Avicularia versicolor

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... Als Jungspinne ist die Avicularia versicolor Meeresblau mit einem Streifenmuster auf dem Hinterkörper. Da sie eine Baumbewohnerin ist, ist sie eine recht schlanke Spinne. Im Alter wechselt sie dann die Farben. Ab der sechsten Häutung färben sich die Spinnen dann um. Der Körper ist dann ... Bericht lesen





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Der Diamant aus den Bäumen
Erfahrungsbericht von Schiller1971 über Avicularia versicolor
24.08.2005


Produktbewertung des Autors:   


Pro: Friedlich und Wunderhübsch
Kontra: Recht teuer und der hohe Pflegeaufwand

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Hy meine treuen Leserinnen und Leser. Heute möchte ich über eine Vogelspinne schreiben, die ich leider vor Jahren an einem Virus verlor – noch heute trauere ich dieser Spinne hinterher, denn sie ist auch eine der buntesten und schönsten Vogelspinnen dieser Erde.

Inhalt
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Technische Daten
Beschreibung
Lebensraum
Haltung im Terrarium
Sonstiges und Erfahrungen mit ihr


Technische Daten
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Erstbeschreibung: Walckenaer im Jahre 1837
Herkunft: Martinique, Guadeloupe
Körperlänge: 6 cm
Futter: Fliegen, Heimchen und Grillen
Temperaturspektrum: Tags 27 – 30 Grad und Nachts 20 – 23 Grad
Luftfeuchtigkeit: 75 – 85 %

Beschreibung
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Die Farbenpracht dieser Vogelspinne dürfte wohl einzigartig in der Natur sein und beweist eindeutig einmal mehr, dass Vogelspinnen nicht hässlich sein müssen bzw. sind.
Als Jungspinne ist die Avicularia versicolor Meeresblau mit einem Streifenmuster auf dem Hinterkörper. Da sie eine Baumbewohnerin ist, ist sie eine recht schlanke Spinne.
Im Alter wechselt sie dann die Farben. Ab der sechsten Häutung färben sich die Spinnen dann um. Der Körper ist dann Blauschwarz gefärbt und sehr dicht behaart, was ihr ein flauschiges Aussehen verleiht. Die Haare der Femuren sind ebenfalls blau – schwarz gefärbt, die restlichen Beinglieder leuchten in einem dunklen Violett. Der Hinterkörper ist meist rötlich gefärbt, während der Vorderkörper eine türkise Farbe aufweist.
Die Avicularia versicolor ist wie die meisten ihrer Gattung absolut friedlich, so dass man keine Angst haben muss von ihr gebissen zu werden. Es ist wirklich erstaunlich, bei allen Vogelspinnen kann es durchaus einmal sein das man gebissen wird, es werden ja auch immer wieder Bissunfälle bekannt. Nur von der Gattung Avicularia ist nichts derartiges bekannt geworden und auch aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass diese Spinnen wirklich so ziemlich das friedlichste sind was ich aus diesem Bereich kenne.

Lebensraum in der Natur
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Die Avicularia versicolor lebt in den Wäldern der Insel Martinique und Guadeloupe. In ihrer Heimat sitzt sie oft auf uralten Bäumen oder in Sträuchern herum, wo sie auch ihre Wohngespinste webt. Über Temperaturen und Luftfeuchtigkeit dort brauche ich wohl nichts zu sagen, die sind in den technischen Daten schon hinreichend erklärt.
Wer also in diesen Ländern einmal Urlaub macht und auch in der Nähe zu Wäldern wohnt, der wird bestimmt Bekanntschaft mit ihr oder einer ihrer Verwandten machen. Obligatorisch für die Gattung Avicularia sind die Rosa gefärbten Enden ihrer Beinglieder, die wie Pantöffelchen aussehen – wobei allerdings nicht alle Avicularias über dieses Merkmal verfügen.

Haltung im Terrarium
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Die Avicularia zählt mit ihren 6 cm Körperlänge zu den mittelgroßen Vogelspinnen und sie braucht schon etwas Platz.
Die Terrariumgröße muss mindestens 20x30x35 cm (Länge x Breite x Höhe) betragen, kann allerdings auch größer sein. Wichtig ist, dass das Terrarium recht hoch sein muss – wir haben ja keine Bodenbewohnerin, sondern eine Spinne die die luftige Höhe bevorzugt.
Der Bodengrund besteht aus ungedüngter Blumenerde, die etwa 3 – 5 cm hoch aufgeschichtet wird, da sie sich kaum auf dem Boden aufhält ist es nicht nötig den Bodengrund hoch aufzuschütten. Es gehört als weiteres Inventar noch ein Temperaturfühler und Luftfeuchtigkeitsmesser ins Terrarium – genauso wie ein kleines Wasserschälchen mit immer frischem Wasser.
Die Avicularia versicolor klettert sehr gerne, daher stellen wir eine halbe Korkröhre in eine Ecke des Terrariums, die sie auch als Versteck nutzen kann – aber nicht immer tut. Weiterhin kann man das Terrarium schön mit künstlichen Grünpflanzen und Ästen ausstatten, so das die Spinne ausreichend Möglichkeiten hat ihrem Kletterbedürfnis nachzukommen.
Ich sage ja immer, auf Beleuchtung kann verzichtet werden – ist ja auch so, das normale Tageslicht reicht auch im allgemeinen aus. Die A. versicolor darf aber durchaus auch mit einer normalen Leuchtstoffröhre beleuchtet werden, sofern die weit genug über dem Terrarium angebracht ist, denn zu viel Licht stört das Tier.
Beheizt wird mit einem normalen Heizkabel, dass man ausnahmsweise unter dem Terrarium anbringen kann – weil sie den Boden so gut wie nie betritt und auch nicht gräbt. Das Heizkabel unter dem Terrarium anzubringen hat auch seine Vorteile was die Luftfeuchtigkeit betrifft. Der Bodengrund sollte immer feucht gehalten werden, durch die Erwärmung kann somit die Luftfeuchtigkeit konstant gehalten werden. Wichtig ist auch, dass man alle zwei Tage das Terrarium innen besprüht, da die Spinne zum einen gerne die Wassertropfen auf Scheibe und Blattwerk trinkt und zum anderen um die Luftfeuchtigkeit zu halten.
Was wirklich noch wichtig ist, ist darauf zu achten, dass sich keine Staunässe bildet – die Avicularia versicolor ist überempfindlich gegenüber Staunässe und geht euch ein wenn das passiert.

Paarung und Nachzucht ist auch wieder ein kleines Problem. Es werden im Handel keine Ausgewachsenen Exemplare dieser Art verkauft, so dass es ein Glücksspiel ist ein Pärchen zu bekommen. Hat man allerdings ein Zuchtpaar, läuft die Paarung sehr friedlich ab und man kann danach das Männlein wieder aus dem Terrarium fangen, da es ansonsten von Mamma Spinne aufgefressen wird.
Ein Kokon kann bis zu 300 Jungspinnen hervorbringen, allerdings gehen sehr viele davon in der Anfangszeit ein, da sie überaus empfindlich sind. Gefüttert werden die Kleinen mit Fruchtfliegen und wachsen schnell heran.

Sonstiges und Erfahrungen
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Die Avicularia versicolor ist eine sehr sehr flinke und schnelle Vogelspinne, die sich gerne mal erschreckt. In der Natur versucht sie dann durch wegrennen und weite Sprünge das Weite zu suchen – das sollte man beachten wenn man sich diese Spinne halten möchte. Meine ist mir damals öfter mal stiften gegangen und es war schwer sie wieder einzufangen. Gefahr geht von ihr keine aus, daher – keine Panik.
Leider ist diese Spinne selten zu bekommen, deswegen bezahlt man beim Händler ein halbes Vermögen und auf Börsen ist sie auch recht teuer – Jungtiere ab 1 cm bekommt man schon für 15 – 30 Euro und Semi Adulte Tiere ab 50 Euro und viel mehr. Der Preisrekord für ein Semiadultes Tier lag bei einer Summe von 100 Euro!!! – Gesehen auf einer Vogelspinnenbörse. Gerne hätte ich wieder so eine Spinne – aber sie ist mir einfach zu teuer und sie ist schwerlich aufzutreiben, was ich recht schade finde.

Ich hab praktisch nur gute Erfahrungen mit „Gerda“ gemacht. Sie war immer friedlich lieb und wunderhübsch. Sogar auf die Hand konnte man sie nehmen wenn man sie denn mal gefangen bekommen hat. Drohgebärden und sogar Beißen oder Schlagen waren ihr absolut fremd.

Als sie noch ein Spiderling war, machte ich merkwürdige Beobachtungen. Zuerst ist mir das nicht aufgefallen, doch immer wenn ich vor dem Terrarium stand und mit jemanden Sprach, lief Gerda immer in die Richtung woher die Stimme kam. Natürlich musste ich das näher untersuchen und stellte mich vor das Terrarium und sagte einfach was. Wie nicht anders zu erwarten lief mir Gerda neugierig entgegen. Dann machte ich das selbe aus einer anderen Richtung – und Richtig – Gerda lief daraufhin in diese Richtung. Warum sie das getan hat ist mir bis heute ein Rätzel geblieben – war aber auf jeden Fall recht lustig.

Fazit und Ende des Berichts
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Gut, durch den Pflegeaufwand und die horrenden Preise für die Avicularia versicolor möchte ich dem Anfänger doch eher von ihr abraten. Zudem ist sie recht empfindlich und verzeiht Fehler nicht so schnell. Für etwas erfahrenere Spinnenhalter ist diese Spinne aber ein absolutes Muss wenn er sie bekommt. Sie ist recht hübsch, friedlich und macht viel Freude wenn man sie richtig hält – für meine Fälle kann ich da nur dazu raten zuzugreifen wenn man sie einmal günstig bekommen kann.
Ich möchte auch gleichzeitig alle anderen Avicularia Arten weiterempfehlen, die sind alle sehr friedlich und ähnlich zu halten, da ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei. Vorsicht ist allerdings geboten wenn man sich eine V. metallica zulegen möchte, denn gerade bei dieser Art sind viele Mischlinge unterwegs, die zudem noch Fortpflanzungsfähig sind. Einige Aviculariaarten gleichen sich fast wie ein Ei dem anderen – und es kommt schnell zu verwechslungen. Da die Mischlinge im Gegensatz zu anderen Vogelspinnenarten Fortpflanzungsfähig sind, vermischen sich die Arten wie weis was und niemand weis was er wirklich bekommt. Bei der besagten A. metallica ist dies ganz besonders schlimm – daher „Holzauge sei wachsam“.
Ich vergebe auch dieser Spinne alle Sterne – eben weil sie etwas ganz besonderes ist und sie selbst ja nichts für ihren Preis und ihre Anforderungen kann.

Ach ja, noch was – „Kauft nicht im Zoohandel und unterstützt keinen Handel mit Wildfängen“. Unterstützt lieber die deutschen Nachzuchten – zum erhalt der Artenvielfalt und zum Wohl der Tiere.

In Freundschaft – euer Schiller1971 Anno Domini 2005
   

weitere Erfahrungsberichte
Die Martinique-Baumvogelspinne
Bewertung für Avicularia versicolor von speedey06

Pro: Wunderschönes Tier
Kontra: Fällt mir eigentlich nichts ein

So,nun möchte ich mich hier auch einmal daran versuchen eine Vogelspinne vorzustellen und zu beschreiben. Ich hoffe,das der Bericht einige Leute anspricht und ich auch ausführlich genug berichte. Die Gliederung meines Berichtes sieht folgendermaßen aus: ... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
sehr hilfreich

22.01.2007
(23.01.2007)

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