Ausbildung in Übungsfirmen - Tipps & Tricks

Ausbildung in Übungsfirmen - Tipps & Tricks

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Hallo liebe Ciaoianer, auch ich habe meine Ausbildung zur Bürokauffrau in einer Übungsfirma gemacht. Ich hatte zuvor noch nie etwas von so einem Betrieb gehört. Bis ich eines Tages bei der Berufsberatung war. Die Nette Dame meinte es wären noch ein paar Plätze frei. Aber sie wolle doch ... Bericht lesen





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Meine Ausbildung
Erfahrungsbericht von SammyJo über Ausbildung in Übungsfirmen - Tipps & Tricks
07.11.2003


Produktbewertung des Autors:   


Pro: Mehr Theorie
Kontra: die Praxis fehlt

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Hallo liebe Ciaoianer,

auch ich habe meine Ausbildung zur Bürokauffrau in einer Übungsfirma gemacht.

Ich hatte zuvor noch nie etwas von so einem Betrieb gehört. Bis ich eines Tages bei der Berufsberatung war. Die Nette Dame meinte es wären noch ein paar Plätze frei. Aber sie wolle doch erst eimal, dass ich so einen Psychologischen Test mitmache um zu sehen, ob der Beruf der Bürokauffrau doch etwas für mich wäre. Und Bingo, er war etwas für mich stellten die lieben Psychologen des Arbeitsamtes fest.

Ich hatte mich dann direkt schriftlich bei der Wirtschaftsschule Welling in Essen beworben. Wurde auch recht schnell zu einem Vorstellungstermin eingeladen. Doch leider wurde mir dann gesagt, wir haben sehr viele Bewerber und nur noch wenige Plätze frei. Sie werden aber von uns hören. Ich hatte die Hoffnung schnell aufgegeben, denn ich hörte erst mal nichts. Doch wenige Tagen bevor die Ausbildung anfing flatterte doch so ein Brief bei mir ein, indem stand wann ich wo sein sollte. Und plötzlich hatte ich einen Ausbildungsplatz.

******************************************************

Die Wirtschaftsschule R. Welling:
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Man kann dort Umschulungen im kaufmännischen Bereich machen, Sprachlehrgänge, Computerseminare, Schreibmaschinenkurse und natürlich eine Ausbildung.

Es läuft dort so ab wie in einer Schule. Man hat seinen Stundenplan.

Die Fächer sind:
-Deutsch
-Englisch
-Rechnungswesen
-EDV
-Schreibmaschine
-BWL
-Organisationslehre
-Bürowirschaft
-und das liebe Lernbüro

Zu den einzelnen Fächern muss ich wohl nichts schreiben. Außer zu Deutsch und Englisch. Es gibt auch Auszubildende die kaum Deutsch und Englisch können. Deshalb gibt es 2 Kurse. In allen Anderen Fächern sind alle zusammen.

Das Lernbüro:
~~~~~~~~~~~~~

Jeder Auszubildende leitet dort seine eigene Firma. Die RandOHG. Die RandOHG verkauft alles über Kugelschreiber, Kerzenständer und und und.


Der Kunde ( der Ausbilder also ) schickt der RandOHG ( dem Auszubildenden ) eine Bestellung rein. Z.B. bestellt er 100 Kugelschreiber. Erst einmal macht der Azubi dann den Posteingangsstempel auf den Brief. Schaut nach, ob er noch 100 Kugelschreiber hat. Wenn er sie hat, dann schickt er dem Kunden eine Auftragsbestätigung. ( Dass er liefern kann ) Er schickt die Ware raus ( nicht wirklich, tut also nur so ), schickt danach die Rechnung raus. Muss dann bei seinem Lieferer neue 100 Kulis bestellen und und und. Ich denke, so genau interessiert euch das bestimmt nicht.

Auf jeden Fall hatten wir immer sehr viel Spaß im Lernbüro. Und am Anfang war es ziemlich interessant und hat auch richtig Spaß gemacht. Man darf sich untereinander auch helfen, soll aber nicht zur gewohnheit werden. Denn jeder soll es im Prinzip alleine schaffen. Doch schon sehr schnell hat man den Bogen raus. Es wird langweilig. Jeden Tag das Gleiche. Bestellung rein, Auftrag raus, Rechnung schreiben, eventuell sogar eine Mahnung. Aber so ist es im richtigen Betrieb ja auch.

Man hat durch die Anderen Fächer ja auch noch eine Abwechslung. Im 3. Ausbildungsjahr sitzt man auch nicht mehr so häufig im Lernbüro. Da wir dann gepaukt für die Prüfung. Wir hatten immer Donnerstags 6 Stunden Rechnungswesen. Das war hart.

Aber im Großen und Ganzen finde ich so eine Ausbildung in einer Übungsfirma sehr gut. Man hat jede Menge Spaß da.

******************************************************

Wie bei jeder anderen Ausbildung auch, muss man zur Berufsschule. Das könnte man sich eigentlich sparen. Denn was man in der Berufsschule lernt, dass kennt man schon aus der Übungsfirma. Ist aber gesetzlich vorgegeben, dass man zur Berufsschule geht.


Während der Ausbildung muss man drei Praktika machen. 3 mal 3 Monate. Hört sich sehr lange an. Aber ich hatte super Praktikumsbetriebe. Die 3 Monate waren immer Ruck Zuck um. Es hatten auch Einige nicht so viel Glück. Die hatten Scheiß Plätze.

Am Anfang hatte ich geschrieben, dass es dort wäre wie in der Schule.

-Man ist eine Klasse von ca. 15 Leuten
-eine Schulstunde dauert 45 Minuten
-nach 2 Stunden ist 15 Minuten Pause (da fast alle Ausbilder rauchen, hat man meistens nach jeder Stunde pause )
-nach der 6. Stunde hat man 45 Minuten Mittagspause.
-um 8:00 Morgens fängt die Ausbildung an
-un um 15:15 hat man schon Feierabend.

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Das war alles was ich zur Wirtschaftsschule Welling schreiben kann. Es war für mich eine sehr schöne Zeit. Ich wünsche mir sie oft zurück.

Ab dem 3. Ausbildungsjahr wird es ein bischen hart. Nur Pauken, Pauken, Pauken.

Aber dafür ist bei fast allen von uns die Prüfung gut ausgefallen. Niemand ist durchgefallen. Bei den Azubis aus einem richtigen Betrieb sind mehrer durchgefallen.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Ich schreibe über diese Ausbildung, weil die Überbetrieblichen Ausbildungen bei den Azubis die in einem richtigen Betrieb sind sehr verrufen sind. Auf uns wurde in der Berufsschule oft mit den Fingern gezeigt. Es hieß immer, das wir, von der Wirtschaftsschule Welling, keinen besseren Ausbildungsplatz gekriegt hätten. Und sie wären doch etwas besseres als wir. Aber im nachhinein haben wir ja gesehen, wer nun mal besser war.


Viele Grüße

SammyJo

   
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