Dieser Bericht ist geklaut.
03.03.2003
Pro:
Länge ist immer noch nicht alles .
Kontra:
Länge ist doch alles .
Empfehlenswert:
Ja
 popeye007
Über sich:
Mitglied seit:22.07.2001
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 156 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Lange Menschen. Lange Menschen? Ich dachte immer Menschen wären groß oder klein. Nun gut, dann sind sie ab sofort halt lang oder kurz. Während dem durchschnittlichen Japaner alles was "länger" ist als drei übereinandergestapelte Stückchen Butter ja schon als utopisch "lang" vorkommt, komme selbst ich mir als 190cm "langer" Seemann in einer Profibasketballerrunde doch eher pygmäenhaft vor. Auslegungssache also.Dieses lang läßt mich immer in eine andere Richtung denken, hat jemand etwas dagegen, wenn ich zu "groß" wechsele? Nein? Danke. Wie sieht es also aus, wenn ich dass erste Mal eine neue besteige (Autos sind für mich halt weiblich, Stichworte: Unterhaltskosten, Ölwechsel, Kaltstartverhalten, Facelifting etc. ) ?Zuerst erfolgt der gezielte Griff zwischen meine Beine, kralle mir das harte Teil dazwischen, ziehe leicht aber fordernd daran und schiebe kräftig aber bestimmt bis zum Anschlag nach hinten. Den Sitz natürlich. Das Ergebnis ist wohl dass gleiche wie der erste Griff in die Hose: Die Meß-latte reicht von "das war’s schon?" bis hin zu "Wow!" (Wobei ich an dieser Stelle prophylaktisch anmerke, das ich nicht in fremde Hosen greife, erst Recht nicht in Männerhosen.)Wie im wahren Leben auch findet man doch öfters die "das war es schon“ Variante. Die Nase des Autos ist in diesem Fall die Karosserie. Bereits von außen lassen sich doch gewisse Rückschlüsse ziehen. Je länger, desto größer ist die Chance, das er mich innerlich befriedigt, also das Platzangebot ausreichend oder sogar darüber liegt. Der Nachteil an der Sache mit der Länge ist, das zunehmende Länge meist auch automatisch einen zunehmenden Preis bedeutet. Jede Sache hat halt ihren Haken.Murphy´s Law besagt übrigens, das in jedem Auto, in das ich steige zuvor eine mindestens 30 cm kleinere Person gesessen hat (z.B. meine Frau *autsch* ok, einigen wir uns auf 26 cm kleiner). Meine Knie freuen sich jedesmal, wenn sie das Armaturenbrett knutschen dürfen weil der Sitz derart utopisch weit vorne ist, das ich mein Kinn bequem auf das Lenkrad legen kann. Spötter behaupten ja, man sollte einfach den Fahrersitz ausbauen und auf der Hinterbank Platz nehmen. Prinzipiell eine gute Idee, jedoch wandert der Schalthebel ja nicht automatisch mit nach hinten und nicht jeder dürfte bereit sein, seine Arme in der Streckbank entsprechend anpassen zu lassen.Kontraproduktiv sind Plateauschuhe jeder Art für ohnehin schon große Leute. Wer Barfuß schon nicht weiß wohin mit seinen Beinen wird die Lage mit 12cm Schuhsohlen auch nicht entschärfen. Was also tun?Glücklich dürfen sich wohl alle Besitzer eines Maybach´s schätzen, denen Worte wie Platzmangel, Untermotorisierung und drei Liter Auto völlig fremd sein dürften. Ansonsten gilt: Wer im Käfig sitzt, im faradayischen sogar, dem wird wohl nichts anderes übrig bleiben als die gegebenen Umstände einfach hinzunehmen. Wer mehr will muß sich halt einen größeren Käfig kaufen. Oder regelmäßig Yoga Übungen machen um geschmeidig zu bleiben.Schiebedächer verschärfen die Situation sogar noch, weil sie die Kopffreiheit – zumindest im geschlossenen Zustand – um gute 4 cm verringern. Im geöffneten Zustand hingegen ergeben sich ungeahnte Möglichkeiten. Ein mir völlig unerklärliches Drama bietet sich bei den Kopfstützen, die vielerorts nur für Leute bis 1,75 m entwickelt wurden. Im unerwünschten Falle eines Aufpralls doch ziemlich gefährlich. Unerklärlich auch, dass die Autoindustrie dies so ausdauernd ignoriert. Die können froh sein, das große Menschen so artige Charaktere sind (daher bildet sich ja auch das Wort „Großartig“), sonst wäre schon längst eine Großdemo vor dem VW Werk anberaumt worden.Allerdings muß ich löblicherweise auch eingestehen, das heutige Fahrzeuge selbst bei kleinen Ausmaßen doch spürbar mehr Platz im Innenraum bieten, als ältere Fahrzeuggenerationen, wie ich gerade bei unserem frisch gekauften Clio feststellen durfte. Aber das ist eine andere Geschichte, die ein anderes mal erzählt werden will. Soviel zu meinen Gedanken.Der Seemann. P.S. Hey, alter Fakerjäger, glaubst du wirklich, dieser Bericht ist geklaut? So wat gibt´s nur einmal. Vom Seemann. Reingefallen.
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19.12.2003 14:18
Hmm, das mit der Kopfstütze habich mich auch schon immer gefragt. Die Beinfreiheit lässt sich meistens regeln - vorausgesetzt, der Hintermann sitzt im Schneidersitz auf der Rückbank. ein Schiebedach ist zwecks Unterbringung des Kopfes ganz nützlich. - Mir fehlen nu noch ein paar ideesame Lösungen, was man da machen könnte. Hast du da was auf Lager?
19.03.2003 21:40
Ich bin fasziniert, mit welcher Präzision du Problem UND Lösung zugleich erkannt, verarbeitet und dargeboten hast: Große Leute brauchen große Autos. Wahnsinn. Welch eine bahnbrechende Entdeckung. Gut, dass du drüber geschrieben hast. Wäre doch sonst keine Sau drauf gekommen! Von mir gibt's trotzdem ein "nh", denn sowohl Problem als auch Lösung gehen mir am... äh... *sichmalaufdieguteerziehungbesinnt* defilieren mir am Gesäß vorbei, weil ich laut Hasi ein Zwergenmausi bin und notfalls auch in einem Playmobil-Auto die Beine ausstrecken kann, hähähä... *zwinker*
13.03.2003 16:46
Unterhaltsamer Bericht. ;-)