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Ab und zu bin ich Kunde bei der Avacon. Wie kommt? Ich habe schon zwei Pleiten erlebt und bin zweimal „notversorgt“ worden. Vor der Liberalisierung des Strommarktes war ich Kunde bei der Hastra, die später dann in der Avacon aufgegangen ist. Wer jetzt glaubt, dass ich wegen der Pleiten ein gebranntes Kind wäre und reumütig in die offenen Arme der Avacon zurückkehrte, der irrt. Seinerzeit war die Hastra in Deutschland einer der günstigsten Anbieter, und ich war glücklich, vor dem Hintergrund der damaligen Bedingungen, dort Kunde zu sein.
Sofort nach der Liberalisierung wechselte ich allerdings aufgrund der Ersparnis (ca. DM 200 p.a.) zu FHE-/Zeus. Dort zahlte ich ohne Grundgebühr 22,3 Pf/KWh bei monatlicher Kündigung (günstigster Anbieter). Die erste Abbuchung erfolgte erst nach vier Monaten, so dass ich insgesamt (kurz danach kam der Konkurs, und ich kündigte die Einzugsermächtigung) meinen Strom für ca. ein halbes Jahr gratis erhalten habe. Nach der Pleite wurde ich dann zum ersten Mal für einen Monat von der Avacon notversorgt, bevor mein Wechsel zu Tic (23,8 Pf/kWh) perfekt war. Man versuchte, mir einen zu hohen Abschlag abzunehmen. Allerdings gab es nach einem Anruf bei Avacon auch kein Problem, die Rechnung auf meinen echten Verbrauch zu reduzieren.
Nun gut, danach war ich also Kunde bei Tic (später Zweitausend Strom Vertrieb, auch pleite), die dann auch pleite gingen. Ich nahm nach der Pleite von Tic ein Angebot von DSA (Deutsche Strom AG) an, die mir anboten, zu gleichen Konditionen den Vertrag weiterlaufen zu lassen. Dieser Vertrag läuft jetzt seit Mai 2001. Die DSA sagte mir zu, dass bei Tarifänderungen den ehemaligen Kunden von TIC ein gesondertes (günstigeres) Angebot gemacht wird. Die eigentlichen Tarife der DSA sind eigentlich teurer als das, was ich momentan bezahle. Falls DSA sein Versprechen nicht einhält, würde ich die Preise sofort vergleichen und evtl. wieder wechseln. Dazu ist zu sagen, dass es meines Wissens derzeit keinen Anbieter mehr gibt, der den Strom so günstig anbietet. Ich zahle nach wie vor 23,8 Pf ohne Grundgebühr.
Bevor der Wechsel zu DSA perfekt war, wurde ich zum zweiten Mal, diesmal für zwei Monate (März, April 2001) von der Avacon notversorgt. Freitag bekam ich einen Brief, in dem die Zahlung mehrerer Abschläge eingefordert wurde und ein Abschalten des Stromes am 10.07. (also morgen) angedroht wird. Ein ganz schön starkes Geschütz. Die Konditionen der Avacon: Tarif Alpha: 7,82 DM Grundgebühr pro Monat plus 28,56 Pf/kWh. Dann gibt es da noch einen Tarif Akzent, der eigentlich nur für eine Sippe oder Mega-Großfamilie attraktiv ist (17,60 DM Grundgebühr und 23,47 Pf/kWh).
Soeben rief ich dort an und verhinderte das Abschalten. Man hatte dort meinen Wechsel zu DSA (angeblich) noch nicht registriert und schickt mir jetzt eine Endabrechnung. Telefonisch erhielt ich die Auskunft, dass man meinen Zähler am 01.03. (also zum Beginn der Notversorgung) mit 59.929 abgelesen hätte. Toll, denn am 06.07. (Freitag) habe ich 60.027 abgelesen. Das hieße ja, ich hätte in den über vier Monaten (einschl. 2 Monate Notversorgung) 98 kWh verbraucht. Bin mal gespannt wie sich die Avacon jetzt aus dieser Situation herauslaviert. Ich finde das jedenfalls recht lustig.
Fazit: Ich bin mit dem liberalisierten Strommarkt sehr zufrieden, obwohl ich schon zwei Pleiten miterlebt habe. Die alten Monopolisten versuchen, mit Drohungen Angst und Schrecken zu verbreiten und die Leute in ihre klebrigen Arme zurückzuholen. Wenn man dann allerdings aufpasst und auf seinem Recht besteht, gibt es keine Probleme. Die Avacon ist mit ihren Tarifen wesentlich zu teuer, und ich sehe keine Veranlassung dort, außerhalb der Notversorgung, wieder Kunde zu werden. Wenn ihr jetzt durch meine Geschichte nicht ganz durchgestiegen seid, keine Sorge, das tue ich selbst auch nicht mehr, ohne in meine Akten schauen zu müssen.
Das war jetzt ja ein sehr langer Bericht, aber was spricht nun eigentlich gegen Avacon, außer daß sie teurer sind, als andere Anbieter, die größenteils bankrott sind? Immerhin müssen sie ein Netz betreiben und unterhalten, denn versorgungsausfälle wie z. B. jetzt in Schweden wollen wir doch wohl alle nicht. Der Akzent-Tarif ist übrigens ab 3.500 kWh interessant, also nicht nur für Megasippen.
25.01.2005 16:13
Das war jetzt ja ein sehr langer Bericht, aber was spricht nun eigentlich gegen Avacon, außer daß sie teurer sind, als andere Anbieter, die größenteils bankrott sind? Immerhin müssen sie ein Netz betreiben und unterhalten, denn versorgungsausfälle wie z. B. jetzt in Schweden wollen wir doch wohl alle nicht. Der Akzent-Tarif ist übrigens ab 3.500 kWh interessant, also nicht nur für Megasippen.
14.06.2002 17:44
cooler erfahrungsbericht nur weiter so schau mal bei mir rein ciao marc
13.11.2001 12:46
Strom abschalten - starkes Stück!