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Der Masterstudiengang DaF in Jena ist einer der wenigen seiner Art in Deutschland - der ganze Studiengang ist ja auch relativ neu. Ziel ist es, Deutschlehrer auszubilden, die Sprache und Kultur an Deutschlernende im In- und Ausland vermitteln. Dabei geht es nicht nur um sowas wie Grammatikvermittlung etc., sondern auch um Sprachlernforschung, Interkulturalität, Wahrnehmung von Fremdem und Eigenem, E-Learning, Auslandsgermanistik, Literaturunterricht etc.
Die Inhalte werden hauptsächlich in Seminaren und Vorlesungen vermittelt, die teilweise ziemlich überfüllt waren. Man fand aber auch immer wieder etwas kleinere Seminare mit 10 Leuten oder weniger. Leistungsnachweise bekam man meist durch mündliche Prüfungen am Semesterende, durch Hausarbeiten oder auch durch Referate.
Ich muss sagen, dass der Studiengang meine Erwartungen nicht ganz erfüllt hat. Es gab zwar auch sehr gute und kompetente Dozenten, die einen spannenden Unterricht gemacht haben, leider waren aber auch sehr viele Pflichtseminare dabei, die man sich einfach hätte sparen können. Viele Inhalte waren einfach etwas flach oder wurden staubtrocken vermittelt.
Was mir gefallen hat, war insbesondere die Tatsache, dass viele ausländische Studenten dabei waren, die immer mehr als 50 % der Seminarteilnehmer ausmachten. Man trifft Chinesen, Spanier, Iraker, Italiener, Engländer - also Leute von überall her und das schafft schon eine interessante Atmosphäre.
Das große Potential, dass in einem solchen Unterricht zwischen den Kulturen liegt, wurde leider nicht in jedem Seminar ausgeschöpft, weshalb ich sagen muss, dass ich nicht sicher bin, ob ich den Studiengang wirklich weiterempfehlen kann. Abraten würde ich jedoch auch niemandem!