Bezirksleiter halten sich für was besseres
26.01.2012
Pro:
frische waren,gute arbeitszeiten,freie tage wählbar
Kontra:
die vielen artikelnummern,arbeitsklima kommt drauf an,überstd . nicht bezahlt
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Hallo, hier meine Erfahrung bei der Bäckerei-Oebel als Bäckereiverkäuferin in Bochum.
Mich wundert es, das hier noch nichts zu diesen Thema erwähnt wurde, dabei habe ich schon vieles und ähnliche Erfahrungen die meine hier gelesen. Ich war genau 1 Jahr bei Oebel und ich muss sagen länger hätte ich es da auch nicht mehr ausgehalten. Aber fangen wir doch ganz von vorne an.
Bewerbung: Ich schrieb eine kurze und knappe Bewerbung als Bäckereiverkäuferin, sie suchen auch gerne Quereinsteiger und nicht nur gelernte, der Nachteil als Quereinsteiger bekommt man weniger Lohn als gelernte Verkäuferinnen. Aber erste Erfahrungen an Kasse, Umgang mit Kunden und Verkauf reichen. Vorstellungsgespräch: Hatte ich bei einem jungen Bezirksleiter. Machte einen netten Eindruck, aber ich merkte schon das hinter der Fasade auch was anderes steckte. Da ich mir unsicher war, ob es mir überhaupt liegt, bot er mir ein Tag Probearbeiten für 4 Stunden an. In einem Einkaufszentrum was sehr gut besucht war und es da sehr stressig war.
Probearbeiten: War natürlich sehr stressig, es musste alles sehr schnell gehen, da es da auch gut besucht war, allerdings bekam ich vom Verkauf nur wenig mit, da ich eher nur beim Tische abräumen und spülen mit der Spülmaschine beschäftigt war. ich glaube die beiden Mitarbeiterinnen (mittleren alters) waren ganz froh das ich da war. Hin und wieder half ich dann beim zusammen stellen der Bestellungen z.B habe ich dann auch mal Kaffeemaschinen gestanden, habe Kaffee in Tassen oder Kännchen gelassen und neuen aufgesetzt. Die beiden Damen waren aber sehr nett. Vertrag: Nach dem Probetag bekommt man einen Vertag mit 3 Monate Probezeit auf ein halbes Jahr mit voraussichtlicher Verlängerung. Es wurde aber so einiges Ver- schwiegen, was ich im nach hinein mitbekam und das eher unschön und nicht motivierend ist. Der Tarif richtet sich nach gelernte Fachkraft oder ungelernt. Ungelernte bekamen einen Std.Lohn von 7,30,-€, der sich im Laufe der Jahre aber etwas erhöhen sollte. Die Verträge waren unterschiedlich, es gab wenige Vollzeit Kräfte, Teilzeitkräfte konnten zwischen 80-100 Std. im Monat haben und natürlich auf 400,-€ Basis.
Das Team: Das Team dort ist bunt gemischt vom Azubi zur Aushilfe wie Studenten bis hin zu jungen Frauen und älteren Damen. Betriebsklima je nachdem wie sich die Frauen verstanden haben - gut bis okay. Einstellung und Einarbeitung: Die ersten Tage waren überhaupt nicht einfach, da es aber mitten im Sommer war, war es eher ruhig im Backshop. Alle Artikel werden per Artikel Nummern ein gegeben, so etwas hatte ich noch nie gemacht, man muss sich also alle Nummern merken. Egal ob ein Brötchen oder ein ganzer Frühstücksteller, alles hatte seine Nummer. Ich habe mir ein Heft besorgt und mir alle Nummern notiert, nach ein paar Wochen, hat man wenige Nummern schon im Kopf, meistens waren es die, die am gängigsten waren. Ich muss aber sagen, dass das ziemlich schwer und stressig ist, vor allem wenn man neu ist und die Kunden warten und du eine Nummer nicht weißt oder suchst.
Ich hatte eine etwas ältere Dame, sie war sehr freundlich und erklärte auch alles sehr gut und ruhig. Nur später wurde es etwas nervig, wenn man ständig korrigiert wird, wenn man etwas macht (ich persönlich mag das auf den Finger gucken nicht) Sie hatte mir aber allerdings auch nicht alles gezeigt und beigebracht, da sie es lieber selber machen wollte, nachdem Motto: Wenn ich es mache, wird es wenigstens richtig gemacht, was mir aber später zum Verhängnis wurde, dazu später. Zum Winter hin wurde es dann mehr, stressiger und voller, vor allem kamen da viele Rentnerinnen Frühstücken und denen geht es ja nie schnell genug, die hatten einfach immer was zu meckern, daher muss ich sagen, der Kundenkontakt wurde da dann echt nervig und schlimm, viele waren unfreundlich obwohl du da dein bestes gegeben hast und noch deren extra Wünsche beim zusammen stellen des Frühstücks berücksichtig hast. Wenn jeder dann mit den extra Wünschen kam, mussten sie sich nicht wundern, wenn es dann etwas länger dauerte, als das Standart-Frühstück. Es gab sogar diverse Kunden, die fühlten sich angegriffen, wenn du deren Wünsche nicht auswendig wusstest, als müsse man alles von den Augen ablesen können, also später war es vom Kundenklima her unerträglich, weil ich bestimmt pro Tag 5 nörgelnde Kunden hatte.
Zur Frühschicht und Spätschicht: In der Frühschicht musste man schon 6h da antanzen und es werden alle TK Rohlinge auf Backbleche gelegt und abgebacken, jeden morgen frisch, schmeckte auch ganz gut :) das Abbacken der Ware dauerte aber eben auch seine Zeit, danach musste die Ware in die Theke geräumt werden und den Rest wie Brote, die der Fahrer jeden Tag auch frisch lieferte, mussten nach einem bestimmten Schema ins Regal. Aber das noch nicht genug, dazu kommt noch, wenn man keinen hatte der morgens mit hilft, belegen der Brötchen und das sehr viele, zumindest war es da so. Und jetzt kommt das schöne von 6.00-8.00h wurde nicht bezahlt. Als wenn man da nur rumstehen würde und nichts tut, das hatte mich nicht gerade motiviert und noch dazu, wurde das nicht einmal erwähnt, ich habe es dann durch Kolleginnen erfahren und mich sicherlich spätestens auf meiner Abrechnung gewundert. Das gleiche gilt auch für Abends, da die Ware nicht eher als vielleicht 15 min.vor Ladenschluss so langsam weg geräumt werden durfte, dauerte das alles auch ca. noch eine halbe Std. bis man da komplett fertig war und raus war und diese Zeit wurde auch nicht mehr bezahlt.
Dabei hatte man die Kühltheke und den Rest der Theke zu reinigen, alles was übrig bleibt musste gezählt werden und auf einen Retouren schein notiert werden, das kam dann in Kisten und wurde zurück geschickt und das alles was dann auf den Retouren Schein stand musste dann auch noch mal in die Kasse eingegeben werden, mit sämtlichen Artikel Nummern und wieviel eben. Kasse zählen, das ist auch klar und sämtlichen Schreibkram noch ausfüllen, sowie die Kaffeemaschinen reinigen, was wir aber schon eine halbe Std. vor Feierabend machen konnten, da es ne halbe Stunde dauerte. Je nachdem wie schnell man war, so war man dann da auch raus. Bis man dann so fertig ist.... Einmal da wurde ich aber versetzt und da ich immer im Team gearbeitet hatte und da in einer kleinen Filiale ganz allein auf mich gestellt war, konnte ich nun auch nicht alles, da mir nicht alles gezeigt wurde. Ich wurde so gesehen ins kalte Wasser geworfen und war bei Früh oder Mittagschicht so gut wie immer alleine, nur selten hatten wir einen Azubi da. Ich machte hin und wieder meine Fehler und musste vom Bezirksleiter aus auch echt bluten, so sehr, das er mich mal als "blöde Person" beleidigte, was ich mir aber nicht gefallen ließ und ihn noch einmal zu einem persönlichen Gespräch bat, aber ab da war die Motivation noch mehr weg, man wurde nicht mehr wie eine Mitarbeiterin behandelt, wenn er dich auf den Kicker hatte, war es vorbei. Man sollte ständig lächeln, dabei war einem das da schon vergangen, ich war aber nie unfreundlich zu den Kunden und dennoch kamen immer häufiger Kundenbeschwerden rein, im allgemeinen und dann waren ja auch nur die Schuld, die er eh immer auf den Kicker hatte, so auch eine Studentin, die eh kaum da war und Probleme hatte sich die Nummern zu merken und es somit auch etwas länger dauerte, auch sie wurde manchmal wie ein "Ar..." behandelt. Auch fingen dann an Kolleginnen über die anderen her zu ziehen, wenn du nicht gut genug warst, es war plötzlich alles ganz anders als am Anfang.
Fazit: Am Anfang erschien alles schön und gut. Später wurden viele durch den Druck, Stress und wenn der Bezirksleiter einem auf dem Kicker hatte - unfreundlich (Kolleginnen) da sie Angst um ihren Job haben, herrscht auch ein manchmal dann ein paziger Ton und Lästerei unter einander. Schlecht bezahlt, zum Teil viele Überstunden, die nicht bezahlt wurden. Musste auch schon manchmal an Sonder- tagen, wenn etwas in der Stadt los war und zu wenig Personal da war 10 Std. arbeiten, hatte dann aber am nächsten Tag frei und es wurde auch mal bezahlt. Also wem's gefällt.... ich nie wieder!!!
In Teilzeit kann man sich in der Regel untereinander auch die freien Tage aus machen. Waren: Immer frisch und werden zum Teil frisch gebacken, daher auch diverses echt lecker.
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27.01.2012 14:31
Aber nicht für diesen minimalen Lohn soviel abzuverlangen und noch dazu nicht bezahlte Std. muss sich keiner bieten lassen!
27.01.2012 14:24
darf ich fragen wie alt du bist !? So ist das Arbeitsleben nun mal, KEIN Zuckerschlecken!! Der Arbeitgeber bezahlt und erwartet Leistung, daher auch das auf die Finger schauen.