Erfahrungsbericht über

BMW 320d E90

Gesamtbewertung (131): Gesamtbewertung BMW 320d E90

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Prämierter Erfahrungsbericht

AUS FREUDE AM FAHREN - DAS STIMMT HIER WIRKLICH !!!!

4  05.06.2011

Pro:
Sparsam im Verbrauch, sehr gute Beschleunigung  +  Straßen -  und Kurvenlage, perfekte Motorleistung

Kontra:
hoher Anschaffungspreis, Platzangebot im Fond

Empfehlenswert: Ja 

immomaus65

Über sich: Danke für Eure vielen super Bewertungen. Endlich Bronze - jetzt habe ich das nächste Ziel im Auge. A...

Mitglied seit:19.06.2009

Erfahrungsberichte:220

Vertrauende:40

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 144 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als besonders hilfreich bewertet

Beruflich bedingt bin ich pro Jahr zwischen 25.000 und 35.000 km mit meinem Auto unterwegs. Da ist es mir sehr wichtig, dass ich mich auf meinen fahrbaren Untersatz verlassen kann und er mich nicht im Stich lässt. Bei dieser Fahrleistung pro Jahr hatten wir uns von ca. 10 Jahren ausgerechnet, dass ein Dieselfahrzeug nicht die verkehrteste Entscheidung sein könnte. Die relativ hohe Steuer für Dieselfahrzeuge wird durch den geringeren Spritverbrauch wieder wett gemacht, wenn man soviel unterwegs ist, wie ich.

Bereits seit über 24 Jahren bin ich eine eingefleischte BMW-Fahrerin, und solange es mir finanziell irgendwie möglich ist, werde ich es auch bleiben. Auf meine Fahrzeuge der Marke BMW konnte ich mich immer verlassen Mein letzter Wagen war ein BMW 520 d, den wir recht günstig bekommen hatten. Nachdem der Wagen nach 6 Jahren rund 180.000 km gelaufen ist - und zwar komplikationslos, stand die Frage an - weiterfahren und bei einem Verkauf in einigen Jahren gar nichts oder nicht mehr viel zu bekommen, oder ein neuer Wagen.

Natürlich hätte mir ein Modell aus der 5er-Reihe noch besser gefallen, aber zwischenzeitlich sind die Preise so gestiegen, dass wir uns vor gut 4 Jahren für den BMW 320d aus der Modellreihe E90 entschieden haben, und zwar als Neufahrzeug. So konnten wir uns die Ausstattung nach unserem Wünschen aussuchen. Es gibt zwar immer wieder mal Sondermodelle, die aber unseren Vorstellungen nicht so ganz entsprechen. Ich brauche unbedingt ein Schiebedach, da ich Klimaanlagen generell und vor allem in Autos überhaupt nicht vertrage. Diese Sonderausstattung war zu diesem Zeitpunkt bei gebrauchten BMW's selten zu bekommen und wenn, dann handelte es sich um Wagen, die schon eine ziemlich hohe Laufleistung hatten – also nichts für mich.

Nach einer kompetenten Erstberatung bei unserem örtlichen BMW-Vertragshändler habe ich mich dann zu Hause an den Computer gesetzt und mir auf der Webseite von BMW mein Wunschauto zusammengestellt. Nachdem ich dann den Listenpreis am Bildschirm las, fing ich mit der Zusammenstellung wieder von vorne an, diesmal aber etwas zurückhaltender und unter Berücksichtigung von Paketen, die etwas günstiger kommen, als die einzelnen Sonderausstattungen.

Mit dieser Zusammenstellung sind wir dann wieder zu unserem Vertragshändler und haben dort einen Hauspreis ausgehandelt. Zu einem Preis von rund Euro 34.900,00 wurden wir uns vertragseinig und bestellten im Januar 2007 einen BMW 320d, E 90 (163 PS / 120 kw), Limousine (4-türig, 5 Sitzplätze) mit folgender Ausstattung:

Serienmäßige Ausstattung:

3-Punkt-Sicherheitsgurte auf allen Plätzen
6-Gang-Schaltgetriebe
Airbag Fahrer und Beifahrer
Aktive Kopfstützen vorne
Antiblockiersystem (ABS)
Außenspiegel rechts und links beheiz- und elektrisch verstellbar
Bordcomputer incl. Außentemperaturanzeige
Begrüßungslicht
Check-Control-System
Cornering Brake Control (CBC)
Digital Uhr
Dieselpartikelfilter
Drehzahlmesser
Fehlbetankungsschutz für Dieselfahrzeuge
Dynamische Stabilitätskontrolle (DSC)
Dynamische Traktionskontrolle (DTC)
Elektrische Fensterheber vorne + hinten
Exterieurumfänge in Wagenfarbe
Gurtstraffer vorne und hinten
Heckklappenentriegelung mit Funkschlüssel
Heckscheibenheizung
Interieurleisten in Satinsilber matt
Klimaanlage mit Mikrofilter
Kopfstützen vorne und hinten
Lenkrad längs- und höhenverstellbar
Mittelarmlehne vorne
Nebelschlussleuchte
Nichtraucherausführung
Radio BMW Business CD
Reifenpannenanzeige
Scheibenbremsen vorne und hinten
Scheibenwischer vorne mit Intervall
Seitenairbag für Fahrer und Beifahrer
Seitenaufprall-Schutzsystem
Servolenkung
Sitzbelegungserkennung für Beifahrersitz
Start-/Stop-Knopf
Stoff-Ausstattung
Stoßstangen und Außenspiegel in Wagenfarbe
Tagesfahrlichtschaltung
Tageskilometerzähler
Verbandskasten
Auspuffendrohr mit Chromblende
Verzurrösen im Kofferraum
Vordersitze höhenverstellbar
Vordersitze mechanisch längsverstellbar
Wartungsintervall-Anzeige
Wegfahrsperre
Windschutzscheibe aus Verbundglas
Zentralverriegelung mit Fernbedienung

Keine schlechte Ausstattung, aber das was ich unbedingt in meinem neuen Auto haben wollte, war natürlich nicht dabei. Einige Komponenten wollte ich unbedingt, andere waren eine hübsche Zugabe, da wir uns für zwei Ausstattungspakete entschlossen haben.

Zu der von uns gewählten Sonderausstattung gehörten:

Metalliclackierung (Aufpreis heute € 840,00)
Glas-Schiebe-Hebedach (Aufpreis heute € 1.100,00
automatisch abblendende Innen- und Außenspiegel (heute € 580,00)
Sportsitze vorne (heute € 630,00)
M-Sportfahrwerk (heute € 390,00
Fernlichtassistent (heute € 150,00)
Scheinwerferwaschanlage (heute € 290,00)
Park Distance Control vorne und hinten (heute € 780,00)
Xenon-Abblend- und Fernlicht (heute € 700,00)
Durchladesystem (heute € 490,00)
verschiebbare Armauflage vorne (heute € 150,00)
Regensensor (heute € 130,00)
Geschwindigkeitsregelung (Tempomat) (heute € 280,00)
Multifunktionslenkrad
Alufelgen mit Reifen 205/55 R16 mit Notlaufeigenschaften

Genug der Aufzählungen und nackten Fakten, jetzt geht es an die Erfahrungswerte – im wahrsten Sinne des Wortes:

Zwischenzeitlich ist unser Neuwagen bereits über 4 Jahre alt und hat über 100.000 km am Buckel bzw. auf den Reifen.

In dieser Zeit konnte ich feststellen, dass der Durchschnittsverbrauch auf der Autobahn bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 140 - 150 km/h bei rund 6,3 Liter liegt, je nachdem, wie häufig die Beschleunigungs- und Abbremsvorgänge

Bilder von BMW 320d E90
  • BMW 320d E90 BMW 1 - BMW 320d E90
  • BMW 320d E90 BMW 2 - BMW 320d E90
  • BMW 320d E90 BMW 3 - BMW 320d E90
  • BMW 320d E90 BMW 4 - BMW 320d E90
BMW 320d E90 BMW 1 - BMW 320d E90
Mein E 90 von vorne
sind. Bei einer konstanten Geschwindigkeit auf der Autobahn von 120 - 130 km/h beträgt der durchschnittliche Verbrauch sogar unter 6 Liter je 100 km.

Meine "Hausstrecke" ist eine stark befahrene Bundesstraße mit viel LKW-Verkehr, bei der sehr viele Brems- und Beschleunigungsvorgänge nötig sind. Hier liegt der durchschnittliche Dieselverbrauch bei 6 bis 6,5 Liter, im Stadtverkehr bei 6,5 - 7 Liter.

Der Verbrauch entspricht nicht ganz den Herstellerangaben, aber bei welchem Wagen ist das schon der Fall?

Natürlich ist dieser Verbrauch im Vergleich mit den sogenannten 3-Liter-Autos noch immer relativ hoch, man darf aber auch nicht vergessen, dass der Wagen 163 PS unter der Motorhaube hat, rund eineinhalb Tonnen wiegt und laut Herstellerangaben innerhalb von 8,3 sec. von 0 auf 100 km/h beschleunigt. Gut – das habe ich noch nicht ausprobiert, aber wo in Deutschland im normalen Straßenverkehr kann man einen solchen Test machen? Also gehe ich einmal davon aus, dass die Werksangaben stimmen. Bei dieser Motorleistung ist der Verbrauch von vergleichbaren Dieselfahrzeugen anderer Hersteller wesentlich höher. Wir hatten uns sowohl mit Fahrern vergleichbarer Audi- oder VW-Modelle unterhalten, die uns von Verbräuchen zwischen 8 und 9 Liter berichteten.

Der relativ geringe Dieselverbrauch bei der doch sehr guten Motorleistung ist auf vielschichtige Maßnahmen, die unter der Bezeichnung BMW EfficientDynamics zusammengefasst werden, zurückzuführen. "Sie reichen von neuen Verbrennungstechnologien über eine Reduzierung des Fahrzeuggewichts, die Verringerung mechanischer Reibung und die Verbesserung der Aerodynamik bis hin zu einem optimierten ganzheitlichen Energiemanagement. Im Zentrum steht dabei stets das Ziel, mit möglichst geringem Kraftstoffverbrauch maximalen Fahrspaß zu erzeugen." (Quelle: www.bmw.de)

Der Wagen hat nicht mehr das übliche Zündschloss, sondern wird durch Knopfdruck gestartet, nachdem man einen schlüsselähnlichen Gegenstand in die dafür vorgesehene Aussparung rechts neben dem Lenkrad gesteckt hat. Standard bei Neufahrzeugen dürfte heute die Funkfernbedienung sein, mit der der Wagen geöffnet werden kann. Für den Notfall ist in diesem Gegenstand ein Schlüssel versteckt, mit dem man zwar den Wagen nicht starten kann, der es einem aber ermöglicht, den Wagen auf die herkömmliche Art einfach aufzuschließen.

Die Kurvenlage ist aufgrund des Sportfahrwerkes phänomenal, der Wagen liegt wie ein Brett auf der Straße und reagiert äußerst präzise auf Lenkbewegungen. Ich bin immer wieder fasziniert, wenn ich auf kurvenreichen Straßen unterwegs bin, und der Wagen auch bei einem zügigeren Fahrstil die Spur hält und das Heck dort bleibt, wo es ist und mich nicht unterwegs überholt. Das kenne ich von anderen Fahrzeugen auch anders.

Aufgrund der straffen Fahrwerksabstimmung sind auf jeden Fall die Sportsitze empfehlenswert, da diese dem Körper auch beim sportlichen, zügigen Fahren einen extrem guten Halt in den Sitzen bieten. Die Sportsitze sind sowohl links und rechts an der Sitzfläche, wie auch an der Lehne links und rechts etwas höher, so dass man wie in einer Schale sitzt. Durch diese hochgezogenen Seitenwangen wird der Körper im Hüft- und Schulterbereich zusätzlich abgestützt. Erwähnenswert ist noch, dass die Lehnenwangen elektrisch verstellt werden können. Allerdings hat die Verstellbarkeit auch Grenzen. Fahrer und Beifahrer, die einen recht hohen Bodymaßindex haben, fühlen sich unter Umständen nicht so wohl. In diesem Fall ist es besser, wenn man sich für die normalen Sitze entscheidet.

Positiv ist auch, dass die Sitzfläche bei den Sportsitzen durch Betätigen eines Hebels nach vorne oder zurück vergrößert oder verkleinert werden kann, so dass auch Fahrer und Beifahrer mit langen Beinen eine gute Oberschenkelauflage auf den Sitzen haben, bzw. kleinere Fahrer die Sitzfläche entsprechend Ihren Bedürfnissen anpassen und auch die Sitzneigung verändern können.

Sehr hilfreich empfinde ich die automatisch abblendenden Innen- und Außenspiegel, die den Fahrkomfort und die Fahrsicherheit bei Nachtfahrten steigern. In Abhängigkeit von der Blendung durch nachfolgende Fahrzeuge wird der Reflexionsgrad der Spiegel stufenlos variert. Früher hatte ich immer Probleme bei Nachtfahrten, da die Außenspiegel blendeten, auch wenn der Innenspiegel verstellt war. Da ich extrem lichtempfindlich bin, hatte ich gerade in den letzten Jahren vor dem Fahrzeugwechsel sogar die Außenspiegel bei Nachtfahrten nach unten stellen müssen, was aber gerade bei Überholvorgängen nicht so positiv ist. Dieses Problem habe ich jetzt mit der automatischen Abblendfunktion nicht mehr, so dass mir diese Zusatzausstattung beim Fahren auch eine größere Sicherheit gibt.

Wenn man immer mit einem 5-Gang-Getriebe unterwegs gewesen ist, ist das 6-Gang Getriebe am Anfang sehr gewöhnungsbedürftig, nach einer gewissen Zeit geht aber auch das Hochschalten in den 6. Gang in Fleisch und Blut über. Überholvorgänge im 5. Gang sind problemlos, je nach Verkehrssituation auch ohne Zurückschalten, möglich, da die Beschleunigung auch im 5. Gang aufgrund des hohen Drehmoments bei niedrigen Drehzahlen enorm ist.

Die Höchstgeschwindigkeit ist mit 225 km/h angegeben und wird auch problemlos erreicht.

Anfänglich hat es mich sehr irritiert, dass es keine Temperaturanzeige mehr gibt. Hier ist nun in Eigenverantwortung darauf zu achten, dass der Motor im kalten Zustand nicht zu hoch gedreht wird, ohne dass man auch visuell darauf aufmerksam gemacht wird.

Es gibt an der Thermostatregelung für die Heizung die Möglichkeit, einen "Restwärme-Knopf" zu drücken. Wenn man den Wagen im Winter nur kurz verlässt, wird damit die Motorrestwärme zum "Warmhalten" der Fahrgastzelle genutzt.

Auf meine elektronische Einparkhilfe PDC (ausgeschrieben: Park Distance Control) möchte ich nicht mehr verzichten. Durch die Form des Fahrzeugs sieht man in normaler Sitzposition relativ schlecht über das ziemlich hohe Heck, so dass der akustische Warnton eine optimale Einparkhilfe ist.

Da wir uns für PDC vorne und hinten und gegen ein integriertes Navigationsgerät entschieden haben, ertönen zwei unterschiedliche Töne, je nachdem, ob der Wagen nach vorne oder nach hinten zu nah an ein Hindernis heran kommt. Ab ca. 30 cm Entfernung zum Hindernis ertönt ein Dauerton, davor ist je nach Entfernung ein schnelleres (näher dran) oder langsameres Piepsen zu hören. So weiß ich ziemlich genau, wie weit ich noch vor oder zurück fahren kann. Mit Werksnavi hat man das ganze auch visuell im Blick, da man auf dem Monitor zusätzlich in drei Farben die "Entfernungsbereiche" sieht.

Obwohl mich dieses Hilfsmittel noch nie im Stich gelassen hat, verlasse ich mich natürlich nicht nur auf mein Gehör, sondern auch auf meine Augen. Selbst wenn man nur schlecht den Fahrzeuganfang oder das Wagenende sieht – in Etwa lässt sich die Entfernung doch einschätzen. Bei Schneefall im Winter kann es aber durchaus vorkommen, dass sich die Einparkhilfe durch Schnee auf der Stossstange etwas irritieren lässt. Deshalb sollte das Fahrzeug im Winter immer ordentlich von Schnee befreit werden, bevor man sich auf den Weg macht.

Positiv empfinde ich auch, dass man nicht mehr wie früher, an das Abschalten des Lichtes denken muss, da mit Verschließen des Wagens auch das Licht abgeschaltet wird. Wenn die Beleuchtung angestellt ist, gehen die Scheinwerfer an, sobald der Wagen mit der Funkfernbedienung geöffnet wird, d.h. die Batterie kann wegen vergessener Beleuchtung nicht mehr leer werden.

Bei meinem Schiebedach handelt es sich um ein Glas-Schiebe-Hebedach, das heißt dass man auch im geschlossenen Zustand den Himmel sehen kann, wenn man nach oben sieht (natürlich nicht während der Fahrt!!) Allerdings habe ich auch die Möglichkeit, unterhalb des geschlossenen Schiebedaches eine innere Abdeckung in Farbe des Dachhimmels nach vorne zu ziehen, dann ist der Wagen genauso geschlossen, wie bei einem normalen Schiebedach. Wenn man den Taster zum Öffnen betätigt, geht mit dem Schiebedach auch gleichzeitig diese Abdeckung zurück. Wenn man sich für eine helle Innenausstattung entscheidet, sollte diese Abdeckung regelmäßig gereinigt werden, damit der Himmel durch das Versenken im Dach nicht total verunreinigt wird.

Im Vergleich zu den bisherigen Modellen aus der 3-er Reihe musste ich feststellen, dass die Taster der elektrischen Fensterheber für vorne und hinten auf der Fahrerseite für meine Begriffe etwas zu weit vorne angeordnet wurden. Da ich den Sitz aufgrund meiner Größe sehr weit nach hinten geschoben habe, muss ich mich doch ziemlich strecken, wenn ich diese Kipptaster betätigen möchte. Dies wurde aber meines Wissens bei der ersten Modellpflege überarbeitet, genauso, wie die Motorleistung. Die neuen 320d haben zwischenzeitlich 184 PS (135 kW).

Das Handschuhfach ist nicht gerade groß, hier passen gerade mal die Wagenpapiere, die man in einer schönen Stoffmappe erhält, hinein, eventuell auch noch eine Sonnenbrille. Der Kofferrauminhalt ist mit 460 Liter nicht gerade üppig, aber ausreichend für z.B. 5 Getränkekästen und einer Einkaufstasche.

Die Fußmatten aus Stoff haben bei unserem Modell nur noch Klettpunkte und verschieben sich bei mir seit Anfang an sehr leicht. Hier war die Befestigungsmöglichkeit der vorherigen Modellreihe wesentlich sicherer, da die Matten nicht unter die Pedale rutschten. Aber diese aufwendigere Befestigungsmöglichkeit, für meine Begriffe aber sicherere, ist wohl dem Sparzwang zum Opfer gefallen. Ob diese im Rahmen der ersten oder zweiten Modellpflege abgeändert wurde, kann ich leider nicht sagen.

Da ich bei meinem letzten BMW eine breitere Bereifung gewählt hatte und bei unseren ausgefahrenen Straßen immer das Gefühl hatte zu „schwimmen“, habe ich mich bei den Schlappen für meinen 3er-Diesel BMW für die 205er-Serienbereifung auf Alufelgen entschieden. Die Entscheidung war nicht verkehrt, da ich mit dieser Bereifung wesentlich seltener neue Reifen benötige, als mit der 225/245er-Kombination auf meinem alten 520d.


Nachdem ja künftig die KFZ-Steuer kombiniert nach Hubraum (1.995 ccm) UND CO2-Ausstoß berechnet werden soll, ist auch dieser Wert sehr wichtig - er liegt laut KFZ-Schein bei 153 g/km (kombiniert). Die jährliche KFZ-Steuer beträgt derzeit Euro 308,00.

Die Emissionseinstufung ist die EU 4 - d. h. der Wagen bekommt eine grüne Umweltplakette, mit der man dann auch in den Umweltzonen fahren darf.

Natürlich ist auch die Einstufung in der Versicherung sehr interessant: dieses Modell ist derzeit wie folgt eingestuft: KH 19 / VK 24 / TK 25. Bevor 2011 die Neueinstufung erfolgte, war der Wagen unter KH 16 / VK 19 / TK 25 bei den Versicherungen geführt.

Mein Geschwindigkeitswunder ist 4,52 m lang, 1,817 m breit und 1,421 m hoch und hat einen Radstand von 2,76 m. Der Tank fasst 60 Liter, d.h. dass ein Tank-Stopp bei leerem Tank derzeit mit fast € 100,00 zu Buche schlägt.

Zur Fahrstabilität tragen ABS, Traktionshilfe (ASC+T), radselektive elektronische Bremskraftverteilung (EBV, CBC), Fahrstabilitätssystem (DSC) bei.


Das Platzangebot auf den "billigen Plätzen", sprich auf der Rückbank, ist für Kinder ausreichend, Erwachsene tun sich mit der Beinfreiheit doch etwas härter, wenn Fahrer und Beifahrer sehr groß sind und die Vordersitze entsprechend weit nach hinten gestellt sind.

Verarbeitung, Garantie, Reparaturen:

Die Verarbeitung ist sehr gut, ich konnte bisher keine negativen Punkte feststellen. Die Spaltmasse sind gleichmäßig, allerdings fallen die Türen im Vergleich zu der 5er-Baureihe nicht so satt ins Schloss und hören sich etwas klapperig an.

In den zwei Jahren Nutzung hatte ich nach ca. 6 Monaten ein elektronisches Problem mit dem Außenspiegel auf der Fahrerseite, nach ca. 18 Monaten musste ich feststellen, dass kalte Zugluft im Bereich der Mittelkonsole eindrang. Hier hatte sich eine Abdeckungsverbindung gelöst.

Beide Mängel wurden im Rahmen der Garantie von meiner Vertragswerkstatt zur Zufriedenheit beseitigt.

Vor drei Tagen stand ich dann nach einem anstrengenden Arbeitstag abends um 19.00 Uhr vor meinem Auto, das mich auf einmal nicht mehr hineinlassen wollte. Obwohl ich den Funkschlüssel mehrfach bedient hatte, gingen nur die Fenster und das Schiebedach auf, die Türen ließen sich nicht öffnen. Bis ich letztlich auf die Idee kam, den versteckten Schlüssel zu benutzen, um überhaupt in den Wagen und dann ganz normal starten zu können, vergingen ein paar Minuten. An diese Möglichkeit hatte ich im ersten Augenblick gar nicht mehr gedacht.

Gut, dass ich für Freitag einen Termin in der Werkstatt zum Bremsenaustausch hatte, so konnte dieses Problem gleich mit überprüft werden. Gott sei Dank handelte es sich nur um eine defekte Sicherung, deren Austausch an Materialkosten rund 50 Cent verursachte, die Suche nach dem Schaden und der Tausch der Sicherung dann aber mit rund € 17,50 zu Buche schlug. Für den Austausch der Bremsscheiben vorne und aller Bremsbeläge musste ich rund € 390,00 berappen-

Ich kann leider nicht sagen, wie die Wartungsintervalle bei anderen Wagen dieser Altersklasse sind - bei diesem BMW ist kein Kundendienst mehr nötig, bei dem in der Werkstatt alles überprüft wird. Hier ist es so, dass nach ca. 30.000 km, der erste Ölwechsel fällig war, einige Tausend Kilometer später werden dann die Bremsen überprüft. Nach einigen weiteren Tausend Kilometern werden dann weitere Funktionen zur Überprüfung oder zum Austausch fällig.

Auf die jeweiligen anstehenden Werkstattbesuche wird man von der elektronischen Anzeige hingewiesen. Welche Überprüfung oder Reparatur ansteht, kann man durch Drücken von verschiedenen Tastern und Hebel herausfinden (wenn man es bis zum nächsten Mal wieder vergisst, wie es mir immer geht).

Ich muss sagen, das ich das Verfahren etwas lästig empfinde und glaube, dass diese Art von Kundendienst unterm Strich für den Kunden kostenintensiver ist. Früher wurde ein Kundendienst gemacht, bei dem alles überprüft wurde, dann war wieder für eine gewisse Zeit ruhe.

Kürzlich hatte ich noch ein anderes, eigentlich nur ganz kleines Problem, das sich für mich irgendwie zum Ärgernis auswuchs:
Bei meiner Xenon-Beleuchtung ist das Standlicht auf einer Seite ausgefallen. Für Kleinigkeiten gehe ich immer zu einer befreundeten Werkstatt – dazu gehörte früher auch ein Wechsel der Beleuchtung oder ein Glasschaden. Also dachte ich, ein Wechsel dieses kleinen Lämpchens stellt kein Problem dar. 10 Minuten Arbeit und ich bin wieder weg. Von wegen! Mein Bekannter konnte den Wechsel auf die Schnelle nicht vornehmen, da er ausgebucht war und das bei diesem Modell offensichtlich etwas komplizierter ist – man kommt nämlich von innen nicht an die Birnen. Also machte ich mich zwei Tage später auf den Weg in die Vertragswerkstatt, und hoffte, dass dort mein Problem sehr schnell behoben wird. Tja, ich saß dann fast zweieinhalb Stunden bei den mir angebotenen Getränken, bis dieses kleine Lämpchen gewechselt werden konnte.

Wie bitte kann man Autos entwickeln und bauen, bei denen für einen einfachen Beleuchtungswechsel der komplette Scheinwerfer demontiert werden muss? Noch schlimmer – es gibt auch Fahrzeuge, die müssen für einen solchen Wechsel mindestens einen halben Tag in die Werkstatt, da die komplette Stoßstange demontiert werden muss um den Scheinwerfer auszubauen. Das ist ja richtig effektiv und macht wirklich Sinn – die Entwicklung macht Fortschritte!! Da habe ich ja noch richtig Glück gehabt, dass ich für den Wechsel des Lämpchens nur rund € 80,00 berappen durfte! Mann, war ich geladen.

Was nutzt mir im europäischen Ausland ein Satz Ersatzbirnen, den ich z.B. in Tschechien zwingend dabei haben muss, wenn ich im Fall der Fälle gar nicht selbst Hand anlegen kann??

Da hat sich ja die Entwicklungsabteilung richtig Gedanken gemacht – ich bin echt begeistert!!

Unabhängig davon, das war in vier Jahren wirklich das erste Erlebnis mit dem Wagen, das mich so richtig auf die Palme brachte. An die Werkstattbesuche für einzelne Arbeiten gewöhnt man sich, schließlich braucht man einen Ölwechsel heutzutage nur noch ca. alle 30.000 Kilometer und nicht wie früher alle 5.000 bis 10.000 km. Und auch die Bremsen brauchen nur alle 40.000 bis 50.000 Kilometer gewechselt werden.

Resumee:

Es ist wirklich so, dass es zu jeder Zeit Spaß macht, mit dem Wagen generell und auch auf kurvigen Straßen unterwegs zu sein. Er ist bequem, spritzig, liegt trotzdem gut auf der Straße und ist für die Motorleistung recht sparsam Hier stimmt der Slogan "Aus Freude am Fahren" wirklich.

Trotzdem gibt es ein Problem: Mit diesem Fahrzeug bemerkt man sehr oft nicht, dass man die zulässige Höchstgeschwindigkeit bereits überschritten hat. Wenn man am Straßenrand die Kombis mit den dunklen Scheiben stehen sieht, ist es meistens schon zu spät. Dann kann man sich über ein mehr oder minder gutes Passfoto frei Haus freuen. - Also am Besten trotz allen Spasses und aller Freude die Verkehrsregeln einhalten.

Ich kann für dieses Modell auf jeden Fall eine Kaufempfehlung alleine wegen des relativ geringen Spritverbrauches bei hoher Motorleistung aussprechen und vergebe vier Sterne. Außergewöhnliche Reparaturen sind in der ganzen Zeit nicht angefallen, deshalb ziehe ich nur einen Stern für den exorbitant hohen Grundpreis von zwischenzeitlich Euro 34.300,00 und die teilweise überzogenen Preise für diverse Sonderausstattungen ab.

Man darf allerdings nicht vergessen, dass es sich hierbei um ein Fahrzeug "Made in Germany" handelt und die Marke einen hohen Erkennungswert sowie einen relativ hohen Wiederverkaufswert hat.

Leider ist es ja bei jedem Neufahrzeug so, dass der Käufer, sobald er mit seinem neuen Wagen beim Händler von Hof fährt um rund ¼ des Kaufpreises ärmer ist (wenn nicht sogar mehr), da muss man noch nicht einmal viel gefahren sein.

Noch ein Tipp: Unter www.bmw.de kann man sich unter "Konfiguration" sein Wunschauto kostenmäßig (Listenpreise) berechnen lassen. Ob es beim Träumen und Wünschen bleibt, muss dann jeder für sich selbst entscheiden.


Falls jemandem der Bericht bekannt vorkommen sollte, ich schreibe auch bei yopi unter "lucky1965" und bei dooyoo unter "immomaus65".

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Sydneysider47

Sydneysider47

30.09.2012 00:48

Gratulation nachträglich zu diesem gelungenen Bericht und dem verdienten Diamanten! Ja, dass das Wechseln eines kleinen Birnchens gleich einen Riesenaufwand bedeutet, für den man mehrere Stunden Wartezeit in Kauf nehmen muss - und letztendlich viel Geld los ist, ist unterdessen bei vielen Fahrzeugen so... Dass ein Auto einen 6. Gang haben kann, wusste ich auch noch nicht. Super geschrieben. Auch bei anderen schnellen Autos ist es leider so, dass man oft schneller fährt, als man sollte... Viele Grüße und bh!

Rolfo1

Rolfo1

21.10.2011 18:40

Wow, klasse! Hatte nie einen BMW, da ist mir in meinem Autoleben doch etwas entgangen, oder? LG

Dana16w

Dana16w

21.09.2011 12:19

bh

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  1. Sydneysider47
  2. Rolfo1
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