Autohäuser/Werkstätten in Nordrhein-Westfalen

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Van Eupen in Essen Kray

2  07.06.2009

Pro:
Schnelle Termin für die Probefahrt

Kontra:
Kein Interesse für de Käuferwünsche

Empfehlenswert: Nein 

Uljanow1234

Über sich:

Mitglied seit:07.06.2009

Erfahrungsberichte:1

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 23 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Das erste Mal
Der erste eigene Autokauf stürzt mich in eine Unsicherheit, die ich lange nicht erlebt habe. Wie jeder andere Autosuchende schaue ich mich scheu auf den Höfen von Autohöfen um, lese Autozeitungen und versuche Tipps im Internet zu erhaschen.
Nach einer lagen Phase des Suchens war es dann so weit. Die erste Probefahrt meines Lebens stand an – und so Gott will, würde ich als stolzer Besitzer eines neuen (gebrauchten) Wagens den Hof von van Eupen in Kray verlassen.

Der Vorlauf
Nach 10 Jahren mit meinem Toyota Starlet scheint der Zeitpunkt gekommen, für immer Abchied voneinander zu nehmen. Treueste Dienste leistete mir dieser Wagen während all der Zeit und ich habe mein erstes und zweites Staatsexamen mit ihm ebenso erlebt wie meine erste feste Stelle. Da fällt der Abschied nicht leicht, aber Frau und Kind erfordern den Umstieg auf ein familiengerechtes Gefährt.
Bei meiner Bank habe ich Kreditkonditionen erfragt und erfolgreich beschieden bekommen, dass man mir ein neues Auto finanzieren würde.

Die Probefahrt
Im Vorfeld der Probefahrt bietet mir der Verkäufer an, mein altes Schätzchen schätzen zu lassen, um eine Inzahlungnahme kalkulieren zu können. Frohgemut gebe ich Schlüssel und Fahrzeugschein ab, und besteige den Opel Meriva. Die Probefahrt macht viel Freude und ich bin bereit, den Wagen für 10000 statt der ausgezeichnetetn 10990 Euro direkt zu kaufen und bar zu bezahlen. Bei Inzahlungnahme meines Alten doch kein Problem...

Das Verkaufsgespräch
Der Verkäufer fragte mich nach der Probefahrt als erstes „Was sollen wir mit Ihrem Alten machen? Wir müssten 4600 Euro investieren, um ihn verkaufen zu können.“ Meine Frage, ob es nicht Kontakte zu Exporthändlern gäbe, wurde diskret ignoriert. „Der Wagen ist doch 10 Jahre alt. Kaufen Sie doch einen Neuwagen. Welche Ausstattung wollen Sie denn?“ Bevor ich reagieren konnte, rechnete er schon. „Der kleinste Motor reicht doch?“ - „Brauchen Sie einen MP3 Player?“. Nachdem er die kleinstmöglichste Konfiguration errechnet hatte, sagte er stolz - „Nur 12670 Euro – da lohnt sich der Neuwagen doch viel mehr“.

Ich hörte ihn nur noch nebenbei. In mir stieg eine nie gekannte Wut auf. Mein Versuch ihm deutlich zu machen, dass ich den gefahren Gebrauchtwagen gerne hätte – könnte man da nicht was am Preis machen, wenn schon mein Wagen nicht in Zahlung genommen werden könne, quittierte er mit minutenlangem Getippe auf seiner Tastatur und der Feststellung, mehr als 10700 sei nicht möglich – und da zahle er schon drauf.

Leider musste ich einsehen, dass kein Interesse bestand, mir ein Gebrauchtfahrzeug zu verkaufen. Er fragte mich noch nichtmals, wie viel ich ausgeben wolle. Ich setzte alles auf eine Karte und verabschiedete mich mit den Worten, dass ich keine Neuwagen wolle sondern den eben gefahrenen. Zu meiner Verwunderung machte er keinen Versuch, mit mir zu hann sondern ließ mich von dannen ziehen.

Fazit
Wer einen Gebrauchtwagen sucht, sollte van Eupen in Essen meiden. Ca. 25 gebrauchte Merivas reichen nicht aus, um ein ehrliches Verkaufsinteresse zu haben. Ohne viel von der Psychologie des Autohandels zu verstehen glaube ich auch nicht, dass es sonderlich klug ist, dem Interessenten zu sagen, ihr Wagen ist Schrott. Die emotionale Bindung sollte doch durch den Verkäufer einkalkuliert und nur vorsichtig der Unterschied zwischen eigener Wertschätzung und realem Verkaufspreis deutlich gemacht werden.
Bedenkt man zudem, dass der Gebrauchtwagen der mich interessierte bereits seit Anfang Februar bei dem Autohändler gelistet ist und im Gegensatz zu anderen Merivas noch nicht reduziert wurde, verwundert der Verlauf des Gesprächs um so mehr.

Ich frage mich, ob denn die Provision des Verkäufers beim Verkauf eines Neuen umso viel höher liegt als beim Verkauf eines Gebrauchten oder ob ich mich nur dumm angestellt habe.

Definitiv weiß ich aber, bei welchem Händler ich nicht noch einmal vorbei schau, schließlich gibt es im Ruhrgebiet genug andere, die Gebrauchte anbieten und vielleicht auch verkaufen wollen.

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RoundaboutFlorence

RoundaboutFlorence

08.06.2009 01:52

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