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28.01.2002
Pro:
Einfach ergreifend
Kontra:
Nur für Baseballkenner wirklich empfehlenswert
Empfehlenswert:
Ja
 AlvieSinger
Über sich:
Mitglied seit:01.01.1970
Erfahrungsberichte:175
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 74 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
„Aus Liebe zum Spiel“ ist eine Mischung aus Sportfilm und Melodram. Der stark gebeutelte Kevin Costner spielt in der Hauptrolle einen alternden Baseballstar der langsam seinem Karriereende ins Auge blickt. Um es gleich am Anfang zu sagen, „Aus Liebe zum Spiel“ ist ein ruhiger Film, der mit seinen 137 Minuten auch schon einiges Sitzfleisch einfordert. Billy Chapel (Kevin Costner), seit 20 Jahren ist er der Star der Detroit Tigers, er hat alle Höhen und Tiefen des Vereins miterlebt, sein Wurfarm schmerzt und die Tigers haben in dieser Saison mehr schlecht als recht gespielt. Als er mit seinem Team in New York zu Gast ist will er sich mit seiner Freundin, von der er zur Zeit getrennt lebt, treffen. Jane Audrey (Kelly Preston) ist freie Journalistin und schreibt für diverse Frauenmagazine. Sie und Billy haben wunderschöne Zeiten miteinander verlebt aber auch die Schattenseiten erfahren. Zum verabredeten Date erscheint sie diesmal nicht, aber am nächsten Morgen taucht sie auf und erklärt Billy, das sie wegen ihrer Berufes nach London gehen wird. Sie erklärt ihm, das ihm Baseball schon immer das wichtigste für Billy war und er sie in Wahrheit gar nicht brauche. Mit dieser Erklärung lässt sie ihn zurück, allein, im Central Park und Billy hat heute abend ein großes Spiel gegen die Yankees.
Auf dem Spielfeld siniert Billy Chapel über die 5jährige Beziehung, als Zuschauer bekommt man die Entwicklung der Beziehung in diversen Rückblenden erzählt. Zwischendurch läuft das Spiel weiter. Billy bekommt vor dem Spiel noch gesteckt, das der Verein, sein langjähriges Zuhause, verkauft werden soll. Billy steht vor der wichtigsten Entscheidung seines Lebens. Soll er seine Leidenschaft, das Baseball, jetzt hinschmeissen? Soll er Jane einfach so ziehen lassen? Alles entscheidet sich in diesem Spiel. Zudem spielt Chapel einfach großartig. Er schickt jeden Hitter der Yankees nacheinander vom Platz und steht vor dem größten Erfolg seiner Karriere, dem Perfect Game. Dies heißt, nicht einen Gegner bis zur ersten Base kommen zu lassen (für Leute, die gar keine Ahnung vom Baseball haben, wird diese kurze Erklärung wohl auch nicht viel helfen). „Aus Liebe zum Spiel“ oder im Original „For the love of the game“ ist ein wunderschöner Film, der zu Unrecht in den Medien zerrissen wurde. Anscheinend springt die Presse allzu gerne auf den „Egal-welcher-Costner-Film-gerade-anläuft-der-ist sowieso-scheiße“ Zug auf und beschert jeden neuen Film von ihm verheerende Kritiken. Die BZ gibt sich humorvoll wie immer und kritzelt „Der mit dem Baseballschläger schnarcht“. Hach, wie einfallsreich. Vielleicht sollten sich die Kritiker mal Zeit nehmen und nicht nur an Hand der Pressemappe und Vorurteilen ihren Artikel schnell runterleiern.
Immerhin hat der Regisseur Sam Raimi („Tanz der Teufel – Reihe“, „The Gift“, „Ein einfacher Plan“) einen einfühlsamen Film mit phantastischen Kameraeinstellungen insbesondere bei den Sportszenen abgeliefert. Kevin Costner, der schon mit „Annies Männer“ (über den Streifen gibt’s hier ebenfalls eine geniale Meinung von mir; ich befehle euch die ebenfalls zu studieren) und „Feld der Träume“ zwei Baseballfilme drehte, liefert eine überzeugen Schauspielleistung ab und Kelly Preston überzeugt als verbitterte Freundin des Baseballprofis. Preston, die bei „Jerry Maguire“, die karrieregeile Freundin von Tom Cruise spielte, fühlt sich wohl besonders zum Filmsparte Sport hingezogen. Vielleicht sollte sie als Ehefrau des immer fetter werdenden, wenn er nicht gerade für John Woo vor der Kamera steht, John Travoltas mal mit ihm geschwind joggen gehen oder eine Promifettabsaugklinik aufsuchen.
Auf jeden Fall ist der Film in den USA wie auch im europäischen Raum ein Megaflop geworden. Wobei Europa ja weniger überraschend ist, da Baseball hier gänzlich unpopulär ist. Wer keine Ahnung von diesem Sport hat, dem ist auch hier abzuraten. Ohne Wissen oder Interesse kann der Film schnell langweilen. Für Fans von Baseballfilmen ist dieser Film aber absolut empfehlenswert. Und auch ein AlvieSinger kann weinen, naja fast. Ist aber auch an manchen Stellen furchtbar traurig!
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21.10.2003 18:10
...ups... und happy ends steht, der wird diesen Film lieben. Schön erzählt und gut dargestellt!
21.10.2003 18:09
Kann dir nur Recht geben. Wer auf Kitsch
16.09.2003 17:20
Ich bin neu hier und suche nach allem was mich interessiert. Ich gebe Dir recht, ein genialer Film...I love Baseball, So long