Pro Ludo Ave Caesar

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Diese Neuauflage von "Ave Caesar" erschien 2006 im Pro Ludo Verlag. Die sehr schöne Spielidee ist von Wolfgang Riedesser, die Illustration von Eckhard Freytag und die Grafik von Ingrid Berner. Das Spiel ist laut Schachtel für 3 bis 6 tollkühne Wagenlenker ab 12 Jahren geeignet und in ca. 30 ... Bericht lesen





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wussten, wie man lebt. An über 200 Tagen im Jahr
wurden die Spiele im Circus Maximus veranstaltet.
Diese 600 m x 150 m große Arena soll bis zu
385.000 Menschen gefasst haben. Und diesen 385.000
Menschen warten nun gespannt darauf, dass endlich
das weiße Tuch fällt und die 6 Quadrigen sich in
Bewegung setzen um drei Runden des 1200 m langen
Parcours zu absolvieren. Wer danach als erster
durch das Ziel kommt, bekommt den Lorbeerkranz und
wird eine Berühmtheit.  3, 2, 1 und los! Der
doppelt bedruckte Spielplan zeigt zwei
verschiedene Strecken. Die eine ist eher ein Oval,
während die andere mit Brücken und Tunneln sich an
den erfahrenen Spieler, oder zumindest an den
wagemutigeren Spieler, wendet. Jeder Spieler ist
mit einem Wagensgespann vertreten, sollten weniger
als 4 Spieler teilnehmen, kann man sich entweder
entscheiden, Teams zu bilden, so dass die Spieler
mit mehreren Wagen unterwegs sind, oder andere
Wagen ohne Spieler mitfahren zu lassen. Jeder
Spieler erhält einen Satz Karten, mit dem er die
Geschicke seines Gespanns lenkt. Die Karten zeigen
die Werte 1 bis 6, jede Karte gibt es also
viermal. Drei Karten darf ich während des Spiels
auf der Hand halten, da heißt es, Nachziehen nicht
vergessen. Nachdem ausgelost wurde, wer der
Startspieler ist, geht es auch schon los. Die
Regeln sind sehr leicht zu verstehen: Wenn ich an
der Reihe bin, spiele ich eine meiner drei Karten
und ziehe mein Gespann entsprechend weit nach
vorne. Kann ich keine Karte spielen, weil ein
anderes Gespann den Weg blockiert, dann muss ich
aussetzen. Bin ich Erster, darf ich keine
6er-Karten spielen, es sei denn, ich habe nur 6en
auf der Hand. Während des Rennens muss ich einmal
in die Kaisergasse fahren, der antike Boxenstoppp.
Dort muss ich anhalten, um den Caesar zu grüßen.
Ist dies erledigt, gebe ich meine Münze ab und
habe diese lästige Pflicht hinter mich gebracht.
Da in der Kaisergasse mehr Felder zu fahren sind,
als wenn ich einfach durch den Start-/Zielbereich
fahre, verlangsamt mich dieses Stück enorm.    Die
Rennen sind sehr spannend, da ich nie weiß, welche
Karten ich auf die Hand bekomme. Kann ich nicht
ziehen, ist das zwar nicht das Ende der Welt, aber
es mindert die Siegchancen deutlich. Da aber alle
anderen Mitspieler an der einen oder anderen
Stelle im Spiel auch nicht ziehen können,
relativiert es sich. Eine schöne Idee ist die
Begrenzung der Karten. Ich habe nur die 24 Karten
vom Start. Diese müssen für 3 Runden ausreichen,
neue bekomme ich nicht. Fahre ich immer auf der
Außenbahn, werde ich mit den Karten nicht
auskommen. Es gilt also, seinen Vorrat nicht
leichtfertig zu vergeuden.    Beim Ziehen der
Wagen gibt es eigentlich nur zwei Regeln: diagonal
ist erlaubt, ein reiner Seitenzug, also von innen
nach außen oder umgekehrt, ist verboten. Die
Hindernisse zwischen den beiden Bahnen kann man
natürlich nicht überspringen. Andere Wagen kann
ich nur überholen, ich kann sie nicht auf dem
gleichen Feld passieren.  Nur wer sich die Karten
gut einteilt und die Fahrt in die Kaisergasse zur
rechten Zeit vollzieht, in der letzten Runde ist
es nicht mehr erlaubt, es sei denn, die Gasse war
in den anderen Runden blockiert, nur der kann auch
am Ende den Lorbeerkranz gewinnen. So ergibt sich
eine bekömmliche Mischung aus Taktik und Glück,
die durch eine Prise Zufall gut gewürzt wird. Das
Spiel geht recht flott vonstatten, ewige
Nachdenker sollten sich besser warm anziehen, denn
bei Ave Caesar bekommen sie schnell lautstarken
Gegenwind, wenn das Ausspielen einer Karte länger
dauern sollte.    Zubehör und Ausstattung  Der
doppelseitig bedruckte Spielpan ist mit Abstand
einer der schönsten, die wir seit langem gesehen
haben. Die einzelnen Zuschauer sind liebevoll
gestaltet worden und auch das Rund, auf dem das
eigentliche Spektakel stattfindet, ist schön
gezeichnet. Die sechs Quadrigen sind aus festem
Plastik, könnten aber ein wenig kräftigere Farben
haben. Die sechs Plarikmünzen sind alten Sesterzen
nachempfunden und passen sich gut in das
Gesamtbild ein. Auch wenn man sie nur benötigt, um
anzuzeigen, dass man den Kaiser grüßte, wurde hier
nicht weniger Arbeit hineingesteckt, als in die
Materialien, die im Spiel häufiger verwendet
werden. Die 144 Rennkarten zeigen auf der
Rückseite einen Legionärsschild und auf der
Vorderseite den jeweiligen Fahrer in seinen
Farben.  Ave Caesar ist eine liebevoll gestaltete
Alternative zu den Motorsportspielen. Obwohl vier
PS in der Regel langsamer sein sollten, spielt
sich das Spiel rasant und lässt keine Langeweile
aufkommen. Die extrem kurzen Regeln sind sehr
schnell verstanden und sorgen für großen
Spielspaß, wenn sie auch anderen Mitspielern zu
wenig Möglichkeiten bieten. Insgesamt ein solides
Rennspiel im antiken Ben Hur Stil für 3 bis 6
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Brot und Spiele - Wer ist der beste Wagenlenker?
Erfahrungsbericht von Sapiko über Pro Ludo Ave Caesar
03.06.2007


Produktbewertung des Autors:   

Spaßfaktor  
Langzeitspielspaß  

Pro: kurzweilig, spannend, leicht verständlich, Spielfreude
Kontra: nur wenig Taktik

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Diese Neuauflage von "Ave Caesar" erschien 2006 im Pro Ludo Verlag. Die sehr schöne Spielidee ist von Wolfgang Riedesser, die Illustration von Eckhard Freytag und die Grafik von Ingrid Berner. Das Spiel ist laut Schachtel für 3 bis 6 tollkühne Wagenlenker ab 12 Jahren geeignet und in ca. 30 Minuten gespielt. Allerdings kann man das Spiel auch zu zweit spielen.

Zu Zeiten der römischen Kaiser galt an über 200 Festtagen in der berühmten Arena Circus Maximus das Motto "Brot und Spiele". Was bei uns heute das Fernsehprogramm ist, waren für die Römer die Spiele in der Arena. Die Spieler versetzen sich in die Rolle eines damaligen Wagenlenkers und versuchen mit ihrem Gespann so schnell wie möglich ins Ziel zu kommen. Wer wird wohl den Ruhm und die Lorbeeren ernten?

Spielmaterial:
=============
1 beidseitig bespielbarer Spielplan
6 Pferdegespanne
6 Münzen
144 Rennkarten (6 verschiedenfarbige Kartensätze à 24 Karten)

Spielidee:
=================
Wer ist der beste Wagenlenker? 6 Wagenlenker treten an, um den besten Wagenführer in der Arena des Circus Maximus zu ermitteln. Mittels Rennkarten, die mit Zahlen versehen sind, fahren die Wagenlenker 3 Runden und derjenige, der als erster das Ziel erreicht, ist der Gewinner und bekommt die meisten Punkte. Die nachfolgenden Wagenlenker erhalten entsprechend der Reihenfolge ebenfalls Punkte. Wenn das Spiel über mehrere Rennen geht, hat der Spieler mit den meisten Punkten bzw. Lorbeeren das Turnier gewonnen.

Spielvorbereitung:
=================
Bevor das Spiel beginnt, bekommt jeder Spieler ein Wagengespann und den dazu passenden farblichen Kartenstapel sowie die entsprechende Münze. Jeder Spieler hat die gleichen Punkte zur Verfügung, um das Spiel zu gewinnen. Die Karten der Spieler unterscheiden sich nur in der Farbe. Diese Zahlenkarten sind so knapp bemessen, das die Spieler so gerade noch das Ziel erreichen.

Der Spielplan ist beidseitig bedruckt, so dass man zwischen zwei verschiedenen Rennstrecken wählen kann. Nach dem Ermitteln des Startspielers wird das Spiel im Uhrzeigersinn fortgeführt. Das Rennen verläuft über 3 Runden. Hier ist jedoch zu beachten, dass jeder Spieler entweder in der ersten oder zweiten Runde seinen Wagen durch die Kaisergasse führen muss.

Startaufstellung:
===============
Die Staraufstellung ist für das Rennen erheblich, daher wird diese wie folgt ermittelt. Jeder Spieler mischt seinen Kartenstapel und legt diesen verdeckt vor sich hin. Dann ziehen die Spieler die erste Karte ihres Stapels und legen diese offen vor sich ab. Der Spieler mit der höchsten Zahl stellt sein Wagengespann auf Startplatz I. Dann geht es mit dem Spieler der links vom Startspieler sitzt weiter und er stellt seinen Wagen auf II. Dies wird so entsprechend im Uhrzeigersinn weitergeführt. Die Karten werden nun wieder mit der gezogenen Karte gemischt und verdeckt hingelegt. Sollte ein Gleichstand zu Stande kommen, so wird die Kartenziehmethode so lange fortgeführt bis jemand eine höhere Zahl aufdeckt.

Ausspielen der Rennkarten und Beginn des Rennens:
Nun müssen die Spieler 3 Karten ihrer Kartestapel verdeckt auf die Hand nehmen. Der Startspieler beginnt und muss eine seiner drei Karten offen ausspielen, um mit seinem Wagen voran zu kommen. Das Wagengespann wird im Uhrzeigersinn voran gezogen. Der Spieler beendet seinen Zug, indem er eine Karte von seinem Stapel nachzieht. Der nächste Spieler ist nun an der Reihe.

Zu beachtende Zugregeln:
======================
Man kann die Wagen nur vorwärts ziehen. Ein Wechseln der Spur ist erlaubt, allerdings nicht über eine Mauer. Diagonale Wechsel sind somit erlaubt, jedoch keine reinen Seitenzüge. Die Spieler sind gezwungen ihre Wagen zu bewegen. Falls sie somit die längere Außenbahn nehmen müssen, so ist dies ihr eigenes Pech. Es darf nicht mehr als ein Wagengespann auf einem Spielfeld stehen. Falls ein Spieler nicht ziehen kann, weil er die richtige Zahlenkarte nicht auf der Hand hat, muss er aussetzen und eben warten bis er wieder ziehen kann.

Nachteil des in Führung liegenden Spielers:
======================================
Das führende Wagengespann darf keine 6 ausspielen. Fall ein Spieler drei Sechser auf der Hand hat, muss er solange aussetzen, bis er überholt wird. Bei Beginn des Spiels ist es dem Startspieler erlaubt, die 6 auszuspielen. Sollten zwei gleichauf in Führung liegen, so gilt auch hier, dass ein anderes Gespann die beiden überholen muss, damit eine 6 gespielt werden darf.

Schikanen:
===========
Wenn die Bahn sich auf ein Feld verengt und der führende Spieler auf so einem Feld steht, darf er die 6 spielen.

Überholen:
==============
Mauern und Felder mit gegnerischen Gespannen können nicht übersprungen werden. Es kann nur auf freien Feldern überholt werden.

Zu wenig Karten:
=================
Sollte ein Spieler mit seinen Karten nicht hinkommen, da er zu oft die Außenbahn nutzen musste, so scheidet er aus und erhält auch keine Punkte.

Kaisergasse
============
Wie bereits erwähnt, müssen die Spieler entweder in der ersten oder zweiten Runde in die Kaisergasse einfahren. Sie müssen auf einem der Kaisergassenfelder stehen bleiben, um den Kaiser mit "Ave Caesar" zu grüssen und die Münze abzugeben. Nach diesem Ritual kann er weiter fahren. Es ist möglich, dass am Ende der zweiten Runde ein Spieler den Zugang der Kaisergasse blockiert. So müssen die anderen Spieler so lange aussetzen, bis der Zugang wieder frei ist. Falls ein Spieler es nicht geschafft hat, die Kaisergasse zu durchfahren, wird er vom Kaiser disqualifiziert. Er kann das Rennen zu Ende bringen, erhält jedoch keine Punkte. Überholen in der Kaisergasse ist nicht erlaubt. Mehrere Gespanne können jedoch hintereinander in der Kaisergasse stehen.

Ziel
=======
Der Spieler, der nach 3 Runden als erster das Ziel überquert und auch während des Rennens durch die Kaisergasse gefahren ist, hat das Rennen gewonnen. Für den sechsten Platz gibt es keine Punkte, ansonsten gilt:

1. Platz = 6 Punkte
2. Platz = 4 Punkte
3. Platz = 3 Punkte
4. Platz = 2 Punkte
5. Platz = 1 Punkt

Gewinner des Turniers:
====================
Nach dem ersten Rennen beginnt derjenige, der im letzten Rennen als letzter gestartet ist, diese Regel gilt jeweils für die weiteren Rennen. Es besteht die Möglichkeit, dass das dritte und vierte Rennen gegen den Uhrzeigersinn ausgetragen wird. Turniersieger ist derjenige, der nach vier Rennen die meisten Lorbeeren bzw. Punkte erlangt hat.

Varianten für 2-3 Spieler:
=====================
Sollten nur zwei oder drei Spieler ihre Wagen lenken, so wäre es sinnvoll wenn jeder der Spieler zwei oder drei Gespanne zieht. Außerdem könnte man nach jedem Rennen, welches die Spieler jeweils mit drei oder zwei Gespannen geführt haben, eine Einzelwertung oder Teamwertung zulassen.

Ausgleich fehlender Spieler:
=======================
Falls weniger als 6 Spieler teilnehmen, kann dies durch herrenlose Gespanne ausgeglichen werden.

FAZIT:
=======
"Ave Caesar" ist ein typisches Rennspiel. 6 Wagenlenker treten in der Arena des Circus Maximus gegeneinander an, um in einem Turnier zu ermitteln, wer der Beste ist. Die Spieler müssen 3 Runden pro Rennen fahren und dürfen nicht das Durchfahren der Kaisergasse vergessen, denn jeder Spieler muss den Kaiser mit "Ave Caesar" grüßen und eine Münze abgeben. Ein Turnier beinhaltet 4 Rennen.

Es gibt eigentlich nicht sehr viel zu beachten, allerdings sollte man immer versuchen, auf ein Schikanenfeld (Engefeld) zu kommen, damit man seine Mitspieler ausbremsen kann und diese somit aussetzen müssen. Dies ist auch eine Möglichkeit, Einfluss auf das Spiel zu nehmen und seine Mitspieler zu ärgern. Außerdem sollte man immer darauf bedacht sein, die kürzeren Innenkurven zu nutzen, da man für die Strecke der Außenkurven mehr Zugfelder benötigt. Wenn man zu oft die Außenkurven fährt, kann es sein, das der Kartenvorrat nicht ausreicht und die Spieler es nicht bis zum Ziel schaffen.

Die Spielregel ist in großer Schrift geschrieben und sehr gut erklärt und bebildert. Das Spiel zu zweit ist zwar nicht so lustig wie eine größere Runde, aber Spaß macht es trotzdem. Langeweile kommt nicht auf und der Spielfluss ist einwandfrei. Es ist kein besonders anspruchsvolles Spiel, aber ein sehr schönes Familienspiel. Außer dem Glückselement des Kartenziehens haben die Spieler die Möglichkeit zu entscheiden, welche ihrer eigenen drei Handkarten sie ausspielen möchten. Jeder Spieler hat die gleichen Kartenzahlen zur Verfügung, doch diese gilt es bestmöglich einzusetzen. Taktiker werden daher nicht besonders gefordert.

Die sehr schöne grafische Darstellung des Spielplans versetzt den Spieler in die Römerzeit. Außerdem ist die Grafik der 6 verschiedenfarbigen Kartensätze, auf denen die Wagenführer und ihr jeweiliger Name abgebildet sind, sehr gut gelungen. Begeistert waren wir auch von dem restlichen Spielmaterial, da es sich um schöne verschiedenfarbige Wagenlenker Figuren sowie Münzen handelt, die in einem Beutel verwahrt werden.

Auf der Verpackung ist "ab 12 Jahren" geeignet angegeben, wobei das Spiel durchaus auch mit Kindern, die bereits die Zahlen beherrschen und in der Grundschule sind, gespielt werden kann.

Das Spiel wurde übrigens 1989 erstmals von Ravensburger auf den Markt gebracht. Leider war es sehr schnell vergriffen und in den letzten Jahren nur sehr teuer bei ebay zu ersteigern. Durch diese schöne Neuauflage hat man endlich die Möglichkeit das Spiel zu einem angemessenen Preis kaufen zu können, wobei ich nun zum absolut einwandfreien Preisleistungsverhältnis komme, denn dieses wirklich schöne Spiel ist für ca. 20 Euro im Handel zu kaufen.

"Ave Caesar" ist ein kurzweiliges, spannendes, lockeres und leicht zu erlernendes Rennspiel, bei dem jeder auf seine Kosten kommt. Als Familienspiel bestens geeignet und für Vielspieler ein tolles Absacker- oder Aufwärmer-Spiel.

Ich vergebe volle Punktzahl und spreche eine Kaufempfehlung aus.

Viel Spass wünscht
Sapiko
   


Pro Ludo Ave Caesar

Haupteigenschaften

Hersteller: Pro Ludo

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