen sind natürliche Töne, aufgenommen aus der realen Welt; solche Daten können nicht gut komprimiert werden. Man kann das mit Photos vergleichen, die sich nicht so gut komprimieren lassen wie computergenerierte Bilder. Aber auch computergenerierte Tonabfolgen können sehr komplizierte Wellenformen enthalten, die sich mit vielen Kompressionsalgorithmen nur schlecht verkleinern lassen. Dieses liegt an der Natur der Schallwellen, die sich im Allgemeinen schwer vereinfachen lassen ohne eine zwangsweise verlustbehaftete Konvertierung in Frequenzfolgen, wie sie im menschlichen Ohr stattfinden. Außerdem ändern sich die Werte der Audiosamples sehr schnell und es gibt selten Folgen von gleichen Bytes, weswegen allgemeine Datenkompressionsalgorithmen nicht gut funktionieren.

Die verlustfreien Audiocodecs unterscheiden sich von allgemeinen Algorithmen zur Datenreduktion dadurch, dass sie speziell an die typische Datenstruktur von Audiodateien angepasst sind. So können Audiocodecs Ähnlichkeiten zwischen den Kanälen (links, rechts) oder eine bestimmte Samplerate (44,1 kHz) als Voraussetzung für die zu komprimierenden Daten annehmen. Dieses hat zur Folge, dass die Audiocodecs in fast allen Fällen Audiodateien besser komprimieren als nicht spezialisierte Verfahren wie z. B. die ZIP- oder RAR-Algorithmen. Die Kompressionsrate von CD-Tracks liegt meistens zwischen 25 und 70 Prozent.

Bei verlustfreien Codecs gibt es keine Qualitätsunterschiede des Audiosignals, weswegen man die Auswahl anhand folgender Eigenschaften treffen kann:

- Geschwindigkeit der Kompression sowie der Dekompression
- Kompressionsrate
- Soft- und Hardwareunterstützung
- Flexibilität im Umgang mit Metadaten

Beispiele für verlustfreie Audio-Codecs:

- Apple Lossless (auch: Apple Lossless Encoding oder Apple Lossless Audio Codec (ALAC))
- Free Lossless Audio Codec (FLAC)
- Lossless Audio (LA)
- Meridian Lossless Packing (MLP)
- Monkey's Audio
- MPEG-4 Audio Lossless Coding (ALS)
- OptimFROG


was ist eine verlustbehaftete Kompression?

Die meisten verlustbehafteten Kompressionsalgorithmen unter Datenreduktion kurz erläutert) basieren auf simplen Transformationen, wie der "modifizierten diskreten Kosinus-Transformation" (MDCT), welche die aufgenommene Wellenform in ihre Frequenzabfolgen umwandeln. Einige moderne Algorithmen benutzen Wavelets, aber es ist noch nicht sicher, ob solche Algorithmen besser funktionieren als die auf MDCT basierenden.

Die meisten Algorithmen versuchen nicht den mathematischen Fehler zu reduzieren, sondern die subjektive menschliche Wahrnehmung der Tonfolgen zu verbessern. Da das menschliche Ohr nicht alle Information eines ankommenden Tones analysieren kann, ist es möglich, eine Sounddatei stark zu verändern, ohne dass die subjektive Wahrnehmung des Hörers beeinträchtigt wird. So kann ein Codec zum Beispiel einen Teil der sehr hohen und sehr tiefen Frequenzen weglassen, die für Menschen fast unhörbar sind. Auf ähnliche Weise werden Frequenzen, die durch andere Frequenzen überlagert sind, mit geringerer Genauigkeit wiedergegeben. Eine andere Art der Überlagerung ist, dass ein leiser Ton nicht erkennbar ist, wenn er unmittelbar vor oder nach einem lauten Ton kommt. Ein solches Modell der Ohr-Gehirn Verbindung, das für diese Effekte verantwortlich ist, wird häufig psychoakustisches Modell (psychoakustisches Modell) genannt (auch: "Psychoaccoustic Model", "Psycho-model" oder "Psy-model"). Ausgenutzt werden hierbei Eigenschaften des menschlichen Gehörs wie Frequenzgruppenbildung, Hörbereichsgrenzen, Maskierungseffekte und Signalverarbeitung des Innenohrs.

Aufgrund der Natur der verlustbehafteten Algorithmen verschlechtert sich die Qualität, wenn eine solche Datei dekomprimiert und anschließend wieder komprimiert wird (Generationsverluste, auch transkodieren genannt). Das passiert in der Praxis vor allem, wenn eine Audio-CD aus verlustbehafteten Audiodateien gebrannt wird (Audio-CDs sind unkomprimiert) und diese später wieder komprimiert wird. Dieses macht verlustbehaftete Dateien sehr ungeeignet für Anwendungen in professionellen Tonbearbeitungsbereichen ("Data reduction is Audio destruction"). Allerdings sind solche Dateien sehr beliebt bei Endbenutzern, da ein Megabyte je nach Komplexität des Tonmaterials ungefähr für eine Minute Musik bei annehmbarer Qualität reicht, was einer Kompressionsrate von etwa 1:11 entspricht.

Beispiele für verlustfbehaftete Audio-Codecs:

Bei den Beispielen werden, soweit bekannt, auch die Bitraten angegeben, bei denen eine komprimierte Datei von den meisten Personen nicht mehr vom Original unterscheidbar ist, d. h. transparent klingt - bei konzentriertem Zuhören mit gutem Zubehör und einem ausgereiften Codec des jeweiligen Kompressionsschemas; abhängig von der Art der Musik. Es muss jedoch beachtet werden, dass Transparenz nicht von jedem bei der gleichen Bitrate empfunden wird, daher sind die Angaben nur ungefähre Werte. Die Bitrate von CDs ist 1411,2 kbps (Kilobit pro Sekunde).
Siehe bei Weblinks für Vergleiche diverser Audiocodecs.

- AC-3 auch Dolby Digital oder ähnlich genannt
- AAC (MPEG-2, MPEG-4): 160-220 kbps
- ATRAC (bei MiniDiscs und Sony CD-Playern)
- DTS
- MP2: MPEG-1 Layer 2 Audio Codec (MPEG-1, MPEG-2): 280-400 kbps
- MP3: MPEG-1 Layer 3 Audio Codec (MPEG-1, MPEG-2, Lame): 180-250 kbps
- Musepack: 160-200 kbps (Open-Source)
- Ogg Vorbis: 160-220 kbps (Open-Source)
- WMA


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eigene erfahrung / die praxistauglichkeit
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ich nutze nur den mp3-codec. alle anderen codecs habe ich nur der vollständigkeit aufgeführt und kurz erklärt. mein mp3-player kann nur mp3- und wma-dateien wiedergeben.

zu bemängeln sind eindeutig die bereits genannten kritikpunkte und "startschwierigkeiten".

nochmals ausführlich die kritikpunkte:

- fehlender wmv-codec:
hätte ich die software nicht nochmals in einem virtuellen pc installiert, hätte ich gedacht, das die software alle benötigten dateien selbständig installiert. zumindest muß ich auf meinem echten pc igendwann den wma-codec installiert haben. schade ist auf jeden fall, das kein hinweis auf der internetseite des herstellers auftaucht. ein hinweis, das der windows media player codec zur einwandfreien funktionalität der software audiocon benötigt wird hätte genügt.... startet die software, wird in den einstellungen des wma-codecs hingewiesen, das der codec benötigt wird. aber, leider kann dies nur gelesen werden, wenn die software startet.

- einstellmöglichkeiten der audio-codecs:
ich habe einige zeit damit verbracht, die für mich passenden mp3-codec-einstellungen vorzunehmen. ich nutze nun den mp3-codec mit stereo-kanal und variabler bitrate. somit erhalte ich das beste klangliche ergebnis und die dateien sind kleiner als dateien mit einer konstanten bitrate. somit passen einige lieder mehr auf meinen mp3-player. für anfänger wird dies nun hoffentlich, mit meinen technischen erklärungen, etwas leichter sein sich in die vielzahl der einstellmöglichkeiten der audio-codecs einzuarbeiten.


wenn es kritikpunkte gibt, muß es natürlich auch lob geben:

prima finde ich, das die datei mit ihren ca. 1,3 mb alles bietet, was ich benötige. auch das eine freeware in deutsch erscheint und eine zwar minimalistische aber wirklich gelungene benutzerführung ohne viel schnörkel (z.b. veränderbare benutzeroberfläche mit hifle von skin's) aufweist ist ein lob wert.


mein fazit:

die software audiocon erfüllt meine gestellten anforderungen perfekt und ist für jeden interessant, der audio-dateien in ein anderes format / eine andere qualität wandeln möchte.


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anbieter / hersteller
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Basement Softworks 2005

Name: Daniel Dieckelmann

homepage: www.basement-softworks.de

e-mail: mail@basement-softworks.de



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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
calimero1111

calimero1111

30.11.2011 15:56

wirklich umfassend vorgestellt. :-)

MoonlightKatrin

MoonlightKatrin

26.11.2011 17:18

wieder was gelernt

vredina

vredina

16.11.2011 13:44

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