Bartagame (Pogona vitticeps)

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Bartagame (Pogona vitticeps)

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...Die Bartagame °°°°°°°°°°°°°°°°°°°° I.1.Herkunft/Zuordnung --------------------------------- Bartagamen kommen ursprünglich aus dem heißen Australien. Sie werden, wie folgt zugeordnet: -Klasse: Kriechtiere(Reptilia) -Ordnung: Eigentliche Schuppenkriechtiere(Squamata) -Unterordnung: ... Bericht lesen





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Mein Hausdrache Brutus
Erfahrungsbericht von jano-k über Bartagame (Pogona vitticeps)
15.10.2006


Produktbewertung des Autors:   


Pro: süße Tiere, wenig Arbeit, sehr zutraulich
Kontra: nicht Jedermann´s Sache

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Nachdem ich euch ja schon über den Bau meiner Terrarium- Rückwand berichtet habe, will ich euch nun den dazugehörigen Bewohner des Terrariums präsentieren.
Dieser wohnt jetzt seid dem 26.09.2006 bei mir.
Ich werde euch erst die Tierart selbst und dann den Brutus vorstellen.
Später werde ich den Bericht immer mal wieder mit Neuigkeiten im Leben meines Tierchens upgraden. Quasi fast wie ein Tagebuch.

I.Die Bartagame
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I.1.Herkunft/Zuordnung
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Bartagamen kommen ursprünglich aus dem heißen Australien.
Sie werden, wie folgt zugeordnet:

-Klasse: Kriechtiere(Reptilia)
-Ordnung: Eigentliche Schuppenkriechtiere(Squamata)
-Unterordnung: Echsen(Sauria)
-Zwischenordnung: Iguania(Leguanartige)
-Familie: Iguanidae(Leguane)
-Gattung: Pogona
-Arten:
Pogona barbata
Pogona henrylawsoni
Pogona microlepidota
Pogona minor
Pogona minima
Pogona mitchelli
Pogona nullabor
Pogona vitticeps

I.2. Pogona Vitteceps
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Ich werde hier vornehmlich über die Art POGONA VITTICEPS berichten.
Sie gehört weltweit zu den beliebtesten Terrarientieren überhaupt.
Auch mein Brutus gehört dazu.
Der Gattungsname Pogona kommt aus dem Griechischen und bedeutet Bart.
Dieser ist nämlich auch das markanteste an den Bartagamen.
Er besteht aus vielen Stachelschuppen.
Beim Drohen oder Imponieren können sie diesen mit Hife des Zungenbeinapparates weit abspreizen.
Dann sieht man auch die vorher nicht sichtbaren dunklen Bartschuppen.
Jetzt sieht die Kehle tatsächlich ähnlich wie ein Bart aus.
Manchmal hört man dann beim Drohen auch noch ein gewisses Fauchen. Dann sollte man das sonst so liebeswerte Tier auch in Ruhe lassen.
Mehr Geräusche als dieses Fauchen machen Bartagamen nicht.
Das ist natürlich ein enormer Vorteil im Gegensatz zu lauten Tieren.

Diese Art von Bartagamen kann bis zu 55 cm groß werden.
Aber keine Angst. Mehr als die Hälfte davon fällt auf den Schwanz.
Sie haben einen flachen Körper und einen meist breiten Kopf von dreieckiger Form.
Diese Form lässt ihn ähnlich aussehen, wie einen Drachen aus Fantasy-Filmen.
Desweiteren tragen die vielen Stachelschuppen, die sich am Kopf und seitlich am Körper befinden, zu diesem Erscheinungsbild bei.
Die Beine dieser Echse sind recht kurz, dafür aber unglaublich kräftig.
Sie können dadurch sehr gut klettern, graben und teilweise auch springen.
Auch die Geschwindigkeit der Tierchen ist nicht zu verachten.
Man wird von ihnen oft überrascht, da sie lange still sitzen und plötzlich los laufen.
Die Zeichnung auf dem Körper ist oft rauten- und streifenartig.
Farben gibt es sehr viel Variationen.
Hierbei wird teilweise gezielt gezüchtet.
Dies kosten dann auch sehr viel.

Nun zu den Sinnesorganen.

Die Augen:
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Bartagamen haben sehr gute Augen. Sie sind auch das wichtigste Sinnesorgan bei ihnen.
Hiermit erspähen sie ihre Beute oder ihre Feinde auch auf große Entfernung.
Ein Beispiel hierzu:
Am Computer sitze ich immer unter einem Dachfenster.
Oft habe ich Brutus dabei auf der Schulter sitzen.
Gerade gestern zuckte er plötzlich zusammen und starrte nach oben.
Ich wusste zuerst nicht, was los ist. Aber als ich nach oben aus dem Fenster schaute, sah ich einen Schwarm Wildgänse in luftiger Höhe über uns hinweg fliegen.
Ich war schon sehr erstaunt.

Die Ohren:
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Von Ohren in unserer bekannten Form kann man bei den Bartis nicht sprechen.
Sie haben keine richtigen Ohrmuscheln, wie viele andere Tiere oder wir Menschen.

Bei ihnen findet man links und rechts am Kopf zwei Löcher,wo man direkt das Trommelfell erkennen kann.
Obwohl das Trommelfell so frei liegt, haben sie lange nicht so ein gutes Gehör wie sie sehen können.
Das merkt man bei ihnen am besten, wenn sie schlafen.
Der Krach, den ein Mensch so machen kann mit seinen vielen elektrischen Geräten, stört ihn hierbei sehr wenig.
Aber das Fernsehbild fasziniert ihn umso mehr.

Der Geschmacks-/Geruchssinn:
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Diese beiden Sinne kann man bei den Bartagamen nicht komplett trennen.
Es ist zwar noch nicht komplett erforscht, aber man ist sich einig, dass Zunge und Nase eng zusammen arbeiten.
Hält man dem Barti irgend etwas vor die Nase, leckt sie es meistens erst mal an, um herauszufinden, was es ist und ob es essbar ist.
Wenn sie sich nicht ganz sicher sind, wiederholen sie das noch ein paar mal...

Das war´s auch schon in Sachen Sinnesorgane.
Fühlen durch die Haut können sie eher wenig. Gersade mal Wärme und Kälte. Denn diese besteht aus abgestorbenen Keratinzellen.
Sie schützt vor Austrocknung und schnellem Wärmeverlust.
Dadurch, dass sie nicht wächst, wird sie immer wieder erneuert.
Somit muss sich die Bartagame regelmäßig häuten.
Am Anfang passiert das weitaus häufiger als im Erwachsenenalter. Denn sie wachsen bis zu einem Centimeter pro Woche, wenn sie gesund sind.
Bartagamen hören aber nie entgültig auf zu wachsen.


II.Das Terrarium
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II.1.Größe:
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Wenn jemand mit dem Gedanken spielt, sich eine Bartagame anzuschaffen, sollte er sich im Klaren sein, dass das Terra nicht gerade klein ist.
Vorgeschrieben für ein bis zwei Tiere ist eine Größe von 125x100x75 cm(LxBxH). Pro weiterm Tier kommen nochmal 15% hinzu.
Das ist schon ein ganz schöner Klopper.

Mein Terrarium hat die Maße 150x50x80. Was im Internet noch als ganz normal aussah, erwieß sich zu Hause schon als ein Platz fressendes Etwas. Aber ich bin trotzdem froh, dass ich mich für diese Größe entschieden habe. Denn ich habe schnell bemerkt, dass sich Brutus gerne bewegt.
Außerdem sieht so ein großes Terra richtig eingerichtet auch klasse aus.

Auf keinen Fall sollte man aus Kostengründen ein Aquarium statt Terrarium wählen. Denn ein Luftzirkulation sollte schon vorhanden sein.
Außerdem mögen es die Tiere nicht, wenn man von oben auf sie zugreift.

II.2.Standort:
------------------
Das Terrarium sollte so platziert werden, das es nicht den Ganzen Tag der prallen Sonne ausgesetzt ist. Denn sonst kann sich schnell ein Treibhauseffekt bilden.
Außerdem sollte man drauf achten, dass es nicht im direkten Luftzug steht, denn das ist nicht gut für die Tierchen.

II.3.Heizung/Beleuchtung:
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Bartagamen sind wechselwarm. Das heißt, ihre Körperwärme und ihre Aktivität ist von der Umgebungstemperatur abhängig.
Daher brauchen sie zwei Temperaturzonen im Terrarium.
Zu einen brauchen sie eine gweisse Aktivitätstemperatur.
Diese liegt zwischen 18° und 35°C.
Zum anderen brauchen sie einen Sonnenplatz. Hier steigt die Temperatur schon mal auf 50°C.
Hier "tanken" sie ihren Körper mit Wärme.
Teilweise lassen sie sich regelrecht "zudrönen". Brutus legt sich oft flach hin, steckt alle Viere von sich und entspannt völlig.

Aber auch den ein oder anderen Schattenplatz muss man dem Tier bieten.
So kann die Agame selbst entscheiden, wie sie ihre Temperatur reguliert.

Die Beleuchtung sollte nicht nur warm sondern auch möglichst hell sein. Je heller, desto besser. Man braucht ja nur mal an Australien denken...

Zusätzlich benötigen Bartagamen zur Vitaminverarbeitung und Knochenbildung auch UV-A und UV-B Strahlung.

Also braucht man eine Beleuchtungskombination aus verschiedenen Lampen.

Ich habe eine sehr helle Lechstoffröhre für´s Tageslicht, einen Wärmespot zum Sonnen und zur Aufheizung des Terras und außerdem eine UV-A/UV-B-Lampe.

Manche Terrarianer nutzen zusätzlich auch noch Heizmatten zur Wärmebildung. Ich habe bisher drauf verzichtet, da es mir zu unnatürlich ist.
Oftmals wollen Bartagamen nämlich buddeln, um es kühler zu haben.

Um einen gewissen Tag/Nacht-Effekt einzubauen nutzt man Zeitschaltuhr.
Ich habe sie so eingestellt, dass die Lampen nach und nach an und aus gehen. So ergibt sich auch noch eine Dämmerung.
Man sollte die Beleuchtungsdauer den Jahreszeiten anpassen. Natürlich am besten denen Australiens. Die findet man im Internet.

II.4.Einrichtung:
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Hier sind die Bartis wiederum nicht so anspruchsvoll.
Grundsätzlich würden schon ein paar Versteckmöglichkeiten, ein paar Klettermöglichkeiten und Schalen für´s Futter reichen.
Aber ein weing schön will man´s natürlich auch haben.

Als Erstes habe ich mir eine schöne Rückwand mit verschiedenen Klettermöglichkeiten eingebaut. Hierzu hab ich ja schon nen Bericht geschrieben.
Als weitere Klettermöglichkeit habe ich einen schönen Korkrindenstamm gewählt. Den bekommt man in fast jeder Zoohandlung.
Als "Wüstensand" wählte ich Spielsand aus dem Baumarkt.
Dieser hat ein ideales Mischungsverhältnis aus Sand und Lehm, damit die Tiere graben können.
Außerdem besteht er aus abgerundeten Steinen.
Darauf sollte man achten, denn sonst wetzen die Bartis sich zu schnell die Haut ab.
Die Schicht sollte mindestens 10cm dick sein. Will man züchten, sogar noch dicker.

Zum Verstecken und natürlich zur Deko sind in meinem Terra eine Baumrinde und zwei mal Plastik-Efeu vorhanden.
Man kann auch echte Pflanzen verwenden.
Dazu sollte man sich aber vorher informieren, ob si nicht auf der Speisekarte der Bartis stehen oder sogar giftig sind.

Als Schalen für Futter und Wasser verwende ich normale Unterschalen für Blumentöpfe aus Keramik.

Zur Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsmessung sind digitale Thermometer mit mindestens zwei Temeraturzonen ideal.


II.5.Luftfeuchtigkeit:
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Diese kann ruhig zwischen 40und 60% schwanken.
Auf keinen Fall sollte sie längere Zeit über 60% liegen.
Schließlich ist es ja ein Wüstentier.
Allein durch die Wasserschale entsteht schon eine gewisse Luftfeuchtigkeit, da das Wasser ständig verdunstet.
Sollte die Luftfeuchtigkeit zu niedrig sein, einfach morgens Wasser mit ner Sprühflasche ins Terra sprühen.
Dadurch entsteht ein gewisser Morgentau-Effekt.
Diesen mögen die Tier und nutzen ihn zur Wasser-Aufnahme.


III.Pflege
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III.1.Hygiene:
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Futterreste sollten spätestens einen Tag nach Fütterung wieder entnommen werden, da sie sich durch die Hitze eh nicht lange halten.
Kot sollt sofort nach Entdecken entfernt werden.
Somit vermeidet man Dreck , Geruch und Krankheiserreger.
Beim Sand reicht es, ihn einmal jährlich komplett auszutauschen.
Gleichzeitig wäscht man Äste und sonstige Deko dann auch mal gründlich ab.
Auf eine chemische Desinfektion kann man verzichten, soweit man sich kein Ungeziefer oder Krankheiten eingefangen hat.
Je nach Tierbestand kann man auch Kotproben untersuchen lassen.
Will man züchten, kann dies ruhig öfter passieren.
Außerdem wird die Agame regelmäßig in lauwarmen Wasser gebadet. Meistens mag sie das sehr.

Neue Tiere von fremden Züchtern oder Zoohandlungen sollte man nicht gleich ins Stammterrarium setzen, sonder erstmal in einem spartanisch eingerichteten Quarantäne-Terra halten.
So kann man verhindern, dass eventuell vorhandener Parasitenbefall oder Krankheiten auf die alteingesessenen Tier übergehen.

SEHR WICHTIG ist, dass man für die Terrarien extra Besteck zum reinigen hat. NIEMALS die normale Spülbürste oder Waschlappen aus der Spüle wählen.
Denn manche Parasiten sind auch auf den Menschen übertragbar.

Worauf man verzichten sollte und was ich auch gar nicht mag, ist das Rauchen im gleichen Raum, in dem das Terra steht.

III.2.Jahreszeiten und Winterruhe:
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Wie gesagt, sollte man die Beleuchtungsdauer den Jahreszeiten und Tageszeiten in Australien anpassen.
In Sommermonaten kann man die Beleuchtung bis zu 14 Stunden laufen lassen. So hat man auch sehr viel vom Tier.
Zum Winter hin reduziert man dann die Beleuchtungsdauer. Für ein bis zwei Monate lässt man den Wärmestrahler 5 und die Beleuchtungslampen 10 Stunden laufen. Aber nie die UV-Lampen vergessen.
Nach und nach zieht sich die Agame dann zurück. Bis sie schlussendlich eine Art Winterruhe hält.

Sie schläft aber nicht komplett durch, so wie andere Tiere.
Ab und zu zeigt sie sich doch mal. Meist um Wärme zu tanken.
Futter benötigen sie dabei nicht. Aber Wasser solte man immer anbieten.
Da sie dabei nicht fressen, sollteman vor der Winterruhe darauf achten, dass das Tier schon stark genug ist.
Sollte das nicht der Fall sein, kann man die Winterruhe auch aussetzen.
Schon im Alter von vier Monaten können die Bartis ihre erste Winterruhe halten.
Der Rest wird schon allein durch die verschiedenen Temperaturzonen geregelt.

IV.Vermehrung
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Ich selber habe bis jetzt noch nicht vor, Bartis nachzuzüchten.
Trotzdem will ich kurz drauf eingehen.

IV.1.Geschlechtsbestimmung:
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Diese gestaltet sich bei Jungtieren als sehr schwierig.
Erst nach und nach erkennt man Unterschiede.
Da sind sich die Gelehrten auch nicht so 100% einig, wann man
das Geschlecht bestimmen kann.
Es schwankt zwischen nem viertel und nem halben Jahr.
Man kann aber die Geschlechtsbildung mit Hilfe der Brut-Zeitigung ein wenig beeinflussen.
Darauf gehe ich aber nicht ein, da mir da die eigene Erfahrung fehlt.

Nun zu den Unterschieden.
Männchen haben meist größere und breitere Köpfe.
Bei Männchen findet man im Schwanzwurzelbereich zwei leichte Verdickungen, die sogenannten Hemipenis.
Um diese zu erkennen, muss man die Bartagame so hinlegen, dass der Kopf weg vom Betrachter zeigt.
Nun vorsichtig den Schwanz nach oben biegen.
Nur soweit, dass man die Kloakenöffnung sieht.
Nun erkennt man bem Männchen die Verdickungen.

Außerdem haben ausgewachsene Männchen an den Schenkelinnenseiten eine Reihe größerer Poren.

Auch im Verhalten unterscheidet sich das Männchen vom Weibchen.
Der Bock färbt bei Erregung oder Zorn seinen Bart schwarz und stellt ihn auf.
Das machen Weibchen nur sehr selten.

Die Zuchtgruppe:
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Eine Zuchtgruppe sollte nicht zu groß sein, da Bartis eigentlich Einzelgänger sind.
Je nach Größe des Terrariums sollte sie aus einem Männchen und mehreren Weibchen bestehen.
Ein Weibchen allein ist meist zuviel Stress ausgesetzt.
Bei mehreren können sie sich quasi "abwechseln" ;-)

Aber auch ein Männchen und ein Weibchen funktioniert meistens.
Aber nie mehr als einen Bock ins Terra setzen, da es dann harte Rangkämpfe geibt, die teilweise mit Unterdrückung und Verletzung enden.

Die Tiere paaren sich dann meistens im Frühjahr einpaar Wochen nach der Winterruhe.
Das Weibchen buddelt dann fleißig und legt seine Eier nach etwa 40 tägiger Trächtigkeit in dieses Loch.
Junge Weibchen legen 5-10 Eier, Ausgewachsene sogar bis zu 40.

Das war´s aber auch noch nicht.
Barti-Weibchen können die Spermien speichern.
Das heißt, sie können nach einer Paarung zwei bis drei Mal im Jahr Eier ablegen. Diese Eier haben nicht so eine harte Schale wie Hühnereier, sondern sind eher lederartig
Um einen größtmöglichen Bruterfolg zu erlangen, sollte man die eier wieder vorsichtig ausgraben und in einem Inkubator ausbrüten.
Wie diese Brut funktioniert, findet man in einschlägiger Literatur. Die Beschreibung hier würde den Rahmen sprengen.
Die Brutzeit ist extrem unterschiedlich.
Sie liegt zwischen 56 und 116 Tagen. Je nach Temperatur.

Sind die kleinen Süßen(8-10cm) dann geschlüpft, hält man sie in einem extra Terrarium. Denn die Eltern kümmern sich nicht darum. Im Gegenteil. Sie könnten die Kleinen sogar als ideale Mahlzeit ansehen.
Dieses Terra muss aber nicht so gut eingerichtet sein. Auf Kletterplätze sollte verzichtet werden, da es sonst schnell zu Rangkämpfen zwischen den Kleinen kommt.
Nur die Beleuchtung sollte natürlich stimmen.


V.Ernährung
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Der Speiseplan der Bartis ist sehr abwechslungsreich.
Zum einen fressen sie sich quer durch´s Gemüsebeet.
alles was man so an Gemüse zum Kochen nutzt, kann man auch den Bartis geben. Natürlich alles ganz klein geschnitten.
Auch verschiedene Obstsorten kann man verfüttern.
Sehr gerne mögen sie farbige Blüten von Gräsern wie zum Beispiel Löwenzahn.
Pflanzliches Futter, vor allem Obst, wird schnell schlecht bei den Bedingungen im Terra. Also, wie schon gesagt, mindestens täglich wechseln und nicht überhäufen.

Sehr wichtig ist auch das Lebendfutter.
Sie mögen fast alles, was kreucht und fleucht.
Von Heimchen über Schaben bis hin zu Maden ist alles dabei.
Damit haben manche Leute natürlich Probleme.
Aber wozu gibt´s Pinzetten.
Bei manchen Insekten, wie zum Beispiel Heuschrecken sollte man drauf achten, dass sie auch vor der Nacht aufgefressen werden. Denn nachts kann es passieren, dass sie den Spieß umdrehen und die Bartagame anfressen.
Bei Jungtieren sollte der Anteil von tierischen Futter noch höher liegen als das vom pflanzlichen.
Bei Erwachsenen reicht dann eine 50:50 Teilung.
Auch sollte man nun nicht mehr zu viel von den Tieren mit hohem Fett-und Protein-Gehalt verfüttern. Sonst werden die Bartis zu fett.

Der Geschmack ist von Tier zu Tier unterschiedlich. Das muss man rausfinden.
Aber man sollte immer auf die Abwechslung achten.

Beim Wasser kann es sein, dass man seine Bartagame per Hand füttern muss. Zum Beispiel mit ner Spritze oder Pipette.
Denn nicht alle saufen von allein aus der Schüssel.

Zusätzlich sollte man noch Vitamin-Präparate verwenden.
Diese gibt´s als Pulver in der Zoohandlung zu kaufen.
Einfach reglmäßig ein Insekt bestäuben und schon hat die Bartagame ihre Dosis.


VI.Verhalten/Umgang
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Gerade wegen des Verhaltens sind die Bartagamen so beliebt.
Sehr schnell gewöhnen sie sich an ihren Halter und werden dadurch zutraulich.
So fressen sie schnell aus der Hand und lassen sich auch gern mal aus dem Terrarium nehmen.
Teilweise gefällt es ihnen draußen sogar so gut, dass sie nicht wieder rein wollen und sich sogar dagegen wehren.
Das geschieht meist im Sommer, wenn die Sonne herrlich strahlt.
Die pure Sonnenenergie kann man halt nicht ersetzen.
Daher kann man sie im Sommer auch ruhig mal mit auf dem Balkon nehmen.
Wenn sie sich wohl fühlen, wird die Haut komplett heller und die Farben werden kräftiger.
Wenn´s zu warm wird, hecheln sie ähnlich wie ein Hund.
meistens aber genießen sie die Wärme und entspannen völlig.

Bartagamen sind so genannte Ansitzjäger.
Das heißt, sie sitzen lange auf erhöhten Plätzen und warten auf Beute.
Diese erhöhten Plätze nutzen sie auch, um ihre Vormachtstellung gegenüber Konkurenten zu zeigen.
Hierbei kommt es auch zu Revierkämpfen.

Die Bartis haben verschiedene Möglichkeiten, sich auszudrücken.
Zum einen gibt´s da das Kopfnicken.
Das wird oft zur Begrüßung und bei der Balz verwendet .
Aber auch zur begrüßung von Konkurenten.
Wie schon gesagt, können sie zum anderen auch ihren Bart aufblähen und ihn tief schwarz färben.
Spätestens, wenn sie jetzt noch das Maul weit aufreißen und Fauchen, sollte man vorsichtig sein und Abstand nehmen.
Das ist aber gegenüber dem Menschen sehr sehr selten.

Des weiteren können Bartis auch winken. Ja ihr habt richtig gelesen. Zum Stressabbau oder um einen Gegner zu beruhigen, heben sie einen Arm und kreisen damit.
Damit zeigt es meistens seine Unterwürfigkeit.
Dominante Männchen allerdings nutzen diese Geste auch zur Begrüßung.


Wenn sie die Angst vor dem neuen Heim und dem neuen Menschen hinter der Glasscheibe erstmal abgelegt hat kann sich immer mehr mit ihr beschäftigen.


VII.Anschaffung
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Vor der Anschaffung sollte man alle Dinge, die ich bisher erklärt habe, gründlich durchdenken.
Auch wenn eine Bartagame weniger Arbeit als ein Hund macht, ist es trotzdem eine große Verantwortung.
Des weiteren sollte man bedenken, dass Bartagamen
bis zu 15 Jahre alt werden können.
Bei der Anschaffung sollte auch die ganze Familie einverstanden und bei keinem eine Abneigung vorhanden sein.
Denn die Agame will zur Familie gehören und hat ein feines Gespür.
Eventuelle Bedenken sind aber nach einigen Tagen eh beseitigt, da die Tiere einfach sehr liebenswert sind.

Das Tier sollte nie vor der Fertigstellung des Terras besorgt werden. Der Bau wäre Stress pur für die Barti.
Ist die Entscheidung dann gefallen und das Terra eingerichtet,sollte man dann bei Kauf genau auf die Herkunft und das Tier achten.
Dass Tier sollte fit und agil wirken. Der Schwanz sollte vollständig sein, wass nicht immer möglich ist, da die Spitzen oft abgefressen werden oder sogar aus Angst der komplette Schwanz abgeworfen wurde.

Auch auf den Körperbau muss geachtet werden.
Ist der Rücken gerade? Sind die Füsse richtig gewachsen und auch alle dran?
Schließt das Maul komplett?
Die Haut sollte nicht schrumpelig wirken.
Auf keinen Fall Mitleidskäufe tätigen. Denn dann werden die schwarzen Schafe unter den Züchtern noch gefördert.

Den schlimmsten Fall, den ich vor dem Kauf hatte, war tatsächlich in einer Zoohandlung.
Dort wollte man mir eine junge Bartagame mit nur drei Füßen und ohne Schwanz andrehen.
Ich war erschrocken.

Grundsätzlich empfehle ich auch den Kauf beim Privat-Züchter.
Diese haben einfach mehr Ahnung und kümmern sich viel mehr um die Tiere.
Ich habe da sehr gute Erfahrungen gemacht.
Außerdem spart man meist noch ne Menge Geld.
In der Zoohandlung kostet ne Bartagame zwischen 30 und 250 Euro. Je nach Größe und Farbe.
Beim Privatzüchter zahlt man meist nur zwischen 10 und 20 €.
Außer natürlich bei Rasse-Tieren.


VIII.Weitere Kosten
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Die Kosten schwanken enorm. Je nachdem, ob man alles neu kauft oder sich auch mit gebrauchtem Material zufrieden gibt, kann man jede Menge Geld los werden.

Ich werde mal versuchen, meine Kosten aufzulisten:

-Bartagame: 20€
-Terrarium(gebraucht): 100€
-Rückwand(selbst gebaut): 35€
-Beleuchtung: 50€
-50kg Sand: 3,60€
-Einrichtung(teilweise gebraucht): 15€
-Futterkosten: ca. 20-30€ pro Monat.

Aber Achtung: Ich habe wirklich alles sehr günstig bekommen und bekomme auch das Futter sehr günstig.
Also das ist nur ein Anhalt, was möglich ist.
Des weiteren können enorme Kosten entstehen, wenn das Tier krank wird.


IX.Brutus
°°°°°°°°°°°°°
Brutus kam am 26.09.06 mit einer Länge von 18cm und einem Gewicht von 18g zu mir.
Heute, am 14.10.06 ist er schon 19,5cm lang und 22g schwer.
er hat eine schöne bräunlich/rötlich Farbe mit interessanter Zeichnung.
Das könnt ihr auch unten auf den Bildern erkennen.
Zur Zeit habe ich leichte Probleme, ihn zu bewegen, dass er Gemüse frisst.
Er mag am liebsten Heimchen und Zophobas-Maden.

Wir sind schon dicke Kumpels geworden.
Mittlerweile kommt es vor, dass er auf meinem Bauch oder meiner Schulter einschläft.
So auch jetzt beim Schreiben des Berichtes.


Ich werde den Bericht hier immer mal wieder erweitern.


>>>UPDATES<<<
===============

22.10.2006:
Aha! Erwischt!
Bisher war ich mir ja nicht sicher, ob Brutus auch das Grünfutter frisst.
Heute abend beim Formel-1 schauen (Schumis Abschied) schaute ich durch Zufall rüber zum Terrarium.
Und siehe da! Er saß im Futternapf und fraß genüsslich sein Gemüse.
Das freut mich natürlich sehr.


X.Mein Fazit
°°°°°°°°°°°°°°
Meiner Meinung nach ist dieses Tier das ideale Haustier für Arbeitstätige. Denn egal, wann man nach Hause kommt, ist die Wohnung immer noch sauber und heile. ;-)
Wenn keiner da ist, lebt die Bartagame halt ganz normal ihren Tag.
Ich finde auch sehr gut, dass man kein Gassi gehen muss... ;-)
Insgesamt ist das Hobby Terraristik sehr interessant und ich hätte nicht gedacht, dass solche Tiere so zutraulich werden können.
So. Sollte ich noch irgendwas vergessen haben oder ihr noch Fragen haben, werde ich den Bericht immer schön erweitern.
Vielleicht habe ich je den ein oder anderen für diese liebevolle Tierart begeistern können.

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    (+) günstig zu halten, für Anfänger geeignet, passt sich farblich der Umgebung an (Grautöne) (-) schwer zutraulich zu bekommen, hoher Platzbedarf, Lebendfutter (*)
  • Pfeilgiftfrösche
    (+) sehr interessante Tiere (-) keine Kuscheltiere ( Ist das ein Kontra? ) (*)
  • Leopardgecko eublepharis macularius
    (+) schöne, interessante, recht zahme Tiere (-) hoher Preis (ca.50€) (*)
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