118d - sportlich, dynamisch, elegant, praktisch
08.06.2006 (13.06.2006)
Pro:
gelungener Spagat aus Komfort, Sportlichkeit und Wirtschaftlichkeit
Kontra:
schlechte Wintereigenschaften
Empfehlenswert:
Ja
 aarikka
Über sich:
Mitglied seit:01.01.1970
Erfahrungsberichte:11
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 35 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Ich fahre seit einem Jahr einen 118d. Der Preis lag bei 33.500 Euro incl. folgender Ausstattung, zu der ich im einzelnen Stellung nehme: Motorisierung: 118d Vor der Entscheidung habe ich noch den 120d probegefahren und subjektiv keinen grossen Unterschied festgestellt. Einzig die Endgeschwindigkeit ist beim 120 deutlich höher. Das rechtfertigt aber nicht den Aufpreis. Das Motorgeräusch ist satt und angenehm, der Durchzug für 1,5t Fahrzeuggewicht Klasse und macht richtig viel spass. Es ist sicher keine Rennmaschine aber in Verbindung mit dem straffen Fahrwerk und Heckantrieb richtig dynamisch. Das 6-Gang Getriebe ist angenehm zu schalten, man bekommt viele taktile Informationen, die die Orientierung im Getriebe erleichtern. Der Verbrauch liegt momentan bei 5,9 Liter Diesel auf 100 km. Ich fahre moderat und überwiegend in der Stadt.
Xenon-Licht: Die Vorteile des Xenon-Licht habe ich erst erkannt, als ich es hatte. Vor allem bei Regen in Dunkelheit oder bei Nebel bietet es einen sehr hohen Zugewinn an Sicherheit, einfach durch wesentlich verbesserte Sicht. Einmal Xenon, immer Xenon. Wie es gesetzlich vorgeschrieben ist, gehört zum Xenon-Licht die automatische Leuchtweitenregulierung, die blitzschnell die Leuchtweite beim beschleunigen oder bremsen reguliert und somit das Blenden von Entgegenkommenden Autos verhindert. Ebenfalls gesetzlich vorgeschrieben ist die Scheinwerferreinigungsanlage. Diese wird aktiviert, wenn das Licht eingeschaltet ist und man die herkömmliche Scheibenwaschanlage betätigt. Es werden zweimal kräftig und mit viel Wasser die Scheinwerfer gereinigt. Ideal zum ärgern von Fussgängern :)) Allerdings werden die Scheinwerfen nicht jedesmal mit gereinigt, es ist ein Zeitintervall von mehreren Minuten mit eingebaut. Beleuchtete Türgriffe: LED-Lampen in jedem Türgriff erleuchten das Umfeld des Autos sobald man die Türen per Fernbedienung aufschliesst oder den Motor abstellt. Sieht sehr chic aus, der praktische Nutzen ist aber nicht erwähneswert, da es nur sinnvoll wäre, wenn man in absoluter Dunkelheit ein- und aussteigt. Ich wohne in der Stadt und finde das eher sehr selten vor.
Automatisch abblendender Innenspiegel: misst den Lichteinfall von Front- und Heckscheibe und passt die Abdunklung des Spiegels entsprechend an. Dies funktioniert blitzschnell und kaum merkbar und ich halte es für sehr angenehm und praktisch. Ich würde es jederzeit wieder kaufen. Automatische Scheibenwischer: Ein Lichtstrahl wird von einem Sensor in der Winschutzscheibe bei Trockenheit an deren Oberfläche reflektiert. Befindet sich Wasser auf der Oberfläche, werden die Lichtstrahlen umgeleitet und gelangen nicht zurück zum Sensor. Aus diesen Daten wird die Stärke des Regens bemessen und der Scheibenwischer entsprechend aktiviert (stufenloser Intervall, langsam und schnell druchgehend). Nachteil ist, dass man manuell nur durchgehende Stufen aktivieren kann. Der Intervall wird immer vom Sensor gesteuert. Wenn die Scheibenwischer etwas älter sind oder ein Schmutzfilm auf der Windschutzscheibe ist, kommt es zu Schlierenbildung über dem Sensor und dieser denkt dann selbst bei sehr schwachem Regen, daß es nötig ist, den Scheibenwischer auf höchster Stufe laufen zu lassen. Zwar lässt sich die Empfindlichkeit manuell einstellen, es funktioniert aber nur einwandfrei wenn Scheibenwischer in Ordnung sind und die Windschutzscheibe sauber ist.
Automatische Fahrlichtkontrolle: Empfinde ich als sehr nützlich. Bei einsetzender Dunkelheit oder Tunnelfahrten schaltet sich das Abblendlicht automatisch ein und aus. Beim verlassen des Autos geht das Licht immer aus und man kann es nicht mehr vergessen. Die Empfindlichkeit lässt sich im iDrive unter Fahrzeugeinstellungen regulieren. Heimleuchten: Betätigt man nach dem Abstellen der Zündung kurz den Hebel für die Lichthupe, leuchtet das Abblendlicht die zuvor eingestellte Zeit auch nach Verlassen des Autos weiter. Angenehmes Extra, wenn man häufig in Dunkelheit aussteigt und den Weg zur Haustür sucht.
Klima: Ich empfehle die automatische Klimaanlage. Ein hochwertiger Pollenfilter, getrennte Klimazone für Fahrer und Beifahrer sowie automatische Umluft-Kontrolle gehören zum Programm. Die automatische Umluftkontrolle überprüft die Luftqualität und stellt zum Beispiel bei erhöhter Abgaskonzentration in Garagen oder Tunneln automatisch auf Umluft um. Im iDrive lässt sich zusätzlich zu den üblichen Funktionen einer Klimaanlage noch die Luftverteilung und Intensität der Klimaanlage nachregulieren. Die Kühlfunktion finde ich etwas unterdimensioniert, es dauert bei grosser Hitze zu lange, bis eine angenehme Temperatur erreicht wurde. Zündung: Der herkömmliche Zündschlüssel entfällt, man hat nur noch eine Funkfernbedienung, deren Batterien während des Fahrens aufgeladen werden. Der Schlüssen hat Knöpfe zum öffnen und schliessen des Autos sowie separat zum öffnen des Kofferraums. Die zusätzliche Option Keyless Go erlaubt, das Fahrzeug zu öffnen und zu starten, ohne dass man den Schlüssel in die Hand nimmt. Er muss dazu lediglich in der Nähe sein (Ich habe diese Option nicht und kann nichts dazu sagen). Den Motor startet man über kurzes betätigen einen Start-Stop Knopfes. Chic und praktisch.
Sportsitze: Absolut empfehlenswert! Zum einen wirken die Standardsitze hässlich und billig und zum anderen sind die Sportsitze vor allem bei längeren Reisen sehr bequem. Neigung, Höhe, Länge und Breite lassen sich verstellen. Die Rücksitze sind geteilt umklappbar und haben eine ISOFIX Befestigung für Kindersitze. Praktisch und unkompliziert, kann aber nur verwendet werden, wenn das Kind noch nicht schwerer als 18 kg ist. iDrive: Ich gehe auf die Funktionen von iDrive nicht näher ein, da diese hundertfach bei BMW und im Internet beschrieben sind. Auch wenn es viel kritisiert ist, halte ich es für enorm praktisch. Das Auto bietet eine riesige Menge an Konfigurationen, die in diesem System sehr übersichtlich untergebracht sind. Ich denke, wer mit einem Handy umgehen kann, kann auch mit iDrive umgehen. Einziger Nachteil ist, dass der Rechner relativ langsam ist und man auf manche Funktionen zu lange warten muss. Beispielsweise sind die Parksensoren vom iDrive gesteuert und funktionieren nach dem Starten des Autos erst, wenn das System gebootet hat (ca. 40 Sekunden).
Parksensoren: Wie oben erwähnt, dauert es nach dem Starten des Motors etwas lange, bis die Sensoren richtig reagieren. Ich empfehle Parksensoren vorne und hinten. Wenn das iDrive dann mal läuft, funktionieren sie einwandfrei, ersetzen aber nicht das Schauen. Verarbeitung: Die Materialien im Innenraum wirken teilweise etwas minderwertig. Der Bildschirm des iDrive stellt Farben nur mässig gut dar und wirkt unscharf bei seitlicher Betrachtung. Auch das Gehäuse wirkt billig und passt vom Material her nicht gut zum Rest des Amaturenbrett. Die Türverkleidung und die inneren Türgriffe wirken billig und nicht sonderlich stabil. Bei Kälte und hoher Luftfeuchtigkeit quietscht das Lenkrad bei schnellem drehen unangenehm laut. Fahrwerk, Motor und Karosserie wirken hochwertig und halten bisher, was im Prospekt versprochen wird. Daß beim antippen des Blinkers automatisch drei mal geblinkt wird, ist schon ein besonderes "Schmankerl". Angenehm: Die Hebel werden nicht arretiert sondern gehen immer sofort wieder in die ursprüngliche Position zurück. Noch einmal erwähnenswert ist, dass man beim Fahren insgesamt auf vielfältige und durchdachte Weise alle Informationen bekommt, die man braucht. Optisch, akustisch und taktil.
Ich werde sicherlich wieder einen BMW kaufen und halte den 1er für wesentlich durchdachter entwickelt und vom Servicekonept viel ansprechender als den VW Golf, den ich vorher gefahren habe. Der 1er ist sowohl in der Wartung, Versicherung und Steuer nicht ganz billig. Diejenigen, die ein wirtschaftliches Auto und finanzielle Überlegungen eine Rolle spielen, sind mit dem 1er schlecht beraten. Betriebskosten: 390,-- Euro monatlich bei 20.000 km pro Jahr.
Preisvergleich
sortiert nach Preis
* Alle Preise inkl. gesetzlicher MwSt und ggf. zzgl. Versandkosten. Preise, Verfügbarkeit und Versandkosten können im jeweiligen Shop zwischenzeitlich geändert worden sein, da eine Echtzeit-Aktualisierung technisch nicht möglich ist. Maßgeblich sind immer die Preise und Angaben auf der Händlerseite. Alle Angaben ohne Gewähr.
Aktionen zu diesem Erfahrungsbericht
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
Mehr über dieses Produkt lesen
Das könnte Sie interessieren
Verwandte Tags für BMW 118d
|
|
29.06.2006 15:51
also ich finde den Artikel sehr gut! Hab den 118 d auch mal nen Tag gefahren (wollte ihn eigentlich auch kaufen - hab mich dann aber aus Kostengründen für einen Mini One entschieden, da ich auf jeden Fall zu BMW wollte)! Der 118er den ich für meine Testfahrt hatte war ähnlich ausgestattet und ich kann fast alle Deine Erfahrungen bestätigen! Lg, red_mini_one P.S. Finde den 1er immer noch super... Mein Traumaufstieg: als nächstes Auto ein Mini Cooper, dann ein 1er und dann ein Z4 :-)
22.06.2006 02:17
zu alexmuelheim: schau mal auf die webseite vom adac.
21.06.2006 14:38
Ich bewerte mal nicht, weil das ist (nach deinen Kriterien zu urteilen) Thema verfehlt. Was Xenon ist und warum ne Sitzheizung so solle ist, findest Du auch auf jeder besseren Autoseite. So ziemlich alles was zu einen Autotest gehört fehlt. Und der Preis für die Kiste ist ja mal der Hammer.