Australien, Schüleraustausch

Australien, Schüleraustausch

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1-6 von 6 Erfahrungsberichten    
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6 Wochen Down Under - Ein Traum
Erfahrungsbericht von madcaddies über Australien, Schüleraustausch
12.10.2000


Produktbewertung des Autors:   


Pro: nette Gastfamilie, gute Organisation, nette Gruppe
Kontra: zu schön, man möchte immer wieder hin

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Angefangen hat alles vor ziemlich genau einem Jahr. Im Oktober ’99 habe ich mich bei der Organisation DASH angemeldet, um an einem Schüleraustausch nach Australien teilzunehmen.
Meine Kumpels hielten mich wohl erst mal für verrückt und glaubten mir nicht, doch schon Ende November kam mein Austauschschüler in unsere Familie. Er war sehr nett, zwar etwas schüchtern und zurückhaltend, aber wir haben uns sehr gut verstanden. Die australische Gruppe (ca. 40 Leute) machte in der Woche vor Weihnachten noch eine einwöchige Rundfahrt durch Süddeutschland und Österreich. Mitte Januar fuhren die Australier dann wieder heim. Vom deutschen Winter zurück in den australischen Sommer, in dem es bis zu 40°C heiß wird.
Ende Mai gab es dann ein Vortreffen unserer hessischen Gruppe in Weilburg. Dort gab es alle Informationen und die Flugtickets.
Am 23. Juni um 23.55 Uhr ging dann unser Flug mit Qantas von Frankfurt über Singapur nach Brisbane. Die ersten beiden Wochen waren eher durchschnittlich, da in Queensland noch Winterferien waren und meine Familie nicht immer etwas mit mir unternehmen konnte. Sprachprobleme, wie man es oft von Australien-Aufenthalten hört gab es bei mir übrigens überhaupt nicht, hatte mir den Aussie-Slang schon schlimmer vorgestellt. Achso, was heißt eigentlich Winter in Australien? Tja an der Gold Coast bedeutet das Sonnenschein mit ca. 25°C...
Die Mitglieder unserer Gruppe wohnten alle in Brisbanes näherer Umgebung. Ich (und übrigens auch BadDogster) habe im Touristenparadies an der Gold Coast gewohnt, die knapp 50 Autominuten südlich von Brisbane liegt. Andere wohnten direkt in Brisbane oder aber im Landesinneren, wie z.B. in Toowoomba.
Vom 10. bis zum 20. Juli fand der absolute Höhepunkt des Aufenthaltes statt, denn in dieser Zeit machte unsere Hessengruppe eine Queensland-Camping-Tour. Auf dieser Tour kamen wir u.a. auch durchs Outback. Bei unseren Aufenthalten in Airlie Beach und Townsville konnten am Great Barrier Reef schnorcheln, was wohl einer der Höhepunkte der Tour war. Außerdem haben wir in Cairns ein Aboriginee Camp und den Royal Flying Doctor Service besucht, sind im Daintree durch den Regenwald gewandert, haben Port Douglas besichtigt und natürlich haben wir auch XXXX-Beer zur Genüge getestet.
Die Leute auf der Tour waren fast alle absolut korrekt, besondere Grüße gehen hierbei natürlich nach Melsungen, Borken und Wiesbaden.
Die Betreuer haben uns zwar meistens genervt, doch wenn man bedenkt, dass sie nur ihre Pflicht getan haben waren auch sie ganz ok. Die wussten ja auch nichts vom XXXX (kostet 5000 AUS $ Strafe) und vom Rauchen (1000 AUS $ - Verhältnis zur DM ist ca. 1 : 1,3). Diese Strafen gelten übrigens nur bei Minderjährigen.
Die Tour war nun natürlich nicht mehr zu schlagen und so musste ich die beiden letzten Wochen noch irgendwie rumbringen. Das ganze mit Schule, Gastfamilie, (jetzt Ex-) Freundin und, oh nein..., BadDogster.
Das ist mir jedoch wirklich gut gelungen, die Zeit verging viel zu schnell.
Die Schule war eigentlich ganz ok. Im Unterricht mussten wir zwar Musik hören oder Meinungen für ciao schreiben um gegen die Langweile anzukämpfen, aber die australischen Schüler waren alle voll in Ordnung, besonders natürlich die Mädels, gell BadDogster? g
Ich würde euch nur raten im Informatikunterricht niemals eine Website, wie die von BadDogster anzusehen, da die australischen Informatiklehrer ziemlich prüde sind... Kleines Beispiel gefällig?
Bitte schön - Wir wurden kurzerhand aus dem Klassenraum geworfen, verbunden mit der freundlichen Aufforderung, nie wieder zu kommen. Dies war das einzige negative Erlebnis in 6 Wochen Australien.
In diesen letzten 2 Wochen hat unsere deutsche Gruppe auch noch das Parlament in Brisbane besichtigt und an einem Bushdance teilgenommen :o)
Am 3. August hieß es dann Abschied nehmen von Down Under. Mit Didgeridoo, Boomerang und Kangaroo-Straßenschild unterm Arm bzw. im Koffer ging es back home to Germany...
Abschließend kann ich sagen, dass diese 6 Wochen in Australien so mit die schönste Zeit meines Lebens war und dass ich es jedem, der die Chance hat, nur empfehlen kann nach Down Under zu reisen.
Bei einem solchen Schüleraustausch wird es auch nicht zu teuer. Für den Flug mit Qantas waren ca. 2000 DM zu zahlen. Die Camping-Tour, die übrigens freiwillig war, kostete noch mal ungefähr 3000 DM. Dazu kommen noch 1000 - 1500 DM Taschengeld, das mir fast nur für CDs draufging. Statt Bargeld sollte man übrigens lieber Traveller Cheques bzw. eine Kreditkarte mitnehmen. Um bei dieser Organisation mitzufahren sollte man zwischen 14 und 17 Jahren alt sein, so dass ich leider nicht mehr mitfahren kann... vielleicht klappts ja privat.
   

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