Ausnahmezustand

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Ausnahmezustand

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Panzer an der Fifth Avenue

5  24.12.2000

Pro:
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Kontra:
siehe Text

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Humor

Spannung

Action:

Romantik:

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lihang

Über sich: Ich gehe sehr gerne ins Kino (waschechter Cineast sozusagen), daher werdet ihr viele Filmkritiken vo...

Mitglied seit:25.12.1999

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 89 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Ein schockierendes Bild ist es schon, wenn etwa zur
Mitte des Films "Ausnahmezustand" die Armee mit
Panzern in New York einmarschiert. Von höchster Stelle
befugt, läßt der hemdsärmelige General Devereaux
(Bruce Willis) alle arabischstämmigen Männer aus ihren
Wohnungen holen und in Sportarenen internieren. Keine
Bürgerrechte mehr, Verhaftung schon aufgrund der
Zugehörigkeit zu einer bestimmten ethnischen Gruppe:
ein extremes Szenario - und zugleich ein
amerikanischer Alptraum.

Zweck der Aktion ist es, eine islamische Terrorgruppe
auszuschalten, die für eine Reihe blutiger Anschläge
verantwortlich zeichnet. Im Ziel mit dem General
einig, nicht aber in der Methode ist der FBI-Mann
Hubbard (Denzel Washington). Besonders erbost ist
Hubbard, als sogar sein eigener Partner interniert
wird. Nicht recht schlau wird er lange Zeit aus der
CIA-Agentin Elsie Kraft (Annette Bening), die viel
mehr zu wissen scheint, als sie sagt. Spielen am Ende
sie und ein arabischer Professor, der für die CIA
arbeitet, ein doppeltes Spiel? Man mag diese
Geschichte übertrieben finden, aber ganz so weit
hergeholt ist sie vielleicht doch nicht. Zumindest
scheinen Pläne für ein sogenanntes Sonderrecht
tatsächlich zu existieren. Gern wird auch vergessen,
daß in den USA schon einmal, nach dem japanischen
Angriff auf Pearl Harbor, japanische Einwanderer
verhaftet und interniert wurden. Und auf Seiten von
Polizei, Geheimdiensten und Militär ist man seit den
Anschlägen von Oklahoma City und auf das World Trade
Center extrem vorsichtig.

Wie schnell der amerikanische Traum in sein Gegenteil
umschlagen kann, das ist Edward Zwicks großes Thema.
Es zieht sich als roter Faden vom Bürgerkriegs-Drama
"Glory" aus dem Jahr 1989 über das Melo "Legenden der
Leidenschaft" (1994) bis zum Golfkriegs-Drama "Mut zur
Wahrheit", das 1996 in die Kinos kam.

Zwicks bevorzugte Mittel sind - und dabei steht er
ganz in der Tradition von King Vidor ("Duell in der
Sonne") - die groben Pinselstriche des Melodrams. In
"Ausnahmezustand" heißt das: hier der aufrechte
Polizist, dort der tyrannische General. Das schließt
aber vielschichtige Frauenfiguren - und ein
differenziertes Bild vom Islam - nicht aus. Und
spannende Action auch nicht.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Shadowmaker

Shadowmaker

24.12.2000 20:36

Also, da das wohl tatsächlich dein Stil ist, kann ich nur sagen: Du hast wirklich Talent dafür!

Shadowmaker

Shadowmaker

24.12.2000 19:41

Nein, ich habe keine Beweise, nur Indzien, nämlich zum Einen das Format des Beitrags, das normalerweiße nur durch Einfügen eines vorformatierten Textes entsteht und zweitens klingt dein Schreibstil wie eine Kurzkritik in einem Kinomagazin.

Shadowmaker

Shadowmaker

24.12.2000 19:31

Ich finde deinen Beitrag zwar sehr nützlich, er klingt für mich aber etwas so, als sei er abgeschrieben. Wenn dem nicht so seien sollte, werde ich meine Bewertung natürlich korrigieren.

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