Über sich:Ich gehe sehr gerne ins Kino (waschechter Cineast sozusagen), daher werdet ihr viele Filmkritiken vo...
Mitglied seit:25.12.1999
Erfahrungsberichte:85
Vertrauende:17
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 89 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Ein schockierendes Bild ist es schon, wenn etwa zur Mitte des Films "Ausnahmezustand" die Armee mit Panzern in New York einmarschiert. Von höchster Stelle befugt, läßt der hemdsärmelige General Devereaux (Bruce Willis) alle arabischstämmigen Männer aus ihren Wohnungen holen und in Sportarenen internieren. Keine Bürgerrechte mehr, Verhaftung schon aufgrund der Zugehörigkeit zu einer bestimmten ethnischen Gruppe: ein extremes Szenario - und zugleich ein amerikanischer Alptraum.
Zweck der Aktion ist es, eine islamische Terrorgruppe auszuschalten, die für eine Reihe blutiger Anschläge verantwortlich zeichnet. Im Ziel mit dem General einig, nicht aber in der Methode ist der FBI-Mann Hubbard (Denzel Washington). Besonders erbost ist Hubbard, als sogar sein eigener Partner interniert wird. Nicht recht schlau wird er lange Zeit aus der CIA-Agentin Elsie Kraft (Annette Bening), die viel mehr zu wissen scheint, als sie sagt. Spielen am Ende sie und ein arabischer Professor, der für die CIA arbeitet, ein doppeltes Spiel? Man mag diese Geschichte übertrieben finden, aber ganz so weit hergeholt ist sie vielleicht doch nicht. Zumindest scheinen Pläne für ein sogenanntes Sonderrecht tatsächlich zu existieren. Gern wird auch vergessen, daß in den USA schon einmal, nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor, japanische Einwanderer verhaftet und interniert wurden. Und auf Seiten von Polizei, Geheimdiensten und Militär ist man seit den Anschlägen von Oklahoma City und auf das World Trade Center extrem vorsichtig.
Wie schnell der amerikanische Traum in sein Gegenteil umschlagen kann, das ist Edward Zwicks großes Thema. Es zieht sich als roter Faden vom Bürgerkriegs-Drama "Glory" aus dem Jahr 1989 über das Melo "Legenden der Leidenschaft" (1994) bis zum Golfkriegs-Drama "Mut zur Wahrheit", das 1996 in die Kinos kam.
Zwicks bevorzugte Mittel sind - und dabei steht er ganz in der Tradition von King Vidor ("Duell in der Sonne") - die groben Pinselstriche des Melodrams. In "Ausnahmezustand" heißt das: hier der aufrechte Polizist, dort der tyrannische General. Das schließt aber vielschichtige Frauenfiguren - und ein differenziertes Bild vom Islam - nicht aus. Und spannende Action auch nicht.
Nein, ich habe keine Beweise, nur Indzien, nämlich zum Einen das Format des Beitrags, das normalerweiße nur durch Einfügen eines vorformatierten Textes entsteht und zweitens klingt dein Schreibstil wie eine Kurzkritik in einem Kinomagazin.
Ich finde deinen Beitrag zwar sehr nützlich, er klingt für mich aber etwas so, als sei er abgeschrieben. Wenn dem nicht so seien sollte, werde ich meine Bewertung natürlich korrigieren.
24.12.2000 20:36
Also, da das wohl tatsächlich dein Stil ist, kann ich nur sagen: Du hast wirklich Talent dafür!
24.12.2000 19:41
Nein, ich habe keine Beweise, nur Indzien, nämlich zum Einen das Format des Beitrags, das normalerweiße nur durch Einfügen eines vorformatierten Textes entsteht und zweitens klingt dein Schreibstil wie eine Kurzkritik in einem Kinomagazin.
24.12.2000 19:31
Ich finde deinen Beitrag zwar sehr nützlich, er klingt für mich aber etwas so, als sei er abgeschrieben. Wenn dem nicht so seien sollte, werde ich meine Bewertung natürlich korrigieren.