Genußmittel wie der BMW Z3 sind nichts für Krämerseelen. Bei denen stets der spitze Bleistift hinterm Ohr klemmt. In Schmankerln wie dem weißblauen Roadster soll sich das Ohr nur auf wesentliche Dinge konzentrieren - den Klang des Motors etwa, oder die faszinierten Kommentare der Beifahrerin. Nur Krämerseelen denken da an Geld, aber Krämerseelen kommen nicht in solche Situationen. Doch a bisserl Geld ist schon hilfreich, denn geschenkt gibt es auch die bayerische Beauty aus amerikanischer Produktion nicht, auch wenn sich die Einsteigerversion relativ wohlfeil gibt. Für nachdrücklichen Vortrieb empfiehlt sich aber eher der Sechszylinder mit 2,8 Litern Hubraum und 492 PS, die mit sonorer Lässig-keit und gleichzeitig so kultiviert agieren, wie man das von einem BMW-Sechszylinder erwartet. Und wem das immer noch nicht reicht, der kann ja zur Topversion mit der bärenstarken M3-Maschine greifen. Die bringt auch das bessere, weil härter ab gestimmte Fahrwerk mit. Der Zwo-Achter und die Vierzylinder sind etwas komfortabler abgestimmt, was bei extremer Fahrweise natürlich zu Lasten der Fahrstabilität geht. Kritik muß man auch am unverstellbaren Lenkrad üben, das dazu für einen Roadster eindeutig zu groß ausgefallen ist. Feinde hat der schöne Bayer übrigens auch: "Wie kann Englands Top-Agent gegen das Böse kämpfen", klagte die englische Monatszeitschrift TopGear, ,,wenn er ein deutsches Auto fährt?" James Bond alias Pierce Brosnan lenkte in ,,Goldeneye" einen BMW Z3 - und keinen Aston Martin. Er wird schon gewußt haben, warum.
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