Der fehler meines Lebens

1  16.11.2009

Pro:
nix

Kontra:
alles

Empfehlenswert: Nein 

Details:

Einstellungschancen:

Aufstiegschancen

Verdienstmöglichkeiten:

Sozialleistungen:


laura2103

Über sich:

Mitglied seit:16.11.2009

Erfahrungsberichte:2

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1. Wer ist für den Beruf geeignet!

Menschen die Spaß am Verkaufen und beraten haben, die mit wenig Geld zurecht kommen.
Wem es nichts ausmacht in der Zeit von 5 – 22 Uhr und Sonntags zu Arbeiten!
Der Beruf ist sehr undankbar, die Kunden können sehr anstrengend sein, und wer mit alldem nicht zurecht kommt sollte diesen Beruf nie ausüben.

2. Wie ich zum Fehler meines Lebens kam!

Ich wollte eigentlich Erzieherin werden
Nach dem qualifizierendem Hauptschulabschluss hätte ich dafür noch für 2 Jahre eine weiterführende Schule besuchen müssen, doch diese Schule wäre eine Privatschule gewesen, und hätte Monatlich ca. 400 DM gekostet, was meine Mutter mir nicht finanzieren wollte, es hieß nur du geht’s Arbeiten sonst fliegst du raus…..
Also was tat ich, um nicht mit 16 auf der Straße zu landen??Natürlich mir eine Ausbildungsstelle suchen, doch viel Zeit blieb nicht mehr, die meisten hatten schon was und ich habe mir ja nie Gedanken für eine Alternative gemacht, da mein Wunsch immer klar war!
Erste Bewerbung zur Bäckereifachverkäuferin, die nahmen mich sofort!
Ich merkte schon am Tag der Probearbeit, das dies nichts für mich ist, hinter der Theke zu stehen zu beraten und zu Verkaufen, aber durch das drängen meiner Mutter habe ich den Vertrag dann unterschrieben. Von allen Seiten hörte ich nur, Hauptsache eine Ausbildung, du kannst immer mal was anderes machen, schau dir die anderen an, die nichts gefunden haben, du kannst echt froh sein…( meine Noten waren auch wesentlich besser als die von den anderen)blablabla…
Ich muss noch dazu sagen, das ich damals sehr schüchtern war, und null Selbstvertrauen hatte um mich zu wehren, aber heute denke ich kein Wunder bei solch einem Elternhaushalt!

3. Ausbildungszeit, für mich war es der reine Horror!

3 Jahre mit 4 Tagen Arbeit und einem Tag Berufsschule!
Morgens um 8 Arbeitsbeginn bis 18 Uhr
- Theke mit einräumen, das was die Kollegen noch nicht geschafft haben, danach habe ich in der Backstube mich stundenlag mit Gemüse Putzen beschäftigt, als ich fertig war, durfte ich mit bedienen, bis zur Mittagspause, die 1,5 Stunden dauerte.
Anschließend habe ich bis Abends die Kunden bedient, Saubergemacht, Ware verräumt usw.
- nach 2 Jahren ist Zwischenprüfung, ich hatte keine Angst davor, denn wer den Stoff lernt hat nichts zu befürchten. ( Ich habe es trotz der nervlichen Belastung es geschafft für die Schule zu lernen, eigentlich kann ich Stolz auf mich sein)
Doch die praktische Prüfung war ein Schock, ich war null vorbereitet worden vom Betrieb, das einzige was kein Problem war, das Kopfrechen da wir die Kasse nicht benutzen durften, sondern alles im Kopf gerechnet haben. Der Rest der Prüfung bestand aus Schaufenster dekorieren ( nie gemacht, wir hatten keins), Schwieriges Verkaufsgespräch ( da sprang immer die Chefin ein, und hat mich weggeschickt), Bestellung für große Hochzeitsgesellschaft, Torten Verpacken, Diabetiker Beratung ( alles natürlich nie geübt).
Die Abschlussprüfung war dann ähnlich! Note 2

4. Fazit des Berufes

Mir hat der Beruf von Anfang an keinen Spaß gemacht, von allen Seiten hört man nur Hauptsache eine Arbeit und so weiter. Ich habe jetzt 16 Jahre in dem Beruf gearbeitet, bin Täglich mit grausen zur Arbeit gefahren, habe Nächte lang mich in den Schlaf geweint.
Nun bin ich nervlich so am Ende ich habe keine Kraft mehr im Verkauf zu Arbeiten, sogar ein Tag wäre mir zuviel.
Bin jetzt sein einem Jahr Arbeitslos!
Man hat als Bäckereifachverkäuferin keine Chance Beruflich etwas anderes zu machen, da alle denken wir sind dumm, und können nur hinter der Theke stehen, aber das stimmt nicht.
Sehr gerne würde ich im Büro Arbeiten, was ist mir eigentlich egal, aber ich bekomme aufgrund der fehlenden Erfahrung keine Chance.
Eine Umschulung, Weiterbildung oder ähnliches bekomme ich nicht finanziert, da ich bereits eine Ausbildung habe, ich habe schon sehr häufig gehört, wenn Sie keine Ausbildung hätten, dann würden wie Sie unterstützen aber so geht es nicht.
Nebenberuflich sich Weiterbilden, geht aufgrund der flexiblen Arbeitszeiten nicht, kein Chef lässt sich nur auf Frühdienst ein, damit man abends zu Schule kann.
Ich rate jedem es sich genau zu Überlegen, diesen Beruf zu wählen, eine zweite Chance gibt es nicht.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
laura2103

laura2103

16.11.2009 22:08

Den Arbeitsvermittler habe ich schon mehrfach auf mein Problem aufmerksam gemacht, aber leider kann er mir auch nicht helfen, da ich ja ne Ausbildung habe, und daher ist es nicht möglich unterstützung zu bekommen. Sei es in Form einer Umschulung oder zweiten Ausbildung. Selbstfinanzierung schaffe ich auch nicht, habe nie viel Geld verdient, um so viel anzusparen, das es für paar Jahre reicht. Umschulungskosten ca. 15000€ in Vollzeit 2 Jahre, wären einer Ausbildung würde ich wenigstens 300-400€ verdienen, aber die Miete allein kostet ja schon 400€. Und Aufgestockt würde ich auch nicht werden, da ich ja rein teoretisch in meinem Beruf Arbeiten könnte, rein körperlich gesehen.Bafög geht auch nicht, aus dem gleichen Grund, wäre damals sicherlich eine lösung gewesen, nur zu dieser Zeit wusste ich nicht, das es so eine Möglichkeit gibt.

ThomasPohlert

ThomasPohlert

16.11.2009 20:27

Kannst Du die Arbeitsvermittler oder wie die jetzt heißen, nicht mal wegen einer Umschulung ansprechen... nach einem Jahr Arbeitslosigkeit ist das doch eigentlich im Rahmen der Qualifizierungsmaßnahmen soweiso dran... ;-)))

xXMegamiXx

xXMegamiXx

16.11.2009 18:52

Was man für Fehler gemacht hat, weiß man wirklich erst hinterher. Ich hab auch viel zu lange in ein Studium investiert, das mir nicht lag und jetzt sieht es auf dem Lebenslauf ziemlich scheiße aus. Lass dich nicht entmutigen!

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