Bezirksleiter halten sich für was besseres

2  26.01.2012

Pro:
frische waren,gute arbeitszeiten,freie tage wählbar

Kontra:
die vielen artikelnummern,arbeitsklima kommt drauf an,überstd . nicht bezahlt

BlackDragon2105

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Hallo,

hier meine Erfahrung bei der Bäckerei-Oebel als Bäckereiverkäuferin in Bochum.

Mich wundert es, das hier noch nichts zu diesen Thema erwähnt wurde, dabei habe
ich schon vieles und ähnliche Erfahrungen die meine hier gelesen.

Ich war genau 1 Jahr bei Oebel und ich muss sagen länger hätte ich es da auch nicht
mehr ausgehalten. Aber fangen wir doch ganz von vorne an.

Bewerbung:
Ich schrieb eine kurze und knappe Bewerbung als Bäckereiverkäuferin, sie suchen
auch gerne Quereinsteiger und nicht nur gelernte, der Nachteil als Quereinsteiger
bekommt man weniger Lohn als gelernte Verkäuferinnen. Aber erste Erfahrungen an
Kasse, Umgang mit Kunden und Verkauf reichen.

Vorstellungsgespräch:
Hatte ich bei einem jungen Bezirksleiter. Machte einen netten Eindruck, aber ich merkte schon das hinter der Fasade auch was anderes steckte. Da ich mir unsicher war, ob es mir überhaupt liegt, bot er mir ein Tag Probearbeiten für 4 Stunden an.
In einem Einkaufszentrum was sehr gut besucht war und es da sehr stressig war.

Probearbeiten:
War natürlich sehr stressig, es musste alles sehr schnell gehen, da es da auch gut
besucht war, allerdings bekam ich vom Verkauf nur wenig mit, da ich eher nur beim
Tische abräumen und spülen mit der Spülmaschine beschäftigt war. ich glaube die
beiden Mitarbeiterinnen (mittleren alters) waren ganz froh das ich da war. Hin und
wieder half ich dann beim zusammen stellen der Bestellungen z.B habe ich dann
auch mal Kaffeemaschinen gestanden, habe Kaffee in Tassen oder Kännchen
gelassen und neuen aufgesetzt. Die beiden Damen waren aber sehr nett.

Vertrag:
Nach dem Probetag bekommt man einen Vertag mit 3 Monate Probezeit auf ein
halbes Jahr mit voraussichtlicher Verlängerung. Es wurde aber so einiges Ver-
schwiegen, was ich im nach hinein mitbekam und das eher unschön und nicht
motivierend ist. Der Tarif richtet sich nach gelernte Fachkraft oder ungelernt.
Ungelernte bekamen einen Std.Lohn von 7,30,-€, der sich im Laufe der Jahre aber
etwas erhöhen sollte. Die Verträge waren unterschiedlich, es gab wenige Vollzeit
Kräfte, Teilzeitkräfte konnten zwischen 80-100 Std. im Monat haben und natürlich
auf 400,-€ Basis.

Das Team:
Das Team dort ist bunt gemischt vom Azubi zur Aushilfe wie Studenten bis hin zu
jungen Frauen und älteren Damen. Betriebsklima je nachdem wie sich die Frauen
verstanden haben - gut bis okay.

Einstellung und Einarbeitung:
Die ersten Tage waren überhaupt nicht einfach, da es aber mitten im Sommer war,
war es eher ruhig im Backshop. Alle Artikel werden per Artikel Nummern ein
gegeben, so etwas hatte ich noch nie gemacht, man muss sich also alle Nummern
merken. Egal ob ein Brötchen oder ein ganzer Frühstücksteller, alles hatte seine
Nummer. Ich habe mir ein Heft besorgt und mir alle Nummern notiert, nach ein paar
Wochen, hat man wenige Nummern schon im Kopf, meistens waren es die, die am
gängigsten waren. Ich muss aber sagen, dass das ziemlich schwer und stressig ist,
vor allem wenn man neu ist und die Kunden warten und du eine Nummer nicht weißt
oder suchst.

Ich hatte eine etwas ältere Dame, sie war sehr freundlich und erklärte auch alles
sehr gut und ruhig. Nur später wurde es etwas nervig, wenn man ständig korrigiert
wird, wenn man etwas macht (ich persönlich mag das auf den Finger gucken nicht)
Sie hatte mir aber allerdings auch nicht alles gezeigt und beigebracht, da sie es
lieber selber machen wollte, nachdem Motto: Wenn ich es mache, wird es
wenigstens richtig gemacht, was mir aber später zum Verhängnis wurde, dazu später.

Zum Winter hin wurde es dann mehr, stressiger und voller, vor allem kamen da viele
Rentnerinnen Frühstücken und denen geht es ja nie schnell genug, die hatten
einfach immer was zu meckern, daher muss ich sagen, der Kundenkontakt wurde
da dann echt nervig und schlimm, viele waren unfreundlich obwohl du da dein
bestes gegeben hast und noch deren extra Wünsche beim zusammen stellen des
Frühstücks berücksichtig hast. Wenn jeder dann mit den extra Wünschen kam,
mussten sie sich nicht wundern, wenn es dann etwas länger dauerte, als das
Standart-Frühstück. Es gab sogar diverse Kunden, die fühlten sich angegriffen, wenn
du deren Wünsche nicht auswendig wusstest, als müsse man alles von den Augen
ablesen können, also später war es vom Kundenklima her unerträglich, weil ich
bestimmt pro Tag 5 nörgelnde Kunden hatte.

Zur Frühschicht und Spätschicht:
In der Frühschicht musste man schon 6h da antanzen und es werden alle TK
Rohlinge auf Backbleche gelegt und abgebacken, jeden morgen frisch, schmeckte
auch ganz gut :) das Abbacken der Ware dauerte aber eben auch seine Zeit, danach
musste die Ware in die Theke geräumt werden und den Rest wie Brote, die der
Fahrer jeden Tag auch frisch lieferte, mussten nach einem bestimmten Schema ins
Regal. Aber das noch nicht genug, dazu kommt noch, wenn man keinen hatte der
morgens mit hilft, belegen der Brötchen und das sehr viele, zumindest war es da so.

Und jetzt kommt das schöne von 6.00-8.00h wurde nicht bezahlt.
Als wenn man da nur rumstehen würde und nichts tut, das hatte mich nicht gerade
motiviert und noch dazu, wurde das nicht einmal erwähnt, ich habe es dann durch
Kolleginnen erfahren und mich sicherlich spätestens auf meiner Abrechnung
gewundert. Das gleiche gilt auch für Abends, da die Ware nicht eher als vielleicht 15
min.vor Ladenschluss so langsam weg geräumt werden durfte, dauerte das alles
auch ca. noch eine halbe Std. bis man da komplett fertig war und raus war und diese
Zeit wurde auch nicht mehr bezahlt.

Dabei hatte man die Kühltheke und den Rest der Theke zu reinigen, alles was übrig
bleibt musste gezählt werden und auf einen Retouren schein notiert werden, das
kam dann in Kisten und wurde zurück geschickt und das alles was dann auf den
Retouren Schein stand musste dann auch noch mal in die Kasse eingegeben
werden, mit sämtlichen Artikel Nummern und wieviel eben. Kasse zählen, das ist
auch klar und sämtlichen Schreibkram noch ausfüllen, sowie die Kaffeemaschinen
reinigen, was wir aber schon eine halbe Std. vor Feierabend machen konnten, da
es ne halbe Stunde dauerte. Je nachdem wie schnell man war, so war man dann
da auch raus. Bis man dann so fertig ist....

Einmal da wurde ich aber versetzt und da ich immer im Team gearbeitet hatte und
da in einer kleinen Filiale ganz allein auf mich gestellt war, konnte ich nun auch nicht
alles, da mir nicht alles gezeigt wurde. Ich wurde so gesehen ins kalte Wasser
geworfen und war bei Früh oder Mittagschicht so gut wie immer alleine, nur selten
hatten wir einen Azubi da. Ich machte hin und wieder meine Fehler und musste vom
Bezirksleiter aus auch echt bluten, so sehr, das er mich mal als "blöde Person"
beleidigte, was ich mir aber nicht gefallen ließ und ihn noch einmal zu einem
persönlichen Gespräch bat, aber ab da war die Motivation noch mehr weg, man
wurde nicht mehr wie eine Mitarbeiterin behandelt, wenn er dich auf den Kicker
hatte, war es vorbei. Man sollte ständig lächeln, dabei war einem das da schon
vergangen, ich war aber nie unfreundlich zu den Kunden und dennoch kamen
immer häufiger Kundenbeschwerden rein, im allgemeinen und dann waren ja auch
nur die Schuld, die er eh immer auf den Kicker hatte, so auch eine Studentin, die eh
kaum da war und Probleme hatte sich die Nummern zu merken und es somit auch
etwas länger dauerte, auch sie wurde manchmal wie ein "Ar..." behandelt. Auch
fingen dann an Kolleginnen über die anderen her zu ziehen, wenn du nicht gut
genug warst, es war plötzlich alles ganz anders als am Anfang.

Fazit:
Am Anfang erschien alles schön und gut. Später wurden viele durch den Druck,
Stress und wenn der Bezirksleiter einem auf dem Kicker hatte - unfreundlich (Kolleginnen) da sie Angst um ihren Job haben, herrscht auch ein manchmal dann
ein paziger Ton und Lästerei unter einander. Schlecht bezahlt, zum Teil viele
Überstunden, die nicht bezahlt wurden. Musste auch schon manchmal an Sonder-
tagen, wenn etwas in der Stadt los war und zu wenig Personal da war 10 Std.
arbeiten, hatte dann aber am nächsten Tag frei und es wurde auch mal bezahlt.

Also wem's gefällt.... ich nie wieder!!!

In Teilzeit kann man sich in der Regel untereinander auch die freien Tage aus
machen.

Waren:
Immer frisch und werden zum Teil frisch gebacken, daher auch diverses echt lecker.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
BlackDragon2105

BlackDragon2105

27.01.2012 14:31

Aber nicht für diesen minimalen Lohn soviel abzuverlangen und noch dazu nicht bezahlte Std. muss sich keiner bieten lassen!

basti_83

basti_83

27.01.2012 14:24

darf ich fragen wie alt du bist !? So ist das Arbeitsleben nun mal, KEIN Zuckerschlecken!! Der Arbeitgeber bezahlt und erwartet Leistung, daher auch das auf die Finger schauen.

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  2. Summertime_1981
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