B 30 Biberach (Süd) - Baindt (Egelsee)

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B 30 Biberach (Süd) - Baindt (Egelsee)

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Höllenstraße in reizvoller Landschaft

1  16.03.2006

Pro:
Schöne Landschaft, kaum Baustellen

Kontra:
Überlastet, sehr hohe Unfallgefahr, viele Ortsdurchfahrten, sehr hügelig, kurvig und unübersichtlich, viele Überholverbote, hoher LKW Verkehr, gefährliche Einmündungen

Empfehlenswert: Nein 

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Über sich:

Mitglied seit:08.10.2005

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Vertrauende:3

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Die B 30 ist eine stark befahrene Bundesstraße in Nord-Süd-Richtung im Südosten Baden-Württembergs. Sie verbindet über eine Länge von circa 105 km die Großstadt Ulm über Laupheim, Biberach (Riß), Bad Waldsee und Ravensburg mit der Bodensee-, Luftfahrt- und Messestadt Friedrichshafen. Dieser Bericht bezieht sich ausschließlich auf den circa 30 km langen Abschnitt Biberach - Baindt, da die ganze Thematik den Rahmen des Themas um weites sprengen würde.


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2. ÜBERSICHT
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1. Einleitung
2. Übersicht
3. Verlauf
4. Dörfer und Städte
5. Geschichte
6. Bedeutung
7. Besonderheiten
8. Gefahrenstellen
9. Staus und Behinderungen
10. Unfälle
11. Notrufsäulen
12. Radarfallen und Kontrollen
13. Verkehrsaufkommen
14. Baustellen
15. Parkplätze
16. Tankstellen
17. Hotels und Gaststätten
18. Ausbauzustand
19. Straßenzustand
20. Fuß- und Radwege
21. Ausbaupläne
22. Landschaft
23. Zusammenfassung

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3. VERLAUF
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Die Bundesstraße 30 verläuft zunächst beginnend am Ausbauende der neuen, 2-bahnigen, B 30 ab Biberach (Riß) als 1-bahnige Schnellstraße vorbei an Ummendorf, Appendorf, Schweinhausen und Hochdorf nach Unteressendorf, wo sie in eine normale Bundesstraße übergeht. Unteressendorf wird noch knapp umfahren. Anschließend folgt mit Oberessendorf die erste Ortsdurchfahrt. Danach folgt sofort die Ortsdurchfahrt von Herbertshaus, in der keine Geschwindigkeitsbegrenzung gilt, obwohl Wohnhäuser zum Teil nur etwa 2 Meter von der Straße entfernt sind. Nach einer stärkeren S-Kurve geht die Straße vom Landkreis Biberach in den Landkreis Ravensburg über. Ab hier folgen nicht nur die Ortsdurchfahrten von Englerts, Schellenberg und Mattenhaus, die Straße führt dabei auch über zahlreiche Hügel mit unübersichtlichen Kurven. Bei Bad Walsee geht es zurück auf die bereits 1961 fertiggestellte 1-bahnige Schnellstraße, die Bad Waldsee im Osten umfährt. Von Oberessendorf bis Bad Waldsee Süd gilt, bis auf ein paar Ausnahmen strengstes Überholverbot, wodurch sich längere Fahrzeugschlangen hinter LKW bilden. Ab Bad Waldsee - Süd geht es wieder zurück auf die alte Strecke. Nun folgen die Ortsdurchfahrten von Gaisbeuren und Enzisreute. In Gaisbeuren stehen die einzigen Ampeln zwischen Ulm und Ravensburg, wodurch es hier in den Stoßzeiten immer zu Rückstaus kommt. Nach Enzisreute folgt eine sehr unübersichtliche, hügelige und kurvige Walddurchfahrt, auf der es häufig zu tödlichen Unfällen kommt. Schließlich geht es bei Baindt (Egelsee) wieder auf die 2-bahnige Neubaustrecke.


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4. DÖRFER UND STÄDTE
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OU = Ortsumgehung; OD = Ortsdurchfahrt


Dörfer und Städte entlang der B 30 von Nord nach Süd:

...
Biberach (Riß) (OU)
Ummendorf (OU)
Appendorf (OU)
Schweinhausen (OU)
Hochdorf (OU)
Unteressendorf (OU)
Oberessendorf (OD)
Herbertshaus (OD)
Englerts (OD)
Schellenberg (OD)
Mattenhaus (OD)
Bad Waldsee (OU)
Gaisbeuren (OD)
Enzisreute (OD)
...

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5. GESCHICHTE
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Bereits 3800 vor Christus führten erste Handelsbeziehungen über einen festen Pfad der in etwa auf der Strecke Biberach - Ravensburg verlief. Später bauten die Römer eine befestigte Straße, die zwischen 6 und 10 Meter breit war und heute noch teilweise erhalten ist. Diese verfiel allerdings wieder mit dem Rückzug der Römer. Zwischen 1300 und 1800 entwickelte sich Ravensburg zu einer bedeutenden Handelsmacht, so dass die Straße erheblich an Bedeutung gewann. Noch heute sind Überreste der damals aus Holzbohlen gefertigten Straße erhalten, in denen noch die Spuren der Ochsenkarren zu sehen sind. Mit dem Bau der Bahnlinie Ulm - Friedrichshafen im Jahre 1850 verlor die Straße wieder an Bedeutung. Als die Bahnlinie um 1900 2-gleisig ausgebaut wurde hatte die Straße praktisch keine Bedeutung mehr. Mit der zunehmenden Motorisierung zwischen 1918 und 1939 hob sich wieder die Bedeutung der damaligen Staatstraße 49, die 1934 von der Baulast Württembergs in die des Reiches überging und mit der Nummer 30 neu als Reichsstraße 30 neu nummeriert wurde. Mit der Einstellung aller Straßenbauarbeiten im Kriegsjahr 1942 fanden auch die Planungen der Reichsstädtelinie Heidenheim - Lindau (A 7) ein Ende. Erst Anfang der 60er Jahre wurde wieder über einen Ausbau der nun als Bundesstraße 30 geführten Straße nachgedacht. Dabei wurde wie unter Hitler zunächst in Betracht gezogen, die Bundesstraße zur Autobahn 7 auszubauen. Allerdings wurde dabei beachtet, dass auch die Bundesstraße 30 bereits 1957 für den Ausbau vorgesehen war, so dass die A 7 ins Illertal verlegt wurde. 1961 wurde nach 2-jähriger Bauzeit die Ortsumgehung von Bad Waldsee eröffnet. 1965 wird die Bundesstraße zwischen Biberach und Hochdorf als Umgehungsstraße neu gebaut. Mit der Aufstellung des Generalverkehrsplans (erster Bundesverkehrswegeplan) im Jahre 1970 wurde zum ersten mal der autobahnähnliche Ausbau der Bundesstraße angestrebt, allerdings nicht verwirklicht. 1978 wird die Bundesautobahn 89 geplant, die die B 30 ersetzen soll. Allerdings wird dieser Entwurf 1980 durch ein Gutachten wieder zu Nichte gemacht. Nach dem die Bundesstraße schließlich im Jahr 2000 aus dem Sonderausbauprogramm gestrichen wird, plant das Land Baden - Württemberg den 3-streifigen Ausbau zwischen Biberach und Oberessendorf. Bereits im September 2001 wird der erste 3-streifig ausgebaute Abschnitt bei Appendorf dem Verkehr übergeben weitere Abschnitte werden 2004 und 2005 fertiggestellt. 2004 erlangt der neue Bundesverkehrswegeplan Rechtskraft, in dem die B 30 im weiteren Bedarf eingestuft wird, was soviel heißt, wie scheint wichtig zu sein, wird aber nicht gebaut. Durch die Einführung der LKW Maut im Januar 2005 nimmt der Schwerlastverkehr schließlich auf der Bundesstraße so sehr zu, dass sie vom LKW-Maut-Ausweichverkehr zu den 10 am stärkten betroffenen Strecken in Baden - Württemberg gehört.


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6. BEDEUTUNG
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Die B 30 ist die einzige Bundesstraße in Nord-Süd-Richtung im Südosten Baden-Württembergs. Sie ist die einzige brauchbare Verbindung zwischen den Kreisstädten Biberach und Ravensburg. Entweder gibt es keine Nebenstrecken oder diese verkraften das Verkehrsaufkommen nicht. Aus dem Großraum Ulm führt ganzjährig erheblicher Urlaubsverkehr über die Bundesstraße nach Friedrichshafen zum Bodensee. Selbst wer nicht Urlaub am Bodensee macht, nutzt den Flughafen Friedrichshafen für Urlaubsflüge (Alleine im Jahr 2005 wurden über 600 000 Passagiere abgefertigt). Daneben führt erheblicher Messeverkehr zum Messestandort Friedrichshafen, auf dem unter anderem Messen wie die Tuning World, das Biker Weekend u. s. w. stattfinden.

Wenn auf den parallel verlaufenden Autobahnen 7 und 96, wenn man angesichts der Entfernung überhaupt von parallel sprechen kann, Unfälle passieren oder sich Staus bilden weichen sehr viele Verkehrsteilnehmer auf die B 30 in der Hoffung aus, eine fast unbefahrene Nebenstrecke vorzufinden. Statt dessen geht dann auch auf der B 30 abschnittsweise gar nichts mehr. An der Autobahn 7 bei Ulm steht sogar ein sogenannter gelber Pfeil, der auf die B 30 als Ausweichstrecke hinweist, was bedeutet, dass die bayrischen Behörden bis heute immer noch nicht begriffen haben, was das für eine überlastete Bundesstraße ist.


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7. BESONDERHEITEN
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Die Bundesstraße 30 folgt noch heute zu großen Teilen ihrem Verlauf von
Bilder von B 30 Biberach (Süd) - Baindt (Egelsee)
B 30 Biberach (Süd) - Baindt (Egelsee) Bild 123917788 tb
B 30 Ortsdurchfahrt Gaisbeuren Richtung Ravensburg
3800 vor Christus. Lediglich kleinere Verlegungen wurden abschnittsweise vorgenommen. Ein gutes Beispiel ist hierfür der Abschnitt Bad Waldsee - Gaisbeuren. Durch Gaisbeuren verläuft die Bundesstraße auf der selben Strecke, wie um 1200, als der Ort gegründet wurde, also mitten durch.

Bei Biberach habe sich die Planer schöne Schikanen für die Autofahrer einfallen lassen. Sowohl die Auffahrt in Richtung Ravensburg, als auch in Richtung Ulm sind sehr gewöhnungsbedürftig und weisen unnötige Kurven auf. Wenn man so zum Beispiel in Richtung Ravensburg auffahren möchte, wird zunächst der Kreisverkehr verlassen, anschließend folgt von rechts eine weitere Spur, die linke geht kurz darauf aus, es folgt eine im 90 Grad Winkel abknickende Kurve, bevor es zunächst seitlich und dann frontal auf die Bundesstraße zu geht. Dabei geht es auch noch eine stärkere Steigung hinauf. Umrahmt ist das ganze von beidseitigen Leitplanken, die das ganze nicht gerade angenehmer machen.

Die einzigen Ampeln zwischen Ulm und Ravensburg stehen in Gaisbeuren. In anderen Ortsdurchfahrten gibt es meist keine Querungshilfen oder erst gar keine Geschwindigkeitsbegrenzung. Ist eine Geschwindigkeitsbegrenzung vorhanden, beträgt diese mindestens 60 km/h, da der Verkehr sonst ins Stocken geraten würde.


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8. GEFAHRENSTELLEN
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8.1 Gefahrenstellen bei Ummendorf
Sehr gefährliche Auffahrt, nach Ende der Ausbaustrecke bei Biberach, direkt nach der Brücke Richtung Ravensburg. Wer lange auf der Autobahn und von Ulm bis Biberach unterwegs war, darf nicht vergessen, dass jetzt Gegenverkehr herrscht (viele schwere Unfälle).


8.2 Gefahrenstellen bei Hochdorf
Die gerade Strecke verführt zum Rasen und voreiligem Überholen. Gefahr im Winter durch glatte Brücken. Wasseradern beeinträchtigen die Konzentration.


8.3 Gefahrenstellen bei Oberessendorf
In Richtung Bad Waldsee fehlt nach dem Ort eine Abbiegespur. Stehende Fahrzeuge auf der Fahrbahn möglich. Anschließend folgt eine sehr starke S-Kurve.


8.4 Gefahrenstellen bei Mattenhaus
Keine Abbiegespur. Stehende Fahrzeuge auf der Fahrbahn in Richtung Biberach möglich.


8.5 Gefahrenstellen bei Bad Waldsee
Strenges Überholverbot. Durch lang gezogene Kurven sehr gefährlicher Abschnitt. Viele Unfälle. Glatte Brücken im Winter. Besondere Vorsicht auf dem Viadukt, von dem auch schon ein Auto gestürzt ist.


8.6 Gefahrenstellen bei Gaisbeuren
Zwischen Bad Waldsee - Süd und Gaisbeuren wird sehr schnell gefahren. Das rechtzeitige Halten ist dadurch vor öfters vorkommenden Rückstaus, bei Regen, Schnee oder tiefstehender Sonne meistens unmöglich.

An der ersten Ampel bei der Landstraßeneinmündung in Gaisbeuren, aus Richtung Ravensburg, besteht erhöhte Unfallgefahr, da abbiegende Fahrzeuge gerne übersehen werden. Deshalb kommt es hier durchschnittlich 2mal im Jahr zu einem Frontalzusammenstoß.

Zwischen Gaisbeuren und Enzisreute wird auch sehr schnell gefahren. Bei dem kleinen Wald besteht erhöhte Gefahr durch langsam fahrende oder Einbiegende Fahrzeuge, die nicht rechtzeitig gesehen werden können.

Abbiegespuren nach Dinnenried und Atzenreute in Richtung Biberach fehlen. Da auch dieser Abschnitt nur scheinbar überblickt werden kann besteht große Gefahr einen Auffahrunfall zu erleiden.

Der kleine Wald verdeckt aus Richtung Ravensburg die Sicht für einige Sekunden auf den dahinterliegenden Streckenabschnitt, der dazu so abfällt, dass er noch unübersichtlicher wird. Hier besteht große Gefahr von Frontalzusammenstößen mit entgegenkommenden Fahrzeugen, die schon öfters vorgekommen sind. Am besten gar nicht überholen.


8.7 Gefahrenstellen bei Enzisreute
Abbiegespur in Richtung Bad Waldsee zur Tankstelle fehlt, so dass es auch hier oft zu Auffahrunfällen kommt.

Kurvige, unübersichtliche Walddurchfahrt mit mehreren stärkeren Kurven in Hanglage, die meist auf Kuppen oder Senken folgen.


8.8 Empfehlungen
Der gefährlichste Abschnitt befindet sich zwischen dem Ausbauende der neuen B 30 bei Baindt und Bad Waldsee (Süd). Egal wie hier auch immer gefahren wird, man ist vor nichts sicher. Wenn zu schnell gefahren wird besteht die Gefahr, dass man in den mehrfachen S-Kurven auf die Gegenfahrbahn gerät oder von der Fahrbahn abkommt und gegen einen Baum prallt. Wenn man zu langsam fährt besteht die Gefahr, dass jemand auffährt und den Wagen von der Straße katapultiert wird. Daher sollte im Verkehrsfluss gefahren werden. In den Ortsdurchfahren von Enzisreute und Gaisbeuren sollte insbesondere im Bereich der Kreuzungen vorsichtig gefahren werden. Auf der Ortsumgehung von Bad Waldsee sollte das Überholverbot eingehalten werden, da dieser Abschnitt weniger übersichtlich ist, als es scheint. Generell solle auf dem Abschnitt Baindt - Oberessendorf nicht überholt werden. Auf dem Abschnitt Bad Waldsee - Oberessendorf sollte auch vorsichtig gefahren werden, da hier öfters stehende Fahrzeuge auf der Fahrbahn anzutreffen sind.


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9. STAUS UND BEHINDERUNGEN
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9.1 Staus und Behinderungen bei Ummendorf
Die sehr langen LKW Schlangen tragen nicht gerade zu einem flüssigen Verkehrsfluss bei. Dazu kommen leider etwas zu kurze Überholmöglichkeiten.


9.2 Staus und Behinderungen bei Gaisbeuren
In Gaisbeuren stehen die einzelnen Ampeln zwischen Ulm und Ravensburg. Dadurch muss hier in den Stoßzeiten, bei hohem Verkehrsaufkommen, bei Schneefall oder bei Unfällen mit Behinderungen gerechnet werden.


9.3 Staus und Behinderungen bei Enzisreute
Häufige Rückstaus durch abbiegende Fahrzeuge, da die vorhandenen Abbiegespuren nicht ausreichen und Rechtsabbiegespuren fehlen.


9.4 Empfehlungen
Um den schlimmsten Behinderungen zu entgehen eignen sich die Zeiträume von 9.00 - 11.00 Uhr und von 20.00 - 6.00 Uhr.


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10. UNFÄLLE
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10.1 Unfallschwerpunkte
Die gesamte Bundesstraße ist ein Unfallschwerpunkt. Die meisten Unfälle passieren auf der Obstsumgehung von Bad Waldsee, auf dem Abschnitt Bad Waldsee (Süd) und Gaisbeuren (Ortsende Richtung Ravensburg) und im Wald zwischen Enzisreute und Baindt, wobei letzterer der unfallträchtigste und gefährlichste ist. In den nachfolgenden Abschnitten wird kurz auf die bisher schlimmsten Unfälle seit 1996 eingegangen.


10.2 Unfälle 2005
Alleine im Jahr 2005 gab es 164 Unfälle. Dabei wurden 106 Menschen verletzt. 7 weitere kamen sowie ein Hund ums Leben. Der schlimmste Unfall ereignete sich am zweiten Weihnachtstag.


10.2 Familie ausgelöscht
Eine Markfrau war im Jahre 1996 auf der Bad Waldseer Umgehungsstraße in Richtung Ravensburg unterwegs. Dabei geriet Sie auf die Gegenfahrbahn. Dort stieß sie mit dem Kombi einer fünfköpfigen Urlauberfamilie aus Bad Homburg zusammen. Die Marktfrau und der Fahrer des anderen Autos starben. Auch sein zehnjähriger Sohn kam am Unfallort ums Leben. Seine elfjährige Tochter erlag im Krankenhaus ihren Verletzungen. Die Ehefrau wurde schwer und eine sechsjährige Tochter leicht verletzt. Beinahe wären die zwei überlebenden noch im Auto verbrannt, wären diese nicht von einem Fordlenker und weiteren herbeieilenden Verkehrsteilnehmern aus dem Wagen gezogen worden.


10.3 27-jähriger zerquetscht
Am 04. Juli 2005 geriet ein 27-jährige Kleinwagenfahrer bei Oberessendorf auf die Gegenfahrbahn und stieß dort frontal mit einem entgegenkommenden Lastwagen zusammen. In der Folge stürzten beide Fahrzeuge von der Fahrbahn, wobei der Kleinwagen unter den Laster rutschte und den Fahrer zerquetschte wurde. Nur mit schwerstem Gerät und unter größtem körperlichen Einsatz gelang es der Feuerwehr die Überreste des Manns aus dem Wagen zu befreien. Der Lasterfahrer musste mit einem schweren Schock und mehreren Kreislaufzusammenbrüchen in ein Krankenhaus eingeliefert werden, nach dem er das Malheur gesehen hatte. Am blutverschmierten Wagen entstand Totalschaden und musste abgeschleppt werden.


10.4 2 Tote und 2 Verletzte am Sonntagnachmittag
Am 28. August 2005 geriet ein älteres Ehepaar nach dem Ausbauende bei Baindt, in der Nähe des Egelsees, in einer starken, unübersichtlichen Linkskurve in Hanglage auf den rechten Gründsteifen. Beim Gegenlenken gerieten sie auf die Gegenfahrbahn und prallten dort frontal gegen einen entgegenkommenden Ford. Der 74-jährige stirbt noch an der Unfallstelle. Seine 68-jährige Ehefrau erleidet schwerste Verletzungen und stirbt ein paar Stunden später im Krankenhaus. Schwer verletzt überlebt der 70-jährige Bruder. Der Fahrer im entgegenkommenden Auto überlebt leichtverletzt. Die Rettungskräfte eilten mit einem Großaufgebot von Rüstzug der Feuerwehr Bad Waldsee sowie Notärzte, den DRK-Rettungsdiensten Bad Waldsee und Ravensburg zur Unfallstelle. Ebenfalls im Einsatz Rettungshubschrauber "Christoph 22" aus Ulm. Den Rettungskräften bot sich ein Bild des Grauens. Die Verunglückten waren in ihren total zerstörten Fahrzeugen schwer eingeklemmt und mussten aufwendig geborgen werden. Um das geschehene zu Verarbeiten zog die Feuerwehr Bad Waldsee nach ihrem Einsatz einen Notfallseelsorger hinzu.


10.5 Zwei Menschen sterben auf Bundesstraße 30
Am 26. September 2005 gerät ein 48-Jähriger VW-Lenker auf der dreispurigen Bundesstraße bei Appendorf aus unbekannter Ursache auf die Gegenfahrbahn. Ein vorschriftsmäßig entgegen kommender 33-jähriger Mazda-Lenker leitete noch eine Vollbremsung ein, konnte aber einen Frontalzusammenstoß nicht mehr verhindern. Beide Männer starben noch an der Unfallstelle. (Besser keine Details)


10.6 Zwei Kinder bei Unfall getötet
Am 26. Dezember 2005 waren zwei Kinder, zwei Buben, zusammen mit ihren Eltern und dem 6-jährigen Bruder auf einer Urlaubsfahrt von Wuppertal in Richtung Schweiz. In einer Kurve, kurz vor dem Egelsee verlor der am Steuer sitzende 41-jährige Vater der Kinder die Kontrolle über seinen Renault. Der Wagen stellte sich quer und schleuderte auf die gegenüberliegende Fahrspur. Dort prallte ein ordnungsgemäß entgegenkommender VW-Bus mit der Fahrzeugfront in die rechte Fahrzeugseite des Renaults, wodurch dieser samt Insassen in zwei Teile zerrissen wird. Die weiteren Fahrzeuginsassen im Renault wurden zum Teil in dem Wrack eingeklemmt und mussten von der Feuerwehr geborgen werden. Trotz der intensiven Bemühungen der Rettungskräfte, die mit sechs Notärzten zur Unfallstelle ausgerückt waren, kam für die beiden Kinder jede Hilfe zu spät. Sie verstarben noch an der Unfallstelle. Ihr Bruder und die Eltern erlitten schwerste Verletzungen. Auch die beiden VW-Bus Insassen, ein 30-jähriger und seine 27-jährige Mitfahrerin, erlitten schwere Verletzungen. Zunächst war noch unklar, ob der Vater den Unfall überleben wird. Er wird aber bleibende Schäden zurückbehalten. Augezeugen sagten, dass sie nie etwas schlimmeres gesehen hatten.


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11. NOTRUFSÄULEN
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Normalerweise gibt es auf Bundesstraßen keine Notrufsäulen. Trotzdem sind auf der Bundesstraße 30 überall dort Notrufsäulen aufgestellt, wo häufig schwere Unfälle passieren. So finden sich Notrufsäulen bei:

Schellenberg
Bad Waldsee (Ortsumgehung)
Baindt


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12. RADARFALLEN UND KONTROLLEN
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12.1 Stationäre Radarfallen
Auf dem Abschnitt Biberach (Süd) - Baindt gibt es nur eine stationäre Radarfalle. Diese befindet sich am Ausbauende bei Biberach in Richtung Ravensburg, nach der Brücke, kurz vor der Einfahrt. Die Geschwindigkeit ist hier auf 80 km/h begrenzt.


12.2 Kontrollen
Die Ravensburger Verkehrspolizei führt am Ausbauende Nord, bei Baindt, sehr häufig Geschwindigkeitsmessungen durch. Die Geschwindigkeit ist auch hier auf 80 km/h begrenzt.


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13. VERKEHRSAUFKOMMEN
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Je nach Abschnitt ist die Bundesstraße mehr oder weniger überlastet. Zum Vergleich: auf den Bundesstraßen der neuen Bundesländer sind tägliche Verkehrsstärken von 6 840 Fahrzeugen normal. Im gesamten Bundesgebiet beträgt die durchschnittlich tägliche Verkehrsstärke 9 270 Fahrzeuge.


13.1 Durchschnittliche tägliche Verkehrsstärken (DTV) (Jahresdurchschnitt auf Tage umgerechnet):
Ummendorf: 15 544 (Stand: 2000)
Hochdorf: 14 796 (Stand: 2000)
Unteressendorf: 14 796 (Stand: 2000)
Oberessendorf: 16 092 (Stand: 2004)
Englerts: 9 887 (Stand: 2000)
Mattenhaus: 9 887 (Stand: 2000)
Bad Waldsee: 8 793 (Stand: 2000)
Gaisbeuren (I): 18 916 (Stand: 2004)
Gaisbeuren (II): 21 738 (Stand: 2004)
Enzisreute: 21 738 (Stand: 2004)

Seit dem Jahr 2000 hat das Verkehrsaufkommen extrem zugenommen.


13.2 Höchstbelastungen
Die Verkehrshöchstbelastungen, die an einzelnen Tagen erreicht werden betrugen im Jahr 2004 bei Oberessendorf 22 000 und in Gaisbeuren sowie Enzisreute 31 000 Fahrzeuge.


13.3 Vergleich mit anderen Straßen
Im Vergleich mit allen nicht ausgebauten Bundesstraßen in Baden-Württemberg belegt die B 30 bezüglich des Verkehrsaufkommens den 5. Platz. Im Bezug auf das Schwerlastverkehrsaufkommen sogar den ersten. Auf der B 30 fahren mehr Fahrzeuge als auf der A 98 bei Stockach oder der A 5 bei Neuenburg.


13.4 Verkehrsprognosen
Für 2010 werden auf dem Abschnitt Baindt - Bad Waldsee (Süd) tägliche Verkehrsstärken von 29 500 Fahrzeugen erwartet. Bis 2030 könnte das tägliche Verkehrsaufkommen auf diesem Abschnitt 38 000 Fahrzeuge betragen.


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14. BAUSTELLEN
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Keine Sorge auf der B 30 wird so gut wie nichts gebaut, gilt sie doch immer noch als fast unbefahrene und deshalb unbedeutende Nebenstrecke. Wenn zwei Baustellen im Jahr eingerichtet werden, ist das schon sensationell.

Bedingt durch den dreistreifigen Ausbau zwischen Oberessendorf und Biberach werden dort in den nächsten Jahren zwei Baustellen eingerichtet werden.


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15. PARKPLÄTZE
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15.1 Parkplätze bei Oberessendorf
In Richtung Biberach nach Oberessendorf kurz nach der Einmündung der B 465 auf der rechten Seite. In Richtung Ravensburg, nach Oberessendorf innerhalb der stärkeren Kurven auf der rechten Seite.


15.2 Parkplätze bei Bad Waldsee
Entlang der Ortsumgehung gibt es mehrere Parkplätze, von denen sich manche aber nur sehr schlecht anfahren lassen.


15.3 Parkplätze in Gaisbeuren
In der Ortsmitte aus Richtung Bad Waldsee auf der rechten Seite bei der Fußgängerampel. Dieser Parkplatz lässt sich auch von LKW einfach anfahren. In der Gegenrichtung befinden sich bei der Fußgängerampel ebenfalls Parklätze bei der Kirche und vor dem Gasthaus Adler. Für Hotelgäste gibt es zudem einen Parkplatz hinter dem Gasthaus Adler.


15.4 Parkplätze in Enzisreute
PKW Parkplatz in der Ortsmitte in der Nähe der Tankstelle. LKW Parkplatz in der Ortsmitte beim Gasthaus.


15.5 Empfehlungen
Für eine kurze Rast bieten sich die Parkplätze bei Bad Waldsee an, da von diesen wieder am besten auf die Bundesstraße aufgefahren werden kann.


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16. TANKSTELLEN
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16.1 Tankstelle bei Oberessendorf
Aus Richtung Biberach kommend im Gewerbegebiet auf der rechten Seite. Die Tankstelle kann sowohl von PKW, als auch von LKW angefahren werden. Ebenfalls zur Tankstelle gehört ein Shop mit Imbiss.


16.2 Tankstelle in Enzisreute
Aus Richtung Ravensburg am Ortseingang auf der rechten Seite. Die Tankstelle kann sowohl von PKW, als auch von LKW angefahren werden. Ebenfalls zur Tankstelle gehört ein Shop.


16.3 Empfehlungen
Sowohl die Tankstelle in Oberessendorf, als auch die in Enzisreute sind gut anzufahren. Allerdings sollte man, wenn man in Richtung Ravensburg unterwegs ist besser in Oberessendorf tanken, da man in Enzisreute durch das extrem hohe Verkehrsaufkommen nur mit Mühe und Not wieder auf die Bundesstraße einfahren kann.


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17. HOTELS UND GASTSTÄTTEN
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17.1 Hotels und Gaststätten in Oberessendorf
In der Ortsmitte befindet sich eine Gaststätte.


17.2 Hotels und Gaststätten in Mattenhaus
3 Sterne Hotel und Gasthof am Ortsausgang in Richtung Bad Waldsee auf der rechten Seite.


17.3 Fürstliches Hofgut Hopfenweiler
Das fürstliche Hofgut Hopfenweiler liegt zwar etwas abseits der Bundesstraße in der Nähe von Bad Waldsee, ist aber für seine herausragenden Tagungsräume bekannt, die schon mehrfach ausgezeichnet wurden. Ebenfalls zum Hofgut gehören komfortable Gästezimmer. Zu Erreichen ist es über die Ausfahrt Bad Waldsee - Nord in Richtung Mühlhausen und anschließend über den Kreisverkehr in Richtung Hopfenweiler.


17.4 Hotels und Gaststätten in Gaisbeuren
2 Gasthäuser entlang der Bundesstraße. Das Gasthaus Linde befindet sich am Ortsausgang in Richtung Ravensburg auf der rechten Seite und kann über die kurze Parallelstraße erreicht werden. Das Gasthaus Adler befindet sich direkt in der Ortsmitte bei der Kirche und bietet neben 3 Sterne Küche auch komfortable Hotelzimmer und für Tagungen Festsäle an. Bis weit über die Grenzen der Region hinaus ist das Gashaus Adler für seine exzellente Küche bekannt.


17.5 Hotels und Gaststätten in Enzisreute
Enzisreute hat sich auf Fernfahrer spezialisiert. Da wundert es nicht, dass sich in Enzisreute der einzige Trucker Gashof zwischen Ulm und Friedrichshafen befindet. Im Gegensatz zu "normalen" Gaststätten sind hier die Portionen erheblich größer. Wer es eilig hat kann auch einen kurzen Stopp am Imbiss einlegen. Daneben bietet Enzisreute mit mehreren Hotels und Gästehäusern komfortable Übernachtungsmöglichkeiten.


17.6 Empfehlungen
Wer alleine mit dem PKW unterwegs ist sollte einen Stop im Gashaus Alder in Gaisbeuren einlegen. Wer mit seiner Familie unterwegs ist sollte besser in Oberessendorf, wegen der günstigeren Preise einkehren oder den Imbiss in Enzisreute nutzen. Für LKW Fahrer bietet sich der Trucker Gasthof in Enzisreute an. Wer einen sehr großen Appetit hat kann aber auch dort Rast machen und seine Portion zum Beispiel mit einem anderen Mitreisenden teilen.


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18. AUSBAUZUSTAND
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Die Bundesstraße ist zwischen Biberach (Süd) und Baindt nur 1-bahnig ausgebaut mit grundsätzlich nur einer Fahrspur pro Richtung (2-streifig). Auf dem Abschnitt Biberach (Süd) - Oberessendorf wurden inzwischen einige Abschnitte 3-streifig ausgebaut. Im weiteren Verlauf zwischen Oberessendorf und Bad Waldsee (Nord) gibt es in den meisten Ortsdurchfahrten nicht einmal Abbiegespuren. Über diesen "Luxus" verfügt aber der Abschnitt Bad Waldsee (Süd) - Baindt.


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19. STRAßENZUSTAND
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Bis im Oktober 2004 konnten sich Verkehrsteilnehmer noch auf dem Abschnitt Enzisreute - Bad Waldsee über bis zu 7 cm tiefe Spurrillen, Risse, Schlaglöcher und ausgerissene Fahrbahnränder freuen. Die Fahrbahnsanierung nach 30 Jahren auf diesem Abschnitt stellte somit einen Lückenschluss dar. Normalerweise müssen Fahrbahnbeläge nach 15 Jahren ausgetauscht werden. Seit dem ist die Fahrbahn zwischen Baindt und Oberessendorf in hervorragendem Zustand. Ebenfalls in hervorragendem Zustand ist die Fahrbahn zwischen der Abfahrt Hochdorf und Biberach (Süd). Allerdings steht es um die Fahrbahn zwischen Oberessendorf und Abfahrt Hochdorf nicht allzu gut. Die Schäden werden aber nicht mehr behoben, da für diesen Abschnitt der 3-streifige Ausbau innerhalb der nächsten 3 Jahre vorgesehen ist.


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20. FUß- und RADWEGE
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Zwischen Biberach (Süd) und Unteressendorf, gibt es entlag der dort als Schnellstraße geführten Bundesstraße keinen einzigen Fuß- und Radweg. Ab Unteressendorf führt ein Rad- und Fußweg auf der östlichen Seite nach Oberessendorf. Hier muss die Fahrbahnseite gewechselt werden, da der Weg auf der anderen Seite bis Herbertshaus fortgeführt wird, wo er bis Englerts unterbrochen ist. Erst bei Englerts wird der Weg fortgeführt und führt zunächst auf der östlichen Seite über Schellenberg nach Mattenhaus. Auch hier muss wieder die Fahrbahnseite gewechselt werden, dazu steht allerdings eine Unterführung zur Verfügung. Der Radweg verläuft anschließend von Mattenhaus bis Bad Waldsee (Nord) auf der westlichen Seite, wo er kurz nach dem Ortseingang von Bad Waldsee endet. Ab Bad Waldsee (Süd) führt ebenfalls ein Fuß- und Radweg nach Gaisbeuren. Ab hier fehlt erneut ein Weg nach Enzisreute und Baindt. Wer mit dem Fahrrad also von Bad Waldsee nach Ravensburg möchte, muss lange Umwege über Bergatreute oder Mochenwangen in Kauf nehmen.

Wer von Biberach nach Ravensburg mit dem Fahrrad fahren möchte und Zeit hat, dem wird empfohlen, dem Alb-Donau-Bodensee Radwanderweg zu benutzen, der fernab der Bundesstraße über Reute (bei Biberach), Muttensweiler, Ingoldingen, Winterstettenstadt, Winterstettendorf, Michelwinnaden, Steinenberg, Bad Waldsee, Reute (bei Bad Waldsee), Durlesbach, Mochenwangen, Schachen, Baienfurt und Weingarten nach Ravensburg führt.


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21. AUSBAUPLÄNE
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Langfristig ist geplant die Bundesstraße 30 von Ulm bis Friedrichshafen durchgängig 2-bahnig (autobahnähnlich) auszubauen und anschließend zur Bundesautobahn 89 aufzustufen. Allerdings liegen diese Pläne noch in fernern Zukunft, da der Abschnitt Biberach (Süd) - Baindt im derzeit gültigen Bundesverkehrswegeplan im sogenannten Weiteren Bedarf enthalten ist, was soviel heißt, wie scheint wichtig zu sein, wird aber nicht gebaut. Ob die Bundesstraße 2015 überhaupt in den Vordringlichen Bedarf eingestuft wird, ist fraglich, wurde diese Einstufen bereits in den Bundesverkehrswegeplänen 1992 und 2003 angestrebt und verweigert. Sollte 2015 eine Aufstufung erfolgen, würde die Planung bis 2030 dauern. Anschließend würde der Bau noch einmal zwischen 5 und 8 Jahren in Anspruch nehmen, vorausgesetzt, dass alles gut geht und niemand gegen die Planfeststellungsbeschlüsse klagt.

Für den Ausbau der Bad Waldseer Ortsumgehung liegt seit 1999 ein genehmigter Vorentwurf vor. Der Regionalverband Bodensee - Oberschwaben plant derzeit, aufgrund der Misere, sogar auf eigene Kosten die neue Anschlussstelle Bad Waldsee - Mitte (B 30 / L 300), die die Kurstadt weiter vom Durchgangsverkehr entlasten soll. Als einzige Ausbaumaßnahme der Bundesstraße 30 zwischen Ulm und Friedrichshafen gibt es für die Ortsumgehung Gaisbeuren bis heute keine Pläne, obwohl für die anderen Projekte wenigstens ein genereller Linienentwurf feststeht.

Als Zwischenlösung werden derzeit und noch bis voraussichtlich 2009 auf dem Abschnitt Biberach (Süd) - Oberessendorf einige Abschnitte 3-streifig ausgebaut. Ebenfalls schon heimlich geplant wird der 3-streifige Ausbau zwischen Oberessendorf und Baindt, wenn man Gerüchten glauben schenken darf.


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22. LANDSCHAFT
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Die B 30 verläut durch eine eiszeitlich geformte Landschaft mit zahlreichen Hügeln vorbei am Rande des Allgäus. An machen Tagen sind sogar die Alpen deutlich zu sehen. Jährlich besuchen hundertausende Touristen die ländlich geprägte Gegend mit zahlreichen Naturseen und Erholungsbebieten. Aber nicht, dass jetzt jemand auf die Idee kommt sich auf der Fahrt von der Landschaft ablenken zu lassen und dadurch tödlich verunglückt (das musste sicherheitshalber dazuschrieben werden).


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23. ZUSAMMENFASSUNG
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Die Bundesstraße 30 ist eine stark überlastete und vernachlässigte Bundesstraße im Südosten Baden - Württembergs. Sie ist die einzige brauchbare Verbindung zwischen der Großstadt Ulm (Donau) und Friedrichshafen (die Verbindung über die Autobahnen 7 und 96 und B 31 wird wegen des über 40 km langen Umwegs nicht genutzt). Der Abschnitt Biberach (Süd) - Baindt ist der gefährlichste und vernachlässigst Abschnitt. Hier herrscht nicht nur extrem hohes Verkehrsaufkommen, sondern auch extrem hohe Unfallgefahr. Trotzdem gilt der Ausbau dieses Abschnitts nach wie vor als überflüssig. Auch das Fuß- und Radwegenetz entlang der Bundesstraße lässt aufgrund der Lückenhaftigkeit stark zu Wünschen übrig. Entschädigt wird das ganze durch eine reizvolle, idyllische Landschaft, von der wohl jeder Fahrzeuglenker nicht allzu viel mitbekommen wird. Das Parkplatzangebot ist ausreichend. Für das leibliche Wohl ist durch genügend Gasthäuser und Imbisse gesorgt. Auch das Hotelangebot ist hervorragend. Tankstellen sind in ausreichendem Abstand in ausreichender Anzahl vorhanden. Im Notafall stehen abschnittsweise sogar Notrufsäulen zur Verfügung. Baustellen sind äußerst selten.



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sandieheinrich

sandieheinrich

26.09.2008 17:55

Ich habe leider kein bh mehr, sonst hätte ich besser bewertet. Grüßle aus der Hauptstadt

Myra11

Myra11

07.04.2006 10:59

Super interessant, cool aufgebauter Bericht!! LG Myra

kingston_bb

kingston_bb

30.03.2006 11:36

Booh, so viel zu einem Straßenabschnitt.

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