Baby-Markt

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Lasst Euch nicht vom Namen irritieren; der Baby-Markt ist kein wirklicher Markt sondern ein Fachhandel für Babybedarf. Vergleichbar etwa mit Baby-Walz, wobei der Schwerpunkt im Baby-Markt eher bei Möbeln, Kinderwagen & co. liegt. Auf den Kassenbons steht noch immer „Spiel und Baby“, vielleicht ... Bericht lesen





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Komm rein, kauf woanders ein!
Erfahrungsbericht von Nuffel über Baby-Markt
28.08.2002


Produktbewertung des Autors:   

Größe des Sortiments: man bekommt dort einfach alles 
Verfügbarkeit des Sortiments: nur selten fehlt etwas 
Preisniveau: teuer 
Fachliche Beratung: weit und breit kein Mensch 
Wartezeit an der Kasse zu Stoßzeiten: mittel 
Parkmöglichkeiten zu Stoßzeiten: gut 

Pro: sehr große Auswahl
Kontra: furchtbares Personal, teils überteuert

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Lasst Euch nicht vom Namen irritieren; der Baby-Markt ist kein wirklicher Markt sondern ein Fachhandel für Babybedarf. Vergleichbar etwa mit Baby-Walz, wobei der Schwerpunkt im Baby-Markt eher bei Möbeln, Kinderwagen & co. liegt.
Auf den Kassenbons steht noch immer „Spiel und Baby“, vielleicht sagt Euch das ja eher etwas?
Wenn nicht mag das daran liegen, dass die Baby-Markt-Kette nicht so richtig gut verbreitet ist.

Hier in Dortmund gibt es zwei Filialen, unter anderem die sogenannte Hauptverwaltung, kicher...später mehr dazu.
Im Internet könnt Ihr Euch erkundigen, wo es sonst noch Filialen gibt, wenn Ihr unter www.baby-markt.de schaut. Vergesst nicht den Bindestrich, denn sonst landet Ihr woanders!
Ich kann ja kurz verraten, dass Hamburg mit 3 Baby-Märkten auffahren kann, Lübeck und Bucholz i.d.N (wo zum Teufel ist das???) mit je einem Laden.

Bei uns gibt es wie gesagt zwei dieser Geschäfte. Der Hauptsitz befindet sich direkt an der B1 in der Nähe von Mc Donald’s. Wer eine Wegbeschreibung braucht, fragt mich ruhig.
Der Hauptsitz ist wirklich lächerlich klein. Es gibt nicht mehr als eine Hand voll Parkplätze, der Laden an sich ist klein, vollgestopft, und stellenweise so eng, dass man sich mit dem Kinderwagen schön festkeilen kann.

Wenn schon Baby-Markt, dann Filiale 2 in Dortmund-Kley im Indu-Park.
Diese Filiale ist sehr groß, hat einen schönen dicken Parkplatz vor der Tür und ist übersichtlicher und weiträumiger. Kinderwagen ist hier kein Problem.

Betritt man nun den Baby-Markt wird man mit einem etwas größeren Kind schon einmal am „Zankapfel“ aufgehalten.
Gleich vor dem Eingangstörchen, in einer Art Vorraum, befindet sich nämlich ein kleiner Plastik-Spielplatz mit Rutsche, von dem man generell Getöse vernimmt: „ Nein, ich will aber rutschen, Mami!“ „Wir gehen jetzt rein!“ „ Da kann man aber nicht rutschen, ich will nicht....“
Etwas unglücklich schonmal das einzige Spielangebot vor dem Eingang aufzubauen, denn eine Kinderbetreuung gibt es hier nicht.

Ist es dann gelungen das rutschwütige Kind in den Laden zu bugsieren, kann man sich entweder einen Einkaufswagen schnappen, oder sein Kind in ein ausrangiertes Kinderwagengestell verfrachten. Nette Idee, aber wohin dann mit den Einkäufen?

Ich kann schwer sagen, wie groß unser Baby-Markt ist, er ist jedenfalls ziemlich groß. Zuerst gelangt man durch einen Wald von Kinder- und Babysitzen, dann zu einer unglaublichen Auswahl Kinderwagen. Schön sortiert nach Sorten: Sportwagen, Buggies, usw.
Jeder Kinderwagenhaufen hat ein Podest als Präsentiertablett, um diese Podeste herum stehen zig Modelle zum „Anfassen und Probieren“.
Eine solche Auswahl habe ich selten woanders gesehen.

Den Aufbau finde ich sehr übersichtlich. Im Großen und Ganzen ist der Laden auch immer sauber und aufgeräumt, man findet sich gut zurecht.
Der Ladenaufbau und die Preise sind in jeder Filiale gleich, nicht jedoch das Sortiment. So gibt es im Kleyer Baby-Markt z.B. noch eine nicht zu verachtende Spielwarenabteilung, die auch Spielzeug für größere Kinder anbietet.

Finden kann man im Baby-Markt so ziemlich alles.
Möbel, Kinderwagenzubehör, Ausstattung wie Bettwäsche u. Matratzen, Flaschen, Schnuller u. co. in Hülle und Fülle, einfach alles, was man für’s Baby braucht.

Das Angebot ist wirklich toll. Leider, zu mindest für mich arme Kirchenmaus leider, gibt es hauptsächlich Markenartikel, was natürlich nicht ohne gesalzene Preise einhergeht.
Grundsätzlich liegen die Baby-Markt-Preise 10-30% über dem Normalpreis. Bevor man hier zugreift, sollte man wirklich verglichen haben, denn in vielen anderen Geschäften erhält man das selbe für weniger.

Aber es gibt ja nicht nur teures. Es gibt meist schöne reduzierte Austellungsstücke, Möbel oder Kinderwagen, das lohnt sich dann wirklich, mal einen Abstecher beim Baby-Markt zu machen.
Zubehör wie Fußsäcke für die Kinderwagen gibt es saisonbedingt auch sehr günstig. Ich habe jetzt immer Sommer z.B. einen Winterfußsack für 40 Euro statt für 110 Euro gekauft. Na, wenn das kein Schnäppchen war?!

Gelegentlich findet man auf seinem Streifzug auch „Ramschkörbe“ in denen Kleinkram wie Schnuller, Flaschen, Seifendosen usw. teilweise sehr billig verscherbelt werden, nur weil gerade eine neue Dekor-Serie auf den Markt kommt.
Ich habe neulich Flaschen für 1 Euro dort ergattert, die sonst 4 Euro kosten.
Häufig ist in diesen Körben aber auch Schund. Schade auch, dass die Körbe immer so versteckt stehen, es gibt nicht etwa ein Hinweisschild „Sonderpreis“ oder so, nein, man muss quasi erst drüber stolpern.

Ach ja, es gibt auch Kleidung, aber nur Markenware Ich bin da nur mal durchghuscht, denn ich muss meinem Kind kein Mexx oder Schiesser-Anzüglein für 30 Euro kaufen.
Qualität mag das sein, aber ich kaufe keine Markensachen fürs Baby, kann Euch also über den Textilbereich nicht mehr erzählen, als dass es ihn gibt.

Umtauschen kann man übrigens problemlos, sofern man über den Bon verfügt.
Das hat bisher noch absolut kein Problem dargestellt, den Verkäufern ist es glaube ich ziemlich schnurz, ob und warum etwas nicht gefällt.

Irgendwo gibt es auch einen Wickelraum, der ja in einem Babyladen nicht fehlen sollte. Darüber kann ich Euch aber nichts weiter sagen, ich habe ihn noch nicht benutzt, aber es gibt ihn definitiv.

An der Kasse ist meist nicht viel los, es sei denn, Ihr kommt am Wochenende, da kann es dann mal gewaltige Warteschlangen geben. Falls es beim Warten zu heiß wird, kann man sich überlegen, ob die Langnesetruhe nicht etwas beschwichtigendes hergeben könnte.

Wer öfter im Baby-Markt einkauft, kann sich eine Kundenkarte ausstellen lassen, mit der bei jedem Einkauf 3% gutschgeschrieben werden, die man dann irgendwann einlösen kann.

Am Ausgang kann man sich seine Einkäufe an einem großen Packtisch kostenlos in Geschenkpapier und Kringelband wickeln, und sich danach mit Prospekten eindecken.

Jetzt fragt Ihr Euch wahrscheinlich, warum eine so ernüchternde Überschrift gewählt habe, wo sich das doch alles bisher ganz nett anhörte.

Personal

Personal ist echt Mangelware hier. Die Information ist meist unbesetzt. An der Kasse hockt jemand, und im weit entfernten Spielabteil steht jemand, der wohl eher auf Ladendiebe Ausschau hält, als ein Verkäufer zu sein.
Gelegentlich flitzt jemand geschäftig auf den Boden schauend daher, ganz nach dem Motto: „Wehe, Du sprichst mich an!“ Fehlen nur noch Schild und Schwert um die Abwehrpose perfekt zu machen.

Wer hier rührselige Bilder sucht, wie hochschwangere Frauen von emsigen Verkäufern mit Rat und Tat durch den Laden geschleppt werden, ist hier an der falschen Adresse.
Die meisten Kunden stehen fragend allein da, friemeln an Kinderwagen, und rätseln über Preisschilder.
Eine Beratung kommt hier nicht allein angetrottet mit dem allseits beliebten Sprüchlein: „Kann ich Ihnen helfen?“

Man muss da schon selbst die Initiative ergreifen.
Ich habe bisher nur ein einziges Mal eine wohlgesonnene Verkäuferin gehabt, die mich fachkundig und kompetent beraten hat, mir dies und jenes anschleppte und vorführte, wie sich das halt gehört.
Ahnung haben die Veräufer wirklich, und sind auch keine Profitgeier, die unbedingt das teuerste verkaufen wollen, sondern das beste.

Aber das war zu mindest für mich ein Einzelfall.
Ansonsten erntet man auf ein freundliches „Guten Tag, haben Sie kurz Zeit für mich?“ Sprüche, die mich echt enttäuschen, bis stinkwütend machen.
Beispiele? „ Moooooment, Sie sehen doch, dass ich hier zu tun habe!“ „Steht doch hinten auf der Packung drauf!“ „ Keine Ahnung, wenn das nicht hier im Regal ist, gibt es das nicht! Wie bestellen? Das DAUERT aber!“ „Weiß ich nicht, das ist halt so...“
Ätzend! Arrogant und immer mit gesenktem Blick wird man hingehalten, um danach kurz mit einem griesgrämigen Sprüchlein abserviert zu werden. Sieht fast so aus, als wollten die garnichts verkaufen.

Ich finde gerade bei so hochpreisigen Anschaffungen, die man ja nun für ein Kind tätigt, sollte schon ein bisschen Service sein.
Das Personal ist so abschreckend, dass ich mittlerweile die Schnauze voll habe, und nur noch Sachen dort kaufe, für die ich absolut keine Beratung brauche, Kleinkram also.
Unseren Kinderwagen haben wir auch nicht da gekauft, dank dem überfürsorglichen Personal.

Warum geht Nuffel trotzdem da einkaufen?
Tjaaaaa, die teilweise schönen Schnäppchen treiben mich doch immer wieder dorthin. Außerdem ist die Auswahl wirklich bestechend, es gibt hier Dinge, die ich nirgendwo anders bekomme, und wenn man gaaaaanz viel Glück hat, bekommt man tatsächlich auch mal eine freundliche, gute Beratung.

Ein Abstecher lohnt sich auf jeden Fall, deshalb trotz meiner Kritik empfehlenswert.

   
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