Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
schnelle Abwicklung, unkompliziert |
| Kontra: |
Zinsen sind recht hoch |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Ich habe mir voriges Jahr eine kleine Eigentumswohnung gekauft und da die Abwicklung sehr schnell über die Bühne gehen musste (hatte davor Probleme mit der BAWAG, wo man mir zunächst eine Zusage gab und dann in letzter Sekunde eine Absage erteilte, da mein Gehalt relativ niedrig ist), bin ich zu meiner Hausbank, der Bank Austria gegangen.
Die Wohnung kostete 39000€ (war also für die Lage sehr günstig, da es sich um einen "Notverkauf" handelte).
Nach einen Anruf bei meiner Bankbetreuerin bekam ich sofort, noch am selben Tag einen Beratungstermin. Die Dame war äußerst freundlich und kompetent, machte mir allerdings nicht allzuviele Hoffnungen. Da mein Gehalt zu dem Zeitpunkt nur rund 900€ ausmachte benötigte ich einen Bürgen - meine Mutter ist da zum Glück für mich eingesprungen.
Die Berechnung
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Berechnet wurde eine Kreditsumme von 46000€ (ich hatte kein Eigenkapital und musste auch die Notarkosten und Abgaben durch den Kredit decken). Die Bearbeitungsgebühr, die die Bank einhob, betrugen 460€ und ich musste natürlich auch die staatliche Kreditvertragsgebühr von 368€ zahlen. Mit einem Fixzinssatz für ein Jahr von 4,375% p.a. und einer Laufzeit von 300 Monatsraten kam ich auf eine Rate von 261,17 €. Ich war erleichtert! Das konnte ich mir gut leisten, da ich kaum fixe Ausgaben habe.
Es gab auch noch den Vorteil, dass ich mit der ersten Ratenzahlung erst 2 Monate nach der Unterzeichnung beginnen konnte, sodass mir für ein paar Ausgaben, die ich in der Wohnung zu tätigen hatte noch "Luft" blieb.
Jetzt hatte ich ein Jahr also Ruhe, die Raten wurden pünktlich vom Konto überwiesen und es gab keine Probleme. Mittlerweile ist mir aber klar geworden, dass ich - wenn ich mehr Zeit gehabt hätte - günstiger fahren hätte können (indem ich mir etwa ein Bauspardarlehen genommen hätte). Denn seit 1.1.2007 ist meine Fixzinsperiode vorbei und ich bekam prompt einen Brief von der Bank, dass mein Zinssatz auf 6,875% p.a. angehoben wurde, sodass ich nun um 67€ mehr im Monat zahle. Da mein Gehalt aber auch steigt und ich jetzt auch mehr verdiene als damals, ist es noch vertretbar, aber trotzdem überlege ich mir für die Zukunft, ob ich irgendwann nicht günstiger aussteige, wenn ich umschulde. Derzeit habe ich nicht wirklich die Zeit dafür, aber ich muss mich umsehen.
Nun will ich aber noch etwas zu den Konditionen sagen...
Konditionen
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Da mein Gehalt damals sehr niedrig war, musste ich eine Versicherung (Er- und Ableben) abschließen. Für den Fall, dass ich zu Tode käme, haftet die Versicherung für meinen offenen Kredit. Den größten Teil deckt die Ablebensversicherung, kombiniert dazu kam noch eine Erlebensversicherung hinzu. Für den Fall also, dass ich die 300 Monate Kreditrückzahlung überlebt habe (und mich noch nicht aus Verzweiflung ins Schwert gestürzt habe), erhalte ich 15000€ ausbezahlt. Mir war nicht ganz klar, warum nicht alles in eine Ablebensversicherung floss, ich habe auch nachgefragt, aber die Betreuerin meinte, dass habe irgendwelche Gründe...und naja, sie konnte es auch nicht genau sagen - es ist halt so üblich. Gut, ich bin in solchen Dingen nicht wirklich sehr beharrlich und fragte nicht weiter nach. ;-)
Während der Fixzinsperiode war es mir nicht gestattet, mehr als die vereinbarte Rate zu zahlen, aber jetzt - wo der Zinssatz variabel ist - kann ich auch variabel zurückzahlen, was ich sehr angenehm finde, falls ich mal ein paar tausend Euros übrig haben sollte, werde ich sie sicher einzahlen, weil ja dadurch die Rate sich auch ein wenig verkleinert.
Ein großer Vorteil war, dass sich die Bank nicht ins Grundbuch eintragen ließ. ich hafte lediglich durch mein Gehalt. Das ging wohl auch deshalb, weil ich einen Job bei der Gemeinde Wien habe, wo man praktisch nicht gekündigt wird. Da mein Job also sicher ist, können die mit meinem Gehalt rechnen und dieses auch verpfänden notfalls.
Fazit
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Meine Kreditvergabe war sicherlich knapp, da ich auch keinen zweiten Verdiener im Haushalt habe. Da ich aber über ein geregeltes (und zum Glück stetig steigendes) Gehalt habe, passt der Kredit für mich auch. Wenn man allerdings auch mal mit Arbeitslosigkeit rechnen kann, ist es weniger ratsam, wobei ich aber auch denke, dass dies für alle Kredite gilt.
Die Vergabe war sehr unbürokratisch und schnell (ich hatte am nächsten Tag das Geld am Konto) und die Bank kam mir mit den Ratenzahlungen (ich musste erst nach 2 Monaten zahlen) sehr entgegen.
Negativ sind die hohen Zinsen nach der Fixzinsphase - aber ich schätze, dass das auch bei allen Krediten so ist, wo man nicht länger einen fixen Satz hat.
Ich bin trotzdem immer noch froh, dass es so gegangen ist...empfehlen werde ich den Kredit dennoch nicht, wie ich gar keinen empfehlen würde. Jede/r braucht was anderes. Ich konnte Euch nur meine Erfahrungen mit dem Privatkredit mitteilen - vergleichen zahlt sich sicher aus, ist ja Euer Geld!
Wünsche Euch einen schönen Abend!
Petra