BMW 530d

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BMW 530d

obere Mittelklasse - Limousine - Diesel mehr

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1-6 von 39 Fahrberichten    
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Mamis Einkaufswagen
Erfahrungsbericht von dennis.irmscher über BMW 530d
05.03.2006


Fahrzeugbewertung des Autors:   


Pro: Sieht schön aus, fährt sich schön, ist schön verarbeitet, bietet schön viel Platz
Kontra: Ist auch schön teuer

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Fahrbericht

Da sich meine Mutter hier kürzlich über ihr Auto ausgelassen hat (http://www.ciao.de/BMW_530d_Limousine__Test_3064089), dachte ich mir, ich könnte mal einen "Gegenbericht" schreiben, da ich auch sehr oft ihr Auto bemühe, um "die Gegend unsicher zu machen". Also schildere ich mal meine Eindrücke…


Der Kauf

Eigentlich alles ein blöder Zufall. 2003 musste ein neues Auto her, der Bestand an Barem reichte für nichts luxuriöses, aber, gepriesen sei die Möglichkeit der Finanzierung, es wurde ein gebrauchter 5er Touring (sprich Kombi, aber das klingt ja unschön), Baujahr 1999 angeschafft. Ein knappes Jahr später, im August 2004 habe ich dann, man möge mir vergeben, das Auto "gegen eine Leitplanke gesetzt" (Was übrigens völlig unwahr ist, ich bin nur daran entlang gerutscht, außerdem ist mir meine Mutter eigentlich dankbar, auch wenn sie es niemals zugeben würde. Ohne mich würde sie immer noch mit der alten "Schüssel" fahren und die war grün, ganz scheußlich) :-). Wie dem auch sei, das Auto war hinüber.

Da dies unser letztes verbleibendes Auto gewesen war, musste schnell Ersatz beschafft werden. Geplant war eigentlich erneut ein gebrauchter 5er Touring, man muss ja auch an den Hund denken, welcher auch mal kutschiert werden will. Ein gebrauchter 5er fand sich auch sehr schnell, gerade mal ein Jahr alt, mit allem ausgestattet was das Herz begehrt. Schnell habe ich also meine Mutter zum Händler geschickt und, wie mir berichtet wurde, war sie auch ganz zufrieden mit dem Auto. Es war schon alles unter Dach und Fach, es war Samstagnachmittag, der Verkäufer packte seine Sachen zusammen und wollte schon nach Hause, da verharrte meine Mutter wie angewurzelt am Ausgang. Da stand er, der neue 5er. Sie guckte ihn an - und er guckte einfach nur zurück. Arrogant, überlegen, fast hämisch lächelnd, als würde er sich wie das schönste Auto der Welt fühlen. Der Verkäufer erkannte schnell die Gunst der Stunde, war ein neuer 5er für wenigstens gute 40.000 € doch allemal besser als ein gebrauchter für "schlappe" 26.000 €. Der Hund war schnell vergessen, die Limousine guckte halt viel schöner und irgendwie würde der auch auf der Rückbank Platz finden.

"Eigentlich ist er ja viel zu teuer, aber"… man kann ihn ja leasen, das kostet für Firmenkunden gar nicht viel. Die Entscheidung war damit gefallen. Nach ihrer Rückkehr vom Händler verkündete sie mir freudestrahlend ihre Entscheidung, nur am Rande sei bemerkt, das Hauptargument war "der hat so geguckt", dicht gefolgt von der Flosse am Dachende, unter welcher sich diverse Antennen verstecken. Wenn doch nur alle Kaufentscheidungen auf dieses Argument reduzieren würden, was würde die Wirtschaft florieren.

Aber zurück zum Thema. Wie schon gesagt, es musste schnell gehen. Nach Rücksprache mit dem Händler wurde uns angeraten, unsere Wunschausstattung zusammenzustellen. Er würde dann nachschauen, was gerade an Autos da wäre und was dem am nächsten kommen würde. Gesagt, getan, am Wochenende wurde also das Auto zusammengestellt. Die Aufpreisliste war schier endlos, das Portemonnaie leider nicht, Leasing hin oder her. Also wurde sich auf "Nötigste" beschränkt, unnötig zu erwähnen, dass trotzdem rund 20.000 € an Extras dazu kamen, adaptives Kurvenlicht ist halt unverzichtbar…

Warum bei dem Grundpreis trotzdem 70 € für Getränkehalter in der Aufpreisliste auftauchten, wurde nicht verraten. Vielleicht wird dann noch eine Falsche Champagner mitgeliefert? Wir verzichteten dankend.

Der Händler schickte gleich am Montag ein Angebot und siehe da, das angebotene Fahrzeug entsprach fast genau unseren Vorstellungen. Nein, Moment, es entsprach haargenau unseren Vorstellungen. Das Glück war nicht ganz so groß, als uns mitgeteilt wurde, dass das Auto so noch gebaut werden müsse. Lieferzeit sechs bis sieben Wochen. Schön und gut, aber der Mietwagen, welcher vom ADAC bezahlt wurde, musste in drei Tagen wieder abgegeben werden. Auch dafür hatte der findige Verkäufer schon eine Lösung parat: ein Mietwagen für Kunden von BMW, zu einem unschlagbaren Preis. Toller Service, das muss ich den Bayern lassen.


Der erste Eindruck

Gefahren wurde solch ein 5er bislang allerdings noch von keinem von uns. Es war vielmehr ein "Blindkauf". Was soll ich sagen, er guckte eben. Frauen… Es ist Oktober, da ist er, der lang ersehnt Anruf, eine Woche früher als geplant. Der Mietwagen kommt zurück zum Händler, das nagelneue Auto mit dem ach so tollen Blick in die heimische Garage.

Da steht er nun. Tiefschwarz lackiert. Beiges Leder. Dunkles Wurzelholz. Ich frage gar nicht erst und bemühe ihn zu einer Ausfahrt, einen eigenen Schlüssel, dessen Akku während der Fahrt übrigens stetig geladen wird, habe ich mir so oder so schon gesichert, ich habe mir auch fest vorgenommen, das Auto ganz zu lassen.


Die inneren Werte

Beim Aufschließen leuchten mir zunächst kleine Lampen in den Außenspiegeln den Weg aus, wer will auch schon vor dem Einstieg in einer Pfütze landen. Nachdem ich im einladenden Ledersitz versunken bin, studiere ich erstmal das Interieur. Alles wirkt aufgeräumt, alles ist da wo man es erwartet. Naja, nicht wirklich alles. Das Radio besteht aus gerade einmal vier spärlichen Knöpfen, die Klimaanlage bietet auch nicht viel mehr, kein Display weit und breit. Gut, erstmal stellen wir den Sitz ein. Zwei Knöpfe an seiner Seite lassen ihn mit leisem Surren in die gewünschte Position gleiten, sogar die Kopfstütze ist elektrisch. Sogleich folgen die Außenspiegel und das Lenkrad. Huch, kein Hebel fürs Lenkrad zu finden. Wie konnte ich nur, das ist natürlich auch elektrisch verstellbar und schiebt sich mittels eines kleinen Schalters an der Seite in die richtige Höhe und Tiefe. Einzig und allein der Innenspiegel muss von Hand verstellt werden, was für eine Schlamperei.

Alles sehr schön, aber was ist nun mit dem verflixten Radio. Ich schalte also erstmal die Zündung ein, der große Bildschirm oben in der Mittelkonsole leuchtet auf. Kommunikation, Navigation, Entertainment, Klima erscheint da. Schöne neue Automobilwelt. Ich war schon vorgewarnt, das Ganze sollte mit Hilfe des Drehknopfes vom Durchmesser einer stattlichen Orange vor der Armauflage bedient werden. Also gut, wie bekomme ich wohl das Radio eingeschaltet. Ich drehe wie wild an dem für ein Auto überdimensional wirkenden Knopf, Entertainment habe ich als Ziel meiner Wahl ausgemacht. Reaktion: Null. Hhhmmm… man muss den Knopf in die gewünschte Richtung schieben. Gebrauchsanweisungsmuffel wie ich haben es eben nicht leicht.

Sieben Schalter in einem, klingt komisch, is aber so. Und praktisch ist es tatsächlich auch noch. Also navigiere ich erstmal durch die Menüs, das Prinzip leuchtet mir schnell ein und auch wenn ich langsam nicht mehr weiß, ob ich am heimischen Computer oder immer noch im Auto sitze, finde ich mich schnell zurecht. Alles ganz logisch aufgebaut. Übrigens, iDrive, so heißt das Ganze, ist Microsoft Windows powered, abgestürzt ist es aber noch nie, falls sich das jetzt jemand fragt.

Stattdessen erweist sich als äußerst vielfältig. Nicht nur, dass sich dort das Radio sehr komfortabel steuern lässt, indem sämtliche Sender im Empfangsbereich übersichtlich angezeigt und danach sortiert werden, wie oft man welchen Sender hört, nein auch das Navigationssystem peilt schnell das gewünschte Ziel an. Auf Wunsch werden mir auch die Staus in der näheren Umgebung gezeigt. Unter dem Menüpunkt "Kommunikation" verbirgt sich die Bluetooth-Freisprecheinrichtung. Schnell habe ich mein Handy und das Auto miteinander bekannt gemacht, kurze Zeit drauf erscheint mein gesamtes Adressbuch auf dem Bildschirm. Anrufe können bequem von hier aus angenommen werden, in weiteren Menüs verbergen sich die gewählten Nummern und die angenommenen Anrufe. Alle Passagiere können so mittels vier Richtmikrofonen im Dachhimmel bequem telefonieren, was auch erstaunlich gut funktioniert. Allerdings muss man die Stimme etwas erheben, um verstanden zu werden, "der Andere" wird klar und verständlich über die Bordlautsprecher wiedergegeben.

Der Menüpunkt "Klima" erweist sich indes zwar nicht als unpraktisch, benutzen tut man ihn aber eher nicht. Dort lässt sich vornehmlich die Verteilung der Luft regeln. Das macht das Auto nach Betätigung des gleichnamigen Schalters an der Klimaanlage allerdings ganz von alleine. Wer will kann hier auch noch die Verteilung der Sitzheizung und die Intensität des Automatikprogramms regeln. Fehlt eigentlich nur noch eine Kaffeemaschine, welche ich leider auch nach intensivem Suchen nicht finden kann.

Ein weiteres Menü namens "Service" zeigt äußerst übersichtlich die als nächstes anstehenden Wartungen an, vom Ölwechsel über TÜV/ASU bis hin zu den Bremsbelägen wird mir genau angezeigt, wann das Auto gerne zurück in die Werkstatt möchte. Des Weiteren lassen sich lauter Kleinigkeiten einstellen. Soll nur einmal oder dreimal geblinkt werden, sollen sich Sitz, Lenkrad und Außenspiegel beim Aufschließen, Öffnen der Tür oder gar nicht auf die von mir zuletzt gewählte Position einstellen (das Auto merkt sich das Anhand des verwendeten Schlüssels), sollen die Blinker beim Auf- und Zuschließen blinken oder nicht. Die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt.


Die erste Fahrt

Genug rumgespielt, will ich doch langsam herausfinden, ob ich wirklich in einem Auto oder nur in einem Computer mit Rädern sitze. Ich drehe den Zündschlüssel herum, nichts passiert. Mein erster Blick fällt auf das Display, kein schwerer Ausnahmefehler OE, Windows war es also schon mal nicht. Probieren wir es einfach noch einmal. Bling: "Bitte Bremse treten". Natürlich, Automatik, danke für die Erinnerung. Nun startet der Motor mit leisem Brummen.

Ich stelle erstmal die Automatik auf "R", das Einzigste was ich von meinem manuellen Getriebe kenne. Sogleich schallt mir von vorn ein lautstarkes Piepen entgegen. Auf dem Bildschirm erscheinen die Umrisse das Autos von Oben aus gesehen, sowie davor und dahinter sechzehn Felder, gegliedert in jeweils vier Reihen. Das scheint die Einparkhilfe zu sein, die Garage vor dem Auto ist ihr wohl zu nah gekommen. Die Lautstärke lässt sich mit Hilfe des Reglers am Radio etwas reduzieren, damit mein Trommelfell wenigstens nächstes Mal nicht so sehr strapaziert wird (Auch die Lautstärke der Navigationsanweisungen kann so angepasst werden, allerdings nur während diese gerade ausgegeben werden). Was soll's, ich will ja auch zurück, das langsam unerträgliche Piepen hört endlich auf. Geschafft. Ich habe es fertig gebracht dieses rollende Hightech-Instrument auf öffentliche Verkehrswege zu befördern.

Getriebe auf "D" und los geht's. Langsam setzt sich der Koloss in Bewegung, leicht tippe ich mit dem Fuß aufs Gas. Nun gut, leicht für die Verhältnisse meines mir bekannten Minis, dem BMW scheint dieses "Leicht" Signal genug zu sein, einen Satz nach vorn zu machen. Zum Glück war nichts im Weg und ich schleiche erstmal weiter, immerhin habe ich ja nichtmals gefragt und für die erste Beule will ich ganz sicher nicht verantwortlich sein.

Der Regensensor wischt exakt im richtigen Moment das Wasser von der Windschutzscheibe, das Licht wurde mittlerweile von einem weiteren Sensor eingeschaltet. Langsam fühle ich mich unterfordert, wer fährt denn jetzt eigentlich?

Nach wenigen Kurven, welche dank Kurvenlicht immer perfekt ausgeleuchtet werden, findet sich die erste Gerade. Na dann… ich trete das Gaspedal bis zum Anschlag, die Automatik reagiert sofort und schaltet in den kleinstmöglichen Gang. Ich werde in den Sitz gepresst und frage mich ernsthaft, ob ich noch in einem Auto oder einer startenden Linienmaschine sitze. Der Motor brummt voller Elan in Richtung des roten Bereichs auf dem Drehzahlmesser, die Tachonadel schnellt in mir unbekannter Geschwindigkeit auf über 120 km/h. Zwischenzeitlich versuche ich mein Erinnerungsvermögen zu beanspruchen, kann aber nichts finden, was widerlegen würde, dass meine Mutter einen Diesel bestellt hat. Die nächste Kurve ist nun nicht mehr weit und kommt bedrohlich schnell näher. Ich steige in die Eisen, zu stark wie ich leider zu spät feststelle. Der Gurt bewahrt mich vor näherer Bekanntschaft mit dem Lenkrad, welches sich von dieser Aktion völlig unbeeindruckt zeigt. Das Auto folgt weiterhin brav meinen Lenkbefehlen und behält seinen Unmut über mein zu gut gemeintes Bremsmanöver für sich.

Ohne dass es mir auffällt, rase ich förmlich durch die Kurve, "gefühlte" 20 km/h, über 50 km/h "fühlt" der Tacho. Der Sitz hält mich fest, das Auto zeigt sich immer noch unbeeindruckt und gleitet wie auf Schienen durch die Kurve.

Mir steht der Angstschweiß auf der Stirn.

Ich halte am Straßenrand an, steige erstmal aus und rauche eine Zigarette. Was für ein schönes Auto, denke ich mir. Meine Mutter hatte schon Recht, es guckt. Aber auch der Innenraum ist eine Wonne. Die perfekt verarbeiteten, hochwertig gewählten Materialen, nichts wirkt auch nur im Entferntesten billig, besser als jedes Wohnzimmer, welches je von meinen Augen erspäht wurde. Das Design sucht seines Gleichen und ich darf damit fahren. Was für ein Glück mir doch zu Teil wird. Ich fühle mich wie was Besseres.

Ich starte den Motor wieder, das Navigationssystem fragt sogleich, ob ich die "Zielführung" fortsetzen will. Langsam gewöhne ich mich an die nahezu brachiale Gewalt der 218 PS und 500 Nm, welche sich hinter dem Gaspedal verbergen. Langsam gewöhne ich mich auch daran, dass "Windgeräusche" dem Auto ein Fremdwort zu sein scheint, dass die Stoßdämpfer die Straße vor mir glatt bügeln, komme was wolle, dass ich mindestens doppelt so schnell bin, wie es mir vorkommt.


Die Autobahn…

…kommt näher. Auf der Beschleunigungsspur bewege ich das Gaspedal wieder in Richtung Teppich, so hab ich's in der Fahrschule gelernt. Wieder folgt der Motor meinem Wunsch und beschleunigt in Windeseile auf 160 km/h, zwei LKWs lasse ich derweil hinter mir und kann ungehindert "einfädeln". Kein anderer weit und breit, schauen wir mal, wie weit wir kommen. Bei 230 km/h meldet sich der Angstschweiß zurück, ich gehe vom Gas und stelle den Tempomat auf 160. Von der Geschwindigkeit merke ich nichts, das Auto gleitet förmlich dahin. Ich lehne mich zurück und genieße die Fahrt.

Die nächste Gerade naht. Ich will es noch einmal wissen und gebe Gas. Die Tachonadel schnellt erneut die Skala entlang. Bei 260 km/h wird dem Vortrieb genau so wie der Skala des Tachos endlich ein Ende gesetzt. Die Geräuschentwicklung lässt davon nichts erahnen, ebenso wenig wie das Fahrverhalten. Stur wird jedem Lenkbefehl gefolgt. Genug Geschwindigkeitsrausch für einen Tag, ich schalte den Tempomat wieder ein.

Schon fast gelangweit gleite ich nun wieder über die Autobahn, als mich ein freundlich klingender Signalton aus dem Autohimmel auf den Boden des Straßenverkehrs holt: "In 5 km Entfernung Gefahr durch Personen auf der Fahrbahn". Wo war noch mal die Kaffeemaschine? Die Personen stehen etwa 5,5 km weiter am Fahrbahnrand bei einem liegen gebliebenen Auto. Ich bin erneut beeindruckt, auch wenn die Kaffeemaschine immer noch nicht zu finden ist.


Platz da, ich komme!

Runter von der Autobahn führt mich mein Weg weiter in die Innenstadt. Hier wird es erstmal wirklich schwierig. Nach jeder Ampel wundere ich mich zunächst, warum der neben mir jetzt schon 500 Meter hinter mir ist. Es erfordert viel Gefühl "normal" anzufahren und das Gas so fein zu dosieren, dass man nicht gleich auf 80 km/h schnellt. Auch diese Lektion sollte ich schließlich begreifen. Ich fühle mich immer noch wie was Besseres.

Und welch Wunder, nachdem mich das Navigationssystem vorbei an bösen Menschen auf der Fahrbahn sicher zum Ziel gelotst hat, finde ich doch tatsächlich einen Parkplatz. Jetzt muss ich nur noch dieses Monstrum darein kriegen (Wie in einem anderen Bericht bereits erwähnt, das ist so ziemlich das Letzte was ich kann). Die Einparkhilfe unterstützt mich zwar nach bestem Wissen und Gewissen, sogar der rechte Spiegel fährt nach unten, damit ich die Bordsteinkante erspähen kann, aber meinem Untalent kann all das leider auch nicht weiterhelfen. Nach mehreren erfolglosen Versuchen und immer längeren Gesichtern der Passagiere im Auto hinter mir gebe ich entnervt auf und steuere das nächste Parkhaus an. Meinem Irrglauben, etwas Besseres zu sein, wurde damit wenigstens schnell Abhilfe geschaffen.

Wohl mit der dümmste Fehler, der mir je unterlaufen ist. Das Auto passt kaum durch die engen Kurven, nur mit Mühe, viel Geduld, mehrmaligem Zurücksetzen und erneut Angstschweiß auf meiner Stirn komme ich aufs erste Parkdeck, welches, um mein Glück perfekt zu machen, auch noch voll ist. Um mich nicht endlos dieser Tortur zu unterziehen, bei dem Versuch die nächste Ebene zu erreichen, entscheide ich mich, das Parkhaus wieder zu verlassen. Also das Ganze noch einmal nach unten. Ein Taschentuchspender ist nicht zu finden, der Angstschweiß bildet sich, wieder auf der Straße angekommen, langsam zurück.

In einem anderen, bedeutend größeren und bedeutend teureren Parkhaus (2,50 € die Stunde, teurer habe ich wohl noch nie geparkt) werde ich schließlich fündig, eine meinem Talent gerechte Rampe. Auch die Parkplätze sind großzügig bemessen, nach geglücktem Manöver schmiegen sich die Außenspiegel mit leisem Surren an die Türen. Das Lenkrad fährt nach oben, um mir den Ausstieg nicht unnötig zu erschweren. Auf Wunsch bleiben die Scheinwerfer noch eine Weile an, um mir den Weg zu weisen. Noch ein paar nette Spielereien, aber für die Gebühren ist das Parkhaus ja wenigstens hell erleuchtet.

Die Verbrauchsanzeige meldet mittlerweile 9 Liter, was mir trotz meiner teils flotteren Fahrweise als recht gering erscheint. Wer lange Autobahnfahrten hinter sich bringt und dabei gemächlich fährt, kommt auch mit 7 Litern hin, wer hingegen schnell unterwegs ist, treibt den Verbrauch auch schon mal auf 13 Liter.

Ich bin erleichtert. Das Auto steht sicher auf seinem Parkplatz, guckt immer noch und hat keine Schramme abbekommen. Ob meine Mutter wohl trotzdem sauer werden würde?

Um es nicht unnötig spannend zu gestalten… JA! Die Details erspare ich euch mal, glücklicherweise war es schnell wieder vergessen.

Zum guten Schluss muss ich noch etwas wehleidig werden. Stellt dieses Fahrzeug doch beinahe die Endstufe der Automobilbaukunst dar (entsprechende Vergleiche nach oben hin fehlen mir jetzt leider), so stellt es auch das Alltagsauto meiner Mutter dar (da fehlt mir leider kein Vergleich) :-( , welche tagtäglich meine kleinen Geschwister durch die Gegend kutschiert. Die degradiert die Türablagen zu Mülleimern, das Wort "Waschanlage" ist ihr ein Fremdwort und die Farbe der ursprünglich beigen Fußmatten ist nicht mehr wirklich zu erkennen (Wobei ich auch zugeben muss, dass beige Fußmatten so ziemlich das letzte wären, was ich in ein Auto legen würde. Ob ich die Fußabtreter vor den Türen in der Aufpreisliste übersehen habe?). Das Beste sollte noch kommen, als sie eine Tafel Schokolade mit Kirschfüllung im Auto liegen ließ. Die Sonne tat ihr Übriges, die Füllung ergoss sich über die halbe Armauflage mit ihren diversen Ablagen und dem Menüknopf des iDrive-Systems. Trotz intensiver Bemühungen meinerseits, lässt sich dieser auch heute nur noch mit Mühen drücken. Ich überlegen ernsthaft, den Produzenten der Schokolade anzuschreiben, ob er die Füllung nicht als Klebstoff auf den Markt bringen will.

Schrammen gibt's natürlich auch schon jede Menge. Vor allem das Kräftemessen mit dem Betonpfeiler werde ich wohl nie verstehen, wofür hat man eine Einparkhilfe? Dafür konnte meine Mutter natürlich genau so wenig, wie für die Schramme, welche Sie mit Hilfe einer kleinen Mauer in den Lack gefräst hat. Die Einparkhilfe hat diese nicht gemeldet und ein anderer Verkehrsteilnehmer habe ihr den Weg versperrt...
Die Reparaturen sind natürlich nicht billig, eine neue Stoßstange schlägt mit etwa 700 - 1000 € zu Buche.

Wer Inspektionen oder ähnliches gerne einmal vergessen will, ist hier eindeutig falsch bedient. Sofern etwas fällig ist, wird einem dies mit penetranten Meldungen im Bildschirm und im Armaturenbrett, sowie einem Warnton mitgeteilt. Gleiches passiert übrigens, wenn die Außentemperatur unter 3 °C sinkt, jemand nicht angeschnallt ist, zu wenig Kühlmittel im Tank ist, das Scheibenwischwasser sich dem Ende neigt, der Reifendruck zu niedrig ist, eine Glühbirne defekt ist oder das Auto heute eigentlich keine Lust hat, sich zu bewegen. Sprich, es hat immer was zu meckern.


Fazit

Jetzt versuche ich mal etwas objektiver zu werden. Abgesehen davon, dass das Auto ständig von meiner Mutter eingesaut wird, ist es in meinen Augen schlichtweg perfekt. Bislang konnte ich, abgesehen von den Preisen, nichts finden, was mich auch nur im Geringsten stören würde. Jedes noch so kleine Detail ist durchdacht, der Motor geht geräuscharm, aber durchzugsstark ans Werk, kann aber genau so gut sanft, souverän und unaufdringlich für Vortrieb sorgen, wenn man sich erst einmal an ihn gewöhnt hat. Das Fahrwerk ist die vollkommene Symbiose zwischen Fahreigenschaften und Fahrkomfort, so merkt man in einer Kurve weder etwas vom stattlichen Gewicht (nicht meinem, dem vom Auto), noch von jeglichen Bodenunebenheiten. Das Platzangebot scheint unendlich, auch bei großen Personen auf den Vordersitzen ist man hinten immer noch bequem untergebracht. Der Kofferraum (lässt sich übrigens per Fernbedienung öffnen, meine Mutter erschreckt damit immer gerne kleine Kinder auf dem Supermarktparkplatz) bietet jede Menge Platz, auch wenn darin immer viel Müll durch die Gegend gefahren wird. Aber ich wollte ja jetzt objektiv bleiben. Auch an die Dimensionen hat man sich schnell gewöhnt, nach dem ersten Mal versucht man eben gar nicht erst, sich in ein zu kleines Parkhaus zu quetschen.

Wie schon gesagt, ich kann einfach nichts bemängeln. Nur die Preise sind wirklich gepfeffert. Bei etwa 43.000 € geht's los, damit ist das Auto aber noch ziemlich nackt, selbst eine Alarmanlage fehlt noch und die sollte bei der Summe nicht fehlen. Wer die Aufpreisliste ausschöpft, verdoppelt den Grundpreis noch einmal locker.

Nach dem Kauf kommen mit der Zeit natürlich noch etliche Kosten auf einen zu. Die Versicherung summiert sich auf circa 1260 € im Jahr (ist direkt bei BMW versichert, was natürlich günstiger ist), eine Inspektion kostet gut und gerne um die 600 €, allein ein neuer Satz Scheibenwischer schmälert das Portemonnaie um 50 €.

Wer es sich leisten kann, der wird mit dem Auto glücklich, Mülleimer in der Türen hin oder her. Bis heute habe ich es übrigens ganz gelassen, jeder Kratzer, jede Beule stammt von meiner Mutter. Welch Genugtuung für mein strapaziertes Ego :-)   

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...Erster Eindruck Vier Tage lang konnte ich einen 530d Automatic in der Stadt, auf Landstraßen und auf Autobahnen ausgiebig testen. Hier mein Testbericht. BMW besinnt sich wieder auf seine alten Tugenden. Innovationen, herausforderndes Design und viel ... Bericht lesen

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10.09.2003
Heizölrakete
Fahrzeugbewertung für BMW 530d von Zerni

Pro: Sehr kultivierter, kräftiger Motor; günstiger Verbrauch; tadelloses Fahrwerk; gute Verarbeitung; perfekte Ergonomie im Cockpit
Kontra: eingeschränkte Platzverhältnisse im Vergleich zur Konkurrenz (Mercedes, Volvo, Audi)

...Ich hatte wiederholt die Gelegenheit den BMW 530 d als Mietwagen über längere Strecken zu fahren. Um es gleich vorweg zu nehmen: Privat bin ich Mercedeslenker (und so wird´s auch bleiben) , habe mich aber schnell davon überzeugen lassen, dass auch die Mün ... Bericht lesen

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20.06.2002

Berichte die interessant sein könnten für BMW 530d    
Schön, schnell, sparsam und geräumig BMW 530d Touring (E61) Bj.05
Fahrzeugbewertung für BMW 530d touring von  loewenbaecker

Pro: Schnell und Sparsam
Kontra: Run Flat Reifen

...Nachfolgend soll es um den BMW 530D Touring (E61) Baujahr 2005 mit 231 PS und 3 Liter Turbodieselmotor 6 Zylindermotor gehen. Den Wagen habe ich mit 100 TKM im Jahre 2009 gekauft. Der Neupreis des Wagens lag so bei 57000 ?. Der Wagen hat ein Schaltgetriebe. Er hat ein paar Extras, die nicht zur Serienausstattung gehören. Welche das sind ist nicht so einfach zu beantworten, da man als Gebrauchtwagenkäufer nicht so recht weiß, was nun serienmäßig war und was der Erstbesitzer teuer extra bezahlen musste. Auf jeden Fall gehört aber das Navi Professional mit Kartendarstellung zu den Extras. Wohl auch die Xenonleuchten. Andere Extras stechen jetzt nicht so heraus. Vor diesem Auto bin ich jeweils neue BMW 316i mit 116 PS (E46) und 318i mit 129 PS (E90) Limousinen gefahren. Dieser Wagen ist jetzt also eine Nummer größer. Erster Eindruck... Bericht lesen

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01.01.1970
Hightech im 530d
Fahrzeugbewertung für BMW 530d touring von  slamdunk24

Pro: Fahrleistungen, Verbrauch, Technik
Kontra: I-Drive gewöhnungsbedürftig, Federung, Anschaffungspreis

...Letzten Sommer hatte ich die Möglichkeit über mehrere tausend Kilometer einen BMW 530d touring mit Automatik zu fahren. Zuallererst: dieses Auto zu fahren ist ein Genuss. Aber dazu jetzt genaueres: Fahrleistungen Der 3 Liter Dieselmotor hat 231 PS und 500 NM Drehmoment sind ein Wort. In wirklich jeder Situation hat das Auto genügend Leistung. Wir waren damit in Italien und sind Passstraßen durch Östereich gefahren und ich könnte mir dafür wirklich kein besseres Fahrzeug vorstellen. Die 6-Gangautomatik arbeitet perfekt und schaltet ohne merklichen Gangwechsel, es sei denn man legt es auf einen Kickdown an - dann schaltet sie schon mal mehrere Gänge zurück und Überholvorgänge sind innerhalb weniger Sekunden abgeschlossen. Die Höchstgeschwindigkeit ist mit 242 km/h angegeben und die Beschleunigung mit 7,0 s von 0 auf 100. Beides... Bericht lesen

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01.01.1970
Fahrspaß garantiert...oder zumindest gewährleistet
Fahrzeugbewertung für BMW 530d touring von  Vermithrax

Pro: Verbrauch, Platz, Kofferraum, Komfort
Kontra: Einstieg, Preis, keine Garantie

...Hallo, heute schreibe ich über den im März 2007 facegelifteten BMW 530xd Touring (das x vor dem d seht für ,,x-drive", BMW's intelligentes Allradsystem). Unter dem Motto ,,effiziente Dynamik" brachten die Bayrischen Motoren Werke in diesem März den neuen Fünfer und das neue 3er Cabrio heraus. Effiziente Dynamik bedeutet im Detail gesehen Verbrauchs- und co²-Ausstoßverringerung. Dazu soll auch eine Leistungssteigerung stattfinden (Daher kommen übrigens auch die 14 Mehr-PS). Der Unterschied zum alten Fünfer ist im optischen Sinne nur minimal, denn neben der effizienten Dynamik wurden ledigdlich die Scheinwerfer und Rückleuchten in Klarglasoptik produziert, die Türverkleidungen sind zweifarbig geworden und das iDrive-system ist unkomplizierter geworden. Bevor ich mit dem eigentlichen Bericht anfange sind hier ein paar... Bericht lesen

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01.01.1970


BMW 530d touring

Haupteigenschaften

Serie: 5er

Leistung (kW): 173; 160

Leistung (PS): 235; 218

Hubraum (ccm): 2993

Türen: 4

Kraftstoff: Diesel

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Vergleichen Sie BMW 530d mit anderen ähnlichen BMW

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  • BMW 525i
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(*) Meinungen von Ciao Mitgliedern


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