Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Die Entdeckung des Paradieses |
| Kontra: |
- |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Na Mahlzeit!
Hier irgendwo im `Never Never`, wo Zeit irrelevant ist und ein eiskaltes Victorian Bitter (VB unverzichtbares Lebenselexil darstellt.
Hier im roten Staub, wo noch richtige Männers wachsen.
Hier im Land, wo die Variante tödlicher Mitbewohner von faustgroßen `bulll ants` über ekelig schleimige `sea wasps` zu allseits bekannten `saltwater crocodiles` oder 8m langen `killer sharks` reicht.
Hier im Land der Gegensätze, wo sich verbrannte Wüsten mit üppigem Regenwald im faszinierendem Schauspiel der Natur abwechseln.
Hier im Land, wo auf so einzigartige Weise wie sonst vielleicht nirgends auf der Welt sich die Rassen zu einem bunten “Fruchtsalat” mischen.
Hier im Land, wo ich gehe, stehe, atme, sehe, wie man schon fast geglaubt hatte vergessen zu haben.
Es ist faszinierend. Auch wenn doch hin und wieder mal das Verlangen nach einem kühlen Herforder, den Freunden und der Familie einem Kopfweh bereitet, so muß ich aber auch sagen, daß so manche Einsicht einen ungewohnt freien Geist entwickelt hat.
Nun mag man sich fragen “was für einen Blödsinn labert der da”, nun Einsicht ins wunderbare Leben. Einsicht, daß Leben mehr ist als Schule, Geld und noch mehr Geld. Stellt man sich vor, daß man am Ende seines Lebens unheimlich reich im Werte von Geld wäre man aber einsehen müßte, daß man doch sonst nicht sehr viel geleistet hat und sich fragen, wofür man denn gelebt habe. Wäre man da nicht der ärmste Mensch auf Erden. Nun, lebe für den Augenblick, für die Freude zu leben, zu lieben.
Sicherlich muß ich mir vorhalten, daß ohne die Unterstützung meiner Eltern, eben auch in finanzieller Hinsicht, ich nicht hier wäre zum anderen aber muß ich sagen, daß ich soweit das Leben hier am letzteren Ende der Welt in unvergeßlicher Weise genossen habe und hoffentlich weiterhin genießen werde.
Nun bin ich immer noch nicht da angekommen, wo ich schon nach dem ersten Satz hätte sein sollen. N’em kurzen Bericht was man denn schon erlebt hat.
Reise
Nun, Es war einmal ein Kind, das auszog groß zu werden. (Gewachsen bin ich seit der Abreise wohl noch nicht besonders). Unter dem Vorsatz ”Was meine Klassenkameraden können, das kann ich schon lange”, ging es dann auch nach einjähriger Vorbereitung Richtung Flughafen Frankfurt. “Bye Mama!” So, da sitzt man nun im Flugzeug,
10 Minuten, Frankfurt Landebahn, 5C: mmmm .... nette Stewardeß .... nach vier Stunden Ankunft in Athen, Griechenland 35° C .... schitty Flughafenhotel .... Flugzeuge alle fünf Minu-ten .... halt griechischer Standart: Mama,...mmmmm,...Scheiße. Am nächsten morgen wieder im Flugzeug .... 18. Stunde, irgendwo: langsam ist man auf seine Beckenknochen durchgescheuert .... Zwischenlandung in Hongkong, (bis jetzt noch British Commonwealth)....haschang-gwai-wu .... tired, swetting, "culture shock" .... und die Reise geht immer noch weiter .... 10 am, Notlandung in Darwin, Australien .... Asthmaanfall eines Passagiers .... (an dieser Stelle muß ich anführen, daß ich nicht mehr erwartete, je in Melbourne anzukommen .... letztendlich .... 22/01/97 .... 5 pm, Tullamarine Airport, Melbourne, Australien .... ich betrete australischen Grund und Boden und fühle mich irgendwie wie der erste Mensch auf' m Mond .... unerwarteter Regen aber dennoch 30° C ....der anstrengende Reiseteil ist geschafft.
Die ersten drei Monate
Erwartet wurde ich gleich am Ausgang und willkommengeheißen von Donna's big smile, mit dem Auto ging es dann zu dem Platz, der für mich mein dreimonatiges Zuhause bedeuten sollte. Palmen, Strände, gepflegte Vorgärten und natürlich der Australische way of life mit “What is time” und “Just be patient”, der mir noch öfter begegnen sollte, waren meine ersten Eindrücke. Der erste Abend in Melbourne gestaltete sich mit Barbecue und einem kühlen VB (ich denke, es war mehr als nur eins) unter ersten Freunden. - PROST.
Eingelebt ohne den berühmt-berüchtigten Jet-Lack der an mir glücklicherweise gefehlt hat, habe ich mich in der einen Woche, die mir bis zum Schulbeginn blieb. Neben Ausflügen in die City auf Melbourne, zu den Goldminen von Ballarat, dem größten Inlandport in Euchuca, New South Wales und den hüglig-baumbestandenen Dandenongs, habe ich dann aber auch sehr schnell herausgefunden, daß segeln die nächsten drei Monate meines Lebens bestimmen sollte. Nach Bekanntmachung, daß es nur zwei Gattungen von Seglern gibt, nämlich die wachsamen NIE - Auslerner und die TOT - betrunkenen Besserwisser, rauschte dann auch mit den Wellen durch die das Boot glitt, der Alkohol - kontrovers isn’t it.
Einige Eindrücke jedoch waren nur für einen sehr hohen Preis zu haben, so zum Beispiel die Reise nach Port Fairy.
Diese Reise in particular kehrte bei mir und einigen anderen Mitreisenden einige Körperfunktionen um und hinterließ die zuständige eingehakte Crew kalt und nicht grade trocken, ver-schollen an Deck zurück. Nachdem ich den Rang des Deckschrubbers, Kantinenkochs, Se-gelfalters und Dienstboten erreicht habe, kann ich abschließend sicherlich anmerken, daß ich sehr viel Spaß gehabt, dank Greg’s Anweisungen und Ratschlägen viel dazu gelernt und jede Menge Eindrücke gesammelt habe.
Nachdem ich mich jetzt über mehr als eine halbe Seite nur mit Segeln aufgehalten habe, muß ich wohl gezwungenermaßen beweisen, daß mein Leben auch noch aus anderen Dingen besteht und ich rede hier nicht in erster Linie von atmen, essen, trinken und schlafen sondern von Schule, Sport, Freunden und Freizeit.
Nach der einen Woche Eingewöhnungszeit war dann am 26/01/97 auch endlich mein erster Schultag. Natürlich erst etwas ungewohnt und fremd. Die Schule selbst liegt 30 Meter vom Strand entfernt, was sicher einzigartig ist aber besteht zu 100% aus Jungen oder in anderen Worten zu 0% aus Mädchen, wenn man sich nicht gerade an ne Lehrerin ranschmeißen will. Ich weiß nicht, ob ich mich so weit klar genug ausgedrückt habe 1500 Jungen zusammen. Toll! Wat soll ich da noch sagen........... . Und ne blaue kake Schuluniform bestehend aus Krawatte, Shirt, Jumper und ner blöden Faltenhose, die irre schwer zu bügeln ist, muß ich auch noch tragen.
Glücklicherweise mußte ich auf dem Weg von zu Hause zur Schule zwei Mädchenschulen passieren. (Na, ja, warum sind immer die Mädchen an mir interessiert, von denen ich recht wenig will?) Mit den Schülern meiner eigenen Schule komme ich gut zurecht. Erst gab es ein paar Probleme mit ein paar Schwachköpfen, die es witzig fanden einen mit “Nazi” oder “Heil.....” zu grüßen, was ich aber mit einem Vortrag über solche Probleme vor den 272 Schülern der Year 11 weitestgehend beseitigen konnte.
Nach einem Monat Schule kann man auch hier in Australien von Alltag sprechen. Mit dem Education System kann ich mich immer noch nicht so recht anfreunden. Schule geht von 8.30am bis 3.18pm mit 50 min. Lunchtime nach period 4 . Danach bin ich dann meistens mit Hausaufgaben beschäftigt die basically aus copying bestehen.
An Wochenenden hat man dann, so lange diese nicht mit Segeln ausgebucht sind, zum Glück noch andere Sachen zu tun, wie zum Beispiel Grand Prix Besuche, Sport events, Great Ocean Road, Ferien Aufenthalte, Parties, Disco and Danceparties, Briefe schreiben obwohl ich sagen muß, daß ich mich mit dem letzteren in den ersten zwei Monaten recht wenig beschäftigt habe , ........ . Denn es gibt immer was zu tun. Sport? Zur Zeit spiele ich Australian Rules Footy für die Schule ..... oder vielleicht sollte ich besser sagen ich versuche mit ihnen zu trainieren ohne von meinen Gegnern in diesem kraftaufwendigen Spiel völlig plattgemacht und überrannt zu werden.
Das Spiel, das mehr oder weniger eine Mischung aus deutschem Soccer, Rugby Union und Speerweitwurf besteht... - just joking. ...beansprucht jeden Muskel deines Körpers und hinterläßt nach zwei Stunden Trainingszeit Schmerzen an Stellen wo man niemals einen Muskel erwartet hätte.
Sicherlich als Freund anführen muß ich Jan W. den anderen deutschen Austauschschüler, der mit seiner vorgetäuschten Verlegenheit die Herzen der jungen Damen gewinnt, so ein richtiger Draufgänger halt und damit der richtige Kumpane für mich. Dann ist da noch Octavio T. der stark akzentuierte Engländer, der, Sohn eines italienischen Vaters und einer chinesischen Mutter, geboren in London, England aber jetzt in Australien wohnhaft ist. Michael, der Konkurrent von einer anderen Jacht und somit Feind im Wettkampf auf dem Wasser aber guter Freund an Land. Zusätzlich die ganze Fußballtruppe, die mir einen leichten Start “ins neue Leben” ermöglicht hat und die Griechen und Italiener meiner Schule die mich, ob-wohl ich darauf nicht so scharf bin, für meinen Haarschnitt und meinen Akzent lieben.
Ich kann meinen Report für die ersten drei Monate leider nicht beenden, ohne die dunkle Seite wenigstens zur erwähnen, die für mich von einer anderen deutschen Exchangeschülerin verkörpert wird. Sie war, ist und wird immer das absolute Gift für mich sein und obwohl ich ihren unschuldigen Namen Sarah an diesem Punkt anführe, wird sie in meinem Unterbewußtsein immer als das Biest gehandelt werden.
Jeder Leser mag jetzt vielleicht denken, daß ich mich hier in ein Feinbild hineingesteigert habe aber vielleicht wird sich der Standpunkt nach dieser kleinen Geschichte ändern.
Alles begann, als die schwarzgekleidete, Zungen und belly-gepearste, vollkommen unattrak-tive Mrs-X mit Donna und Greg segelte und herausfand, daß ich es angeblich mit meiner Gastfamilie besser hatte als sie es jemals haben würde. Somit fing sie an, zu jammern und sich über ihre Familie zu beschweren. Da ich sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht richtig kennengelernt hatte, bedauerte ich sie ebenfalls und gab in diesem Zustand, der mir im Nachhinein als eine Art Schlafwandel erscheint, mein Einverständnis für ihren Einzug in MEINE Familie. Das war dann auch der Anfang vom Ende. Als ich sie von der anderen Seite kennenlernte, der Seite, die hinter dem Rücken anderer Gerüchte verbreitete, maßlos trank und in gleichen Größenordnungen rauchte, konnte ich von Anfang an nicht verstehen, wovon alle anderen so begeistert waren.
Letztendlich hatte ich die drei Monate dann doch überlebt und kann als mein abschließendes Urteil sagen, daß die schöne Zeit eindeutig über die schlechte dominiert hat.
Gove, Northern Territory (der Scheideweg)
Dieser Zeitpunkt markiert eindeutig meine Umsiedlung von meinem Sunshine Ressort ins Winterquartier, unterbrochen jedoch von der im folgenden beschriebenen ersten größeren Reise. Nachdem man höflich nach elterlich, deutschen Maßstäben mit einem Geschenk auf Wiedersehen gesagt und selbstverständlich all die guten Dinge gewünscht hat die der Mensch im Leben braucht - wobei Sarah von mir nur einen eindeutigen, nicht in Worte faßbaren Blick geerntet hat, ging es dann auch mit dem Flugzeug auf Richtung Norden, Richtung Wärme, Richtung Äquator.
Wegen falschen Buchungen teils erster Klasse fliegend, was ich natürlich nicht bemängelte, ging es von Melbourne, Victoria nach Sydney, Queensland; von Sydney nach Brisbane, Queensland; von Brisbane nach Cairns, Queensland und schließlich und endlich von Cairns nach Gove, Northern Territory, welches zu meiner eigenen Verwunderung mit 4000 Einwohnern einen eigenen Flugplatz besaß. die Reise gestaltete sich in sofern als recht amüsant, da ich mich vor einem ältlich-deutschen Ehepaar als Australier ausgab, um sie am Ende, nachdem ich ihr Geplänkel mitangehört hatte, mit meinen trotz eurer Zweifel noch ausreichenden Deutschkenntnissen in eine peinliche Situation zu versetzen. Mein attempt stellte sich in sofern als erfolgreich heraus, da das plötzliche Verständnis ihrer Situation schier von ihren Augen abzulesen war.
Gove, das sicherlich nicht wegen seiner Größe als “hole” abgetan werden kann, empfing mich in Form einer älteren Gastfamilie, die mich trotz erster Vorurteile über pubertierende, männliche Austauschschüler mit Freude aufnahm, mich bemutterte und mir ein ausgeklügeltes, abwechslungsreiches Freizeitangebot servierte.
Wie zum Beispiel:
Fischen, bei welchem ich mich nach anfänglicher Unerprobtheit als sehr erfolgreich herausstellte und somit für vier Abende das Dinner bestimmte.
Segeln, das mir mehr oder weniger die Gelegenheit gab mich durch meine Erfahrung von der Masse abzuheben, Greg in Ruhm zu kleiden und seinen guten Ruf innerhalb Australiens zu verbreiten.
Kultureinblick, in das Leben der unbeschwerten Aborigines, das mir in einigen Fällen immer noch sehr undurchsichtig erscheint und Erwerb einer mir adäquat erscheinen Statue, die wohl eher als ein persönliches Geschenk als ein käufliches Stück an mich überreicht wurde.
Eine Miningtour, organisiert von der Organisation Nabalco, die fast das ganze Dorf beschäftigte und somit sehr einflußreich war, ereignete sich für mich mit 10 000 Moskitos und eben so vielen Japanern.
Bushwalking, in einer Hitze in der selbst meine Kamera anfing zu schwitzen, natürlich stets auf der Jagd nach Motiven, die mir in einem Fall in Form von Dingos zu nahe traten.
Diving, im kristallklarem Wasser (diesmal keine Haie) mit Unterwasser-Kamera, Krokodilen (die haben sich tierisch aufgeregt als ich für meinen besten Freund im Angesicht des Todes auf das 12m lange Krokopussi zuschwamm, um ihm nen Milchzahn auszuhauen - suche weiter nach versprochenem Zahn! - und natürlich den zu dieser Jahreszeit überaus gefährlichen ‘stingers’ die mit ihren langen Tentakeln teuflische Verbrennungen hervorrufen.
Wildlife, wurde in Gove sowieso groß geschrieben und so sah ich dann auch neben all dem Kleingetier, wie Schlangen und Spinnen, ‘buffalos’ und ‘kangaroos’ die bis in die Vorgärten vordrangen (das erste Känguruh, das ich gesehen hatte war übrigens ein Reifenabdrückiges, -tot, zermatschtes Punkt!).
und natürlich eine Menge Sonnenbaden in Garten sowie am Strand, mit Mädchen oder ohne.
Nach zehn sicherlich unvergeßlichen Tagen ging es dann mit dem Flugzeug zurück in die Heimat, mehr oder weniger die gleiche Tour zurück, mit dem Unterschied, daß ich nen blöden Platz gleich hinterm Notausstieg (ich bin ja auf Sicherheit bedacht, aber so nötig hab ich’s dann doch nicht) bekommen hatte, unverschämt.
Die zweiten drei Monate
Zurück in Melbourne begann dann auch mit Term II wider die Schule und, nach anfänglichen Schwierigkeiten, mich in die neue Familie einzuleben, die an nichts anderem als Australian Rules Football, Australian Rules Football und noch mal Australian Rules Football interessiert war, der Alltag. Andererseits, wie ich später herausfand, wurde ich nicht zu sehr in Freizeitaktivitäten eingebunden, was mir sehr viel Zeitraum für meine Selbstentfaltung gab. Diese Entwicklung der Verhältnisse hat mit Bestimmtheit dazu beigetragen, daß nun nach 3 Monaten gar nichts, die Mädchen in mein Leben Einzug fanden und sowohl Parties als auch Kinobesuche begannen, mein Leben zu dominieren.
In der Youthgroup von St. Patrick´s Cathedral wurde zweimal wöchentlich Weltgeschichte geschrieben beziehungsweise welterschütternde Dinge geplant. Bei diesem Gipfeltreffen, wurde nicht nur Partylaune verbreitet sondern man traf auch John den engagierten Mo-nashstudenten und “Führer” der Jugend, wenn ich das hier mal ohne politischen Hintergedanken anführen darf, den arbeitslosen, sehr ungesund lebenden Daz der jedoch neben diesen mehr oder weniger schlechten Verhältnissen mit seinem Humor und seiner Freundlichkeit jeden zum Lachen bringen konnte. Im weiteren war dies auch die Anlaufstelle für gleichaltrige Mädchen die Jan und ich so gut wie möglich zu versorgen wußten.
Zahlreiche Bierlaunen wurden im Zigarettenrauch und unter tosender Musik mit an uns gebundenen Mädchen durchlebt.
Nachdem ich in Melbourne auf den hiphoppend - trancenden Champion Biker Christian S. (der wegen folgenden Ereignissen lieber auch weiterhin anonym bleiben möchte) gestoßen war und mit ihm ein paar ganz gute Tage verbracht hatte, Rotary Treffen, das mir weitreichende internationale Kontakte in Brasilien und Österreich garantierte, eingeschlossen, ging es auf meine zweite Reise.
Falls Creek
(Die vorhergegangenen Ereignisse waren , trotz einiger Zweifel über seine Existenz, in meinem brain recorded und niedergeschrieben worden. Reflektierte Ereignisse halt. Dieser Abschnitt ist nun mehr eine Form “erstveröffentlicher” Tagebucheinträge obwohl ich es nicht gerne als dieses bezeichnen möchte.)
Donnerstag 05/06/97, 4:30 am, .... Holidays, Erholungsphase, .... aber muß man denn so früh losfahren. Mit der Tram in die Stadt, .... Frühstück bei MacDonalds, .... trotz Rennerei mit verdammt schwerem, unhandlichem Gepäck den Zug nach Aubury, New South Wales verpaßt, .... nächster Zug, .... drei - stündiges Dinner in Aubury, .... weiter ging’s dann mit dem letzten Schulbus nach Mt. Beauty, den wir wahrscheinlich auch verpaßt hätten wenn er fahrplanmäßig Aubury verlassen hätte. Nachdem ich auf dieser Reise herausgefunden hatte, daß Christian S. mehr oder weniger ausländerfeindlich war und sich seine Einstellung auch nicht durch Wortgefechte begleichen ließ, habe ich dann aufgegeben und versucht seine andere Seite zu genießen. Relating zum Wetterbericht hatte ich immer noch den Hintergedanken, daß ich in Falls Creek den versäumten Winterurlaub nachholen könnte, aber diese Hoffnung wurde schwächer und schwächer je näher wir kamen und am Fuße des Berges, wo die Buslinie endete und Greg Ross uns ins Auto umlud, vollkommen besiegt. Kein Schnee, kein Schnee, kein Schnee, .... damn.
In Mt. Beauty stießen wir auf den freundlichen, überaus gefälligen Greg Ross, der uns in seinem alten Auto auf 1720 Meter, nach Falls Creek hinauffuhr. Angekommen war es dann Zeit die zwei anderen Mitbewohner kennenzulernen, den japanischen Studenten Kaizero aus Osaka und den arbeitslosen, verfressenen Taz ....
Da die Eröffnung der Skisaison wohl ohne Schnee stattfinden mußte, gingen wir mit den zwei Japanern in "The Man", um dort mit ein paar Biers die depressive Laune los zu werden. Neben Bier und Zigaretten tauchten dann jedoch auch "Bongs" und Wasserpfeifen auf, und damit ein Business aus dem ich mich ganz dezent heraushalten mußte.
Nebel, Regen und Kälte kündigten dann den nächsten Tag an, der sich mit aufräumen für die Feier und einem abendlichen Besuch in dieser bestimmten Kneipe, die uns schon bald einen Stammtisch reservieren sollte, als nicht sehr aufregend gestaltete.
Im Angesicht unserer "destiny" brachen wir nach Mt. Beauty auf, um Christian B., der sich mehr oder weniger selbst eingeladen hatte, zu treffen. Glücklicherweise bot sich uns auf dem Weg abwärts die Gelegenheit ganz gegen die Anweisungen unserer Eltern niemals “auf An-halter zu machen” auf nen “Pick up” aufzuspringen. So konnten wir dann schließlich mit der Abfahrt nach Mt. Beauty starten, und mit dem verrückten Skilehrer ein kleines Abenteuer.
Christian B., war dann auch wie bei vorhergegangenen Gesprächen der unter "mental-disability" leidende Rotarier, der nie aufhörte, sich über Kleinigkeiten zu beschweren und aus diesem Grund unsere Ablehnung zu spüren bekam, indem wir versuchten ihm so weit wie eben möglich auszuweichen. Nachdem wir das großartige Eröffnungsfeuerwerk gesehen hatten .... rate mal wo wir hingegangen sind? Ja, richtig zu "The Man" und haben dort zwei völlig durchgeknallte Snowboarder "Agent Orange" und Nathan getroffen. Christian B. hat Greg´s Gutmütigkeit ausgenutzt, um über Nacht zu bleiben, zum Glück konnten wir ihn am nächsten Tag zu einem Kasten Bier als Gastgeschenk verpflichten.
Da "der Berg rief" mußten wir am nächsten Morgen "auf ihn" natürlich wie gewohnt mittels Sessellift und als wir uns dem Gipfel näherten und die Kälte immer schneidender wurde, blendete uns der Schein der weißen Pracht. Nachdem wir stillschweigend diesem Augenblick die Ehre erwiesen hatten, begannen wir unsere kleine Wanderung, um Stunden später Christian B. zu verabschieden. Man glaube nun nicht, daß der Abschied sehr schnell verlaufen wäre, denn kein Autofahrer wollte den evil-looking-Bauer so recht mitnehmen. Da wir Ihn jedoch so schnell wie möglich loswerden wollten, halfen wir aus und stoppten schließlich ein Auto für Ihn. Dieses Kapitel war nun besiegelt.
Noch nicht gesättigt von der auf mich mit Halluzinationen einwirkenden Schneesichtung und zur Entlastung des wegen seiner 25th anniversary Rede sehr gestreßten Greg war es ein leichtes, Christian und Taz zu einer kleinen Photosafari zu überreden . Aus dem kleinen Spaziergang wurde ein ermüdender Marathon mit, im Sinne des Wortes, Höhen und Tiefen oder sollte ich sagen Gipfeln und Tälern.
War echt Scheiße das letzte Stück. Mit aufgescheuertem Rücken verursacht durch die schwere Fotoausrüstung, halberfroren, mit blutiger Nase, hungrig, mit Visionen von Erlebnissen mit Eisbären, Eskimos und ... mmh ... - Zebras und dauerhaft naß matschigen Füßen hervorgerufen durch die Undichtheit meiner Converse Schuhe aber doch sehr glücklich kam ich dann wieder in der Welt von Coca-Cola und Duschen (meinem ersten Begehren) an.
Da dies mein letzter Abend sein sollte, hielt Greg nach den Anstrengungen des Tages ein treu-australisches Barbecue von Nöten. Trotz viel Bier, erinnert mich der Geruch meiner damals brandneuen Jacke noch heute an den riesigen Scheiterhaufen aufgeschichteten Holzes, der die gefrorene Tundralandschaft im Umkreis eines halben Kilometers zum Schwitzen brachte und mit der Zeit in einen brodelnden Wirlpool verwandelte, in dem wir bis zu den Kniekehlen versinken sollten. Außer Greg’s Nachtgolfshows, so wirr im Kopf war er mir bei meiner Ankunft nicht vorgekommen, statteten uns dann gegen Mitternacht auch Opa und Omascheriff einen Besuch ab, ein Alkoholtest hätte mit Blick auf die zwei abgestellten Autos sicher verheerende Auswirkungen gehabt.
Eine Nacht noch schlafen im Wandschrank, der wegen ausgebuchtem Haus den einzig freien Platz unter Greg´s Dach auswies, ging es dann am nächsten Mittag homewards Richtung Melbourne mit Justin und Rebecca. Er hatte nun wirklich einen sonderbaren Flugstiel ... nein kein Mißverständnis, oder wie nennt ihr die Überquerung eines Bahnübergangs mit nachfolgender Senke im Tempo von 160 km/h ... der mir so einige Beulen und blaue Flecke bescherte. Abgesetzt wurde ich auf der falschen Seite von Melbourne und da ich bis jetzt noch keine Erfahrung mit Melbourns Straßenbahnen gemacht hatte (Anhalten muß signalisiert werden) verpaßte ich diese. Durch das Rotlichtmilieu führte mein Weg nach Flinders Street Station, auf dem mich ein "How are you sweethard. Looking for a quick one. For you it is only 50 bucks." verfolgte.
In den nächsten drei Wochen verfiel alles wieder in den alten Trott von Schule über den es nichts weiter zu berichten gibt, obwohl ich bei einem Zoobesuch und einer folgenden Party meine zweite australische Freundin (auf intimste Weise) kennenlernte.
Außerdem ein Besuch bei “Freunden”, die im zugekifften Raum Trinkspiele spielten und mir stolz ihren Marijuana Anbau im Hintergarten zeigten. Kurz, die Art Personen, vor der mich meine Mutter immer gewarnt hatte, und die Art von Rauch der zu einem abrupten Ende des Aufhaltes führen kann. Nun, ich habe aber nicht geraucht und will hierbei auch gleich an euch appellieren, die Finger von Marijuana zu lassen. Nichtsdestotrotz---Cultural Experience.
Das Camp in den Grampians
Alles begann mit einem Witz unsererseits, der wohl an falsche Ohren gedrungen war, uns doch der Bequemlichkeit halber vor zwei Wochen Schule zu drücken und ein Ferienangebot wahrzunehmen. Tja, nun standen wir da mit unseren Taschen, einer Gruppe von jüngeren Schülern mit dummen Ideen, die wir, da unbekannt, erst einmal als ein "Bunch of idiots" be-zeichneten. In den engen, ungeheizten Schulbussen, ging die Reise los auf´s Land.
Freunde und auch Feinde machten wir uns schon im Bus und in der für den Nachmittag angesetzten Besteigung des Elephant Hides einem Berg mit 63% Steigung, der vom bloßen Anblick mit der Schwierigkeitsstufe mortal und damit unüberwindbar und halsbrecherisch eingestuft werden konnte. Dennoch schienen Jan und ich trotz Fotoequipement die flinksten und leichtfüßigsten der Gruppe und hatten keine Überwindungsprobleme. Nach dem Auftauen am Campfire bereitete man sich physisch als auch mental auf den Nightwalk vor, bei dem kein Stock oder Stein als Fallhindernis im Dunkeln ausgelassen werden sollte.
Mit der schon hereingebrochenen Nacht, hatte sich auch die Kälte in unserem Quartier durch das geöffnete Fenster erheblich gesteigert. Der verrückte Jan, der neben seinem Portemonnaie auch seinen Schlafsack vergessen hatte, sollte sich nun als geübter Überlebenskünstler auszeichnen. Zwar nahmen seine kleinen Wehwehchen über diese Zeit enorm zu, jedoch stellte sich am Ende heraus, daß er auch am Nordpol nackt, nur mit einem Survivalmesser überlebensfähig wäre.
Komisch dieses abwechslungsreiche Freizeitprogramm, mal wandert man, ein andermal wandert man und dann kann man auch noch wandern, ich meine im Dunkeln oder Hellen, auf Gipfeln oder in Tälern, durch Höhlen oder auf schmalen Graden das spielt nun ehrlich keine Rolle.
Na, ja, jedenfalls zeichnete sich der nächste Ausflug als Strapaze, die engen Höhlen unterzogen alle Kleidungsstücke Unterhosen eingeschlossen einem Faserhärtetest, im weiteren gingen wir in der mit einem Durchschnittstempo von 20 km/h "langsam gehenden" Karawane wegen unserem Photointeresse zwanghaft verloren und zettelten aus diesem Grund noch eine halbe Schlägerei mit so ein paar dummen Typen an die sich tatsächlich erdreisteten zu meinen, wer allein nach Australien kommt der kann nicht selbst auf sich aufpassen. Irgendwann hatte aber auch diese Wanderung ein Ende und wir sprangen das letzte Stück auf einen Laster auf.
Für den Nachmittag war Kanu fahren angesagt, reingefallen sind wir zwar nicht, aber Was-serschlachten gaben dem abendlichen Campfire einen trocknenden Sinn. An diesem Abend hatte Jan es endlich raus, Türen und Fenster waren mit Kissen und Decken verbarrikadiert und eins war klar, hier würde diese Nacht kein leisestes Windchen wehen.
Am nächsten Tag begaben wir uns auf den little big Adventure track, eine Gradwanderung höchster Klasse, die Erde lag uns förmlich zu Füßen und niemand hatte das Bedürfnis ihr auf schnelle Weise entgegen zu kommen.
Am Abend stürzten wir uns Hals über Kopf in das militante australische Krisentraining, das sich unter dem Decknamen "war games" verbirgt, jedenfalls so stellten wir, nicht wissend, was wir taten, am Ende fest, daß wir unserer Mannschaft zum Sieg verholfen hatten. "Es lebe die Bundeswehr".
Abseilen, sollte den nächsten Tag bestimmen, ein Spaß den sich keiner entgehen lassen sollte. Und es wäre auch ganz lustig geworden wäre der Gurt nicht schon vorher aufgegangen und danach fachgerecht angelegt worden. Aus 30, 20 und 9 Meter Höhe bot man uns jedenfalls die Möglichkeit, uns in die Tiefe zu stürzen.
Am Nachmittag besichtigte man die natürlichen Sehenswürdigkeiten, ich muß sagen es war wirklich alles schulvorbereitend und wiedereingliedernd vorbereitet.
Jetzt hieß es nun doch, sich zu verabschieden, von den Leuten, die man sowieso nie wie-dersehen wollte, denen, die man die ganze Zeit über nicht wahr genommen hatte, denen man ellenlangen Briefkontakt schwor und denen es fast das Herz brach.
Eine Abschlußparty wurde uns zu Ehren abgehalten und auf ging es....
(Der zweite Teil dieses Berichtes findet sich unter Reisen, Australien)
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Sind sehr nützlich für das spätere Leben
Bewertung für Australien, Auslandsschuljahr von
Frenchy
Pro: man lernt die Sprache und Sitten besser kennen!
Kontra: Kinder sind oft ziemlich lange weg von zu Hause, aber das geht schon, oder?
Im Allgemeinen finde ich Schüleraustausche sehr gut auch wenn jemand für ein Jahr ins Ausland will um dort die Schule zu besuchen, ich bin immer dafür. Mein Cousin macht das jetzt auch, er geht nach Australien für ein halbes Jahr um dort seine Schule ...
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22.09.2000
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Australien in den Sommerferien
Bewertung für Australien, Auslandsschuljahr von
Merit-Amun
Pro: absolut genial
Kontra: gibt es nichts zu sagen
Ich habe 6 Wochen in Down Under verbracht und die Zeit sehr genossen. Die Australier sind offene, freundliche Menschen, wo man sich einfach wohlfühlen muß. Die Highschools sind von der Qualität her schlechter als in Deutschland. Man lernt viel weniger, ha ...
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29.09.2000
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Hab ihr die Chance dann nutzt sie
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Marlene22
Pro: Lebenserfahrung, Leute sind super, Land ist spitze
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Ich hätte die Chance gehabt. Hab sie aber nicht wahr genommen. Und jetzt bereue ich es total. Es gibt dadurch nur Vorteile. Man sieht was von einem anderen Land, lernt viele neue Leute kennen und lernt halt was von der Sprache. Meine Cousine hatte auch di ...
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13.11.2000
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1 Jahr Australien
Bewertung für Australien, Auslandsschuljahr von
HelenaB
Pro: s.o.
Kontra: teuer
Ich habe vor kurzem ein Schuljahr in Australien verbracht und hatte dort eine super Zeit.
Die Gastfamilie war sehr nett und auch das mit dem Alkohol wurde echt locker gesehen. Wir haben viele Ausflüge unternommen (siehe meinen Bericht über Victoria) und ...
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27.09.2000
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keinZuckerschlecken
Bewertung für Australien, Auslandsschuljahr von
Katikatze
Pro:
Kontra:
ich war austauschschüler in Australien, es war eine verdammt harte Zeit und ich habe eine menge Pech gehabt aber dennoch lohnt sich ein Austausch, die Sprachkenntnisse sind allerdingt nicht wirklich wichtig, klar ein schöner Beigeschmack ist es schon eine ...
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10.07.2000
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