Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
humorvoll, einfallsreich, unterhaltsam, halbwegs spannend |
| Kontra: |
gezwungener und flacher Humor, selten ironisch, überhaupt nicht erotisch |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Zwei ungewöhnliche Bankräuber, die es sich bei ihren Opfern gemütlich machen, schliddern in eine Dreiecksgeschichte. Aus dem Buddy-Movie à la "Butch Cassidy & the Sundance Kid" wird so ein Abklatsch von "Jules und Jim", der, natürlich, mit einem Happy-end ausgeht. Man kann sich bei diesem Streifen wohlfühlen - oder sich eines gewissen Unbehagens über soviel Happiness nicht erwehren.
Infos zum Film
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Alternativer Titel: Outlaws (2000) (USA: working title)
FSK: 12 (for some sexual content, language and violence. )
USA 2001
Regie: Barry Levinson ("Rain Man")
Drehbuch: Harley Peyton (Autor von "Twin Peaks")
Darsteller:
Bruce Willis ....als: Joe Blake
Billy Bob Thornton .... als: Terry Collins
Cate Blanchett .... als: Kate Wheeler
Troy Garity .... als: Harvey Pollard
Länge: ca. 119 Min. (Original: 122 Minuten, wohl inklusive Abspann)
Verleih-Start: Anfang Juni (evtl. nur bei DVR!)
Der Film sollte ursprünglich nur die Adaptation von Elmore Leonards Roman 'Bandits' werden, dessen Rechte Bruce Willis besitzt. Aber die Produzenten meinten, die Story sei zu schwach (was man von einigen Leonard-Büchern behaupten könnte) und brachten Harley Peyton in das Projekt, um ein völlig neues Drehbuch zu schreiben.
Handlung
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In diesem Film geht es um Betrug, Selbstbetrug und Gerechtigkeit. Terry Collins (Billy Bob Thornton) und Joe Blake (B. Willis) sind ein seltsames Paar, zwei unwahrscheinliche Buddys. Terry ist ein Hypochonder, der ständig über Wehwehchen klagt, selbst wenn er damit den gerade boxenden Joe im Ring ablenkt. Außerdem hält er sich für den Intellektuellen von den beiden. Joe scheint der Tatmensch par excellence zu sein, kaschiert aber gut den trickreichen Philosophen à la Lao-tse.
Auf einem Freigang schnappt er sich kurzerhand einen tonnenschweren Betonmischer, entführt den Laster (während Terry gerade noch aufspringen kann) und rast durch sämtliche Sperren in die Freiheit. Schon von der ersten Sekunde sieht also Terry nur wie ein Trittbrettfahrer aus. Man fragt sich, wozu ihn Joe eigentlich braucht. Etwa, um einen Plan zu haben?
Der Plan sieht so aus, dass Joe als erstes zwecks Geldbeschaffung eine Bank überfällt, allerdings nur mit einem Textmarker bewaffnet. Großzügig, wie Joe nun mal ist, gibt er ihn nach vollbrachter Tat dem Wachmann: "Falls Sie mal was zu markieren haben, Sir". Joe ist eben ein Gentleman. Besonders Frauen kommen in den Genuss seiner erlesenen Umgangsformen.
Allerdings wird diese Rolle auch gleich wieder durch den Kakao gezogen: Als das Duo ein nobles Heim überfällt, finden sie neben einem knutschen Teenagerpaar (darunter eine von Willis' Töchtern) lediglich Golferausstattung zum Anziehen vor. Man muss nehmen, was man kriegt.
Als Gentlemen erweisen sich die beiden bankräuber, wenn es zur Vorbereitung ihrer Untaten geht. Abends sucht das seltsame Paar die jeweiligen bankdirektoren auf, eröffnet ihnen mit den Worten: "Wir wollen Ihre Bank überfallen", was Sache ist und nimmt anschließend am Familienleben teil.
Da wird beim Abendbrot das Essen der heulenden Hausfrau gelobt, mit ihr über Pastasoßen gefachsimpelt und mit ihren Sprösslingen ausgiebig gescherzt (hier darf B. Willis' zweite Tochter einen mordsmäßigen Rülpser loslassen; er schwört, er habe ihr das nicht beigebracht). nach soviel Intimität ist der Bankraub natürlich nur noch eine Formalität. Als "Overnight-Bandits" schreiben die beiden Verbrechergeschichte. (Und da alle Banken das geraubte Geld vom Staat zurückbekommen, ist auch das nicht weiter schlimm.) Ihre Raubritterreise führt sie von Oregon nach kalifornien.
Sie nehmen zwei Partner ins Team. Das ist einmal der angehende Stuntman Harvey Pollard, der von Jane Fondas Sohn Troy Garity gespielt wird. Er ist der Fluchtfahrer und hält die Augen offen. Da fällt sein Blick auf das Mädchen mit den pinkfarbenen Stiefeln. Er wird sie wiedersehen.- Und da ist die rothaarige Kate Wheeler (Cate Blanchett), eine vernachlässigte Hausfrau und Bonnie-Tyler-vereherin, die ausbricht und dabei fast Terry über den Haufen fährt. Sie zwingt ihn, sie zum Versteck der Bande mitzunehmen.
Nun entwickelt sich eine hübsche Dreiecksgeschichte: Erst liebt sie Joe, dann, nach einer geschäftsmäßigen Trennung, auch den überdrehten Terry. Dies gibt Joe willkommenen Anlass, seine Kenntnis der "Kunst des krieges" an Terry auszuprobieren: Eine der schönsten Szenen des Films zeigt Terry, der eigentlich mit Kate tanzen will, sich aber in eingebildeten Krämpfen am Boden windet - Joe hatte ihm eingeredet, er sei so krank wie sein, Joes, verstorbener Bruder. Nur Kate blickt durch und verlässt die beiden frustriert, um die Polizei zu informieren.
Und so sehen wir die beiden in der gleichen Situation wie am Anfang des Films: Sie streiten sich in der aktuell überfallenen Bank (sie heißt nicht zufällig "Alamo"!) und draußen warten Hundertschaften von Polizisten darauf, was als nächstes passiert. Da schießt Terry seinen Partner an, und der, nicht müde, schießt zurück. Was soll das denn nun schon wieder?
Die Leih-DVD
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Bildformat: 1.85 : 1 Anamorphic Widescreen
Tonformat: DD5.1 und Surround 2.1
Sprachen: nur Deutsch auf der BMG-DVD (Englisch auch auf der Schweizer Ausgabe)
Untertitel: nur Deutsch für Hörgeschädigte
Bonusmaterial: keines!
Es gibt den Film auf der Leih-DVD noch nicht einmal in anderen Sprachen zu hören, Untertitel werden nur für deutschsprachige Hörgeschädigte angeboten. Genauso gut könnte man sich das Video besorgen.
Zum Vergleich die Ausstattung der Kauf-DVD
Sprache: Deutsch, Englisch
Untertitel: Englisch
Dolby, Surround Sound, PAL
Laufzeit: 118 Minuten
DVD-Erscheinungstermin: 2. September 2002
Produktion: 2001
Bonusmaterial: keines
Extras der Schweizer Ausgabe von Medaria Home Entertainment (DVD Released: 7 May 2002):
Interviews, Behind-the-scenes featurette
Extras der US-Ausgabe: Alternate ending, Deleted scenes, Featurette
Mein Eindruck
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Der Film
...erinnert an Levinsons Meisterwerk "Rain man": Auch hier entwickelt sich eine Charakterkomödie, allerdings zwischen zwei Banditen, was sie zu einer Verbrecherballade werden lässt. Hier kann Thornton seine diversen (echten und angedichteten) Neurosen voll ausleben. leider ist der Humor dabei etwas gezwungen und flach. Ich sollte selten dabei lachen. Und wenn man kein Amerikaner ist, erkennt man den Witz hinter Terrys Ausruf "Biber und Enten!" einfach nicht (siehe Trivia).
Sobald Kate ins Spiel kommt, erhält die Dreiecksgeschichte Tiefgang, aber auch Ironie. Zärtliche Gefühle und die Erkenntnis des Selbstbetrugs tragen Kates Entwicklung voran, die sich nun, anders als ihr Gatte im TreeView beklagt, gar nicht mehr gekidnappt vorkommt, sondern vielmehr selbst befreit. Sie spielt bei so manchem Bankraub eine clevere und hilfreiche Rolle. Harvey findet sein "Mädchen mit den pinkfarbenen Stiefeln", und es ist dieses unwahrscheinliche Paar, das die beiden ungleichen Banditen, die sich im "Alamo" an die Gurgel gehen, am überraschenden Schluss rettet.
Die Schauspieler sind wirklich erste Sahne, aber das unebene Skript lässt ihnen keine Chance, die Handlung zu einer konsequenten Einheit zu verschmelzen, so wie das noch in "Butch Cassidy etc." gelang. Man mag die holprige Achterbahnfahrt kaum mit ansehe, bei der die Charakterkomödie zunehmend an Bedeutung verliert - zugunsten von erzwungenen Zwischenfällen, die auf Komik spekulieren. Lediglich der überraschende Schluss im "Alamo" gleicht das aus, wird aber vom Happy-end auch wieder abgeschwächt.
Die DVD
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... hätte wirklich gut sein können, bei diesen Schauspielern und diesem Regisseur. Statt dessen kommt nur der Käufer in den Genuss des Extramaterials, nicht aber der Ausleiher. daher mein hartes Urteil: Null von zwei Punkten für die DVD, zwei von drei Punkten für den Film.
Michael Matzer (c)2006 ff
Trivialitäten (entnommen www.imdb.com):
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Terry (Thornton) erzählt Kate, dass ihm Antikmöbel Angst einjagen und er deren Gegenwart nicht ertragen könne. In "Sling Blade" sagt Thornton in seiner entsprechenden Rolle das Gleiche. Billy Bob Thornton hat auch im wirklichen Leben eine Phobie vor Antikmöbeln, und die Produzenten schrieben das als Teil seiner Rolle ins Drehbuch.
Als Terry aufwacht, schreit er Biber und Enten!" Das ist ein Verweis auf zwei Erzrivalen im American Football, nämlich die zwei Collegeteams der Oregon State University *Beavers* und der University of Oregon *Ducks*.
Das Innere des Reporterhauses, in dem Joe und Terry ihr TV-Interview geben, wurde bereits in The Big Lebowski (1998) verwendet.
Das Mädchen, das bei der Essensszene krachend rülpst, ist Willis' Tochter Scout. Nach seinen Angaben war dieser Rülpser nicht irgendwie verstärkt worden.
Ursprünglich sollte Val Kilmer die Joe-Rolle und Willis die Terry-Rolle spielen, doch wegen Terminschwierigkeiten trat Kilmer zurück und Willis übernahme die Joe-Rolle.
In der Hütte am See hängt Joe eine Decke zwischen den beiden Seiten des Bettes auf, in dem er und Kate liegen, um so für Privatsphäre zu sorgen. Er erwähnt, dass er das mal in einem Film gesehen hätte. Kate fragt ihn: "Wie geht der Film aus?" Joe antwortet: "Mit einer Hochzeit." SPOILER: Harvey heiratet am Schluss das Mädchen in den pinkfarbenen Stiefeln.
Michael Matzer (c) 2006ff
Das ging daneben (entnommen www.imdb.com)
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Dies wird fälschlicherweise als Fehler angesehen: Joe und Kate scheinen im Bett (s.o.) die Seiten zu wechseln. Doch eine der Aufnahmen zeigt ihre Reflexion in einem Spiegel - daher gibt es keinen Fehler.
Fehler im Bildausschnitt: Als Joe und Terry ihre erste ausgeraubte Bank verlassen, kann man kurz Zuschauer mit Kameras hinter einer Absperrung erblicken, die fotografieren und gaffen.
Continuity-Fehler: Ein Schild mit der Aufschrift "Bay View Bank" (der echte Name der Bank am Drehort) ist kurz sichtbar, als Joe & Terry die "San Andreas Bank" ausrauben.
Continuity-Fehler: Als Joe allein seinem Zimmer den Dummy aus Kissen boxt, wirft er ihn in die Ecke, wobei dieser eine Lampe vom Tisch reißt. Im nächsten Schnitt sind jedoch Lampe und Tisch wieder wie vorher, als wäre nichts geschehen.
Audio/visuelle Eindrücke unsynchronisiert: In der Eröffnungsszene in der Los-Angeles-Bank feuert Joe seine SCHROT-Flinte in die Decke des Raums ab. Er wirft die verbrauchte Patrone aus, die wie meist aus Plastik besteht. Doch der Klang, der dabei auf der Tonspur zu hören ist, ist der einer metallenen Gewehrpatrone. Dumme Sache!
| weitere Erfahrungsberichte |
Ich rieche verbrannte Federn!
Bewertung für Banditen! von
*Vegeta*
Pro: Schauspieler, Story, Musik
Kontra: etwas langatmig
Vorwort
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Ich war überrascht, wirklich überrascht. Aber um nicht alles schon vorweg zu nehmen beginnen wir erstmal ganz vor vorne: Eigentlich wollte ich mir diesen Film garnicht ansehen, da mich der Trailer im Vorfeld so gut wie garnicht anspr ...
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sehr hilfreich
03.11.2001
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Bankrobbery for Dummies
Bewertung für Banditen! von
Larth
Pro: humorvoll, gute Schauspieler
Kontra: in der Mitte des Films zu langatmig
„You walk in, you ask for the money, you walk out!“, so einfach kann ein Banküberfall ablaufen. Jedenfalls, wenn es nach den beiden erfolgreichen Räubern Joe und Terry geht. Wie ihr aus vielleicht aus meinen früheren Meinungen wisst, schaue ich mir Fi ...
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sehr hilfreich
18.11.2001
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Unerwartet lahme Banditen!
Bewertung für Banditen! von
BillMaplewood
Pro: viele brillante Dialoge; tolle Schauspieler; starkes Ende
Kontra: langatmig; im Mittelteil langweilig
Viel hatte ich schon von diesem Film gehört. Eine sehr amüsante Komödie sollte es sein die Regisseur Barry Levinson da inszeniert hat. Also dachte ich mir „Das hört sich gut an“, der könnte das richtige sein für einen netten Videoabend. Außerd ...
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sehr hilfreich
01.10.2002
(28.10.2002)
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Holding out for a hero
Bewertung für Banditen! von
Elli-Spirelli
Pro: Die Story ist wirklich gut; Die Musik (unter anderem "Beautiful Day" von U2 und 80er Musik dazu); na und für mich eindeutig Pro: Bruce Willis
Kontra: Kate Blanchett war zwar nicht superschlecht , aber so richtig überzeugt hat sie mich hier nicht
Ja, da ich ja sowieso Bruce Willis schon mit 14 an meinen Wänden kleben hatte (als Poster wohlgemerkt) und ich scheinbar seitdem sowieso nicht mehr von dem Gedanken loskomme, dass nur er mich in jedem Film begeistern kann, hab ich natürlich den neuesten F ...
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sehr hilfreich
17.11.2001
(20.12.2002)
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Man braucht einen Plan ...
Bewertung für Banditen! von
tgierich
Pro: Leistung von Billy Bob Thornton, Gute Buddy-Komödie
Kontra: Zwischendurch etwas langatmig
um eine Bank zu überfallen. Für die beiden Gangster Joe Blake (Bruce Willis) und Terry Lee Collins (Billy Bob Thornton) besteht dieser Plan bei ihrem ersten Banküberfall nach dem erfolgreichen Gefängnisausbruch aus einem Textmarker. Mit diesem Textmarker ...
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sehr hilfreich
07.11.2001
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