Erfahrungsbericht Kreuzbandriss

5  14.11.2009 (03.01.2010)

Pro:
Erfahrungsbericht der anderen hilft, Sportordination Alserstrasse, Wien,Univ .  Prof .  Dr .  Gäbler

Kontra:
UKH Meidling (meiner Ansicht nach)

Empfehlenswert: Ja 

princessrobert

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Erfahrungsberichte:1

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Erfahrungsbericht Kreuzbandriss 11. November 2009

Sonntag 02.11.2009 hatte ich bei einem Eishockeyspiel einen Unfall.

Zuerst dachte ich, dass es eine einfache aber schwere Prellung war. Ich hatte Schmerzen und bin leicht weg geknickt. Ich habe dann natürlich das Spiel sofort abgebrochen.

Am darauf folgenden Montag waren bzw. wurden die Schmerzen aber grösser und das Knie war auch schon angeschwollen und traf deshalb die Entscheidung ein Spital auf zu suchen.

Das nächst gelegene Spital war das Meidlinger Unfall Spital-. Nach dem mich eine liebe Arbeitskollegin so gut war (ich konnte nicht selber Auto fahren)von zu Hause abgeholt hat, brachte sie mich in das Spital (nochmals ein herzliches Danke an Manuela!)

Im Spital wurde ich schon erstmal (meiner Meinung nach) sehr unfreundlich aufgenommen , ich solle zuerst Zettel ausfüllen, obwohl ich sichtliche Schmerzen hatte und kaum stehen bzw. gehen konnte. Aber ok, das konnten die Dame an der Aufnahme/Empfang ja nicht wissen…(hatte das Gefühl das ich der Dame lästig war, obwohl ich auch in dieser Situation sehr freundlich war.), dann hiess es "hinsetzen"

Ich wurde einer Erstuntersuchung unterzogen ,die Ärztin schaute sich das Knie an, griff ein wenig herum und wurde dann zum Röntgen geschickt. Das Röntgen ergab nichts, so laut Ärztin,alles ok Bänder ok, ist nur eine Prellung...

Bei dem Gespräch mit der Frau Doktor teilte ich ihr mit, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass es nur eine Prellung ist, da so schmerzhaft und da mein Bein laufend wegknickte.. außerdem habe ich ihr den Unfall verlauf ausführlich erzählt und geschildert und sie darauf hingewiesen, dass es einen lauten Schnalzer beim Unfall gemacht hatte. Alles nicht von Interesse, Verband darauf, das wars..

Erst auf Drängen meinerseits hat sie mich dann für ein MRT eingewilligt und mich dafür in der nächsten Woche wieder bestellt.
Die schriftliche Diagnose nach der Erstuntersuchung der Frau Doktor war. Con. gen. sin, was soviel wie starke Prellung heißt. (ich kanns immer noch nicht fassen)


Nach dem ich dann wieder zu Hause war, suchte ich mir alle Fachausdrücke im Internet heraus und suchte mir auf Grund meiner Symptome mögliche Ursachen heraus. Es dauerte nicht lange und ich war auch schon bei einem Kreuzbandriss und oder auch Meniskusvorfall die auf meine Symptome passen würden, wollte es aber wahrscheinlich nicht wahr haben.

Ich war dann aber 3 Tage zu Hause und hatte das Bein relativ ruhig gestellt und es ging mir dann schon wesentlich besser, konnte das Knie bewegen, Schwellung ging zurück und auch die Schmerzen ließen nach. Ich ließ mich auf Grund dessen dann hinreißen an die Diagnose der Frau Doktor aus dem Spital zu glauben (war ja auch auf schwarz und weiß) und ging auch gleich wieder Arbeiten.

Nach einer Woche fuhr ich dann wieder ins Meidlinger Unfall Spital und machte das MRT (Magnet Resonanz Tomographie).
Ich hatte dann ein neuerliches Gespräch mit einer (anderen) Frau Doktor betreffend dieses MRT. Sie bat mich nochmals den Unfallvorgang genau zu schildern und die daraus resultierenden Symptome genau zu erläutern. Es wurde von mir alles noch einmal beschrieben.

Sie teile mir dann kurz und bündig mit, dass mir das vordere Kreuzband gerissen ist. Sie sagte mir auch das an und für sich, es kein Problem sei und es nicht weiter behandelt werden müsste ausser vorest Schonung.

Sie verschrieb mir 10 Einheiten physikalische Gymnastik zum Muskelaufbau

Ich sagte ihr nochmals das ich sportlich aktiv und oft Eishockey spiele, sehr oft laufen gehe und überhaupt viel Sport mache und das das ein wesentlicher Faktor in meinen Leben darstellt auf den ich nicht verzichten will.

Ich teilte ihr auch außerdem mit, dass ein Arzt der im Meidlinger Spital arbeitet mit mir im Team gemeinsam Eishockey spielt.
Sie meinte dann, dass ich mir ja gleich einen Termin am Ende des Monats mit ihm (meinen Teamkollegen) (26.11.09!)ausmachen soll und er solle sich dann es nochmals ansehen)

Ich wurde aber nochmals von der Ärztin darauf hingewiesen, dass keine OP nötig sei und diese sowieso nicht vorgesehen ist und ich es erst einmal mit der Gymnastik probieren soll und nach 6 Wochen würden wir dann weiter sehen.
Sie meinte auch, dass der Muskelaufbau um das Knie das fehlende Kreuzband ersetzen wird und es seine Funktion übernehmen wird.

Ich konnte dieser Diagnose und Behandlung nicht wirklich etwas abgewinnen und auch nicht nachvollziehen (wie soll ich laufen wenn die Stabilität nicht gegeben ist?)
. Auf Grund dessen recherchiere ich wieder intensiv im Internet betreffend Behandlungsmöglichkeiten eines Kreuzbandrisses. Es gibt genau 2 Möglichkeiten…

Ich wurde wieder schnell fündig und es wurde klar definiert welche Behandlungsmöglichkeiten möglich sind und welche für wen nötig sind oder auch nicht.

Kurz gefasst: Die nicht OP Variation (also die mit Gymnastik) ist für ältere Menschen oder sportlich nicht aktive Menschen, die keinen oder kaum noch Sport betreiben (Sport wie zB Radfahren) und die es nicht stört das sich das Knie verschiebt oder instabil ist-

Die OP Variation ist für Menschen, die weiterhin aktiv Sport mit „Stop und Go“ (schnell und abruptes starten und stoppen, drehen und bewegen, wenden) Bewegungen betreiben möchten (zb Ski, Fußball. Laufen, Eishockey, Tennis, Volleyball ect) und die einer möglichen (und sehr wahrscheinlichen) Arthrose (Gelenkskrankheit) vorbeugen wollen.

Für mich war in diesem Moment klar, dass ich eine Operation nötig habe und diese auch unbedingt will (ich bin 42) und brauchte nur die dementsprechende Info mündlich von einem richtigen Profi (also keinen "ich tue dir einen Gefallen" Arzt der in sich selbstverliebt ist und nicht zuhört und ähnliches)

Ich suchte weiterhin im Internet ab um eine mögliche kompetente Ansprechstelle zu finden und fand diese bei der „ Sportordination“ (http://www.sportordination.com ) in Wien 9., Alserstrasse 28/12 Ich bekam sofort eine Händynummer von einer Frau Gollner, die mir sofort und mit liebenswerter und zuvorkommender Art & Weise Rede und Antwort zu meinen vielen offenen Fragen stand, ohne das ich ihr meiner Versicherungsnummer oder ähnliches geben musste .(noch auf diesem Weg ein herzliches Danke für die Mühe und die professionelle und schnelle Auskunft und Hilfe in meinen Fall)

Frau Gollner teilte mir alle Möglichkeiten und Optionen mit, auch die Möglichkeit es im Meidlinger Unfall KH (dort bei der Ärztin auf eine OP zu bestehen und wenn das nicht hilft bis zum ärztlichen Leiter des KH zu gehen.)oder vielleicht auch anderen Unfall KH noch operieren zu lassen, was aber leider in erster Linie die Kurzfristigkeit der Angelegenheit nicht zuließ. (in zweiter Linie war mein Gedanke ,dass ich, nachdem ich dort auf den Tisch schlage und auf eine Op bestehe wer mich wohl operieren wird oder würde, einer der gerne Mal probieren will oder würde oder einer der gerade Dienst hat es aber vielleicht auch noch nie gemacht hat und jetzt machen muss? Das ist aber meine Meinung…Nicht wirklich erfolgsversprechende Aussichten.

Auch hatte meine Nachbarin eine ziemliche einfache Verletzung die im Meidlinger UKH zur kleinen Katastrophe (meiner Ansicht nach)wurde. Also auch nicht wirklich eine Empfehlung für mich, meiner Ansicht nach)…

(man muss/sollte das Kreuzband innerhalb von 14 Tagen nach Vorfall operieren lassen, ich war schon bei Tag 12) Da das Meidlinger schon zu viel Zeit vergeudet hatte(meiner Ansicht nach) weil spätes MRT und auch allererste eine (meiner Ansicht nach) falsche Diagnose er stellten (Kreuzbandriss ist halt keine Prellung), ich mittlerweile wieder arbeiten ging (und so auch 2 Tage vergeudet habe) hatte ich zusätzlich auch ein zeitliches Problem.

Ich hatte mich mittlerweile auf der Internetseite der Sportordination weiter informiert und bin auf den Univ. Prof. Dr. Gäbler aufmerksam geworden. (ein absoluter Profi auf seinem Gebiet)

http://www.sportordination.com/pages.php?Page=3983&Service1=5&Service2=58

(werde später in einen seperaten Bericht genau über Univ. Prof. Dr. Gäbler, Frau Gollner , die Sportordination und das KH zum goldenen Kreuz berichten, nur soviel vorweg, ich bin begeistert von der Art und Weise wie es bei denen abläuft)

Auf Grund dessen und sehr gute Aufklärung von Frau Gollner, entschließ ich mich zu einer kurzfristigen und schnellen Terminvereinbarung mit Univ. Prof. Dr. Gäbler um eine weitere Meinung (ich war in der Zwischenzeit auch bei meinen Hausarzt, dazu später) einzuholen.

nur so nebenbei;
(Mein Hausarzt riet mir nicht zu operieren, er hatte auch einen (Kreuzbandriss) und er geht bis heute klettern, so seine Aussage.. auf meine Antwort, dass Univ. Prof. Dr. Gäbler dazu aber doch rät, fragte mich mein Hausarzt gleich ob ich privat versichert sei und gab mir in diesem Moment sofort eine Karte von einem Kollegen (der für Kreuzbandop die Quali hat) von ihm, der in einen Privatspital arbeitet….da kann sich jeder denken was er will)


Bei diesem Termin würde von Hr. Prof. sofort der typische Test (vorderer Schubladentest) gemacht um zu sehen wie weit sich das Knie verschieben lässt. (Meidlinger UKH hat den nicht einmal gemacht!)
Außerdem erklärte er mit dem MRT Bildern das ein natürliches zusammen wachsen des Kreuzband nicht möglich ist, da an einer Stelle gerissen wo kein natürliches Zusammenwachsen mehr möglich ist .

Ich ließ mich am Samstag 14.11.09 im goldenen Kreuz von Univ. Prof. Dr. Gäbler operieren und kann die Sportordination nur weiter empfehlen!

Ich kann nur jeden raten(aber das ist meine persönliche Meinung): wenn du weiterhin Sport machen willst mache die OP, wenn du nur mehr Schach spielen willst oder dir Radfahren genügt ,dann lass es nicht machen.

Lass dir aber nicht einreden, dass du ohne OP weiterhin ganz normal Sport betreiben wirst!

===Ist das Gelenk instabil, so kommt es zur vorzeitigen Abnutzung des Gelenkknorpels, da in diesem Fall ein Knorpelreiben auftritt
Arthrose bedeutet Schmerzen und frühzeitig ein künstliches Kniegelenk.===

Die OP Variation ist für Menschen, die weiterhin aktiv Sport mit „Stop und Go“ (schnell und abruptes starten und stoppen, drehen und bewegen, wenden) Bewegungen betreiben möchten (zb Ski, Fußball. Laufen, Eishockey, Tennis, Volleyball ect) und die einer möglichen (und sehr wahrscheinlichen) Arthrose (Gelenkskrankheit) vorbeugen wollen

Dieser Erfahrungsbericht ist meine persönliche Meinung und ich wäre froh solche Infos schon zu einen früheren Zeitpunkt gehabt zu haben und wäre froh wenn das erste Spital (UKH Meidling) die richtige Diagnose bei der ersten Untersuchung gemacht hätten.(meiner Meinung nach)
Ich hoffen ich konnte jemanden ein wenig mit diesem Thema helfen!

anbei ein Link der den Kreuzbandriss sehr gut erklärt:

http://www.dr-gumpert.de/html/kreuzbandriss.html

(Absolute Indikation für eine Operation ist die Instabilität. Diese führt ohne Stabilisationsoperation zu Meniskusschäden und letztendlich zu einer sekundären Arthrose des Gelenkes. Es sind vorwiegend sportlich aktive Menschen in jüngeren Altersstufen betroffen, wobei auch in den letzten Jahren die Generation der über 50-jährigen einen Anstieg an Kreuzband-Sportverletzungen in Deutschland zu verzeichnen hatte. Besteht ferner für die Betroffenen eine berufliche Einschränkung (z. B. Handwerksberufe), so ist auch hier die Operation notwendig).

ps.War mir ein großes Bedürfnis das zu schreiben (hab mir den Ärger über das KH Meidling von der Seele geschrieben) und vielleicht anderen „Kreuzband“ Patienten zu helfen, ich habe tagelang meine Optionen recherchiert, ein anderer kann sie hier zusammen gefasst lesen und sich ein eigenes Bild machen.

noch ein Zusatz:jeder sollte sich selber ein genaues Bild machen und wenn möglich mehrere Meinungen für einen solchen Vorfall einholen und nicht vertrauen, auch wenns ein weißer Gott ist ;-)

und betreffend dem besagte Spital; (KH Meidling)werde ich sicher nicht mehr betreten, sondern gleich in ein anderes weiter entfernteres Unfall Spital aufsuchen, aber das ist meine (subjektive) persönliche Meinung.
Ein großes und herzliches Danke für die tatkräftige Unterstützung und Hilfen in allen Belangen an meine Lebensgefährtin Alice und meiner Mutter Brigitte , Danke für alles!

anbei noch ein ein guter Link auf youtube betreffend Kreuzbandriss:

http://www.youtube.com/watch?v=d9MHW_yt1uo&NR=1


anbei noch ein Link: nr52 bin ich (vor dem Kreuzbandriss) ;-)

http://www.youtube.com/watch?v=a9O-q6DWQAU

lg
Robert
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Nachtrag : 14 Tage !! nach der Kreuzbandoperation (Semitendinoussehne)
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1. ich kann wieder Autofahren !!
2. ich gehe 14 Tagen nach der Op wieder arbeiten (am Montag 30.11)!!
3. Beugung 60 Streckung 0
4. keine Mediakmente mehr !
5. keine Schmerzen (nur zeitweises leichtes kurzes Stechen)
6. kann, darf, muss Knie voll belasten
7. Gangart normalisiert sich weitgehend und gehe ohne Krücken!!
8. Bin schon viel zu Fuss unterwegs.
9. habe erste Rehab (12 tage danach) hinter mir (Schwellstrom & Ultraschall)

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Nachtrag :6 Wochen nach Kreuzbandoperation (03.01.2010):
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1.täglich 30 Minuten Crosstrainer & 15 Minuten Stepper, beides mit Gewichtsmanschette.
2. alles (fast) wieder zu 100% normal.
3. keine Schwellung mehr, keine Schmerzen (nur leichtes Ziehen im Unterschenkel)
4.Beugung 120 Grad ,Streckung -5 Grad
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lg
Robert

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
princessrobert

princessrobert

15.11.2009 15:37

danke ! :-)

gruebelchen

gruebelchen

15.11.2009 14:46

bh für deinen Bericht und alles Gute!

princessrobert

princessrobert

15.11.2009 08:53

ja, war mir ein großes Bedürfnis .

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