Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
deutscher Abschluss, verkürzt auf 2 Jahre, kleine Klassen, Top - Unternehmen |
| Kontra: |
Kosten |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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2 Jahre Ausbildung in Hong Kong? „Das ist genau das richtige für mich“, dachte ich vor gut einem Jahr. Und nun sitze ich seit September 1999 bei KarstadtQuelle in Kowloon (Hong Kong), gehe 2x wöchentlich zum berufsbildenden Zweig der Deutsch-Schweizerischen Schule.
Damals im Herbst 99, habe ich gerade im zweiten Semester Sinologie studiert und war einfach nur frustriert vom theorielastigen Unialltag.
Zufällig stieß ich auf die Webseite der GSIS (German Swiss International School - www.gsis.edu.hk) und nahm gleich Kontakt mit dem Schulleiter auf. Der konnte mich auch gleich mit Informationen über die ausbildenden Unternehmen versorgen.
Der Bewerbungsprozess zog sich zwar über Monate hin und war auch kostenaufwendig, aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Denn jetzt arbeite ich in der aufregensten Stadt der Welt, bei einem Top-Unternehmen und lerne an einer hochangesehenen Schule. Glück hatte ich auch, denn auf die paar Ausbildungsplätze kommen in manchen Jahren über 150 Bewerber.
Hong Kong bietet mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten immer etwas neues. Für mich, der sehr an der Sprache interessiert ist, ist Hong Kong einfach perfekt; auch wenn die Lebenshaltungskosten deutlich über den Deutschen liegen (HK ist nach Tokyo die zweitteuerste Stadt der Welt).
Dieses Jahr sind wir 11 Auszubildende im Ausbildungsgang „Kaufmann im Groß- und Außenhandel“. Die Klasse ist also überschaubar. Mit dem Stoff kommen wir natürlich schneller voran als „normale“ Berufsschüler in Deutschland. Die Ausbildung ist nämlich eigentlich nur für Abiturienten gedacht. Klausuren werden in den meisten Fächern zweimal pro Halbjahr abgelegt. Die Fächer sind Handelsbetriebslehre, Rechnungewesen, Allgemeine Wirtschaftslehre, Mathematik, Politik, Organisation und Datenverarbeitung, Deutsch und Englisch.
Manchmal ist mir das einfach zu viel Detailwissen, aber anders geht’s halt nicht
Im Ausbildungsbetrieb durchlaufen die Azubis in der Regel mehrere Abteilungen und erwerben sich dort die notwendigen praktischen Kenntnisse. Die Entlohnung ist mit 5500 HK$ im ersten und 6400 HK$ im zweiten Ausbildungsjahr (etwa 1500/1800 DM) nicht schlecht. Bedenkt man aber, dass wir noch 2880 HK$ im Monat an Schulgeld löhnen müssen und die sonstigen Lebenshaltungskosten (inkl. Rentenversicherung!) recht hoch sind, dann bleibt von dem Ausbildungsgehalt nur weniger als nichts. Ohne ordentliche Zuschüsse von zu Hause könnte ich hier jedenfalls nicht überleben.
Nichtsdestotrotz ist die Ausbildung sehr lohnenswert. Sie macht sich in jedem Lebenslauf sehr gut, außerdem hört man, dass sich schon einige Azubis nach der Ausbildung sogar in HK selbstständig gemacht haben. Auch für Studenten lohnt sich der Einstieg bis nach dem Grundstudium. Es wird auf jeden Fall als Auslandsaufenthalt angerechnet!
Ich versuche mich hier nebenbei weiterzubilden. Einen Kantonesisch-Sprachkurs werde ich im Januar besuchen. Nebenbei versuche ich mich auch noch an der Fernuni in Hagen. Aber das ist ein anderes Thema.
Falls ihr Interesse an der Ausbildung habt, könnt ihr mich natürlich kontaktieren. Schickt einfach eine e-mail an alex.tang@epost.de. Vielleicht kann ich euch mit Bewerbungstipps weiterhelfen.
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