Kultur-BWL in Mannheim, für alle, die mehr lernen wollen

4  19.06.2000

Pro:
Jobchancen

Kontra:
Lernaufwand

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Gesamteindruck der Schule:

Lehrniveau:

Qualität der Lehrkräfte:

Betreuung durch Lehrstühle:

mehr


Manuel

Über sich: (18.01.2010) Keine Sorge, es gibt mich immer noch :-)

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Dass die Mannheimer Uni gerade für BWL einen sehr guten Ruf hat, ist bekannt. Ob's stimmt, sei dahin gestellt. Wer aber mehr als Mikro- und Makroökonomie lernen will, sollte mal einen Blick auf das Angebot des Studiengangs "Kultur-BWL" riskieren. Eigentlich heißt es "Betriebswirtschaft mit Sprach- und kulturwissenschaftlichem Schwerpunkt", also kurz "Kultur-BWL".

Dieser spezielle Studienschwerpukt wird nur in Mannheim und Passau angeboten. Weitere spezialisierungsmöglichkeiten bietet z.B. die Uni Bayreuth (berufszielspezifische Fremdsprachenausbildung für Wirtschaftswissenschaftler), die Uni Oldenburg (dt.-frz. Diplomstudiengang in Oldenburg, Le Havre und Brest; Abschluss Diplomkaufmann/-frau mit juristischem Schwerpunkt), Passau (fachspezisische Fremdsprachenausbildung) und die Unis in Mannheim, Hamburg, Köln, Frankfurt/M., Passau bieten den Schwerpunkt Versicherungswirtschaft an. So, dies nur am Rande. Im folgenden geht es nur um Kultur-BWL in Mannheim.

Der Studiengang vereint "normales" BWL und Sprachwissenschaften ein. Das Verhältnis ist 80 % BWL und 20 % Sprache. Im Sprachteil lernt man die guten alten Dinge aus dem Englisch-Leistungskurs: Landeskunde, Literatur, sowie wirtschaftliche Fachbegriffe, Geographie, Geschichte und Wirtschafts- und Sozialstruktur. Ca. 10 Semesterwochenstunden muss ma alleine für den Sprachteil opfern. Man schließt als Diplom-Kaufmann/-frau ab, und der Vorteil gegenüber "normalem" BWL liegt auf der Hand: in unserer heutigen Zeit der zunehmenden Globalisierung sind Leute gefragt, die die Auslandsmärkte kennen und v.a. die Sprache. Zusammen mit dem ein oder anderen Auslandssemester hat man dann, nach Jahren der harten Arbeit (der Aufwand erhöht sich natürlich gegenüber purem BWL), beste Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Bewerbungsverfahren:
1.) Bewerbung bei der ZVS (Zentrale Vergabestelle für Studienplätze) für einen BWL-Platz in Mannheim, hierbei den Sonderantrag A ausfüllen (Ortsantrag aus wissenschaftlichen Gründen)
2.) Bewerbung bei der Uni Mannheim direkt für Kultur-BWL.

Man erhält den Platz für Kultur-BWL nur, wenn man von der ZVS überhaupt einen "normalen" BWL-Platz für Mannheim erhalten hat.
Es gibt nur noch ein Problem: es ist sehr schwierig, in "Kultur-BWL" reinzukommen. Denn die Anforderungen sind sehr hoch, man muss auf jeden Fall mind. "gute" Noten im Englsich-LK haben, am Besten noch weitere Sprachnachweise (Zertifikate), und die Bewerber werden von der Uni Mannheim sozusagen handverlesen. Man kann aber zu einem ca. 15minütigem Gespräch eingeladen werden, wobei man seinen Wunsch nach Kultur-BWL vorbringen kann.
Das weitere Problem: es gibt für jedes Erstsemester hunderte von Bewerber, und die Anzahl der Plätze pro Erstsemester sieht aus wie folgt:
- Amerikanisch/ Anglistik (50 Plätze)
- Französisch, Spanisch, Italienisch, Russisch (jeweils 15 Plätze)
- Japanisch (8 Plätze)
- Chinesisch auf Antrag mit Vorkenntnissen!

Fazit: eine Bewerbung würde ich für alle empfehlen, die sowieso in Mannheim oder Passau studieren wollen. Wer aber in einer anderen Stadt studieren will, ist bei Kultur-BWL eben an seinen Ortsantrag A gebunden, also wenn's nicht klappt, hat man gar nichts. Für alle anderen gilt, dass eine Bewerbung nicht viel kostet, und probieren geht über studieren!

Weitere Infos und Info-Material (für DM 5.-):

Universität Mannheim
Dekanat BWL
L5, 6
68131 Mannheim

Viel Spaß und viel Glück, ich selbst habe es nun auch versucht! *Manuel* ;-)

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