Auswahl des richtigen Internet-Anbieters - Tipps & Tricks

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billig ist nicht immer günstig ...

5  20.07.2003

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nachher ist es zu spät

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hspindler

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Nachdem ich vor wenigen Tagen zum DSL und in Bezug auf die Auswahl des Anbieters eine ganze Menge geschrieben habe, möchte ich mich hier einmal auf eine andere Sache beschränken.

1. was will ich überhaupt mit dem Internet anstellen?
2. welche Geschwindigkeit benötige ich?
3. wie hoch muss die Verfügbarkeit sein?
4. wer ist verfügbar?
5. welche technischen Möglichkeiten läst der Provider
zu?
6. wie sind meine finanziellen Möglichkeiten?
7. wie kann ich später wechseln?
8. welche Vertragslaufzeiten gelten

Wie ihr seht, wieder einmal viele wwwichtige W- Fragen.

Es gibt jedoch leider keine Allround- Lösung, wenn es um die Auswahl des Internet- Providers geht.

1. was will ich überhaupt mit dem Internet anstellen?
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Das ist wohl immer das wichtigste. Will ich nur täglich einmal Mails abrufen oder bin ich 24 Stunden am Tag online? Möchte ich nur ein wenig chatten oder Video-Streaming betrieben?

Es geht also darum: wie lange bin ich im Internet und welche Geschwindigkeit brauche ich.

Hier muss man ein wenig nachrechnen und sich über die üblichen Portale (hier verweise ich mal auf meine letzten Berichte) die Tarif- und Verfügbarkeits- Informationen holen.

2. welche Geschwindigkeit benötige ich?
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Für gelegentliches Lesen von Mails reicht im privaten Bereich ein analoger Zugang, wer gelegentlich surft, braucht analog oder ISDN, wer jedoch schon mal größere Downloads macht oder aufwändigere Sachen machen möchte, wird wohl bei DSL besser beraten sein.

Besser ist, man fängt langsam an, wenn man sich noch nicht sicher ist. Call By Call kann man jederzeit umstellen und wer mit DSL 768/128 nicht mehr hinkommt, kann oft kurzfristig auf 1536/192, manchmal soger auf 2300/256 umstellen. Neuerdings bietet die Telekom sogar 2300/512 an, wobei sich diese Tarife wegen der 5GB- Grenze keinesfalls zum Massen-Down/Upload eignen, da sie schnell mehr als teuer werden. Rein theoretisch könnte man etwa 5600 € versurfen, wenn man mit DSL2300 24-Stunden-Downloads den ganzen Monat durch macht. Das ist sicher unrealistisch, aber über 1000 € sind durchaus erreichbar.

3. wie hoch muss die Verfügbarkeit sein?
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Im privaten Bereich kann man schon mal einen Tag auf das Internet verzichten, während im geschäftlichen Bereich dadurch der Tagesablauf schon empfindlich gestört sein kann.
Spätestens, wenn man über das Internet an ein VPN der Firma angebunden ist, wird man meist handlungsunfähig, wenn der Provider Probleme hat.

Für Firmen bietet sich also an, alternative Wege zu schaffen, beispielsweise zum DSL- Anschluss auch ein ISDN- Backup zum Provider zuzulassen und im absoluten Ernstfall auch per ISDN- Direktwahl arbeiten zu können.

Wie ausfallträchtig ein Provider ist, hängt er meist nicht an die große Glocke und wenn er Werbung damit macht, dann meist mit statistischen Angaben, die gerne falsch ausgelegt werden. 99% Verfügbarkeit bedeutet z.B. 3,65 Tage Ausfall im Jahr, an einem Stück sicherlich sehr viel!

Auch bei großen Providern kommen Ausfälle vor, so hatte die Telekom/T-Online in 2002 schon einige großflächige Ausfälle im DSL- Netz zu verzeichnen.
Leider ist ein großer Provider im günstigen Bereich wenig flexibel, versucht mal, bei der Telekom eine Auskunft von einem Techniker zu bekommen :-)

Kleine Provider bieten da oft besseren Service, haben dafür aber schon mal Kapazitätsprobleme.

4. wer ist verfügbar?
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Die Großstädter unter Euch werden jetzt sicher ein wenig bedauernd lächeln, denn sie haben meist die Auswahl zwischen einigen bekannteren DSL- Providern und günstigen Tarifen. Evtl. steht sogar Powerline oder Kabelnetz zur Verfügung.

Kreisstädte und alles was darunter liegt, ist oft nur durch die Telekom mit DSL versorgt, alles andere ausser Analog und ISDN gibt es nicht.

Das ist leider für größere Firmen oft ein Grund, eher in die Ballungsräume zu ziehen, als in die Provinz.

Ganz schlecht steht da, wer mehr als 5 km vom nächsten Ort weg wohnt, denn dann gibt es nur noch ISDN oder analog.

Einzige Alternative ist noch Satellit, hier ist aber Vorsicht geboten. Die Telekom und Strato arbeiten mit einem Rückkanal über das ISDN/Analognetz, so dass zusätzlich zu den SAT-Kosten noch weitere Kosten anfallen. Tiscali bietet eine Sat- gestützte Lösung in beiden Richtungen an, wobei ca. 100 € pro Monat fällig werden und auch relativ hohe einmalige Kosten für Anschaffung und Montage der Antenne.

Kann man DSL nur von der Telekom bekommen, hat man trotzdem noch die Wahl, T-Online oder einen anderen Provider wie Tiscali, 1&1, GMX usw. zu nehmen. T-Online ist mittlerweile leider bei weitem nicht der günstigste.

5. welche techn. Möglichkeiten läst der Provider zu?
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Einige Provider, vor allem AOL, lassen den Zugang nur mit eigener Software zu. Leider ist man dann wirklich darauf angewiesen, dass diese auch läuft.
Anschluss der WG über einen Router kann man dann vergessen.

Die meisten Provider lassen die Einwahl per PPP-Athenticaton zu, was bei Windows über DFÜ-Netzwerk geschehen kann. Dann geht auch ein Router oder Einwahl über Linux, Mac usw.

Die Einwahl per Router ist eine recht einfache und meist auch sichere Sache, da der Router über NAT einwählt und meist noch weitere Firewall- Funktionalitäten beherrscht. Hierbei muss man sich jedoch mit der Konfiguration beschäftigen.

Darüber hinaus verbieten viele Provider, den Anschluss über den Router mit anderen zu teilen, vor allem, wenn eine vollwertige Flatrate geboten wird.
Zwar kann der Provider direkt nich nachweisen, dass über den Router mehrere Leute einwählen, aber die Wahrscheinlichkeit kann er schon bestimmen und ggf. den Anschluss ganz normal kündigen, wenn das Übertragungsvolumen zu hoch wird.

6. wie sind meine finanziellen Möglichkeiten?
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Man kann einen Zugang ohne Grundgebühr und ohne Anmeldung bekommen, etwa 30 € für eine DSL- Flatrate zahlen, aber auch ohne weiteres 1000 € und mehr für SDSL oder Festanbindung loswerden.

Immer, wenn es große Preisdifferenzen gibt, gibt es auch Unterschiede in der Leistung.

Bei Internet- Zugängen kann man sagen: je teurer, desto besser die Betreuung. Wer als Unternehmen über eine Festanbindung an das Internet verfügt, hat direkte Rufnummern für den technischen Service, der dann auch schnell hilft und ggf. benachrichtigt, wenn Probleme behoben sind.

Wer über ADSL für wenige Euro angeschlossen ist, hatr nur ein Callcenter für dei Störungsannahme, detaillierte Informationen bleiben aus, schnelle Hilfe wird nicht garantiert.

Privat wäre eine Festnetz- Anbindung für 1000 € wohl absolut übrflüssiger Luxus, im geschäftlichen Bereich vielleicht erforderlich, weil ein Tag Ausfall Umsatz- und Vertrauensverlust bei den Kunden bedeutet.

7. wie kann ich später wechseln?
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Man sollte sich informieren, ob der Provider Möglichkeiten zuläßt, den Vertrag flexibel an seine Gewohnheiten anzupassen. Kann man die sGB Flat später in eine 5GB Flat umstellen oder auf vollwertige Flat umsteigen oder müßte man den ganzen Provider wechseln?

8. welche Vertragslaufzeiten gelten
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Manche Provider binden die Kunden sehr lange an sich, andere lassen kurzfristige Wechsel zu. Das hängt oft davon ab, was der Provider investieren muss, um den Kunden anzubinden.
Wenn der Provider einem benötigte Geräte zur Anbindung schenkt, z.B. einen Router, dann möchte er die Kosten auch wieder reinholen und nicht nach einem Monat schon die Kündigung sehen.

Hier sollte man die Verträge genau lesen, vor allem das Kleingedruckte, auch wenn es den Augen schadet. Unter Umständen ist man sonst für ein Jahr und länger gebunden und kann günstigere Angebote nicht wahrnehmen.

Wenn man schon Verträge mit langer Laufzeit unterschrieben hat und trotzdem kündigen möchte, empfiehlt sich ein Bescuh der Verbraucherzentrale, denn nicht jede Laufzeit ist zulässig. Ein Provider darf den Kunden nicht grundlos unnötig lange an sich binden. Auch Preissteigerungen berechtigen oft zum Kündigen.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
LeaofRafiki

LeaofRafiki

03.08.2003 14:40

*heul* ich gehör zu denen, die noch nicht einmal in einem dsl-Ausbaugebiet wohnen :-((( LiebeNgruß, Lea

wcwberlyn

wcwberlyn

20.07.2003 22:30

Dumm nur, daß es durch das neue telekomeigene Netz im Osten kaum DSL gibt, denn die Glasfaserkabeln stellen ein ziemlich großes Hindernis dar. Und DSl mit Satellit geht auch nicht, da hat mein Vermieder was dagegen. Echt bescheuert und so surfe ich per Call- by Call mit meinem Modem durchs Netz hin zu CIAO.

burk

burk

20.07.2003 15:59

"Router - Provider direkt nich nachweisen," doch, anhand des IP headers - denn der wird bei fast allen systemen mit einer aufsteigenden nummernfolge versehen, und wenn dann 4 rechner (besonders: windows) sich langsam hochzählen und über einen router dann die weiterreichen, dann können die das beweisen. Trick dagegen: die Numemrierung auf zufällige zahlen umstellen, das geht bei Linux z.B. ganz problemlos, und z.B. FreeBSD hat das "problem" gar nicht. Für Windows kenne ich momentan keinen Trick, ausgenommen: Proxyserver *g* -- vlG, Burkard

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