Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
kostenloses Girokonto, kostenlose Verfügungen an ALLEN deutschen Geldautomaten |
| Kontra: |
unfreundlicher Service und Mitarbeiter |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
Das Bankhaus Partin GmbH & Co. KGaA mit Sitz im baden-württembergischen Bad Mergentheim ist, wie der Name schon sagt, ein privates Bankhaus. Bereits vor knapp eineinhalb Jahren wurde ich im Internet auf das kostenlose Girokonto des Bankhauses Partin aufmerksam. Dort wurde dafür geworben, dass weder für Kontoführung und Buchungsposten, noch für Bargeldabhebungen am Geldautomaten Gebühren verlangt werden. Und zwar nicht nur an den Geldautomaten des Bankhauses Partin, sondern an allen deutschen Geldautomaten (Sparkassen, Volksbanken, Deutsche Bank, etc.). Diese Kosten werden quartalsweise erstattet. Desweiteren wurde auch noch eine kostenlose ec-Karte für das Girokonto angeboten. Und auch ein monatlicher Gehaltseingang wurde nicht verlangt. Und dies natürlich auch alles via Homebanking. Für mich, der in Niedersachsen wohnt, war dies der entscheidende Punkt.
Auf dieses eigentlich sehr verlockende Angebot bat ich per eMail um einige weitere Informationen zum Bankhaus (welches mir bis dahin unbekannt war) sowie zum besagten Girokonto inkl. den benötigten Eröffnungsunterlagen. Diese wurden mir auch innerhalb einer Woche zugesandt. Als ich dann aber den Wunsch äußerte, ein solches Girokonto mit Homebanking zu eröffnen, gab sich das Bankhaus Partin ziemlich kundenunfreundlich. Ich bekam nur eine kleine Karte mit meiner Kontonummer zugeschickt... und das war's. Keine freundliche Begrüßung oder ähnliches.
Also rief ich nach ein Paar Tagen im Bankhaus an, und bat noch um Übersendung einiger Unterlagen (Überweisungsaufträge, Scheckeinreicher, Verrechnungsschecks, etc.). Außerdem bat ich nochmals um die Bestellung der kostenlosen ec-Karte, da hiervon in den Schreiben des Bankhauses nie etwas erwähnt wurde. Der ohnehin unfreundliche Mitarbeiter sagte mir am Telefon, dass eine ec-Karte frühestens nach einem halben Jahr und nur bei entsprechenden Kontobewegungen bestellt würde. Auch eine andere Karte (z.B. Kundenkarte), damit ich an mein Bargeld komme, wurde mir überhaupt nicht angeboten. Man fragte mich auch noch dreist, warum ich als Niedersachse ein Konto bei einer Bank in Baden-Württemberg eröffnen würde und ob es in meiner Region keine Banken geben würde. Dann fragte man mich, ob ich denn selbstständig wäre. Als ich denen sagte, dass ich "nur" Angestellter sei, kam ich mir richtig unerwünscht vor. Da der Mitarbeiter zu keinem Kompromiß betreffend der ec-Karte bereit war, habe ich mein neues Konto nach nur 3 Tagen wieder gekündigt.
Ein solch bescheidenen Kundenservice und solchen unfreundlichen Kundenberatern habe ich bis dahin noch nie erlebt. Da zeigt sich doch wieder einmal, dass private Bankhäuser doch nur etwas für die oberen 10.000 sind. Nur komisch, dass man solchen Leuten, die ohnehin Geld wie Heu haben, auch noch ein kostenloses Girokonto mit eigentlich vorbildlichen Leistungen anbietet.
Nachträge vom 12.02.2001:
(Meinung wurde bereits am 30.12.2000 an Ciao geschickt, jedoch erst heute veröffentlicht)
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Nachfolgend der Originaltext von der Homepage des Bankhauses Partin:
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Bundesaufsichtsamt ordnet Moratorium über Bankhaus Partin & Co. KGaA an.
Das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen hat am 29. Januar 2001 gegenüber
dem Bankhaus Partin & Co. KGaA, Bad Mergentheim, ein Veräußerungs- und
Zahlungsverbot (§46a Abs. 1 des Gesetzes über das Kreditwesen) erlassen.
Außerdem hat es die Schließung des Kreditinstitutes für den Verkehr mit der
Kundschaft angeordnet und die Entgegennahme von Zahlungen untersagt, die nicht
zur Tilgung von Schulden gegenüber dem Kreditinstitut bestimmt sind. ...
Das Bankhaus Partin & Co. KGaA gehört dem Einlagensicherungsfonds des
Bundesverbandes deutscher Banken e.V. und der Entschädigungseinrichtung
deutscher Banken GmbH an. Die Einlagen werden von diesen bis zur Höhe von ca.
10.636 TDM pro Einleger geschützt.
- Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen vom 29. Januar 2001 -
Fränkische Nachrichten vom 31.01.2001:
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Partin Bank muss Tore schließen - Kundeneinlagen sind durch Moratorium vorübergehend gesperrt
Berlin/Bad Mergentheim. Die Bankenaufsicht hat das Bankhaus Partin in Bad Mergentheim geschlossen. Grund seien Schwierigkeiten im Kreditgeschäft, teilte der Bundesverband deutscher Banken gestern in Berlin mit. Es ist die erste angeordnete Bankschliessung des Bundesaufsichtsamts für das Kreditwesen (BAKred) seit 1997. Damals war das Bankhaus Partin wegen ungedeckter Wertberichtigungen für Kredite schon einmal vorübergehend für 4 Wochen geschlossen worden. Hauptanteilseigner des Instituts mit gut 90% ist die Göttinger Gruppe. Die Grossaktionäre Göttinger Gruppe und Securenta AG kritisierten die Entscheidung und bestritten die Berechnungen des BAKred zum Wertberichtigungsbedarf und dem haftenden Eigenkapital. "Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, damit das Moratorium wieder aufgehoben wird", teilte der Vorstandssprecher der Göttinger Gruppe, Jürgen Rinnewitz, mit. Kleine Privatbanken wie das Bankhaus Partin würden von der Aufsichtsbehörde "totgeprüft" und vor vollendete Tatsachen gestellt. Bereits Ende 1999 hatte das BAKred der Göttinger Gruppe die Ausübung der Stimmrechte bei der Partin Bank untersagt. Durch den Eingriff der Bankenaufsicht sind die Kundeneinlagen des privaten Geldinstituts in Höhe von 470 Mio. DM vorübergehend gesperrt. Sie sind über den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken geschützt. Der Fonds werde sich wegen einer kurzfristigen Entschädigung mit den einlegern in Verbingung setzen, wenn sich herausstellen sollte, dass das Bankhaus Partin nicht in der Lage sei, die Einlagen zurück zu zahlen. Über Wertpapierdepots der Bank könne dagegen weiter verfügt werden. Partin hat in Deutschland 7 Filialen und eine Niederlassung in München.
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All denen, die trotz der obigen Meinung noch Interesse haben, ist somit VORSICHT geboten !!!
(Sofern das Bankhaus seinen Geschäftsbetrieb je wieder aufnehmen sollte).
PS: Ich weis, man soll eigentlich keine Texte zur Meinungsschreibung kopieren. Ich möchte aber
so vor solchen "schwarzen Schafen" warnen. Immerhin geht es um UNSER sauer verdientes Geld!