Ausbildung bei Kaufland

Ausbildung bei Kaufland

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... Der Verlauf war typisch, Chef erzählt von der Ausbildung und vom Betrieb, Schüler hört zu und antwortet gegebenenfalls. Am Ende gab es noch eine Rechenaufgabe, die ich zu meiner Freude schnell lösen konnte. Nach einigen Tagen Wartezeit bekam ich Post, zufälligerweise von Kaufland UND ALDI ... Bericht lesen





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Kaufland - Eine Ausbildung die sich mehr als lohnt
Erfahrungsbericht von Christian0990 über Ausbildung bei Kaufland
23.09.2011


Produktbewertung des Autors:   

Verdienst (Ausbildung): EUR 500 - EUR 750 
Qualität der Ausbildung: sehr gut 
Sozialleistungen: überdurchschnittlich 
Übernahmechancen: sehr gut 

Pro: Tolle Aufstiegsmöglichkeiten, prima Bezahlung, abwechslungsreich
Kontra: .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  ^  ^

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Damals, nach meinem Schulabschluss, stellte sich die Frage, die sich jeder einmal stellen muss, "Welchen Beruf möchte ich mal ausüben?". Also hatte ich mich hingesetzt und habe intensiv nachgedacht, welche Tätigkeit mir wohl am besten liegen bzw. gefallen würde. Was anfangs einfach lang, entpuppte sich als recht knifflige Sache, denn es gibt ja so viele tolle Berufe bei denen man die Qual der Wahl hat. Ich wollte als Kind immer mal Bäcker werden, wobei sich dieser Wunsch schnell verworfen hatte. Nachdem ich an anderen Berufsfeldern wie Zimmerer, Tischler und Web - Designer im Schnellverlauf vorbeigerauscht bin, ist mir plötzlich eine Tätigkeit in den Sinn gekommen, auf die ich eigentlich hätte gleich kommen können.

Kaufmann im Einzelhandel

Da ich allein in meiner Schulzeit insgesamt 3 Praktika absolvieren musste und ich diese stets bei einem Discounter in meiner Nähe verbrachte, fragte ich mich im nachhinein, warum ich nicht früher auf meinen Berufswunsch gekommen bin.
Sowie ich mich für meinen Traumberuf entschieden hatte, machte ich mich daran Bewerbungen noch und nöcher zu schreiben und sämtliche Exemplare an alle möglichen Geschäfte, Läden und Betriebe zu schicken. Bei den sehnsüchtig zurück erwarteten Antworten war alles mögliche dabei was man sich vorstellen könnte:
  • Manche kamen gar nicht zurück
  • Viele viele Absagen
  • 2 Einladungen zum Vorstellungsgespräch bzw. Praktikum

Jene 2 positiven Antworten bekam ich von ALDI und, natürlich, Kaufland. Bei ALDI absolvierte ich ein Praktikum das sich über 3 Samstagen streckte, bei Kaufland musste ich direkt zum Vorstellungsgespräch. Das Gespräch fand in einer recht lockeren Atmosphäre im Büro des Chef´s statt. Der Verlauf war typisch, Chef erzählt von der Ausbildung und vom Betrieb, Schüler hört zu und antwortet gegebenenfalls. Am Ende gab es noch eine Rechenaufgabe, die ich zu meiner Freude schnell lösen konnte.
Nach einigen Tagen Wartezeit bekam ich Post, zufälligerweise von Kaufland UND ALDI - Beide Betriebe haben mir die Lehre bei sich angeboten. Wahnsinn, gleich 2 Angebote!!!
Nun musste ich mich nur noch für einen von beiden entscheiden, was mir jedoch nicht wirklich schwer fiel, da mir bei Kaufland eine sehr wahrscheinliche Übernahme nach der Ausbildung versprochen wurde und bei ALDI mir direkt zu wissen gegeben wurde - "Nur Ausbildung, keine Übernahme". Also setzte ich meine Unterschrift unter den Vertrag und schon konnte die Ausbildung, nach der restlichen Ferienzeit, losgehen.

Die Ausbildung

Die Ausbildung begann wunderbar, ich wurde toll von allen Mitarbeitern aufgenommen und jederzeit tatkräftig unterstützt. Allein schon wegen dieser Tatsache fiel mir der Einstieg ins Berufsleben leichter als ich es mir gedacht hatte und ich konnte in aller Ruhe und Gelassenheit die ersten Eindrücke und Informationen, die in diesem Berufsbild vorkommen, empfangen. Zwischen den üblichen Tätigkeiten wie Ware verräumen und Bestellungen abwickeln, musste ich natürlich auch die Berufsschule besuchen. Der Unterricht bestand aus Berufsbezogenen Fächern und Themen wie z.B. Marketing und Personalwesen und bis einschließlich dem 2. Lehrjahr noch aus Berufsübergreifenden Fächern wie Englisch und Sport.
Im Laufe der Ausbildung gab es sogenannte Azubitage, in denen sich die Kaufland - Azubi´s der Gegend an einem Tag trafen und ein vorher festgelegtes Thema behandelten und Gedanken sowie Erfahrungen austauschten. Anfang´s waren diese Azubitage recht gewöhnungsbedürtig, alleine schon wegen einzelner Auszubildener, die etwas übermotiviert waren und vorneherein schon davon sprachen "mindestens Hausleiter/Marktleiter" zu werden, wobei ich schon vorweg nehmen kann, das es bei all diesen Leuten momentan mal gar nicht nach diesem "Minimalziel" aussieht - Aber naja, lieber jetzt auf den Boden der Tatsachen zurückkommen als wenn es zu spät dafür ist.

In der Mitte der Ausbildung kam dann noch die Zwischenprüfung vor der ich so ziemlich Muffe hatte und mir, um so näher der Tag kam, immer mehr Panik machte und immer aufgeregter wurde. Jedoch wusste ich ja nicht genau was nun wirklich in der Prüfung, sodass ich auf mein Allgemeinwissen, das ich mir in der Zeit bis dahin aufgebaut hatte, vertraute und nur noch alle notwendigen Formeln und Berechungen anschaute bzw. lernte.
Alles in Allem bin ich damit ganz gut gefahren und konnte die Prüfung mit einer sehr guten 2 abschließen - Puh, der erste Teil war geschafft.

Eine Besonderheit der Ausbildung bei Kaufland sind die Azubiprojekte bei denen ein jeder Auszubildener einmal bzw. auch ein zweites Mal teilnehmen muss. Der Sinn eines solchen Projektes liegt darin, das ein ausgewählter Markt nur von Azubi´s geleitet wird, bis auf die gelegentliche Unterstützung des dortigen Hausleiter´s - und das für 4 Wochen!!!!
Narürlich passieren da einige Fehler die so während des normalen Marktbetriebe´s nicht passieren würden, aber das soll ja auch so sein, denn aus Fehlern lernt man ja bekanntermaßen. Ich jedenfalls habe 2 Mal bei solch einem Projekt teilgenommen, jeweils in Riesa und in Döbeln.
Es steckt zwar ein Sinn hinter diesen Projekten, jedoch bin ich skeptisch denen gegenüber. Denn bis auf dem gelernten aus den eigenen Fehlern und den neuen Bekanntschaften bzw. sozialen Kontakten haben doch eigentlich nur die Azubi´s die dort den Abteilungsleiter mimen einen ordentlichen Nutzen davon, da die "normalen Mitarbeiter" genau das selbe wie in der Heimatfiliale machen - Aber was soll´s, es hat Spaß gemacht und ich habe neue Leute kennen gelernt.

Gegen Ende der Ausbildung wurde es, wie sollte es auch anders sein, wesentlich stressiger als zuvor, da nun das restliche Wissen für die Zukunft und vorallem für die Abschlussprüfung erlernt werden musste. Also besorgte ich mir die nötigen Unterlagen und lernte diesmal intensiver, da ich diesmal auch genauer wusste was dran kam.
Mit dieser Lernvariante bin ich ebenfalls gut vorangekommen, sodass ich den schriftlichen Teil wunderbar überstanden habe und nur noch den mündlichen Teil schaffen musste, wobei ich nicht für Vorträge geeignet bin und somit einige Probleme bekam. Aber ich schaffte auch diese Hürde, wenn auch mühselig und schloss erfolgreich meine Ausbildung bei Kaufland ab und war nun gelernter Kaufmann im Einzelhandel.
Nach der Ausbildung

Nun wurde das Versprechen, das mir damals beim Vorstellungsgespräch gegebene wurde, wahr gemacht und ich wurde tatsächlich übernommen und das auch noch in Vollzeit - Wahnsinn!!!!! Aber jetzt geht es halt darum, noch weiter voran zukommen und zum Abteilungsleiter zu werden. Wobei ich für diesen Schritt noch genügend Zeit habe, mein Vertrag ist unbefristet und ich bin ja erst 21 Jahre alt. Das wird schon.

FAZIT

Ich kann die Ausbildung bei Kaufland mit reinem Gewissen weiter empfehlen, wobei es ja noch andere Berufsfelder bei Kaufland gibt, in denen man ausgebildet werden kann wie z.B. zum Lageristen.
Die Ausbildungsvergütung ist mehr als angemessen und der Stundenlohn bei erfolgreicher Übernahme sowieso. Ich möchte aber aus persönlichen Gründen meinen Verdienst nicht weiter beziffern, da das ehrlich gesagt auch niemanden etwas angeht ^^. Wer sich also für den Handel interessiert, sollte eine Bewerbung bei Kaufland in Erwägung ziehen.
   


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