Wunderbar scharf und gut gewürzt ist die Pasta-Sauce namens ARRABBIATA, die ich im Folgenden beschreiben möchte.
Die ABBRABBIATA aus dem Hause Barilla ist (beinahe) so gut wie das Original, das schon seit Menschengedenken von den italienischen Mammas aus der Provinz Kampanien stammt.
___HERKUNFT der ORIGINAL-ARRABBIATA________
ARRABBIATA kommt von dem italienischen Begriff „arrabbiato“, was soviel bedeutet wie zornig, wütend, unberechenbar – oder auch einfach nur „scharf“.
Die berühmte, satanisch scharfe Pasta-Sauce namens ARRABBIATA hat ihren Ursprung in Kampanien.
Kampanien ist die italienische Provinz, die sich weitläufig um den Golf von Neapel schmiegt und nicht nur zu den schönsten und lieblichsten, sondern auch zu den fruchtbarsten Gegenden Italiens zählt. So fahren die kampanischen Bauern im Laufe des Jahres bis zu 5-mal (!) ihre Ernte ein. Die riesigen Tomatenplantagen Kampaniens versorgen nicht nur Italien, sondern beinahe ganz Europa mit ausgesucht guten, schmackhaften Tomaten sowie zahlreichen anderen Produkten, die aus Tomaten hergestellt werden, wie beispielsweise Tomatenmark.
Kein Wunder also, daß in diesem gottbegnadeten Landstrich nicht nur das erste Rezept für die berühmte Pizza Margherita ersonnen wurde, sondern auch eine äußerst delikate, gleichzeitig aber teuflisch scharfe Pasta-Sauce ihren Ursprung hatte, die unter dem Namen ARRABBIATA mittlerweile ihren Siegeszug um die Welt angetreten hat.
Die Original-ARRABBIATA ist – wie die meisten italienischen Spezialitäten – durchaus einfach zuzubereiten. Zu ihrer Herstellung werden nur 4 Grundzutaten benötigt: Tomaten, Olivenöl, scharfe Peperoni und Knoblauch. Zusätzliche Würze wird durch die (sparsame) Zugabe von Pfeffer und Salz erreicht.
Ich hege absolute keinen Zweifel daran, daß jede italienische Mamma über ihr ureigenstes, unverwechselbares ARRABIATA-Rezept verfügt, mit dem ein industriell hergestelltes und folglich standardisiertes Produkt selbstverständlich niemals mithalten kann, aber dennoch hat die Lebensmittelindustrie, namentlich die Firma BARILLA in Mailand, durchaus Beachtliches geleistet, kann sich doch ihr „Industrieprodukt“ durchaus mit der am heimischen Kochtopf hergestellten Pasta-Sauce durchaus messen.
_____KAUFENTSCHEIDUNG_____
Wegen der unkomplizierten Herstellung der ARRABBIATA bereite ich mir diese exquisite Pasta-Sauce am liebsten aus frischen Zutaten selbst zu. Aber manchmal reicht die Zeit leider nicht, oder aber, die frischen Zutaten sind nicht auf die Schnelle zu beschaffen.
In diesem Falle greife ich gern zu einem Glas der ARRABBIATA aus dem Hause Barrilla, ein Fix-und-Fertig-Produkt, das in den meisten hiesigen Supermärkten zu haben ist.
______VERPACKUNG_______
Die Barilla ARRABBIATA-Sauce wird in einem schlichten Behältnis aus Weißglas angeboten, das in Form und Größe einem herkömmlichen Marmeladenglas ähnelt.
Verschlossen ist das Glas mittels eines blau lackierten, metallenen Schraubverschlusses, der sich mit Hilfe einer gezielten Drehung sehr leicht öffnen läßt.
Durch das Weißglas schimmert dessen tomatenroter Inhalt in prachtvoller, natürlicher Farbe durch. Das Etikett ist blaugrundig, der Schriftzug des Barilla-Logos ist in weißer Farbe gehalten.
Alles in allem vermittelt das Glas den Gesamteindruck einer harmonischen Komposition aus den klaren Farben – rot – weiß – blau.
___ZUBEREITUNG______
Einfacher und unkomplizierter geht’s nimmer. Selbst der ungeübteste Koch/die ungeübteste Köchin dürfte mit dieser Zubereitung nicht die geringsten Probleme haben.
Und so wird’s gemacht:
Deckel abschrauben und den Glasinhalt in einen Kopftopf geben. Bei mittlerer Hitze erwärmen und kurz vor dem Siedepunkt vom Herd nehmen. Fertig.
Zeitaufwand: höchstens 4 Minuten.
______ZUTATEN_______
Dies ist für mich der wichtigste Punkt überhaupt, interessiert mich doch stets am brennendsten, was in den Produkten, die ich mir einverleibe, enthalten ist.
Ich habe mir die Liste der Zutaten der Barilla ARRABBIATA sehr genau durchgelesen und kann allen LeserInnen, die ebenso skeptisch sind wie ich, Entwarnung geben, denn diese ARRABBIATA-Zubereitung enhält AUSCHLIESSLICH ebenso GUTE wie NATURREINE Zutaten!
Als da sind:
Tomatenfruchtfleisch – 83%
Tomatenmark – 7,9%
Paprika und scharfe Peperoni – 2,2%
Petersilie – 0,5%
Des Weiteren sind enthalten: Olivenöl, Salz, Pfeffer, verschwindend geringe Mengen an Zucker sowie ein nicht näherer spezifiziertes Quantum an Knoblauch.
Das war’s. Die ARRABBIATA von Barilla enhält KEINE Konservierungsstoffe, KEINE Geschmacksverstärker, KEINE Emulgatoren oder andere Ingredienzien, denen ein eventuell gesundheitsschädigendes Risiko nachgesagt werden könnte.
Mit anderen Worten: Die Barilla ARRABBIATA ist – trotz ihrer industriellen Herstellung – in gewisser Weise ein NATURPRODUKT.
_____GESCHMACK______
Kommen wir zum Wichtigstem, dem Geschmack. Denn, seien wir mal ehrlich, was nützt uns das naturreinste Produkt, wenn es im Endeffekt den Gaumen nicht reizt und nicht mundet?
In dieser Hinsicht kann ich Sie, liebe Leser und Leserinnen, durchaus beruhigen, denn die ARRABBIATA-Pastasauce aus dem Hause Barilla schmeckt ganz vorzüglich. Mehr noch: sie ist ein Genuß und eine echte Gaumenfreude.
Diese ARRABBIATA ist sehr scharf, aber wiederum auch nicht unerträglich scharf, zumal das Eigenaroma der in ihr enthaltenen Zutaten trotz aller Schärfe immer noch zur Geltung kommt. So ist vor allem der fruchtig-säuerliche Geschmack der Tomate durchaus erkennbar und zergeht buchstäblich auf der Zunge.
Der Anteil an scharfen Peperoni und Knoblauch bringt das angemessene Maß an Würze und „Pep“ in diese Zubereitung und fügt sich überaus harmonisch in die dominierende Tomatenkomponente ein.
Alles in allem handelt es sich hier um eine exzellent abgestimmte und hervorragend durchdachte Gaumenfreude, die Ihresgleichen sucht.
______HALTBARKEIT______
Bei diesem Produkt handelt es sich um eine VOLLKONSERVE, die ungeöffnet – vom Herstellungsdatum gerechnet – mindestens 18 Monate ohne besondere Vorkehrungen oder Kühlung haltbar ist. Das jeweilige Verfallsdatum ist gut lesbar auf den Deckelrand aufgedruckt.
Sollte nach dem Öffnen ein Rest übrig bleiben, so ist dieser im Kühlschrank noch etwa 4-5 Tage haltbar. Die Erfahrung zeigt jedoch, daß meist nicht viel von dieser köstlichen Pasta-Sauce übrig bleibt.
_____INHALT und PORTIONEN______
Ein Glas Barilla ARRABIATA hat eine Einwaage von 400 Gramm. Nach Angaben des Herstellers soll diese Menge für 4 Portionen ausreichen.
Das ist richtig! Ausnahmsweise hat ein Fabrikant das Volumen der Portionen mal nicht zu knapp berechnet und durchaus realistisch angegeben. Ich hab’s mehrfach ausprobiert: Der Inhalt eines Glases reicht locker zur Sättigung von 4 Personen, die über einen guten Appetit verfügen!
____UND WAS GIBT’S DAZU?______
Am besten schmeckt die ARRABBIATA-Sauce, wenn sie auf klassische italienische Art mit „PENNE RIGATE“, einer typischen Pasta-Komposition aus Hartweizengrieß, kombiniert wird. Zur Abrundung darf ein frischer Salat, dem ein paar Blätter Rucola beigegeben wurden, nicht fehlen.
Und wer meint, die Pasta-Sauce noch weiter verfeinern zu müssen, möge den Topf, in dem die ARRABBIATA erhitzt werden soll, zuvor mit einer Knoblauchzehe ausreiben und kurz vor dem Siedepunkt einen Schuß Weißwein zugeben. (So mache ich es jedenfalls, wenn ich mir mal wieder meine eigene Kreativität in puncto Kochkunst beweisen will).
____HERSTELLER_____
Barilla Alimentare S.p.A.
Via Mantova 166
Parma – Italia
www.barilla.com
_____FAZIT______
Die ARRABBIATA-Sauce aus dem Hause Barilla ist die beste, industrielle hergestellte Pasta-Sauce dieser Art, die ich bisher kennen und schätzen gelernt habe.
Noch exquisiter und raffinierter bereitet wohl nur „mein“ Italiener in der Nachbarschaft seine ureigenste Arrabbiata-Kreation zu, legt er doch sehr großen Wert auf frische Zubereitung und verbringt täglich viele Stunden schweißtriefend am eigenen Herd. Beim Genuß seiner Sauce schlagen mir allerdings die Flammen aus dem Mund, was bei der ARRABBIATA von Barilla – trotz aller gebotenen Schärfe – nicht passieren kann.
Und das zu einem Preis von ca. EUR 1,95!
Fünf ciao-Sterne für dieses Produkt der Spitzenklasse!
Giovanna wünscht guten Appetit und bedankt sich fürs Lesen.
Copyright giovanna, 21. Februar 2003
29.03.2003 16:09
Ich greife wirklich nie zu Fertigsoßen, aber nach dieser hymnischen Beschreibung muß ich einfach eine Ausnahme machen. Steht schon auf dem Einkaufszettel!
20.03.2003 00:16
Wär doch genau was für mich, wo ich scharf so liebe. Die Barilla hab ich nur noch nie probiert, weil die recht teuer sind. carmen
16.03.2003 00:14
Liebe giovanna, leider lebe ich nicht in Italien, da hätte ich vielleicht immer die Zeit, eine "Arrabbiata" selbst zuzubereiten. Das ist wahrscheinlich nur eine Illusion, aber sie gefällt mir. In unserem Land (ich liebe es und lebe gerne hier....) habe ich leider selten die Zeit, mich lange in der Küche aufzuhalten. Deshalb bin ich dankbar für jeden Tipp über eine schnelle, aber wohlschmeckende "Hilfe". Ich kenne dieses Produkt noch gar nicht, das verwundert mich etwas. Na egal, das ist bald Vergangenheit, denn ich kenne zum Glück ja Dich und lese sehr gerne Deine Berichte! Nächste Woche gibt's 'ne schnelle leckere Arrabbiata, das steht fest! Liebe Grüße von melody