Damit wir auch morgen noch atmen können

5  07.06.2001

Pro:
regt Viel -  und Kurzstreckenfahrer hoffentlich zum Nachdenken an

Kontra:
-

Empfehlenswert: Ja 

TurboTorte

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Erfahrungsberichte:489

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Loele...*roechel*...liebe...*hust* atmenden Wesen! Wir ihr alle wisst, erschuf der liebe Gott aus purer Langeweile in rekordverdächtigem Tempo Himmel und Erde.

Doch die Erde war zunächst nur wüst und wirr und da es noch keine Lichtquellen gab, auch Stockfinster. Also erfand Gottilein kurzerhand die Sonne und das Wasser - ein Genie, der Mann...oder die Frau? Jedenfalls war nun die Grundlage für ein Leben auf diesem Planeten geschaffen...ach ja, die Luft vergaß ich glatt, die der weise Herr auch noch spendabel spendierte!

Zunächst wuselten nur abertausende von Tierchen auf der Erde herum die sich den Platz mit Pflanzen teilten. Doch da noch so viel freie Fläche vorhanden war, kreierte der Künstler auf die schnelle auch noch den Menschen, damit die Tiereleins nicht so alleine sind.

Jaja, als der Mensch aber dann da war, entpuppte er sich nicht als Freund der Tiere oder der Natur, sondern als hundsgemeiner Plünderer! Die Grünflächen wurden niedergeholzt und mit Häusern besiedelt. Auch die Tierchens kamen nicht ungeschoren davon - im wahrsten Sinne des Wortes.

Der Mensch teilte die Erde nicht mit etwas anderem, sondern krönte sich selbst zum König und degradierte alles andere zu seinem Untertan.

Es folgten Straßen, Industrie, Flugzeuge, Atomkraftwerke und viele andere Erfindungen und Konstruktionen, die die Natur verdrängten und einschränkten. Hierzu zählt auch das Auto, die Dreckschleuder Nummer 1 auf dem Planeten Erde, da es mittlerweile unzählbare davon gibt. Angetrieben durch Benzin entstehen durch diese Vehikel schädliche Abgase, die unsere Natur negativ beeinflussen und zerstören. Doch dann wundern sich die Menschen plötzlich über neue Krankheiten, wieso nur, frage ich da?

Aber wie kann man das Auto und die Natur nur unter einen Hut bringen? An sich gibt es nur 2 Möglichkeiten: Die Hersteller müssen alles daran setzen, umweltfreundlichere Antriebsmittel zu finden - es gibt sie zwar schon, aber entweder wäre das Autofahren dann zu teuer oder zu wenig Energie würde erzeugt werden. Man sollte es kaum glauben, aber es ist möglich, ein Auto mit Pferdemist zum Laufen zu bringen.

Die zweite Methode ist natürlich an alle Familien und Autofahrer gerichtet. Es ist doch nicht überall schon einmal unbedingt nötig, das mehrere Autos in einem Haushalt vorhanden sind. Erst hat der Vater und die Mutter ein eigenes Auto und später wollen auch noch die Kinder ein eigenes haben - aber der Natur bekommt das doch nicht! Darüber macht sich dann anscheinend keiner Gedanken und stellt seine eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund. Wenn aber irgendwann keine Luft zum Atmen mehr da ist, wundert sich bestimmt wieder alles darüber, wie das nur passieren konnte.

Man sollte das Auto schon bewusst einsetzen und die 10 Meterchen zur Selterbude nicht mit der Kiste zurücklegen, denn man hat doch auch Füße! Beim Weg zur Arbeit so gut es geht öffentliche Verkehrsmittel benutzen oder Fahrgemeinschaften bilden - wenn jeder mit dem eigene Töff Töff durch die Gegend braust, gibt es nicht nur unaufhörliche Staus, sondern eben auch mehr Abgase werden in die Natur unnötigerweise geschleudert.

Es macht doch auch nichts, mal einen netten Spaziergang zum Zielort zu unternehmen, als immer nur faul und gemütlich mit dem Schrottkarren umherzutuckern. Das ist nicht nur gesund, sondern schont auch die Umwelt und Spritgeld kann eingespart werden.

Also denkt doch bitte daran, wenn ihr das nächste Mal ein kurzes Streckchen mit eurem Autochen zurücklegen wollt - kann ich noch Jemanden mitnehmen...kann ich nicht auch Laufen oder öffentliche Verkehrmittel verwenden - dann wäre der Natur schon etwas geholfen!

Die Natur braucht uns nicht, aber wir brauchen die Natur!


Mit umweltfreundlichen Füßen

Euer

TurboTorte

(C) 07.06.2001 by TurboTorte - Sternzeit: -322433.9

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
wonurbistdu

wonurbistdu

04.10.2003 11:51

Hallo! Du hast vollkommen recht! Jeder kann auch etwas tun. Ein BenzinPKW hat bei 20000 km einen CO2 Ausstoss von 4000 kg (bei einem Verbrauch von 5 Litern Sprit auf 100 km). Ein Diesel bei 20000 km einen CO2 Ausstoss von 4800 kg (beim selben Spritverbrauch). Da Luft aber nie in kg gemessen wird sondern im Volumen ergibt das ein CO2 Ausstoss Volumen von 2476800 Litern bei 20000 Diesel Kilometern. Jeder der seine gefahrenen km reduziert, reduziert auch den Treibhaus effekt. Eine Gasheizung hat pro Jahr 4 Tonnen CO2 Ausstoss. Wer eine Solaranlage hat, kann den CO2 Ausstoss um 1 Tonne pro Jahr reduzieren. Jeder kann etwas tun. Ich habe bei etlichen Berichten viele Tipps gegeben.

karls

karls

08.07.2003 10:17

Deine Meinung und vor allem deine Art sie rüberzubringen gefällt mir und ich finde sie müßte in der Rubrik ganz oben stehen.

Phraser

Phraser

09.06.2001 16:02

Der Bericht ist wie immer einzigartig, aber noch besser finde ich deine Abschlusssätze ("Mit umweltfreundlichen Füßen" etc.). Gruß, Phraser

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