Ballett

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Ballett verleiht Flügel

5  26.01.2010

Pro:
siehe Bericht

Kontra:
Kosten, Verletzungsgefahr

Empfehlenswert: Ja 

rainbow90

Über sich: Bücher lesen heißt wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben über die Sterne. (Jean Paul)

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Liebe Leser,

mit meinem heutigen Bericht möchte ich euch ein paar persönliche Einblicke und Erfahrungen eines Ballettstudios speziell zum Klassischen Ballett geben.


~~~ Wie kam ich zum klassischen Ballett? ~~~

Tja, eigentlich passierte das auf ganz normale Weise. Al ganz kleines Mädchen schon war ich fasziniert von der Tänzerinnen und wollte immer tanzen. Mit drei Jahren fing ich Rhythmische Sportgymnastik an, aber das reichte mir anscheinend nicht. Als ich dann 8 Jahre alt war, drängte ich darauf, richtig Ballett zu tanzen und schließlich suchten wir eine Tanzschule.


~~~ Was ist das klassische Ballett? ~~~

Ballett, klassische Form des Bühnentanzes, die sich seit dem 15. Jahrhundert (siehe Renaissance) als getanzte Einlage oder als vollständiges Bühnenwerk an den italienischen Fürstenhöfen entwickelt hat. Ballett-Techniken sind stilisierte Bewegungen und Positionen, die im Lauf der Jahrhunderte ausgearbeitet und kodifiziert wurden und ein festgelegtes, wenn auch flexibles System bilden, das akademisches Ballett oder danse d’école genannt wird. Zur Tanzkomposition gehören Musik, Bühnenbild, Beleuchtung und Kostüm. Da die Ballett-Schritte erstmals in Frankreich benannt und in ein System gebracht wurden, ist Französisch die internationale Sprache des Balletts.
(entnommen von der Internetseite: http://www.citysports.de/Neubrandenburg/Ballett_Ne ubrandenburg.htm)


~~~ Wo lernt man Ballett?~~~

Ballett wird sowohl an kleinen Ballettstudios unterrichtet, als auch in richtigen großen Tanzschulen.
Das heißt, man sollte sich genau überlegen, ob das Ballett ein Hobby sein sollte, oder ob man mehr daraus machen möchte. Wenn man, so wie ich, einfach gern einmal die Woche Unterricht haben möchte, eignet sich eine kleine Schule gut. Wir haben damals pro Monat 50M bezahlt und später dann ca. 45€.
Natürlich sind die Preise erheblich teurer, wenn man sein Kind an eine richtige Ballettschule schickt, wo es eine professionelle Ballettausbildung erhält. Es gibt sogar Schulen, die wie ein Internat sind, sodass der Ballettunterricht einfach in den normalen Unterricht geschoben wird.


~~~ Was brauche ich, um Ballett zu tanzen?~~~

Generell würde ich einfach mal sagen Spaß! Solange das Tanzen einem Freude bereitet und man nicht mit negativen Gefühlen zum Unterricht geht, ist das eine tolle Sache. Andere Vorraussetzungen wären natürlich entsprechende Kleidung. In kleinen Ballettstudios wird meist nicht so viel Wert auf teure Ballettkleidung gelegt und man kann auch normale Trainingssachen tragen. Aber in richtigen Schulen wird meist Einheitskleidung erlangt.
Es gibt eigentlich in jedem Studio einen kleinen Shop, wo man Trainingskleidung kaufen kann. Als Laie kennt man wahrscheinlich einfach nur die Tutu-Kleidchen, aber die werden nicht zum Training angezogen. Normalerweise trägt man einen Body, der ein Röckchen haben kann, oder auch nicht. Es gibt da wahnsinnig viele verschiedene Varianten und eine ist teurer als sie andere. Die Preise reichen da von 20-80€ oder noch mehr.
Auch das Material kann ganz unterschiedlich sein, Hauptsache man kann sich gut darin bewegen. Dann gibt es natürlich noch die Schuhe. Zum einen gibt es normale Schläppchen, die in weiß, schwarz, beige oder rosa erhältlich sind. Die liegen in einer Preisspanne von 20-30€ etwa.
Bilder von Ballett
  • Ballett Ballett
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Ballett Ballett
Ballettkleid
Spitzenschuhe sind dann natürlich etwas Besonderes und sollten nicht einfach so gekauft werden. Am besten sind immer getragene Schuhe, da die sich viel besser tanzen. Neue Spitzenschuhe sollten optimal passen und hier gilt leider nicht die Regel, lieber eine Nummer größer kaufen, denn das könnte sehr gefährlich werden. Diese Tanzschuhe kosten um die 30-60€. Alles eine ganz schön teure Angelegenheit. Dazu kommen noch die Einlagen für die Spitzenschuhe, denn ohne zu #tanzen wäre ziemlich dämlich und brutal. Um sich die Zehen nicht vollständig zu zerstören, gibt es verschiedene Einlagen, die nur für den Zehenbereich gedacht ist. Es gibt sich natürlich auch in verschiedenen Materialien, z.B. Gelmasse, Watte und Schaumstoff.
Viele denken wahrscheinlich, es ist beim Ballet eine Vorraussetzung, dass man sehr dünn ist. Das mag zwar in großen Tanzschulen stimmen, da wird man regelrecht zum Dünnsein gezwungen, aber in kleinen Ballettstudios, wo man nur zum spaß tanzt, ist das bei weitem nicht so. Jeder kann mitmachen, aber es ist innvoll, nicht so wahnsinnig dick zu sein, da damit das tanzen natürlich viel schwerer wird.


~~~ Meine Erfahrungen mit dem klassischen Ballett~~~

Nachdem eine Eltern zugestimmt hatten, dass ich Ballettunterricht bekommen darf, begaben wir uns auf die Suche, nach einem Ballwettstudio. In unserer Nähe gab es gleich zwei dieser Art und meine Eltern vereinbarten bei beiden eine Schnupperstunde. Bei der ersten Schule wurde ich zwar nett aufgenommen, aber mir fehlte irgendwie der Ernst an der Sache. Bei der zweiten Schule sah die Sache schon anders aus. Die Lehrerin war eine ehemalige russische Primaballerina und konnte wirklich was.
Meine Eltern kauften mir einfache Ballettkleidung, die man so kennt für kleine Mädchen. Rosa Anzug mit rosa Röckchen und rosa Stulpen. Später kamen noch eine Wickeljacke und zahlreiche Paar Schläppchen dazu. Da ich erst 6 war, durfte ich nicht Spitze tanzen.
Mir bereitete das Ballett von Anfang an großen Spaß. Ich hätte natürlich auch alles mögliche andere tanzen können, aber ich wollte nur klassisches Ballet. Darin ging ich regelrecht auf. Ich tanz etwa 6 Jahre Ballett und habe es immer geliebt. Besonders wenn wir einen Auftritt vorbereiteten und ihn dann auch hatte. Das war total mein Ding, auf der Bühne stehen, tanzen und die ganze Atmosphäre. Das ist ja auch das schöne am Ballett, die tolle Musik. Die Klassiker sind natürlich „Der Nussknacker“ und „Dornröschen“ etc. Aber es gibt noch sehr viel mehr wunderschöne Lieder zu denen man Ballett tanzen kann.
Eine normale Unterrichtsstunde sah so aus, dass wir uns erst alle warmmachten, d.h. Dehnungsübungen machen und dann an die Stange gingen. Dabei war es eigentlich immer so ziemlich die gleiche Abfolge von Übungen an der Stange. Dann gingen wir in die Mitte des Raumes und machten da ähnliche Übungen. Anschließend tanzten wir, z.B. übten wir unsere Tänze für den Auftritt. Als ich älter war, so etwa zehn, da durfte ich auch Spitze tanzen. Da s war sowieso so eine Aktion, da ich erst einmal Spitzenschuhe kriegen musste. Ich sollte keine neuen haben, da die sich nicht so gut tanzen und besonders für einen Anfänger es leichter ist mit getragenen Schuhen zu tanzen. Bis dann endlich welche hatten, die meine Größe hatten und passten, verging eine Ewigkeit. Als ich aus den Schuhen rausgewachsen war. Bekam ich neue Spitzenschuhe. Da die noch nicht eingetanzt waren, mussten sie erst speziell behandelt werden. Als meine Lehrerin sagte, ich sollte nächste Stunde einen Hammer mitbringen, wurde mir schon ganz mulmig. Es sah auch wirklich brutal aus, als sie mit demselben auf meinen winzigen Spitzenschuh einschlug. Das tat sie, um die harte spitze etwas aufzulockern, da man erstens kaum Bewegungsfreiheit im Schuh hat und zweitens sich die Füße nicht kaputt macht. Dann wurde die Sohle in alle Richtungen gebogen, sodass sie weich wurde. Schließlich konnte ich damit tanzen. Natürlich tut Spitze tanzen ziemlich weh.
Man sollte sich gut überlegen, ob man sein Kind Spitze tanzen lässt. Vor allem sollte man nicht u früh damit anfangen. Da die Füße ja noch nicht ausgewachsen sind als Kind, können die Schuhe ziemlichen Schaden anrichten. Ich habe meine Ballettfolgen immer noch, indem meine großen Zehen sich sehr stark zu den anderen Zehen beugen und daher der Knöchel na der Fußinnenseite recht weit herausguckt. Außerdem hatte ich jahrelang Probleme mit meinen Gelenken und musste im Sportunterricht Bandagen tragen. Und das, obwohl ich nur einmal die Woche leichteres Training hatte!
Ich habe allerdings niemals bereut, Ballett getanzt zu haben. M Gegenteil! Ich bereue wirklich zutiefst, jemals aufgehört zu haben. Leider war ich mit 14 der Meinung, ich müsse mit dem Ballettunterricht aufhören. Als ich dann einmal aufgehört hatte, hatte ich immer eine Scheu noch einmal damit anzufangen. Heute hält mich davon ab, dass es meine alte Tanzgruppe in der Form nicht mehr gibt und ich in keine andere Ballettschule gehen möchte. Noch einmal ganz neu anfangen, das ist nichts für mich.
Das Ballett hat mir soviel gebracht. Nicht nur, dass es Sport ist man doch echt trainiert wird, es machte auch wahnsinnigen spaß zu tanzen. Ich konnte mich noch nie für Hip Hop oder dergleichen begeistern, aber Ballett...
Es ist so schwer zu beschreiben. Beim Ballett lernt man automatisch, elegant zu sein. Man erlernt Anmut und Grazie. Außerdem entwickelt man sehr gute Körperbeherrschung, überhaupt ein Gefühl für den eigenen Körper und wird gelenkig. Das bringt mir auch heute noch etwas. Abgesehen von der Fähigkeit, auf Befehlt, den Körper gerade zu machen, Schulterblätter nach hinten zu ziehen, den Hals zu strecken und alles anzuspannen, kann ich auch echt gut auf Zehenspitzen stehen. Für mich war das immer normal, aber wenn ich mal andere Leute sehen, die meinen, sie stünden auf Zehenspitzen, dann siehe ich da einen enormen Unterschied. Das Ballett fördert außerdem auch Taktgefühl, man hört den Rhythmus und hat Melodien einfach im Blut. Und das habe ich als Kind gelernt mit so einfachem Unterricht!
Ich war in meiner Ballettgruppe nicht die schlankste, beweglichste oder über die beste Schülerin, aber ich habe durch andere Dinge gepunktet. Und da kommt man zu den dingen, die wirklich beim Balletttanzen entscheidend sind: Ich hatte Körpersprache, Ausstrahlung und vor allem konnte ich mich weich bewegen. Ich hatte wiche Arme, die nicht so eckige Kreise gebildet haben, sondern weiche Wellen entstehen lassen konnten. Ich konnte zwar mein Bein nicht sehr weit hochheben, aber ich habe in meinen Tanz etwas gelegt. Das ist das wirklich schöne am Ballet, wie ich finde. Viele Leute denken vielleicht, Ballett wäre so ein kühler, distanziertet Tanz für arrogante Menschen, aber das ist nicht so. Ballett ist so gefühlvoll und weich wie es wahrscheinlich kein anderer Tanz ist. Ballett spricht auch nur an, wenn es ausdrucksstark getanzt wird und man Ballett lebt. Das hört sich vielleicht hochtrabend an, aber beim tanzen da fühlt es sich an, als würde man in der Luft fliegen. Man vergisst alles um sich herum, ist nur Gefühl und zarte Bewegung. Man fühlt seinen Körper nicht, sondern ist der Tanz und führt die Bewegungen und Schritte nicht einfach nur aus.
Das ist das Einzigartige am Ballet und ich wünschte, ich hätte niemals aufgehört.


~~~ Meine Meinung zum klassischen Ballett~~~

Ich denke, es kann auf keinen Fall schaden, seine kleine Tochter beim Ballett anzumelden.
Man lernt dabei soviel, was man im weiteren Leben wirklich gut gebrauchen kann und auch sonst nirgendwo kernt und es wahrscheinlich auch später nie mehr erlernen wird. Körpergefühl ist wirklich wichtig, auch für ein gutes Selbstbewusstsein und das lehrt einem das klassische Ballett. Ich finde Ballett steht dafür, mit seinem Körper eins zu sein und seine Gefühle mit Hilfe der Musik in Bewegungen umzusetzen.
Wie hart man trainiert ist einem natürlich selbst überlassen. Spitze sollte man sein Kind erst ab etwa 10 Jahren oder möglichst noch später tanzen lassen und von professionellen Tanzschulen halte ich persönlich nicht viel. Natürlich bekommt man dort eine 1A Ballettausbildung, aber dafür ist das Training wirklich gesundheitsgefährdend und außerdem geht dabei wie ich finde dieser Sinn, von Gefühl und Fliegen verloren. Es geht dort nur um perfekt ausgeführte Bewegungen, Gelenkigkeit und Grazie.
Ich kann auch gut verstehen, wenn einige Leute Ballett furchtbar finden. Man muss Ballett verstehen und das kann nicht jeder. Man muss es selbst getanzt haben und dazu muss man auch geschaffen sein. Wem es liegt, der wird es wahrscheinlich auch lieben und sieht daher Ballettaufführungen wahrscheinlich mit ganz anderen Augen, als ein Nichttänzer.
Die Nachteile am Ballett sind natürlich die Gefährdung des Körpers. An meinen Füßen sieht man es und Füße on Profiballetttänzern sind einfach widerlich. Aber man macht sich nicht nur die Füße kaputt, sondern auf Dauer auch die Gelenke. Es ist beim Ballett wirklich wichtig, sich ausreichend warm zu machen und zu dehnen. Dann sollte man vor allem Spitze nur unter Aufsicht eines Lehrers tanzen, da man dabei so viel falsch machen kann und dadurch sich selbst in Gefahr bringt.
Ein weiterer negativer Aspekt ist natürlich der Kostenaufwand. Allein die Bekleidung ist wahnsinnig teuer insgesamt und dann wächst das Kind schnell laus allem heraus. Dazu kommt die Gebühr für den Unterricht, die auch nicht sehr niedrig ist.
Aber diese negativen Aspekte wiegen zwar schwer, können aber mein Bild von klassischen Ballet auf gar keinen Fall trüben. Ich finde daran alles klasse, die Musik, die Kostüme, die Tanzbewegungen an sich und die ganze Atmosphäre von einer nebelumwehten Bühne mit Scheinwerfern und dann das Gefühl das man dabei hat, fort zu tanzen und zu denken, man würde fliegen. Es ist einzigartig und darum mit nichts vergleichbar. Mal sehen, vielleicht fange ich irgendwann noch einmal damit an. Ich könnte es mir vorstellen, da ich Ballett immer lieben werde.


~~~ Meine Bewertung~~~

Ich bewerte das klassische Ballett trotz der hohen Kosten und der Gefahr für den Körper mit 5 von 5 Punkten. Aus besagten Gründen, kann ich es gar nicht anders bewerten und empfehle, wie gesagt allen Mädchen und auch Jungen es auszuprobieren. Wenn es allerdings nichts für einen ist und man daran keinen Spaß oder dafür kein Talent hat, sollte man natürlich schleunigst aufhören. Ansonsten kann ich nur sagen: Let’s dance!

Ich bedanke mich fürs Leen und Bewerten.
Liebe Grüße
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Quasseltante

Quasseltante

22.08.2011 17:21

SH & LG

Regan

Regan

25.07.2010 22:22

Das wollte ich als Kind auch. Genauso wie Eiskunstlauf. Aus beidem ist aber nichts geworden.^^

Rheinkieker

Rheinkieker

05.02.2010 13:10

sehr schöner bericht

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Dieser Erfahrungsbericht wurde bislang 1869 mal gelesen und von Mitgliedern wie folgt bewertet:

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