Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
bizarr, einfallsreich |
| Kontra: |
Leser muss selbst Sinn herstellen |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Banks' zweites Buch ist kein Roman im eigentlichen Sinne, sondern besteht aus drei Novellen, die nur scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Die bizarren Spiele erinnern an Kafka, Borges und an Mervyn Peake.
Der Autor
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Der schottische Autor Iain M. Banks ist inzwischen der erfolgreichste SF-Autor von den Britischen Inseln. Er zeichnet sich durch Ideenreichtum und sprachliche Finessen aus.
Handlung
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Der Londoner Kunststudent Graham Park lernt die faszinierende Sara 'ffitch kennen, verliebt sich in sie und merkt dabei nicht, dass sie ihm ihre Zuneigung nur wie dem sprichwörtlichen Esel die Karotte vor die Nase hält und ihn für ihre eigenen Zwecke eingespannt. Er ist zum Opfer einer subtilen Folter ausersehen, mit der er, als absolut Unschuldiger, brutal vernichtet werden soll.
2. Novelle: Stephen Grouts wähnt sich als auf die Erde strafversetzter intergalaktischer Krieger, der sich immer und überall vor seinen vielfältigen Feinden in acht nehmen muss. Als Konsequenz davon entwickelt er ein hochgradig paranoides Verhalten, mit dem er bei seiner Umwelt andauernd aneckt. Kein Wunder, schließlich läuft er stets mit einem Schutzhelm herum. Aber es zeigt, dass seine übertriebene Vorsicht durchaus ihre Gründe hat, nämlich dann, als er mal keinen Schutzhelm trägt...
3. Novelle: Quiss und Ajayi leben in ferner Zukunft, in der die "Therapeutischen Kriege" toben. Bei ihren Vorgesetzten in Ungnade gefallen, müssen sie in der Abgeschiedenheit einer abgelegenen und bizarren, ganz aus Büchern gebauten Burg komplizierte Spiele austragen und dabei die Antwort auf die Quiz-Frage "Was geschieht, wenn eine unaufhaltsame Kraft auf ein unbewegliches Objekt trifft?" finden.
Erst nach und nach lassen sich Verbindungen zwischen den einzelnen Handlungssträngen ausmachen, und auch die tragen nicht unbedingt zur Erleuchtung des Lesers bei. So könnte es ebenso gut der Fall sein, dass Quiss und Ajayi keine Soldaten aus der Zukunft, sondern ein halbautistisches Pärchen sind, dem Stephen Grouts in einer Klinik begegnet. Vollends schließt sich der Kreis, als Ajayi ein Buch findet, das mit dem ersten Satz des vorliegenden Romans beginnt.
Fazit
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Soll man sich einer trostlosen Wirklichkeit stellen oder ihr zu entfliehen versuchen? Diese Frage scheint das Thema des Buches zu sein. Hier werden nicht zufällig die phantasievollen Schriftsteller Mervyn Peake ("Gormenghast") und Franz Kafka ("Das Schloss") erwähnt.
Der flüssige, ansprechende und gewitzte Stil macht den Roman auch für andere Leser als die Freunde von Kafka und Peake empfehlenswert, aber leicht macht es einem der Autor trotzdem nicht, denn, wie gesagt, dies ist kein Roman im eigentlichen Sinne, sondern...
Michael Matzer © 2001-2005ff
Info: Walking on glass, 1985; Heyne 1991, Nr. 06/4852, München; 350 Seiten, DM 12,80, aus dem Englischen übertragen von Irene Bonhorst; ISBN 3-453-05373-7
| weitere Erfahrungsberichte |
drei sehr seltsame und befremdliche Geschichten
Bewertung für Barfuß über Glas / Iain Banks von
Dr.Karsten.Kruschel
Pro:
Kontra:
Iain Banks erzählt in seinem neuen Roman "Barfuß
über Glas" drei sehr seltsame und befremdliche Geschichten, die
auf raffinierte, unterschwellige Weise miteinander verknüpft sind.
Erstens gibt es da den Kunststudenten, der unrettbar
verliebt ist in ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich |
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hilfreich
13.01.2000
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