Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Vorher informieren spart viel Geld |
| Kontra: |
Bis man alles hat, braucht man viel Geduld |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Hallo liebe Leser,
ich erinnere mich noch zu gut an meine Anfangszeit. Den Tauchschein glücklich erworben, wächst sehr schnell der Wunsch, sich selbst die Ausrüstung für dieses schöne Hobby anzuschaffen:
Schon geht das Spießrutenlaufen los. Was will ich eigentlich und was kostet das alles, wo bekomme ich die Sachen und was ist wirklich gut?
Ich arbeite selbst in einem Tauchgeschäft nebenberuflich und habe schon vielen Kunden zum Tauchglück verholfen. Es macht riesig Spaß, "neuen" zu einer guten und zweckmäßigen Ausrüstung zu verhelfen. Bisher hat sich meine diesbezügliche Mühe immer sehr gelohnt...
Heute möchte ich so ein paar grundsätzliche Tips geben, worauf man beim Kauf achten sollte. Nicht jeder hat das Glück, einen ehrlichen Verkäufer zu finden. Vielfach wird auch viel aufgeschwatzt.
Also
Maske (Taucherbrille):
Beim Kauf einer Maske ist einzig und allein die Paßform das wichtigste. Nicht jede Maske paßt auf jedes Gesicht. Zur "Anprobe" sollte man sich ein wenig Zeit lassen. Die Masken sind heute alle ähnlich aufgebaut. Maskenkörper (der Teil der auf dem Gesicht sitzt) sind heute üblicherweise aus Silikon gefertigt. Es gibt Maskenkörper in durchsichtig oder schwarz. Hier entscheidet allein der Geschmack. Durchsichtige Maskenkörper werden normalerweise als freundlicher und heller empfunden.
Die Gläser sind entweder zweigeteilt (wie eine Brille) oder auch aus einem Glas (besser zum Fotografieren). Wichtig bei der Entscheidung ist, ob ich Korrekturgläser benötige (sprich habe ich einen Sehfehler, der im Wasser ausgeglichen werden muß). Wenn ein Sehfehler vorliegt, müßte man die zweigeteilten Gläser bevorzugen, da können dann Gläser in den entsprechenden Stärken eingebaut werden. Hier ein klarer Masken-Favorit Technisub Look. Alle Tauchgläser - auch die nicht korrigierten - sind aus Sicherheitsglas. Das steht auf den Gläsern drauf (tempered glas) Die Rahmen - die die Gläser halten - sind meistens aus einem gestecken System und nicht geklebt.
Die Anprobe erfolgt durch Aufsetzen der Maske ohne das Maskenband (das Ding, womit es am Kopf hält) auf das Gesicht. Jetzt wird leicht durch die Nase eingeatmet. Die Maske muß dann fest auf dem Gesicht sitzen und nirgendwo darf Luft reinzischen. Ist dies der Fall, ist die Maske in jedem Fall dicht. Wenn man dazu dann mehrere Modelle gefunden hat, vergleicht man den angenehmen Sitz auf dem Gesicht: Nichts darf drücken - z.B. an der Stirn oder Nase. So wird sich jeder Taucher für eine Maske entscheiden können.Preis der Masken: ca. 40 - 60 Euro.
Schnorchel:
Ein Schnorchel gehört immer zur Maske. Es gibt diese mit und ohne Ausblasventil. Die mit Ausblasventil haben den Vorteil, daß durch einfaches ausatmen der Schorchel unten aus dem Mundstück raus entwässert wird. Bei den Schnorcheln ohne Ventil muß ich durch kräftiges Ausatmen den Schnorchel druch das Rohr heraus entleeren. Was einfacher ist, kann sich jeder vorstellen. Preis für Schnorchel von 15 Euro ohne bis 30 Euro mit Ventil).
Taucheranzug:
Taucheranzüge sind aus Neopren gefertigt und gibt es in den Stärken 3mm, 5mm, 6 oder 6,5 mm und 7 mm. Hier gilt als Grundsatz "wo möchte ich tauchen". Für den reinen Urlaubs- und Warmwassertaucher eignet sich die Klasse 3mm bis 5 mm. Für Tauchgänge in Deutschland bitte in jedem Fall für den 7 mm Anzug entscheiden. Nichts ist unangenehmer als Frieren beim Tauchen. Zu warm gibt es im Wasser nicht. Ich selbst tauche sogar in Ägypten einen 7mm Anzug. Ein Tauchanzug besteht meistens aus zwei Teilen (Anzug und darüberliegende einzelne Weste).
Die Paßform ist auch hier wichtig für die Entscheidung. Ein Tauchanzug sitzt an Land generell etwas spack am Körper und ist durchaus auch etwas unbequem. Diese Eigenschaften verlieren sich im Wasser aber schnell.
Ein Anzug paßt, wenn er sich auf dem Grad zu eng und paßt bewegt. Man muß sich vorstellen, daß ein zu großer Anzug sehr viel Wasser rein läßt und dem Taucher damit auf Dauer eiskalte Tauchgänge beschert, weil das Wasser gnadenlos im Anzug zirkuliert. Ein Tauchanzug isoliert nach dem Prinzip Wasser rein, körperwarm aufheizen und so isolieren.
Hier gibt es noch unterschiedliche Klassen: Man unterscheidet zwischen Naßtauchanzügen und Halbtrockenen Anzügen. Das Prinzip des Naßtauchanzuges habe ich oben schon erläutert - wie gesagt zirkuliert das Wasser im Anzug, da die Arme und Beine nicht dicht sind. Bei der halbtrockenen Variante kommt auch Wasser rein, aber durch die an den Armen und Beinen befindlichen Manschetten kann das Wasser nicht mehr so leicht nach draußen. Das erhöht die Wärme des Anzuges (sehr zu empfehlen für alle Süßwassertaucher).
Auch wenn es Quälerei ist, sollte man in jedem Fall mehrere Anzüge anprobieren, bis man sich entscheidet. Die Paßform ist ok, wenn der Anzug sehr körpernah liegt und schon fast zu eng ist. Ferner sollte ich bei vollständig geschlossenem Anzug noch in die Hocke gehen können bzw. mich relativ unbezwungen bewegen können. Dann paßts.
Preis Anzug: zwischen 300 bis 600 Euro.
Handschuhe:
Gibt es auch in Naßtauchhandschuhen und Halbtrockenhandschuhen. Gleiches Prinzip wie oben. Die Paßform sollte ebenfalls körpernah gewählt werden, allerdings sollte man noch gut greifen können mit den Handschuhen. Bitte nicht zu groß kaufen, sonst gibts kalte Finger, mit denen ich nichts mehr greifen kann. Handschuhe gibt es genau wie die nachfolgenden Füßlinge in den gleichen Neoprenstärken wie beim Anzug beschrieben. Preis: ca. 30 - 50 Euro.
Füßlinge:
So heißen die Dinger, wo die Füße reinkommen, bevor sie in die Flossen gesteckt werden (zu den Flossen komme ich noch).
Auch hier gibt es wieder naß- und halbtrocken. Das kennt ja jetzt jeder schon. Paßform siehe oben, wie bei Anzug und Handschuhen.
Evtl. sollte man auf eine feste Sohle achten, die auch mal einen Spaziergang durch Muscheln und Steine aushält. Preis von 25 Euro bis 50 Euro.
So, jetzt sind wir warm verpackt, aber tauchen können wird damit alleine noch immer nicht.
Wir brauchen noch Flossen.
Diese gibt es in der "Schwimmbadvariante" und in der Gerätevariante. Die Schwimmbadvariante hat ein Vollgummifußteil, welches wie ein Schuh den Fuß vollständig umschließt. Die Geräteflosse ist hinten offen und hat ein Fersenband, das verstellbar ist (auf jeden Fuß einstellbar) Es gibt wie bei Schuhen unterschiedliche Größen (S-XL, XXL meistens) Das muß man ausprobieren.
Die Flossenblätter gibt es in unterschiedlicher Stärke, d.h. Steifigkeit des Blattes. Für den Sporttaucher ist hier ein mittelstarkes Blatt zu empfehlen. Die Kaufentscheidung sollte auch hier von der Paßform abhängig gemacht werden. Die Flosse paßt gut, wenn bei zugezogenem Fersenband die Ferse nur ca. 3 cm. auch dem Fußteil herausragt. Drücken darf hier natürlich auch nichts. Evtl. kann man noch darauf achten, wie leicht sich die Flossenbänder betätigen lassen.
Es gibt die unterschiedlichsten Flossenblattformen. Jetzt momentan ganz groß im kommen die Split Flossen. Diese haben ein zweigeteiltes Blatt und haben den klassischen Vorteil, bei wenig Kraftaufwand einen guten Vortrieb zu leisten. Ich habe diese Flossen ausgiebig getestet und für gut befunden. Natürlich tut es auch das klassische Flossenblatt. Ggf. eine Preisfrage. Preis Schwimmbadflossen ca 30 - 40 Euro, Geräteflossen zwischen 50 - 150 Euro.
Jacket:
Das ist eine Art Schwimmweste, an der die Tauchflasche befestigt wird. Das Jacket darf - wenn man es an hat - nicht schlackern. Es soll dem Brustkorb noch Bewegungsfreiheit geben und dennoch eng anliegen.
Man unterscheidet heute zwischen ADV-Jacket, Wing-Jacket und Stabilizig-Jacket.
ADV Jackets sind für den Sporttauchter üblich. Es befinden sich Tachen an dem Jacket und es hat eine Luftblase am Rücken die bis seitlich unter den Arm geht. Auch gibt es diese ADV Jackets mit der Option, das Blei - zumindest teilweise - mit in das Jacket einzuschieben, was dann Gewicht von der Hüfte nimmt (zum tauchen braucht man Blei, damit man überhaupt untergeht. Soll man nicht glauben, ist aber so, da Neopren Auftrieb hat.)
Wenn man sich für ein bleiintegriertes Jacket entscheidet, kann man diese Sache nutzen wenn man es möchte, muß es aber nicht. Das erhöht die Flexibilität. Ich persönlich tauche den normalen Bleigrut, obwohl mein Jacket zu befüllen wäre. Ich bevorzuge diesen eben. Entscheiden wird das aber der Taucher selbst - Geschmäcker sind verschieden.
Der Auftrieb eines guten Jackets sollte in der Größe L mindestens 15 Liter sein. Dies ist aber nur ein Richtwert. Es wird immer sehr viel Geschrei um den Auftrieb gemacht, wo ich der Meinung bin, daß diese Leute die physikalischen Gesetze noch einmal studieren sollten.
Wenn ich als Taucher unterwegs bin, muß ich mindestens 15 kg. überbleit sein, damit der Auftrieb nicht mehr ausreicht. Kein Taucher würde so wesentlich mehr Blei mitnehmen, als er wiklich braucht um so gerade unterzugehen. Auch in größeren Tiefen spielt der Auftrieb nicht diese Rolle wie sie immer vertreten wird. Nur so als Hinweis.
Wing-Jackets haben nur eine Blase im Rücken. Das verbessert die Schwimmlage unter Wasser und verschlechtert evtl. die an der Oberfläche. Dafür haben sich sehr viel Bewegungsfreiheit im Oberkörper, da dort keine weitere Blase mehr angebracht ist. Der Auftrieb der Wing-Jackets ist meistens höher als der bei den ADV-Jackets. Ein Wing-Jacket würde ich eher dem fortgeschrittenen Taucher empfehlen. Wings gibt es ebenfalls mit der Option Bleiintegration.
Stabilizing-Jackets haben 3 Umlaufende Blasen: eine am Rücken, eine jeweils um die Arme herum. Der Vorteil liegt bei diesen Jackets darin, daß die Luft sich sehr gut verteilen kann, was im Wasser eine sehr stabile Schwimmlage erzeugt. Der Fan dieses Jackets lob immer die Ohnmachtssicherheit an der Oberfläche. Der Auftrieb ist auch etwas höher als bei den ADV Jackets, da einfach mehr Luftstauraum vorhanden ist.
Bleiintegration ist auch hier bei einigen Modellen möglich.
Zu den Werten, die immer bei den Jackets fliegen:
Die Angabe "Denier" ist lediglich die Fadenstärke, mit der die Nähte des Jackets gefertigt werden. Dies hat nichts mit der Stärke der Blase zu tun. Viele Verkäufer erzählen einem aber das Gegenteil!!! Die Blasengewebe sind überlicherweise Codura oder Nylon oder beschichtetes Nylon. Alles sehr robuste Materialien. Je höher die Fadenstärke bei den Gewegen, desto steifer wird auch das Jacket. Die Haltbarkeit ist auch bei geringer Fadenstärke gut. Bitte nichts erzählen lassen.
Sehr zu empfehlen ist auch, das Jacket ggf. bei dem Tauchschop nachfragen, mal probezutauchen.
Die Preise bei Jackets liegen zwischen 300 Euro bis 600 Euro.
Atemregler:
Empfindliches Thema. Ich kann hier nur kleine Tips geben, auf die man achten sollte. Am besten ist es, die Atemregler mal selbst auszuprobieren.
Grundsätzlich gibt es die typischen Warmwassergeräte und die für kalte Gewässer. Wichtig: Während des Betriebes werden erhebliche Minusgrade im Atemregler erzeugt, die mit dem hohen Luftdurchfluß in
Verbindung stehen. Wenn jetzt noch die Außentemperaturen (Wasser) auch noch sehr niedrig sind, kann es sein, daß ein nicht vereisungssicherer Automat vereist und dadurch unkontrolliert abbläst. Nicht sinnvoll, kann sich jeder vorstellen.
Also den Kauf des Atemreglers (Lungenautomaten) zunächst mal vom Einsatzgebiet abhängig machen. Grundsätzlich würde ich immer einen vereisungssicheren Automaten bevorzugen.
Wenn wir nun wissen, wo wir überwiegend tauchen, müssen wir und entscheiden, was uns wichtig ist. Meistens wird sehr viel wert auf eine natürliche Atmung gelegt, die der an der Oberfläche am nächsten kommt. D.h. Atmen ohne große Anstrenung. Wichtig sind nach dem Vereisungsschutz also die Atemkomfortdaten.
Hochwertige Automaten haben heutzutage eine sehr gute Atemqualität. Hier kann ich auch nur wärmstens empfehlen, AUSPROBIEREN!
Preise für Atemregler liegen bei 400 Euro bis 150 Euro.
Eine Flasche würde ich mir nicht unbedingt holen, wenn ich nur ab und zu mal tauchen gehe. Zu den Größen kann ich sagen, gibt es Flaschen von 1 l für Notfallfläschchen bis zu 20 l Flaschen für die Vielatmer. Üblicherweise wird eine lange oder eine kurze 12 l. Flasche bevorzugt. Preise für Flaschen zwischen 200 Euro bis 350 Euro.
Liebe Leser,
ich kann hier nur kleine Tips geben, zu einer guten Tauchausrüstung zu kommen. Es gibt noch vieles, was ich zu dem gesagten ergänzen müßte, aber das sprengt hier wirklich den Rahmen. Wenn einer ganz spezielle Fragen hat, kann er mir gerne unter ati@picsonline.de eine Mail schicken, ich werde diese dann umfangreich beantworten.
Günstigstenfalls hat man ein Tauchgeschäft an der Hand, zu dem man Vertrauen in der Beratung hat. Auch hier kann ich allerdings nur den Tip geben, mehrere Geschäfte aufzusuchen.
Ich hoffe, ich konnte mit diesem Bericht ein wenig weiterhelben.
Liebe Grüße
| weitere Erfahrungsberichte |
Taucherstempel - wo gibt es die denn???
Bewertung für Ausrüstungskauf - Tipps & Tricks von
MarkusDolpp
Pro: Top Qualitat, Service, Lieferdauer, Zuverlässigkeit
Kontra: Preis!!!
Wer kennt es nicht – nach dem Tauchtag im Urlaub, ein gemütliches Deko-Bier auf der Basis und nebenher gemeinsam Logbuch schreiben und STEMPELN daß das Stempelkissen raucht! Mit macht das immer unwahrscheinlich Spaß! Ehrlich ;-) = ...
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sehr hilfreich
19.09.2001
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Berliner Tauchershops
Bewertung für Ausrüstungskauf - Tipps & Tricks von
mibod
Pro: ?
Kontra: ?
Ich verkneife es mir hier einige der Tauchläden MIT NAMEN schlecht zu machen... Auch wenn ich allen Grund dazu hätte! Ich möchte hier in erster Linie auf einige Unzulänglichkeiten hinweisen... Wer aber partou die Namen wissen möchte kann mich anmailen!! ...
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sehr hilfreich
11.07.2001
(29.07.2001)
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Mein bester Buddy
Bewertung für Ausrüstungskauf - Tipps & Tricks von
thewrittenword
Pro: Sehr einfache Handhabung
Kontra: Eigentlich nichts!
An alle Taucher - jung und alt - wenn ihr auf der Suche nach einem Tauchcomputer seid, dann lest hier.
Nach all meinen Buchberichten will ich mich heute mal an meinen ersten etwas technischeren Bericht wagen. Also, liebe Leser, seid gnädig mit mir. ...
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sehr hilfreich
19.03.2007
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