Unterhaltung - 1975 - Stanley Kubrick - Ryan O'Neil, Marisa Berenson, Patrick Magee, Hardy Krüger, Diana Körner, Gay Hamilton, Leonard Rossiter - DD 5.1: Englisch, Deutsch - Warner Home Video Germany mehr
Barry, Abenteurer und Lebemann, gerät nach Armeedienst und Gefangenschaft in Europas adlige Gesellschaft. Zunächst wird er Polizeispitzel, dann Falschspieler. Ein Erfolg bei... mehr
Barry Lyndon
Wie gelingt es einem irischen Burschen ohne Zukunftsaussichten, in den englischen Adel des ... mehr
18. Jahrhunderts aufzusteigen? Barry Lyndon (Ryan O'Neal) will es schaffen - auf Teufel komm raus! Er schmachtet nach den Frauenzimmern, sieht im Duell dem Tod ins Auge, versucht sich als Vagabund, Soldat im Siebenjährigen Krieg, als Lebemann, Spion und Falschspieler - und erklimmt dabei stetig die Sprossen, die Karriere, Erfolg und Reichtum versprechen.
Barry Lyndon [VHS] (Video)
In dem Nachruf, den die New York Times Stanley Kubrick gewidmet hatte, hieß es, dass der ... mehr
große Regisseur, der mit Dr. Seltsam, 2001 und Uhrwerk Orange gleich drei Meisterwerke in Folge gedreht hatte, mit Barry Lyndon zum ersten Mal ins Stolpern gekommen sei. Diese Einschätzung wirkt wie ein Echo der Reaktionen, die Kubricks Verfilmung von William Makepeace Thackerays Roman Die Memoiren des Junkers Barry Lyndon 1975 bei seiner Erstaufführung hervorrief. Sie ist den Ruf, zu lang und viel zu kalt zu sein, nie wirklich losgeworden, und selbst diejenigen, die dieses ausufernde Werk schätzen, sehen in ihm meist nur ein faszinierendes Experiment. Doch Barry Lyndon ist viel mehr als nur das, es ist ein durch und durch einzigartiger Film, ein geradezu titanisches Opus, das keinerlei Konzessionen an den Zuschauer macht. Auf den ersten Blick ist die Geschichte von Redmond Barry (Ryan O'Neal), der nach Jahren voller Abenteuer und Betrügereien die Witwe Lady Lyndon (Marisa Berenson) heiratet und als Barry Lyndon zu Geld und Ansehen kommt, um schließlich tief zu fallen, ein klassischer Stoff für großes historisches Kino. Und in gewisser Weise bedient Stanley Kubrick dieses Genre auch mit den aufwändigen Schlachtszenen aus dem Siebenjährigen Krieg, den beiden Duellen, die Barrys Lebensgeschichte beinahe einzurahmen scheinen, den Liebesabenteuern seines (Anti-)Helden und der so schwelgerischen wie verschwenderischen Ausstattung. Aber Kubrick wäre eben nicht Kubrick, würde er nicht auch hier den Rahmen des Genres sprengen und den Konventionen seine Vision entgegenhalten. Der Vorwurf der Kälte resultiert aus der Distanz, die Kubrick zwischen Thackerays Geschichte und seiner Adaption aufbaut. Kein anderer historischer Film zuvor hat die von ihm behandelte Epoche mit solch einer akribischen Versessenheit rekonstruiert wie Barry Lyndon -- und auch kein Film nach ihm. Selbst Martin Scorsese, der andere große Perfektionist des modernen Kinos, ist bei Zeit der Unschuld nicht annähernd so weit gegangen wie Kubrick hier. Nur dienen der ungeheure Aufwand und die Technik, die es Kubricks Kameramann John Alcott ermöglichte, seine Bilder in das Licht zu tauchen, das auch die Gemälde von Watteau und Thomas Gainsborough erstrahlen ließ, nicht der Identifikation. Kubrick rekonstruiert die Vergangenheit als Vergangenheit. Er breitet eine chaotische und korrupte Epoche vor uns aus, damit wir sie durchschauen und sezieren können. Die Sentimentalität des historischen Dramas weicht einer Schönheit des Analytischen, deren Reichtum auch nach wiederholtem Sehen des Films nicht erschöpft ist. --Sascha Westphal
Herausgegeben von Klotz, Günther; Klotz, SigridDie Memoiren eines Hochstaplers/ Ein Hochstapler par excellence Liebesabenteuer, Glücksspiele aller Art, wagemutige Duelle, glanzvolle Maskenbälle, Zechgelage und Hetzjagden machen das Leben von Redmond Barry aus, der sich später Barry Lyndon nennt und vor aller Welt seine aristokratische Herkunft rühmt. Sogar die Hand einer vermögenden Gräfin-Witwe vermag er zu gewinnen. Im Londoner Schuldgefängnis schreibt er schließlich seine Memoiren. Die wechselvolle Lebensgeschichte eines Abenteurers und Hochstaplers aus dem 18. Jahrhundert.
Englisch, Dänisch, Niederländisch, Finnisch, Isländisch, Italienisch, Norwegisch, SchwedischRegie: Stanley Kubrick. Nach d. Roman v. William Makepeace Thackeray; Mit Ryan O'Neal, Marisa Berenson, Patrick Magee u. a.Wie gelingt es einem irischen Burschen ohne Zukunftsaussichten, in den englischen Adel des 18. Jahrhunderts aufzusteigen? Barry Lyndon (Ryan O'Neal) will es schaffen - auf Teufel komm raus! Er schmachtet nach den Frauenzimmern, sieht im Duell dem Tod ins Auge, versucht sich als Vagabund, Soldat im Siebenjährigen Krieg, als Lebemann, Spion und Falschspieler - und erklimmt dabei stetig die Sprossen, die Karriere, Erfolg und Reichtum versprechen.
Aufklärung, in dem Wollust auf Raffinesse traf. Barry Lyndon, ein Charakter von William Makepeace, der in einem Film von Stanley Kubrick interpretiert wurde, ist die Inspiration für diesen Duft. Die Schritte Barry Lyndons und seines Pferds hallen im Nebel entlang Heidekraut überdeckten Torfwegen und der Duft von Sattelleders liegt in der Luft. Das ist eine Harmonie, eine Erregung die ich fühlte, als ich in den unberührten Bergen von Val d’Aosta in den italienischen Alpen wanderte. Maria Candida: „Kein kleiner Mann mit ein wenig Geld in der Tasche, ist jemals traurig“ W. M. Thackeray. Barry Lyndon reiste nach Dublin, seine Mutter zurücklassend, doch mit der Überzeugung eines Tages mit vollen Taschen und wundervollen Gaben zu ihr zurück zu kehren. (W. M. Thackeray). Für Barry Lyndon habe ich einen kostbaren Lavendel verwendet, den Stoechas Lavendel, der einzig in den Alpen über 2.500 Höhenmetern zu finden ist. Er wurde seit jeher als natürlicher Raumduft in Berghütten genutzt. Ebenso Teil des Duftes ist Artemisia, auch „Grüner Magier“ genannt und unter anderem von Vincent Van Gogh, Toulouse Lautrec, Charles Baudelaire and Edgar Allan Poe geliebt.“
Portugiesisch, SpanischUntertitel: SpanischWie gelingt es einem irischen Burschen ohne Zukunftsaussichten, in den englischen Adel des 18. Jahrhunderts aufzusteigen? Barry Lyndon (Ryan O'Neal) will es schaffen - auf Teufel komm raus! Er schmachtet nach den Frauenzimmern, sieht im Duell dem Tod ins Auge, versucht sich als Vagabund, Soldat im Siebenjährigen Krieg, als Lebemann, Spion und Falschspieler - und erklimmt dabei stetig die Sprossen, die Karriere, Erfolg und Reichtum versprechen.
große Regisseur, der mit Dr. Seltsam, 2001 und Uhrwerk Orange gleich drei Meisterwerke in Folge gedreht hatte, mit Barry Lyndon zum ersten Mal ins Stolpern gekommen sei. Diese Einschätzung wirkt wie ein Echo der Reaktionen, die Kubricks Verfilmung von William Makepeace Thackerays Roman Die Memoiren des Junkers Barry Lyndon 1975 bei seiner Erstaufführung hervorrief. Sie ist den Ruf, zu lang und viel zu kalt zu sein, nie wirklich losgeworden, und selbst diejenigen, die dieses ausufernde Werk schätzen, sehen in ihm meist nur ein faszinierendes Experiment. Doch Barry Lyndon ist viel mehr als nur das, es ist ein durch und durch einzigartiger Film, ein geradezu titanisches Opus, das keinerlei Konzessionen an den Zuschauer macht. Auf den ersten Blick ist die Geschichte von Redmond Barry (Ryan O'Neal), der nach Jahren voller Abenteuer und Betrügereien die Witwe Lady Lyndon (Marisa Berenson) heiratet und als Barry Lyndon zu Geld und Ansehen kommt, um schließlich tief zu fallen, ein klassischer Stoff für großes historisches Kino. Und in gewisser Weise bedient Stanley Kubrick dieses Genre auch mit den aufwändigen Schlachtszenen aus dem Siebenjährigen Krieg, den beiden Duellen, die Barrys Lebensgeschichte beinahe einzurahmen scheinen, den Liebesabenteuern seines (Anti-)Helden und der so schwelgerischen wie verschwenderischen Ausstattung. Aber Kubrick wäre eben nicht Kubrick, würde er nicht auch hier den Rahmen des Genres sprengen und den Konventionen seine Vision entgegenhalten. Der Vorwurf der Kälte resultiert aus der Distanz, die Kubrick zwischen Thackerays Geschichte und seiner Adaption aufbaut. Kein anderer historischer Film zuvor hat die von ihm behandelte Epoche mit solch einer akribischen Versessenheit rekonstruiert wie Barry Lyndon -- und auch kein Film nach ihm. Selbst Martin Scorsese, der andere große Perfektionist des modernen Kinos, ist bei Zeit der Unschuld nicht annähernd so weit gegangen wie Kubrick hier. Nur dienen der ungeheure Aufwand und die Technik, die es Kubricks Kameramann John Alcott ermöglichte, seine Bilder in das Licht zu tauchen, das auch die Gemälde von Watteau und Thomas Gainsborough erstrahlen ließ, nicht der Identifikation. Kubrick rekonstruiert die Vergangenheit als Vergangenheit. Er breitet eine chaotische und korrupte Epoche vor uns aus, damit wir sie durchschauen und sezieren können. Die Sentimentalität des historischen Dramas weicht einer Schönheit des Analytischen, deren Reichtum auch nach wiederholtem Sehen des Films nicht erschöpft ist. --Sascha Westphal
große Regisseur, der mit Dr. Seltsam, 2001 und Uhrwerk Orange gleich drei Meisterwerke in Folge gedreht hatte, mit Barry Lyndon zum ersten Mal ins Stolpern gekommen sei. Diese Einschätzung wirkt wie ein Echo der Reaktionen, die Kubricks Verfilmung von William Makepeace Thackerays Roman Die Memoiren des Junkers Barry Lyndon 1975 bei seiner Erstaufführung hervorrief. Sie ist den Ruf, zu lang und viel zu kalt zu sein, nie wirklich losgeworden, und selbst diejenigen, die dieses ausufernde Werk schätzen, sehen in ihm meist nur ein faszinierendes Experiment. Doch Barry Lyndon ist viel mehr als nur das, es ist ein durch und durch einzigartiger Film, ein geradezu titanisches Opus, das keinerlei Konzessionen an den Zuschauer macht. Auf den ersten Blick ist die Geschichte von Redmond Barry (Ryan O'Neal), der nach Jahren voller Abenteuer und Betrügereien die Witwe Lady Lyndon (Marisa Berenson) heiratet und als Barry Lyndon zu Geld und Ansehen kommt, um schließlich tief zu fallen, ein klassischer Stoff für großes historisches Kino. Und in gewisser Weise bedient Stanley Kubrick dieses Genre auch mit den aufwändigen Schlachtszenen aus dem Siebenjährigen Krieg, den beiden Duellen, die Barrys Lebensgeschichte beinahe einzurahmen scheinen, den Liebesabenteuern seines (Anti-)Helden und der so schwelgerischen wie verschwenderischen Ausstattung. Aber Kubrick wäre eben nicht Kubrick, würde er nicht auch hier den Rahmen des Genres sprengen und den Konventionen seine Vision entgegenhalten. Der Vorwurf der Kälte resultiert aus der Distanz, die Kubrick zwischen Thackerays Geschichte und seiner Adaption aufbaut. Kein anderer historischer Film zuvor hat die von ihm behandelte Epoche mit solch einer akribischen Versessenheit rekonstruiert wie Barry Lyndon -- und auch kein Film nach ihm. Selbst Martin Scorsese, der andere große Perfektionist des modernen Kinos, ist bei Zeit der Unschuld nicht annähernd so weit gegangen wie Kubrick hier. Nur dienen der ungeheure Aufwand und die Technik, die es Kubricks Kameramann John Alcott ermöglichte, seine Bilder in das Licht zu tauchen, das auch die Gemälde von Watteau und Thomas Gainsborough erstrahlen ließ, nicht der Identifikation. Kubrick rekonstruiert die Vergangenheit als Vergangenheit. Er breitet eine chaotische und korrupte Epoche vor uns aus, damit wir sie durchschauen und sezieren können. Die Sentimentalität des historischen Dramas weicht einer Schönheit des Analytischen, deren Reichtum auch nach wiederholtem Sehen des Films nicht erschöpft ist. --Sascha Westphal
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Komödie; Liebeskomödie - 2009 - Brian Herzlinger - Heather Graham, Jerry O'Connell, John Corbett, Lara Flynn Boyle - DD 5.1: Deutsch, Englisch - Euro Video
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Erfahrungsbericht von Posdole über Barry Lyndon (DVD) 08.10.2002
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Stanley Kubricks „Barry Lyndon“ ist ein Gemälde, eine Gemäldegalerie, besser gesagt, eine bewegte Abfolge von lebendig gewordenen Bildern, farbenprächtig, satt, barock. Schon die Eingangsszene erinnert deutlich an ein solches Ölbild aus vergangenen Zeiten. Aus etwa hundert Meter Entfernung, von einem Baum aus, durch die fallenden Äste hindurch hält die Kamera, hält der Künstler, der Film-Maler, auf eine Duell-Szene. Doch Kubricks „Malerei“ ist weit entfernt von der Idylle. Er nutzt diese Idylle als Form, als manipulatives Instrument für eine Geschichte, die mit dem Epilog endet: „Es war zu Zeiten George III., in der die genannten Personen lebten und kämpften, gut oder böse, schön oder hässlich, reich oder arm. Jetzt sind sie alle gleich.“
I N H A L T
Teil 1. „Auf welche Weise Redmond Barry den Namen und Titel Barry Lyndon errang.“
Irland im späten 18. Jahrhundert. Redmond Barry (Ryan O’Neal), der seinen Vater in besagtem Duell verloren hat, verliebt sich in seine Cousine Nora Brady (Gay Hamilton). Als die englischen Truppen sich auf eine befürchtete französische Invasion vorbereiten, lernt Nora Captain John Quin (Leonard Rossiter) kennen. Die Verwandtschaft setzt alles daran, Nora mit Quin zu verkuppeln. Es winken etliche Guineas Mitgift pro Jahr für die irische Familie Brady. Barry – von der romantischen Liebe getrieben – fordert Quin zum Duell. Er trifft Quin und die Anwesenden stellen dessen Tod fest. Sie raten Barry, nach Dublin zu gehen, wo ihn niemand kennt, da er befürchten müsse, wegen des Duells von den englischen Soldaten festgenommen zu werden. Mit 20 Guineas in der Tasche reitet er los. Zwei Wegelagerer nehmen ihm Geld und Pferd und so entscheidet sich Barry angesichts fehlender Alternativen, Soldat bei den Engländern zu werden. Dort trifft er seinen Onkel Captain Grogan (Godfrey Quigley) wieder, der ihm nun erzählt, dass Quin gar nicht tot ist. Man habe Barrys Pistole mit harmloser Munition gefüllt und den Tod nur vorgetäuscht, um die Ehe zwischen Quin und Nora zu ermöglichen in Erwartung des entsprechenden Geldsegens.
Barry muss als Soldat am Siebenjährigen Krieg teilnehmen, in dem England an der Seite Preußens, gegen Russland und Frankreich kämpft. Als Grogan in einem Scharmützel tödlich getroffen wird, erbt Barry von ihm 100 Guineas und entschließt sich, bei nächster Gelegenheit zu desertieren. Die kommt. Er belauscht zwei Offiziere beim Bad im See, stiehlt ein Pferd und die Depesche des einen Offiziers und begibt sich auf den Weg Richtung Holland, um von dort in die Heimat zu gelangen. Er begegnet und schläft mit Lischen (Diana Körner), einer deutschen Frau, deren Mann im Krieg ist, und bleibt bei ihr einige Tage. Dann stößt er unterwegs auf den preußischen Offizier Potzdorf (Hardy Krüger), den Neffen des preußischen Polizeiministers. Der ahnt, dass Barry nicht der Leutnant Fakenham ist, für den er sich ausgibt, und zwingt ihn – als Deserteur entlarvt –, in die preußische Armee einzutreten. Fünf Jahre dauert der Krieg schon, die Preußen rekrutieren zwielichtige Gestalten für ihre Armee und Barry lernt von ihnen Betrug und Verstellung. Während eines Gefechts rettet er Potzdorf das Leben, erhält dafür einen Orden und ein bisschen Geld und genießt das Vertrauen des Offiziers, der ihn nach Beendigung des Krieges in Berlin als Spion für seinen Onkel rekrutiert. Barry soll einen irischen Adligen, den Chevalier de Balibari (Patrick Magee) bespitzeln, der im Verdacht steht, als Spion zu arbeiten.
Als er vor Balibari steht, muss Barry weinen. Heimweh überkommt ihn, und beide vereinbaren, dass Barry nur zum Schein den Adligen bespitzeln soll. Der ist ein betrügerischer Spieler. Als er den Prinzen von Tübingen (Wolf Kahler) um etliche Beträge mit Hilfe Barrys beim Kartenspiel erleichtert, meldet der Prinz dies dem Polizeiminister. Der beschließt Balibari auszuweisen. Barry sieht seine große Chance: Als Balibari verkleidet, lässt er sich unter dem Schutz der preußischen Staatsmacht nach Sachsen bringen. Balibari flüchtet auf anderem Weg aus Preußen, und beide beginnen eine Karriere als Spieler an den Höfen Europas.
Barry fasst einen Beschluss. Von der romantischen Liebe sich abwendend und aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre schwört er, nach einer reichen, angesehenen Frau zu suchen, deren Vermögen ihm das Leben versüßen soll. Schnell ist die entsprechende Dame gefunden, die Countess of Lyndon, Viscountess of Bullingdon, kurz Lady Lyndon (Marisa Berenson), verheiratet mit dem todkranken Sir Charles, Minister unter George III. Barry hat keine besondere Mühe, die Lady zu becircen und für sich zu gewinnen. Und ein weiterer Glücksfall kommt ihm zugute. Sir Charles, der von der Affäre seiner Frau mit Barry weiß, erliegt einem Herzanfall in Spa in Belgien.
Teil 2: „Eine Auflistung des Unglücks und der Plagen, die Barry Lyndon zuteil wurden.“
1773 heiraten Barry, nun Barry Lyndon, und Lady Lyndon. Er behandelt seine Frau allerdings wie die Teppiche, Bilder und Einrichtungsgegenstände, die ihr herrschaftliches Haus zieren: als Mittel zum Zweck. Lady Lyndons Sohn, Lord Bullingdon (Dominic Savage, als Erwachsener: Leon Vitali), erkennt schon als Kind in Barry den Opportunisten. Er beginnt, seinen Stiefvater zu hassen. Ein Jahr nach der Trauung wird Sohn Brian (David Morley) geboren. Barry erfüllt seine standesgemäßen Pflichten und geht ansonsten einem Leben in Saus und Braus nach, hat eine Liebschaft nach der anderen, sogar mit dem Kindermädchen. Lady Lyndon, die ihn liebt, muss – schon von Natur aus melancholisch veranlagt – jetzt auch noch ihre Eifersucht ertragen.
Barrys Mutter (Marie Kean), die bei den Eheleuten wohnt, rät ihrem Sohn, einen Titel zu erwerben, sonst würde er beim Tod seiner Frau wieder mittellos auf der Straße stehen. Barry kauft teures, aber wertloses Land, Ölgemälde, zahlt Bestechungsgelder, nimmt Kontakt zu den Adligen auf – doch all das nützt nichts. Die feine Gesellschaft zeigt ihm die kalte Schulter. Als Jahre später das Vermögen Lady Lyndons fast aufgebraucht ist, stellt Lord Bullingdon Barry während eines Hauskonzerts vor den versammelten Gästen bloß, worauf ihn Barry verprügelt und der Lord das Haus verlässt. Nun ist Barry bei der adligen Gesellschaft völlig desavouiert. Die Gläubiger rücken in einer Front gegen ihn vor. Als dann noch Brian nach einem Sturz vom Pferd stirbt, ist es um Barry geschehen. Er trinkt, Lady Lyndon begeht einen Selbstmordversuch und Lord Bullingdon fordert Barry zum Duell, bei dem Barry durch einen Schuss so schwer verletzt wird, dass ihm ein Bein amputiert werden muss.
Gegen eine Jahresrente von 500 Guineas – gezahlt von Lady Lyndon, der er nie wieder begegnen wird, und ihrem Sohn Lord Bullingdon – und mit dem Versprechen, England nie wieder zu betreten, kehrt Barry mit seiner Mutter nach Irland zurück – gedemütigt und geschlagen.
INSZENIERUNG
Kubrick lässt die Geschichte Barry Lyndons alias Redmond Barry von einem Erzähler schildern. Und da heißt es gleich zu Anfang: „Wie anders hätte Barrys Schicksal doch sein können, hätte er sich nicht in Nora verliebt und hätte er Captain Quin nicht das Glas ins Gesicht geworfen“, und später: „und hätte er nicht Lord Bullingdon angegriffen und hätte er nicht auf den Boden geschossen“ (beim Duell mit Bullingdon). Barrys Charakter scheint sein Schicksal zu bestimmen. Aber nicht nur sein Charakter, auch seine Herkunft und die Umstände der Zeit lassen den jungen Mann ins Leben stürzen, so dass man im ersten Teil des Films den Eindruck hat: Er wird gestürzt, zum Spielball der Interessen anderer, des englischen und preußischen Militärs usw. – ganz im Gegensatz zum zweiten Teil, indem Barry anscheinend sein Schicksal, wenn auch an entscheidenden Punkten kontraproduktiv, in die eigenen Hände nimmt. Er scheint es jetzt zu sein, der sich der anderen bedient, um einen Titel, einen Namen, Wohlstand zu erreichen.
Man kann in „Barry Lyndon“, diesem malerisch anmutenden und doch zugleich erschreckenden Epos des barock anmutenden 18. Jahrhunderts, so etwas sehen wie die Miniatur der Geschichte, die Kubrick in „2001: Odyssee im Weltraum“ erzählt. Der Bogen, der in „2001: ...“ vom Ursprung des Menschen, der Kultur über Millionen Jahre hin gespannt wird, verkürzt sich in „Barry Lyndon“ auf die Länge eines Menschenlebens. Wo steht Barry am Ende seines Lebens, als noch berichtet wird, dass er an den Höfen Europas wieder als Spieler aufgetaucht sein soll, allerdings nicht mit dem Erfolg, den er dabei früher mit Balibari hatte, wo steht er, wenn nicht da, wo er als junger Mann in seiner irischen Heimat schon zu Beginn seines Erwachsenenlebens gestanden hatte? Ist er klüger? Weise gar? Oder doch nur gestrauchelt, gedemütigt und geschlagen wie der tragische Held einer griechischen Sage? Allerdings reicher um die Erfahrung, als Individuum gescheitert zu sein?
Es gibt nur zwei Momente im Film, in denen ich wirkliche Nähe zu Redmond Barry empfinden konnte. Das eine ist die Liebe zu seinem Sohn Brian, der auf dem Totenbett seinen Eltern das Versprechen abnimmt, sich nie wieder zu streiten. Barry bricht in Tränen aus, Lady Lyndon ist verzweifelt. Hier spürt man in drei, vier Minuten das einzige Mal die tragische und doch zugleich von tiefer Zuneigung geprägte Nähe dreier Menschen, abseits von Stand, Stellung, Vermögen, Interessen. Dass Barry danach eine Zeitlang dem Alkohol verfällt und seine Frau versucht, sich zu vergiften, zeugt von der Machtlosigkeit zweier Menschen und nicht zweier Figuren im Schachspiel ihrer Biografien.
Die andere Szene: Als Lord Bullingdon sich mit Barry innerhalb eines alten Gemäuers duellieren will, geht dem rachsüchtigen und auf Standesdünkel bedachten Lord beim Spannen der Pistole aus Versehen der Schuss los, der eigentlich Barry gelten sollte. Der Lord übergibt sich vor Angst, zittert, kann sich gerade noch beherrschen, nicht zu wimmern oder sich in die Hose zu machen. Barry demgegenüber steht von Anfang an furchtlos, fast gelassen, dem Schicksal ergeben zehn Schritte von ihm entfernt. Er ist an der Reihe zu schießen. Aber er schießt absichtlich in den Boden. Dann schießt ihm der Lord, sogar unfähig, mit der Waffe richtig zu zielen, Barry ins Bein, das später amputiert werden muss. Eine zentrale Szene: Die Sympathien sind hier zum zweiten Mal eindeutig auf Barrys Seite. Er, der seine Frau nur geheiratet hat, um zu Ansehen in der gesellschaftlichen Hierarchie zu kommen, der sich derselben Mittel bedient hat wie die, zu denen er nie stoßen wird, steht einem Feigling gegenüber. Die Masken fallen: Nicht Bullingdon ist hier der Gentleman, für den er und seinesgleichen sich ausgeben, sondern Barry.
Die Szene steht aber noch für etwas anderes, für die Freiheit und die Individualität. Barrys Entscheidung in dieser Situation ist zum ersten und letzten Mal: frei. Alle seine bisherigen Entscheidungen waren erzwungen – aus der Situation heraus, von anderen auferlegt, durch seinen Charakter bestimmt. Jetzt, in diesem einen Moment, in dem er sich Bullingdon ein für allemal entledigen könnte, um damit endgültig seine Freiheit aufzugeben, begibt er sich selbst in eine Art „Camus’sche Situation“. Er wird Sisyphos:
„Sisyphos ist der Held des Absurden. Dank seinen Leidenschaften und dank seiner Qual. [...] So sehen wir nur, wie ein angespannte Körper sich anstrengt, den gewaltigen Stein fortzubewegen, ihn hinauf zu wälzen und mit ihm wieder und wieder einen Abhang zu erklimmen; wir sehen das verzerrte Gesicht, die Wange, die sich an den Stein schmiegt, sehen, wie eine Schulter sich gegen den erdbedeckten Koloss legt, wie ein Fuß ihn stemmt und der Arm die Bewegung aufnimmt, wir erleben die ganze menschliche Selbstsicherheit zweier erdbeschmutzter Hände. Schließlich ist nach diese langen Anstrengung (gemessen an einem Raum, der keinen Himmel, und an einer Zeit, die keine Tiefe hat) das Ziel erreicht. Und nun sieht Sisyphos, wie der Stein im Nu in jene Tiefe rollt, aus der er ihn wieder auf den Gipfel wälzen muss. Er geht in die Ebene hinunter. Auf diesem Rückweg, während dieser Pause, interessiert mich Sisyphos. Ein Gesicht, das sich so nahe am Stein abmüht, ist selber bereits Stein! Ich sehe, wie dieser Mann schwerfälligen, aber gleichmäßigen Schrittes zu der Qual hinuntergeht, deren Ende er nicht kennt. Diese Stunde, die gleichsam ein Aufatmen ist und ebenso zuverlässig ist wiederkehrt wie sein Unheil, ist die Stunde des Bewusstseins. In diesen Augenblicken, in denen er den Gipfel verlässt und allmählich in die Höhlen der Götter entschwindet, ist er seinem Schicksal überlegen. Er ist stärker als sein Fels.“ (1)
Kubricks Individualismus ist genau dieser der Freiheit, der Überwindung der Tragik, des Todes und des Schicksals – gerichtet gegen den amerikanischen Individualismus, der letztlich bloß ein ausgeprägter Egozentrismus ist, wie gegen die fordernde Unterordnung kollektivistischer Ideologien – zwei Seiten ein und derselben Medaille der Zivilisation.
Barry ist frei und beschließt mit dieser Freiheit zugleich sein eigenes Schicksal. Kein Titel, kein Reichtum, keine Zukunft im Sinne der sozialen Vorgaben, die seine Zeit prägen. Hinter der voluminösen, prachtvollen, barocken Fassade der manipulierenden, bewusst (ver)blendenden Bilder in „Barry Lyndon“ entpuppt sich für einen Moment, einen kurzen, aber erhellenden Augenblick ein freier Mensch, der „wirkliche“, „wirkende“ Individualist, der weder damals noch heute eine reelle Perspektive zu haben scheint.
F A Z I T
„Barry Lyndon“ ist kein moralischer oder moralisierender Film. Kubrick spart nicht mit bissiger Ironie, mit sozialer Kritik, ja mit Spott; doch es geht hier nicht so sehr um ethische Urteile, sondern um das Aufdecken von zivilisationsbedingten Verstrickungen. Wenn es am Schluss heißt: „Es war zu Zeiten George III., in der die genannten Personen lebten und kämpften, gut oder böse, schön oder hässlich, reich oder arm. Jetzt sind sie alle gleich“, bedeutet dies, dass sich individuelle Freiheit wie soziale Gleichheit erst im Tod realisieren. Ein vernichtendes Urteil? Oder eher eine tragische Realität?
(1) Albert Camus: Der Mythos des Sisyphos, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt (rororo 22765) 2000, S. 155 f.
Barry Lyndon (Barry Lyndon) Großbritannien 1975, 184 Minuten Regie: Stanley Kubrick
Drehbuch: Stanley Kubrick, nach dem Roman von William Makepeace Thackeray (1811-1863) Musik: The Chieftains, Leonard Rosenman, Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Wolfgang A. Mozart, Giovanni Paisiello, Franz Schubert, Frederick The Great, Antonio Vivaldi Kamera: John Alcott Schnitt: Tony Lawson Spezialeffekte: – Hauptdarsteller: Ryan O’Neal (Barry Lyndon / Redmond Barry /Lt. Jonathan Fakenham /Lazlo Zilagy), Marisa Berenson (Lady Lyndon), Patrick Magee (Chevalier de Balibari), Hardy Krüger (Captain Potzdorf), Steven Berkoff (Lord Ludd), Gay Hamilton (Nora Brady / Mrs. John Quin), Marie Kean (Belle, Barrys Mutter), Diana Körner (Lischen, deutsches Mädchen), Murray Melvin (Reverend Samuel Runt), Frank Middlemass (Sir Charles Reginald Lyndon), André Morell (Lord Gustavos Adolphus Wendover), Arthur O’Sullivan (Captain Feeny), Godfrey Quigley (Captain Grogan, Barrys Onkel), Leonard Rossiter (Captain John Quinn), Philip Stone (Graham, Lady Lyndons Sekretär), Lord Bullingdon (Leon Vitali, Dominic Savage), Wolf Kahler (Prinz von Tübingen), David Morley (Brian Patrick Lyndon)
Offizielle Homepage: – Internet Movie Database: http://us.imdb.com/Title?0072684
Weitere Filmkritik(en): „Jiminy Critic Movie Reviews“ (Ben Delbanco): http://www.jiminycritic.com/review.asp?ReviewID=40
Pro: brillante Bild- und Tonkompositionen,straffe Regie,präziser Sarkasmus Kontra: mit 3 Stunden Länge keine leichte Kost(abgesehen vom anspruchsvollen Inhalt)
Dem jungen Iren Redmond Barry gelingt es, durch verschiedene Gaunereien und geschickte Aktionen, in die Englische Adelsgesellschaft aufzusteigen und schließlich gar die reiche, angesehene Lady Lyndon zu ehelichen. Doch sein zunehmend zynisches, intolerabl ...
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Pro: fesselnde Handlung, originalgetreue Kostüme, faszinierende Kulisse Kontra: kaum nennenswerte DVD Extras, sehr leiser Ton
Ihr kennt diesen Film nicht? Ging mir auch so! Stanley Kubrick war mir zwar bereits als Regisseur von Filmen wie Shining, Clockwork Orange, 2001: Odyssee im Weltraum, Dr. Seltsam (oder wie ich lernte die Bombe zu lieben) und Full Metal Jacket bekannt, abe ...
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Pro: Rarität, Rekonstruktion des 18. Jahrhunderts, schöne Bilder Kontra: Langeweile, entspricht nicht den heutigen Sehgewohnheiten, Pessimismus, Zynismus
Der Film "Barry Lyndon", den Kubrick zwischen 1973 und 1975 drehte, ist sein am wenigsten bekanntes Werk. Da er äußerst selten im Fernsehen zu sehen war und auch die Videoversion mittlerweile vergriffen ist, ist der Film heute eine absolute Rarität.
De ...
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Der vierte Film der Kubrick-Box war zugleich der Film, auf den ich mich am meisten freute. Schließlich liebe ich diese Geschichten von Menschen, die sich von ganz unten an die soziale Oberschicht herankämpfen, nur um dann am Ende wieder ganz abzustürzen. ...
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Pro: wunderschöne bilder und musik; starke kulissen; die am besten recherchiertesten kostüme der filmgeschichte; erstklassig restauriert und auf dvd gepresst Kontra: mag vielen zu langatmig erscheinen; keine nennenswerten Extras
Vielleicht ist dies Stanley Kubricks schönster Film. Wie Bilder zeitgenössischer Künstler komponiert er hier seine Bilder. Ich habe einmal gelesen, dies sei der Film der Kameramänner. :-)
*** Der Inhalt: ***
Mitte des 18. Jahrhunderts: Moral scheint e ...
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Pro: Meisterhafte Filme, DVD-Box zum "kleinen Preis" Kontra: nichts
...schlichtem blau und verzierenden Bildern gehalten ist. Die Bilder sind ebenso in blau gehalten Ausschnitte aus seinen Filmen, so wie auf den Seiten ein schlichtes Bild von dem Meisterregisseur Stanley Kubrick himself. Die DVDs selber werden in den von mir favorisierten Papphüllen ausgeliefert.
*Barry Lyndon*
Der Aufstieg und Fall eines jungen irischen Burschens im englisch Adel des achtzehnten Jahrhunderts. Die Verfilmung des Romans von William Makepeace Thackerey wurde 1975 mit vier Oscars ausgezeichnet (Kamera, Ausstattung, Kostüme und Musikbearbeitung), ist für mich einer der schwächsten Filme Kubricks in dieser Box. Aufgrund seiner Länge (178 min) und der mir nicht sonderlich gut gefallenden Thematik kann mich dieser Film nicht gänzlich überzeugen, obwohl die phantastische Kameraarbeit dafür sorgt, dass der Film dennoch zu eine...
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Pro: Großartige Filme, tolle Bonus-DVD Kontra: Warner Bros. Hüllen
...von Vietnam, aus welchen einmal mehr hervorgeht, wie unnütz doch ein Krieg ist. Stanley Kubrick wagte sich auf neues Terrain und erfreute den Zuschauer mit grandiosem Material ! Super !
Um diese Besprechung nicht wirklich noch ins Unendliche gehen zu lassen, möchte ich an dieser Stelle nur anmerken, dass es sich wirklich lohnt einen Blick in die Bonus- DVD „Stanley Kubrick – A Life in Pictures“ zu werfen. Außerdem hoffe ich so auch eure Neugier noch etwas mehr geweckt zu haben.
Um diesen Text auch nun zu beenden, euch zu erlösen und zum Kauf dieser genialen Box anzuregen verlasse ich euch mit den Worten: Kubrick Box ist mit die beste Filmsammlung, die je auf den Markt kam, nicht nur was für Fans ! Einfach Excellent !! Alright ? Alright ?
Special Features der einzelnen DVD’s:
Barry Lyndon (Trailer)
Lolita (Trailer)
2001 – Odyssee im Weltraum (Trailer)
Shining (Making Of, Trailer)
Uhrwerk Orange (Trailer)
Full Metal Jacket (Trailer)
Eyes Wide Shut (Interviews, TV – Spots)...
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