... Ich habe mein Bike wieder etwas robuster in Richtung „Tour“ aufgebaut, also musste die Leichtbaubremse Marta SL (so gut sie auch war) weichen und wurde gegen eine Avid Juicy 7 getauscht. Eigentlich sollte es eine Juicy 5 werden, die war aber nicht lieferbar, deshalb bekam ich die ... Bericht lesen
Erfahrungsbericht von Jamba1123 über Avid Juicy Seven (Modell 2006) 28.09.2006
Produktbewertung des Autors:
Häufigkeit der Nutzung
Häufig
Pro:
Bremsleistung | standfest | Einstellungsmöglichkeiten | Verarbeitung | bei Nässe genial ! | Gewicht i . O .
Kontra:
50 & # 8364; Aufpreis gegenüber der Juicy 5 gerechtfertigt? ! ?
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Es wird mal wieder Zeit mich mit einem Fahrradteil beschäftige, dass über Griffe, Ketten oder Kassetten hinausgeht. Ich habe mein Bike wieder etwas robuster in Richtung „Tour“ aufgebaut, also musste die Leichtbaubremse Marta SL (so gut sie auch war) weichen und wurde gegen eine Avid Juicy 7 getauscht. Eigentlich sollte es eine Juicy 5 werden, die war aber nicht lieferbar, deshalb bekam ich die Juicy 7 günstiger und griff natürlich gleich zu.
-|- Einkauf -|-
Wie die meisten Parts habe ich auch die Juicy 7 im Internet gekauft. Diesmal bei einem Onlineshop über ebay und bezahlt habe ich für die Bremse mit 185er Disc vorne und 160er Disc hinten 260 €uro. Normal bekommt man sie ab 269 €uro + jeweils 10 Euro Aufpreis für größere Scheiben.
Im Vergleich zur Marta SL (ab 400 Euro) ist der Preis echt OK, zu vergleichen ist sie aber eher mit einer Hayes HFX 9, die preislich ähnlich liegt. Stimmt soweit auch nicht, mit der Hayes ist eher die Juicy 5 vergleichbar, die Juicy 7 liegt also ein stück über der Hayes und das zum gleichen Preis.
-|- Avid -|-
Avid stellt ausschließlich Bremsen her und gehört zum Sram-Konzern. Dazu gehört Sram, Rock Shox, Truvativ und eben Avid. (Seit neustem auch „PitStop“) Neben den hydraulischen Scheibenbremsen der Juicy Reihe bietet Avid auch Felgenbremsen der Single Digit Reihe und mechanische Scheibenbremsen mit dem Namen Ball Bearing an.
Avid hat einen, meiner Meinung nach, exzellenten Ruf. Überall liest man nur „Wer kauft sich noch ne Hayes, wenn es die Juicy 5 für weniger Geld gibt“ etc. Dies war für mich natürlich auch ein Argument zur Juicy 7 zu greifen.
-|- Avid Juicy 7 -|-
Wie gesagt heißt die Reihe der hydraulischen Scheibenbremsen „Juicy“. Dazu zählen die Juicy 5, Juicy 7, Juicy 7 Carbon und ab 2007 auch Juicy Ultimate und Juicy Code.
Die Einsatzbereiche und Spezifikationen überschneiden sich wie üblich etwas, sie sehen ungefähr so aus:
Juicy 5 – robust aufgebaut, aber nicht die brachialste Bremsleistung, geeignet für CC, Tour, leichtes All Mountain
Juicy 7 – viele Verbesserungen gegenüber der 5er, leichter, bessere Bremsleistung, allerdings ähnliches Einsatzgebiet, wie die 5er, vielleicht ein wenig extremer
Juicy 7 Carbon – gegenüber der normalen 7er nochmal leichter, Einsatzgebiet laut Avid-Homepage auch Freeride und Downhill
Juicy Code – Neu ab 2007, soll sehr brachial werden und DIE neue Bremse für Freeirde und Downhill werden
Juicy Ultimate – Ab 2007 das neue Leichtgewicht. Komplett gewichtsoptimiert, Einsatzbereich nur CC bzw. Race und 345Gramm das vordere System.
Gehen wir mal genauer auf die Juicy 7 ein, denn um die soll es heute gehen.
Es handelt sich um eine vollhydraulische Scheibenbremse mit Ausgleichsbehälter, die mit 160mm, 185mm oder 203mm Scheiben erhältlich ist. Der Bremssattel ist bei jeder Scheibe derselbe, er wird mit Adaptern angepasst. Hierbei finde ich die Marta etwas besser, da gibt es spezielle Bremssättel für die größeren Scheiben, das spart Gewicht. Um keine 3 Seiten mit technischem Wirrwarr vollzuschreiben beschränke ich mich auf die wichtigsten Teile der Juicy 7:
Speed Dial Bremsbelag Kontaktpunkt Einstellung – Sogar während der Fahrt kann man den Kontaktpunkt der Bremsbeläge verstellen, man kann also einstellen wie weit man den Hebel ziehen muss bevor der Belag greift
Drei Achsen Bremssattel Ausrichtungssystem – kinderleichte Ausrichtung des Bremssattels
Neue Clean-Sweep Polygon Bremsscheibe – mit Wellen und Bohrungen hält die Beläge sauber und gut belüftet
Gerasterte Hebelweitenverstellung, offenes System mit automatischer Belagsnachstellung, 2-Kolben Bremssattel, drehbare Leitungsverschraubung und Ausgleichsbehälter.
Das muss einen einfach schon in der Theorie überzeugen.
-|- Verarbeitung -|-
Das Finish wirkt sehr hochwertig, obwohl der blanke Hebel zu der restlichen „rauen“ Oberfläche der Bremse irgendwie einfach nicht passen will. Die Logos sind super angebracht und wirken hochwertig. Alle Schrauben ebenfalls, nur irgendwie ist die Verarbeitung nicht 100%ig. Die Bremssättel sind ja zusammengeschraubt, da sie aus 2 Teilen bestehen, an den Kanten gibt es dort minimalste Überstände. Nichts schlimmes, es fällt nur bei ganz genauem Hinsehen auf, aber sollte erwähnt werden.
-|- Gewicht -|-
Leider habe ich nicht daran gedacht die Bremse nachzuwiegen, also kann ich nur mit Gewichten vom Hersteller und anderen Besitzer dienen. Laut Avid wiegt die Juicy 7 420 Gramm, es steht aber weder dabei mit welcher Disc, noch ob mit oder ohne Schrauben gewogen wurde. Mit 424 Gramm für die vordere Bremse inklusive Adapter, Schrauben und 160er Scheibe wurde sie nachgewogen. *Grübel**Grübel**Grübel* Also ich würde sagen mit leichten Scheiben, Titanschrauben am Bremssattel und Bremsscheibe und Alu-Schrauben am Bremshebel dürften die Bremse vielleicht unter die 400er Grenze bringen. Das letzte Gramm zu sparen (mit Carbon-Ti Scheiben, etc.) würde ich bei dieser Bremse nicht empfehlen, da es eher eine Bremse für den leicht härteren Einsatz ist, will man Gewicht sparen muss man wohl oder übel zur Marta SL (oder der neuen Juica Ultimate?!?) greifen.
Angenehm, dass es keine großen Abweichungen zu den Daten vom Hersteller gibt, ansonsten ist das Gewicht als „Standard“ zu bezeichnen. Nichts extrem leichtes, aber auch nicht bleischwer. „Sinnvoller Leichtbau für den etwas härteren Einsatz“ würde ich mal sagen.
-|- Montage -|-
Drei Achsen Bremssattel Ausrichtungssystem sag ich da nur. Aber Hallo! Es ist unglaublich, wie so ein simples System (es sind ja nur 4 Unterlegscheiben speziell geformt) das Ausrichten der Bremssättel so erleichtern kann. Ohne viel rumprobieren zu müssen stellt man die Bremse schleiffrei ein, ganz dickes Plus in diesem Bereich. Was auch noch sehr für die Juicy 7 spricht ist die Tatsache, dass man den Winkel, in dem die Bremsleitung vom Bremssattel abgeht verstellen kann. Dies erleichtert die Verlegung der Bremsleitungen ungemein und schützt diese auch vor Knicken, da man keine ungesunden, hässlichen und noch dazu gewichtigen Bögen verlegen muss. Auf Bild Nummer 5 ganz gut zu erkennen.
Was soll man sonst zur Montage sagen, solang man die Drehmomente einhält gibt es keinerlei Probleme.
-|- Optik -|-
Diese kommt natürlich erst „am Bike“ richtig zum Vorschein. Bei den Bremshebeln angefangen finde ich, dass sie sehr technisch und brachial wirken. Die rote Einstellschraube zur Bremsbelag Kontakteinstellung gibt den Hebeln einen sehr technisierten Look. Der Ausgleichsbehälter ist nicht so elegant integriert, wie beispielsweise bei der Marta (SL). Er wirkt etwas aufgesetzt, was der Bremse irgendwie einen brachialen Look verleiht.
Die Bremssättel sehen ebenfalls nicht so geschmeidig aus wie bei der Marta. Bei der Marta wirkten sie richtig wie aus einem Block, bei der Juicy 7 sieht es etwas „zusammengschusterter“ aus. Der Sattel ist auch nicht aus einem Stück gefertigt, sieht aber irgendwie doch klasse aus.
Die Bremsscheiben finde ich, gelinde gesagt, potthässlich. Die vordere 180er Disc geht noch halbwegs, aber die hintere 160er ist einfach hässlich. Sie wirkt einfach sehr schwer. Sie hat recht wenige Bohrungen und dadurch wirkt die Bremsfläche sehr breit und das sieht, meiner Meinung nach, einfach nicht gut aus.
Den Rest seht euch am besten auf den Bildern an, denn die sagen ja mehr als Tausend Worte :)
-|- Einstellung -|-
Zur Grundeinstellung der Bremse, sprich Ausrichtung des Bremssattels habe ich ja bereits geschrieben, dass die besonders einfach ist, aber die Juicy 7 bietet ja noch weitere Einstellungsmöglichkeiten.
Zum einen wäre da die Hebelweiteneinstellung. An der Befestigung des Hebels mit dem griff findet man eine kleine Inbusschraube. Dreht man diese heraus merkt man, dass diese gerastert ist. Jede Rasterung verstellt den Hebel (dreht man die Schraube heraus) um 1mm zum Lenker hin. Dies wird an dem äußersten Punkt des Hebels gemessen. Das System ist einfach klasse, da der Hebel etwas weit absteht, wenn man etwas kleine Hände/kurze Finger hat. So kann man den Hebel perfekt an die eigenen Bedürfnisse und Hände anpassen.
Als weiteren Punkt gibt es noch die Speed Dial Bremsbelag Kontaktpunkt Einstellung. Diese Einstellung kann man mit der kleinen roten Plastikschraube auf der Oberseite des Bremsgriffes einstellen. Diese Schraube lässt sich, wenn ich mich recht erinnere, um 20 Umdrehungen drehen. Das sichert eine extrem genaue Einstellung des Kontaktpunktes. Aber was ist das eigentlich? Durch drehen der Schraube im Uhrzeigersinn (vom Fahrer aus gesehen) wandern die Bremsbeläge nähern an die Scheibe, der Kontaktpunkt wandert also nach vorne. Man muss den Hebel nicht mehr so weit ziehen, bis die Beläge „greifen“. Man kann den Druckpunkt quasi etwas selber bestimmen und selbst festlegen wann die Bremse greifen soll, für mich einfach super! Was mich etwas stört ist die Schraube aus Plastik. Sie ist zwar keineswegs billig verarbeitet, aber ne kleine Alu-Schraube wäre sicherlich besser gewesen, da es schon ein etwas schwammiges Gefühl mit dieser Schraube ist.
-|- Erfahrungen -|-
Nachdem die Bremse für mich gut eingestellt war ging es auf die erste Tour. Die ersten 50 km war die Bremse noch nicht eingebremst, es war richtig grauenhaft. Zwei lange Abfahrten mit harten Bremsungen haben aber gereicht um die Bremsen einzufahren. Nach ca. 50 km war sie fast fertig eingefahren. Die volle Bremspower kam nach schätzungsweise 200 km, ein normaler Wert.
Die Bremskraft ist wirklich fast identisch mit der, einer Hayes HFX 9 mit identisch großen Scheiben. Da gibt es wirklich kaum Unterschiede, aber wie ist es zu beschreiben?!? Der Druckpunkt ist sehr knackig, in diesem Punkt schlägt die Juicy die Hayes um Längen. Er ist einfach fühlbarer, als beim Konkurrenten. Mit der Dosierbarkeit bin ich sehr zufrieden. Vielleicht könnte es einen Tick besser sein, ich kann mich aber nicht negativ über die Dosierbarkeit äußern.
Das Problem bei der vorderen Bremse ist, dass ich eine 180 mm Scheibe mit einem 185mm Adapter bekam. Das funktioniert zwar einwandfrei, die Bremskraft lässt aber zu wünschen übrig, da die Beläge nicht voll greifen. Um das Problem für mich möglichst günstig zu lösen habe ich den Adapter einfach etwas abgefeilt, sodass der belag besser greifen kann, den Unterschied merkt man deutlich.
Die Bremskraft ist aber trotz alledem sehr gut. Man muss natürlich dazusagen, dass die Bremse sicherlich keine Bremse für Downhills ist, es ist einfach eher etwas für CrossCountry oder Tour. Auch etwas in Richtung All Mountain, aber nicht zu extrem. Bei Trockenheit ist die Bremse super. Überhitzen konnte ich sie bisher noch nicht, weder bei einer 1km Abfahrt in extremerem Gelände und steilem Gefälle oder bei einer langen Hochgeschwindigkeitsabfahrt. Egal wann, ich konnte mich bisher immer auf die Juicy 7 verlassen. Die Bremswege beim Anbremsen auf eine Kuve kann man etwas verkürzen gegenüber der Marta, die Scheibe der Juicy nimmt einfach mehr Hitze auf und überhitzt nicht so schnell. Bei der Marta wurde es teilweise etwas kritisch, wenn die Bremse schon sehr heiß war und ich plötzlich härter bremsen musste um einem Hindernis auszuweichen oder ähnliches. Dies ist mit der Juicy natürlich nicht anders, sie ist aber einfach standfester und wird nicht so schnell heiß wie die Marta, die bietet einfach mehr Reserven.
Im Nassen lässt die Bremswirkung kaum nach, im Nassen entfaltet eine Scheibenbremse ja auch erste ihre vollen Vorteile gegenüber einer Felgenbremse. Besonders angenehm ist, dass sie im nassen weder quietscht noch eklige Schleifgeräusche von sich gibt, sie tut anscheinen einfach so, als sei es trocken. Im Bereich „Nässe“ punktet die Juicy 7 in voller Hinsicht.
-|- Ersatzteile / Beläge / etc. -|-
Der Belagsverschleiß ist bis jetzt sehr gut. Nicht falsch verstehen, der Verschleiß ist sehr gering, zumindest im Vergleich zur Marta SL. Bei dieser hatte ich ja teilweise arge Probleme mit den Belägen, die Beläge der Juicy 7 sind aber wirklich sehr haltbar. Ähnlich der Hayes würde ich sagen, dass sie in etwa eine Saison bei mir halten werden, wenn ich sie nicht zu hart rannehme.
Neue Beläge gibt es viele, nur nirgends konnte ich die originalen Beläge finden, dafür aber folgende Firmen:
Trickstuff – 16,69 € ein Satz für eine Bremse SwissStopp – 20,90 € ein Satz für eine Bremse KoolStopp – 14,40 € ein Satz für eine Bremse
Da ich mit den KoolStopp-Belägen an meiner Marta bereits sehr gute Erfahrungen gemacht habe werde ich mir diese auch für die Juicy holen, wenn die Originalen runter sind.
Die Ersatzteilpreise halten sich im Allgemeinen in Grenzen. Einen Adapter gibt es für ca. 8 €uro und neue Befestigungsscheiben mit Unterlegscheiben für 4 €uro. Die Preise gehen echt in Ordnung.
-|- Fazit -|-
Ich bin mit dieser Bremse vollends zufrieden. Sie ist zwar preislich vergleichbar mit der Hayes und auch von der Bremskraft, Standfestigkeit etc. nehmen sie sich nicht viel aber die Juicy 7 hat ihre Vorzüge einfach in anderen Punkten, die sie gegenüber der Hayes attraktiver machen. Belag-Kontakpunkt Einstellung, Hebelweitenverstellung, einfach Montage der Bremssättel und Winkelverstellbarkeit der Leitungen am Bremssattel. Will man etwas vergleichbares zur Hayes empfiehlt sich die Juicy 5, die noch dazu deutlich günstiger ist (50 Euro für VR + HR). Dies ist auch der Punkt, der mich einen Stern abziehen lässt. Ich vergebe „nur“ 4 Sterne, weil ich mir nicht sicher bin ob die 50 Euro Aufpreis für diese (durchaus sinnvollen und hilfreichen) Features gegenüber der 5er gerechtfertigt sind. Wer diese 50 Euro für dieses Features gerne ausgibt soll sich einfach einen weiteren Stern hinzudenken.
Pro: Bremsleistung, Verarbeitung, Dosierbarkeit Kontra: Noch keins entdeckt
An meinem neuen MTB verzögert natürlich auch eine neue Bremse, in diesem Fall eine hydraulische 2 Kolben Scheibenbremse der Marke Avid.
Grundlegend musste eine es eine Scheibenbremse am neuen Bike werden, da ich auf längeren Abfahrten egal ob Wettkampf ...
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Pro: 200 mm vorne sehr stark Kontra: Keine Qualität, schlechte Zuverlässigkeit und Haltbarkeit
Bremse Avid Juicy 7 Avid Juicy 7 203/185 2006 Test Kritik Meinung
Schlechte Qualität, Ausfälle und ein Alptraum - dafür bremst die 203mm sehr gut
Meine erste Scheibenbremse und nur Stress damit seit dem Kauf gehabt...
Mein ES 7 kam besteückt mi ...
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