Z4 2,5i - eine Spaßmaschine in modernem Design
05.08.2006 (16.03.2007)
Pro:
Dynamik, Motorsound, Design, Fahrwerk, Kofferraum
Kontra:
Gurt, Preis, Verarbeitung
Empfehlenswert:
Ja
 Paddy73
Über sich:
Hallo.
Ich bin ein 73er Jahrgang und wohne im Großraum Trier. Stehe irgendwo kurz vor der Heirat mi...
Mitglied seit:31.07.2003
Erfahrungsberichte:3
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Hallo. Wir haben uns letztes Jahr bei Sixt einen Z4 2,2i ausgeliehen. Freunde haben gleichzeitig einen SLK 200 Kompressor ausgeliehen. Während der Z4 mächtig Spaß machte (der Slogan "Freude am Fahren" ist sehr zutreffend), machte der SLK doch einen zu gemütlichen Eindruck. Jedem das Seine aber für mich ist solch ein Auto ein Spaßauto und da darf die Emotion einfach nicht zu kurz kommen. Nach dem Wochenende stand fest: Unsere Garage kriegt einen zusätzlichen Bewohner! Wir haben uns schließlich einen Jahreswagen 2,5i zugelegt.
Technische Daten: Motor: 2,5l -192 PS Spitze 235 km/h - 0-100 in ca. 7 s, 5-Ganggetriebe Verbrauch 7,5-12,5 l/100km Ausstattung: sterlinggrau-metallic, Ablagenpaket, Blinker weiß, Xenon, Ledersitze mit Sitzheizung, Klimaautomatik, Außenspiegelpaket, automat. abbl. Spiegel, Openairpaket, M-Fahrwerk, M-135 Mischbereifung Nachgerüstet: Tempomat, Dachmodul
Das Fahrzeug In der Tat, das Design polarisiert. Der eine mag ihn, der andere findet ihn hässlich. Dazwischen gibts glaub ich nichts. Ich fand das Design atemberaubend, das Spiel aus konvexen und konkaven Flächen, gepaart mit daraus resultierenden Licht- und Schatteneffekten ist einfach ein gigantischer Geniestreich. Karosserie Tja, was soll man sagen, ein Roadster eben mit langer Schnauze, einem riesigen Motorraum, zwei kurz vor der Hinterachse platzierten Sitzen und einem Stoffverdeck. Der Kofferraum ist für die Fahrzeugklasse übrigens riesig, da das Verdeck durch die Z-Faltung im Kofferraum kaum Platz benötigt. Somit sind Großeinkäufe ebensowenig ein Problem wie Urlaubsfahrten.
Der Einstieg Und da geht es schon los, man schleift mitm Popo grundsätzlich über die lnke Sitzlehen, welche sich recht schnell abnutzt. BMW tauscht aber sehr kulant um. Dr Einstige führt nach unten, denn der Z4 ist kein Offroader. Im Inneren ein recht futuristisches aber etwas billig wirkendes Interieur mit recht wenigen Schaltern und Knöpfen, die sich auch meist von alleine erklären. Die Ablagemöglichkeiten sind begrenzt, ein Handschuhfach, das seinem Namen alle Ehre macht, eine Ablagebox zwischen den Sitzlehnen (wird kleiner, wenn man Wechsler oder Navi drin hat), sowie Ablagefächer in den Türen. Das Ablagenpaket bietet mit seinen 80€ Aufpreis nur eine paar Netze an der Rückenlehne sowie eins im Beifahrerfußraum und 2 ausfahrbare Getränkehalter. Wers mag... ich hab sie, ganz verkehrt ist es jedenfalls nicht. Die Netze sind nämlich prima, man kann Dokumente in der Rückenlehne ablegen und auch das Netz im Bf-Fußraum ist sehr praktisch. Die Cupholder sitzen unter den Lüftungsdüsen und können dadurch der Temeperatur entsprechend das Getränk kühlen/wärmen. Hat man Platz genommen, kann man den Sitz wie auch das Lenkrad horizontal und vertikal auf seine Bedürnisse einstellen. Dazu noch Lehne einstellen, Außenspiegel einstellen, anschnallen und Motor starten. Der erste Genuss: Der Motor brummt los...wow! ein richtig tiefbrummiges Grollen, dezent sportlich aber doch nicht übertrieben. Das macht Laune. Als erstes mal zur Mittelkonsole greifen und das Dach öffnen, natürlich elektrisch. Geht in knappen 10s und das ohne lästiges Riegelschieben, es geht vollautomatisch, lediglich der Knopf muß aus Sicherheitsgründen gehalten werden...naja... wer's mit einem kurzen Knopfdruck will, muß sich im Zubehör ein Zusatzmodul bestellen (Achtung, keine ABE). Ich hab das Modul und es funzt problemlos.
Die ersten Meter Also dann mal los. Der Motor fordert mich mit seinem Brummigen Sound zum Ausritt. Von unten heraus allerdings kommt erst mal wenig...als Alltags-Dieselfahrer ist man da schon überrascht. Das ändert sich aber rasch, sobal man die 2500 U/min überschritten hat. Dann wird der Reihensechser aber so richtig wach! Die Schaltung lässt sich präzise, kurz und knackig bedienen. Leider nur ein Fünfganggetriebe, das für lange Autobahnfahrten nicht sehr geeignet ist. Dafür kann man aber im 5. Gang Stadt, Land, Ortschaften fahren, ohne runterschalten zu müssen. Fahreindrücke Nach einigen Kilometern will ich nun doch mal wissen, was der "Zetti" so drauf hat und drehe den Motor mal weit aus. Wow, so ab 3500U/min geht dermaßen die Post ab, daß man ein wahres Kribbeln in den Bauch kriegt. Überholvorgänge können spielend vollzogen werden. Dynamik pur. Und dazu brummt der Reihensecher seine sportlich-dezente Meldie. Lupft man ein wenig das Gaspedal, ist zudem noch ein Blubbern im Endtopf zu vernehmen, ebenfalls in sportlich-dezenter Tonart...ein Gedicht! Wem die Leistung nicht reicht, kann mittels Sporttaste die Rekation des Gaspedals sowie der Lenkung etwas "empfindlicher" einstellen, die Rektion ist wesentlich direkter und agiler. Weitere Reserven lassen sich freigeben, wenn man von DSC(=ESP) auf DTC(=Traktionskontrolle) umschaltet oder gar das Sicherheitssystem ganz ausschaltet. Dann allerdings ist äußerste Vorsicht geboten, denn ohne Elektronik wird der eigentlich recht neutrale Wagen besonders im Regen schnell giftig! Zum Verbrauch kann ich nur sagen, daßich zufrieden bin. Sparsam krieg ich ihn unter die 8l-Marke, Extrem flott gefahren aber auch leicht über 12l/100km
Fahrwerk Mein Z4 hat ein M-Fahrwerk drin. Dadurch wird der Wagen sehr sportlich und hart, liegt jedoch noch deutlich vor der Schmerzgrenze. Durch die Runflat-Reifen (können mit Plattfuß noch bis zu 200km weitergefahren werden), die eine harte Flanke haben, wird der Wagen jedoch etwas zu spröde, normale Reifen bieten mehr Gefühl dür die Straße bei nicht weniger Gripverhalten. Der Spaß, den dieses M-Fahrwerk jedoch bietet ist fast schon als grenzenlos zu bezeichnen. Mit eingeschaltetem DSC braucht man fast nur noch Gas und Lenkung. Daher qualifiziert sich der Wagen insbesondere für ausgiebige Serpentinen- und Gebirgstouren aber auch als Rennwagen auf einem Rundkurs (z.B. Nordschleife)
Extras > Wer im Winter fahren will, sollte sich eine Klimaautomatik zulegen, ansonsten reicht die normale Klima völlig aus > Xenon ist beim Z4 Pflicht, die normale Beleuchtung ist nicht gerade der Brüller > weiße Blinker sind bei verschiedenen Wagenfarben schon sinnvoll, ist eben Geschmackssache > Das Sportlenkrad mit Multifunktion ist sehr zu empfehlen, ob es das M-Lenkrad sein soll, muß man selbst enstcheiden > Ledersitze sollte man sich zulegen, die teuere Ledervarainte ist ihr Geld wert, die Standardlederausstattung ist relativ emfpindlich. Sitzeheizung ist Pflicht, da insbeosndere in der Übergangszeit eine offene Ausfahrt mit Popoheizung problemlos möglich ist. > Außenspiegelpaket: über 200€ für ASP, die sich per Knopfdruck elektrisch anklappen lassen... wems das wert ist... > automatisch abblende Spiegel sind gewöhnungsbedürftig aber bieten späterhin einen seh hohen Fahrkomfort > Openairpaket-ein Muß, zeitweise (05-2005-09-2005) auch kostenlos im Angebot gewesen. Darin verbergen sich, Business CD-Radio mit Lautsprecherpaket (keine Openairbühne aber recht brauchbare Komponenten), Windschott, Hardtopvorbereitung, elektr. Verdeck) >M-Fahrwerk: Wers gern sportlicher hat, sollte es dazuordern. Ansonsten kann man auch nachträglich tieferlegen lassen. > Navi: Wenn, sollte man zum Professional-Navi greifen, da die Pfeilnavigation des Business-Navis nicht gerade der Brüller ist. > Tempomat habe ich nachgerüstet, um entspannter in Tempolimits fahren zu können > ISOFIX kann ich jedem empfehlen, der auch mal Nachwuchs mitnehmen will. Da sgeht nämlich dann mit jedem Sitz durch den abschaltbaren Beifahrerairbag. Nachteile: Der Z4 ist gut aber er hat auch seine Nachteile: > Preis- nicht gerade superbillig aber für einen Wagen dieses Formats sind 28.900 € Einstiegspreis (2.0 i) schon okay. > Gurtführung-Leider lassen sich die Gurte nicht einstellen. Sie nerven oft am Hals. > Qualität Ja, der Z4 ist eben kein Serienauto, das 100.000 mal im Monat verkauft wird, im Gegenteil-bis heute gibts davon vllt 150.000 Stück. Demenstprechend gibts diverse Kinderkrankheiten, die auch im 2006 erschienen Facelift nicht abgestellt wurden. Allerdings ist BMW sehr kulant, was die Beseitigung von Mängeln angeht. Allerdings ist die Verarbeitung des Z4 nicht unbedingt immer premiummäßig, so darf man sich nicht über nicht lackierte Haubeninnenfläche, wie Kofferrauminnendeckel, etc. wundern. Das wurde massivst gespart.
Service Es gibt solche und solche. Als Kunde der NL Saarlouis bin ich sehr zufrieden. Ich musste aber schon andere BMW-Häuser erleben, teils jensits der Schmerzgrenze. Fazit: Der Z4 ist eine gelungene Mischung aus Fahrspaß, Dynamik und Alltagstauglichkeit, sofern man nicht eine Familie zu transportieren hat. Das Fahrwerk grenzt schon an Kartfeeling.
Welchen Z4 man sich nun zulegt, hängt von den eigenen Bedürfnissen ab. Bei den Modellen bis 2005 sieht das so aus: Will man den Z4 nur fahren, reicht sicherlich schon der 2.0i (150PS), aber man darf hier keine Dynamik erwarten, dafür darf man sich über einen geringen Verbrauch freuen, denn der 2,0i hat ein 6-Ganggetriebe. Der 2,2i (170PS)mit fast gleicher Leistung ist doch etwas dynamischer zu bewegen und macht mehr Freude. Der 2,5i (192PS) bietet schon mehr Leistung, allerdings vermisst man hier wie beim 2,2i den 6.Gang auf der Autobahn, was sich in etwas höherem Verbauch bemerkbar macht. Der 3.0i hingegen mit 6-Gang macht mit seinen 231 Pferden richtig Laune. Die neuen Modelle ab 2006 heißen nun 2.0i (gleichgeblieben), 2,5i (177PS), 2,5is (218PS), 3.0i (265 PS) und bieten allesamt nun 6-Ganggebtriebe. Hinzu kommt der M-Roadster, welcher mit 343 PS allerdings ein wahrer Überflieger ist. -------------------------------------------- Nachtrag: Hallo, Möchte die Kritik von larshermanns zum Anlass nehmen, noch was zu den Kosten zu sagen. Die Versicherung ist relativ günstig. Bei 85% (Zweitwagen) und VK mit 500€ SB zahle ich gerade mal 450€ pro Halbjahr. Das ist in der Tat recht wenig, der Z4 ist mit HP13 und VK 22 recht günstig eingestuft. Die Steuern schlagen mit 170€ jährlich zu Buche. Nach ca. 24 TKM ist der erste Ölwechsel fällig (200€), bei 45TKM die erste Inspektion(~600€). Der Zeitpunkt wird vom Motormanagement ermittelt. Die Lebensdauer der Reifen dürfte je nach Fahrweise bei etwa 35-40 TKM liegen, wobei die 18" Reifen nicht gerade günstig sind (ca. 250-300€ pro Reifen). Als non-RFT etwas günstiger zu haben. Ein Ersatzrad ist übrigens nicht anBord, daher auch die RFT-Bereifung.
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20.02.2007 22:49
Hallo, Möchte die Kritik von larshermanns zum Anlass nehmen, noch was zu den Kosten zu sagen. Die Versicherung ist relativ günstig. Bei 85% (Zweitwagen) und VK mit 500€ SB zahle ich gerade mal 450€ pro Halbjahr. Das ist in der Tat recht wenig, der Z4 ist mit HP13 und VK 22 recht günstig eingestuft. Die Steuern schlagen mit 170€ jährlich zu Buche. Nach ca. 24 TKM ist der erste Ölwechsel fällig (200€), bei 45TKM die erste Inspektion(~600€). Der Zeitpunkt wird vom Motormanagement ermittelt. Die Lebensdauer der Reifen dürfte je nach Fahrweise bei etwa 35-40 TKM liegen, wobei die 18" Reifen nicht gerade günstig sind (ca. 250-300€ pro Reifen). Als non-RFT etwas günstiger zu haben. Ein Ersatzrad ist übrigens nicht anBord, daher auch die RFT-Bereifung.
05.08.2006 17:57
Jaja,beim nächsten Lotto-sechser.........
05.08.2006 15:10
Dafür, dass du den Wagen seit einem Jahr fährst, erfährt man nur sehr wenig über die wichtigen Infos, die wirklich von Interesse wären... Wie steht es mit den Unterhaltskosten? Versicherungseinstufung (bei einem Roadster wohl kaum preiswert)? Reparaturkosten (Inspektion, Reifen, ...)? Statt die alternativen Modelle aufzuzählen, hättest du dich besser etwas mehr auf die wichtigsten Details des von dir vorgestellten Wagens konzentriert. Komisch, dass dies außer mir keinem aufgefallen zu sein scheint...