Empfehlenswerte Alternative zum Rasieren
10.06.2007
Pro:
preiswert, langanhaltend, nicht besonders schmerzhaft
Kontra:
braucht Übung (tut Rasieren auch ! ) und Zeit
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Qualität:
Kaufanreiz:
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 mathfreak
Über sich:
Mitglied seit:25.02.2007
Erfahrungsberichte:6
Vertrauende:1
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 28 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Kaufanreiz: Rasieren hängt mir ein bisschen zum Hals raus weils nie länger als einen Tag wirklich glatt ist. Also interessierte mich Enthaaren mit Wachs, aber bei Veet hat mich erstens der Preis und zweitens die super-nervige Werbung abgeschreckt. Balea-Produkte sind günstig und ich habe gute Erfahrungen mit ihnen gemacht.
Inhalt: 10 Doppelstreifen mit Kaltwachs, 4 Pflegetücher Die Doppelstreifen sind jeweils zwei Fließstreifen mit einer Wachsschicht dazwischen. Man wärmt sie auf, zieht die Streifen auseinander und klebt sie auf die Haut; insgesamt hat man also 20 Streifen, die jeweils etwa 13cm x 6 cm groß sind.
Erster Eindruck: Den Geruch von den Wachsstreifen finde ich recht angenehm (ein bisschen nach Kräutern, aber nicht zu penetrant), die Pflegetücher sind halt ölig - müssen sie natürlich auch sein.
Anwendung: Wah, hatte ich erstmal Angst (Mel Gibson und sein blöder Film!). Ich habe die ersten beiden Streifen aufgewärmt, angeklebt, gezittert und gezagt, die Zähne zusammengebissen, die Luft angehalten und todesmutig die Streifen abgerissen. Natürlich in der Erwartung, dass Haut mitkommt und mein Bein sich anfühlt als ob's auf einem Grill liegen würde. Nix dergleichen. Mel Gibson ist ein Waschlappen. Es ziept, und das ist es. Höchstens so schmerzhaft wie wenn man eine Wunde wieder aufreißt. Haare einzeln mit einer Pinzette auszupfen ist definitiv schmerzhafter als mit den Streifen. Danach habe ich dann fröhlich weitergemacht und allmählich rausgekriegt wie man die Streifen am besten anklebt und abzieht. Das unbequemste war eigentlich mich so zu verdrehen dass ich an die Rückseite meiner Beine rankam. Das zweit-unbequemste war wirklich die entstehende Hautreizung - erst merkt man nichts, dann brennts. Ich habe die Haut brav mit Pflegetüchern gereinigt und dann schnell mit einem Eispack gekühlt. Damit war das Brennen beseitigt. Zu Anfang sind oft ein paar Haare stehengeblieben, weil mand die Streifen einfach nicht genau dahin klebt wo sie hinsollen oder nicht ordentlich abzieht. Die habe ich dann mit einer Pinzette ausgezupft. Die Wachstreifen kann man laut Packung wiederholt anwenden, was ich auch tue. Das praktische daran ist dass man nach dem ersten Verwenden jeden Fließstreifen einzeln zusammenklappt, und dadurch ist er kleiner als die unbenutzten Doppelstreifen und läßt sich leichter aufwärmen. Die Klebewirkung läßt wahrscheinlich irgendwann nach, aber bis jetzt habe ich Streifen bis zu dreimal benutzt und sie funktioneren beim dritten mal noch gut. Mit einer Packung für knapp 4 Euro kann ich so beide Beine enthaaren.
Mir fällt auf dass andere Anwender das ganze als sehr schmerzhaft beschreiben, was überhaupt nicht meine Erfahrung ist. Mir fallen da nur zwei Erklärungen ein: entweder weil ich als Teenager ab und zu Haare an meinen Beinen mit der Pinzette ausgezupft habe und dadurch die Haarwurzeln bei mir geschwächt sind. (Glaub ich aber nicht, dass ist 10 Jahre her und ich habe eher starken Haarwuchs an den Beinen!) Also falls ich nicht eine ungewöhnlich hohe Schmerztoleranz habe (und mein Zahnarzt erzählt mir was anderes ; ) ) waren es vielleicht Fehler bei der Anwendung. Deshalb ein paar Tipps: Aufwärmen der Streifen - ich habe die Streifen einfach erstmal zwischen meine Oberschenkel gelegt damit sie schon mal vorgewärmt werden. Nach 30 - 60 Sekunden sind sie schön weich und kleben auch schon ohne dass man den Streifen zwischen den Händen warmreibt. Mit Warmreiben kleben sie aber noch etwas besser. Wichtig: wenn die Streifen warm sind, fühlen sie sich weich an (Wachs hat ungefährt die Konsistenz von Honig) und lassen sich mit wenig Widerstand auseinanderziehen. Wenn sie noch hart sind, werden sie garantiert nicht ordentlich funktionieren! Aufdrücken - ich glaube da sollte man sich ein paar Sekunden Zeit nehmen und richtig fest andrücken. Abziehen - dran denken die Streifen flach abzuziehen! Das heißt: das Ende das man festhält wird nicht nach oben vom Bein weggezogen, sondern am Bein entlang, auf das andere Ende des Streifens zu. (Da man in Haarwuchsrichtung abzieht, packt man ja das untere Ende des Streifens. Beim Abziehen bewegt sich die Hand am Bein entlang, in Richtung Knie. Nicht vom Bein weg!) Davon mal abgesehen, man muss die Streifen nicht in 1/2 Sekunde abreissen, etwas langsamer geht auch. Zu langsam und es bleiben Wachsreste, das ist halt Übungssache. Reinigen - die Pflegetücher sind gut, Hautöl und Kosmetiktücher gehen auch. (Ich habe ein Weleda-Öl benutzt.) Aber nichts was Alkohol enthält, ich würde also von Lotionen und allem was parfümiert ist die Hände lassen!) Kühlen - unbedingt. Wenn ich mir gerade 50 bis 100 Haare ausgerissen habe ist es wohl nicht überraschend dass meine Haut gereizt ist! Also Kühlpacks oder kalte Umschläge bereithalten und für mehrere Minuten draufpacken. Zeit nehmen - gerade beim ersten mal braucht man eine Weile bis man die Streifen wirklich so plaziert, dass man alle Haare erwischt. Das liegt auch daran, dass die Fließstreifen breiter sind als das Wachs darauf. Musik anschalten, was lesen während die Beine kühlen oder Lieblingsserie im Fernsehen schauen.
Nachwirkungen: Gerade bei den ersten Versuchen hat man gerötete Haut (bei mir waren kleine rote Punkte überall dort, wo vorher Haare waren) und vereinzelt klebrige Wachsreste. Die Wachsreste kann man entweder mit einem der beiligenden Pflegetücher, mit einem Kosmetiktuch und etwas Hautöl oder später mit Seife und Wasser entfernen. Beim ersten mal habe ich nicht das ganze Wachs erwischt bevor ich in meine Jeans geschlüpft bin. Abends konnte man die Wachsreste dann gut erkennen, weil winzige Stofffasern dran festklebten. An der Jeans selbst klebte aber nichts. (Nachahmung mit empfindlicheren Stoffen ist aber nicht empohlen!) Wegen der Hautreizung habe ich sehr gute Erfahrungen mit Kühlen gemacht: ein großes (oder mehrere kleine) Eispacks bereitliegen haben und damit die Haut kühlen, wenn man mit Enthaaren und Reinigen fertig ist. Fazit: 1 Stunde nach dem Wachsen hatte ich nichts schlimmeres als ein bisschen Wachsreste an meinen Beinen.
Endergebnis: Bei der ersten Anwendung brauchte ich mit allem drum und dran eine Stunde pro Bein (realistische Schätzung) . Ich denke mal das wird weniger werden, da man anfangs Fehler macht, und da der Haarwuchs durch wiederholtes Ausreißen schwächer werden müßte. Das Ergebnis war wunderbar glatte Haut und keine Beschwerden. Nach dem Rasieren sehen meine Beine fast nie so gut aus, weil sie entweder vom Rasieren gereizt waren oder ich mich irgendwo geschnitten hatte. Nach meinen bisherigen Erfahrungen ist Kaltwachs für mich auf jeden Fall die bessere Lösung.
Anmerkung zu den Produktdetails: Ich habe mittelmäßige Haltbarkeit angegeben weil ich noch nicht weiss, wie lange sich die Streifen halten. Ich packe sie zur Sicherheit in den Kühlschrank.
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12.07.2007 00:59
finde den bericht dehr gut gelungen, danke für die vielen enthaarungs-tips, lg emily
21.06.2007 02:17
Ja richtig, Mel Gibson! Er ist ja fast zu einem running gag geworden bei diesem Produkt. Dahinter steckt folgendes: In "Der Mann der weiß was Frauen denken" (Film ist in etwa so mittelmäßig wie der Titel) hat er sich die Beine gewachst und natürlich ein elendes Geschrei darum gemacht. (In der Szene hatte er sich auch gerade die Nägel lakiert und trug einen BH. Schon irgendwie mutig.)
16.06.2007 11:17
Mel Gibson, was hat es damit auf sich, klär mich doch bitte mal auf???