Bartagamen - Pogona Vitticeps

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Bartagamen - Pogona Vitticeps

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... Meine Eltern setzten sie zu den anderen Bartagamen, was leider nicht gut funktionierte. Er vertrug sich nicht mit den anderen Tieren und war nicht nur den Echsen, sondern auch meinen Eltern gegenüber ein wenig agressiv. Kurz, er war ein Beißer. Da er so unverträglich ist muss er also einzeln ... Bericht lesen





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Nun stelle ich euch Mikey vor
Erfahrungsbericht von NancyNoack über Bartagamen - Pogona Vitticeps
20.01.2008


Produktbewertung des Autors:   


Pro: -  sehr hübsch -  die Charaktereigenschaften -  wenig Pflege nötig  -  das Tier selbst
Kontra: -  man muss Futtertiere halten

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Ich habe euch kürzlich die Futtertiere meiner Bartagame Mikey vorgestellt. Nun möchte ich euch Mikey selbst vorstellen. Es ist ein etwas ungewöhnliches, aber sehr liebenswertes Tier...

Wie Mikey und ich zueinander fanden:
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Einige von euch wissen vielleicht noch, das ich mal Schlangenbesitzerin war. Ich hatte eine Armurnatter, welche leider nach einem Jahr gestorben ist. Nun hatte ich also ein leerstehendes Terrarium. Bei diesem Terrarium handelt es sich um ein selbstgebautes Terrarium von meinem Vater. Es ist also nichts was man einfach so weg gibt. Eine geraume Zeit lang habe ich ein Florarium daraus gemacht und einfach ein paar hübsche Pflanzen reingestellt. Doch auf Dauer sollte dies keine Lösung sein, in solch ein schönes Terrarium gehört einfach ein tierisches Leben.
Meine Eltern sind seit über 10 Jahren Reptilienhalter und so kam es irgendwann dazu, das bei ihnen hin und wieder Reptilien abgegeben werden die keiner mehr will.
Vor circa einem Jahr wurde dann eine kleine Bartagame bei ihnen abgegeben. Meine Eltern setzten sie zu den anderen Bartagamen, was leider nicht gut funktionierte. Er vertrug sich nicht mit den anderen Tieren und war nicht nur den Echsen, sondern auch meinen Eltern gegenüber ein wenig agressiv. Kurz, er war ein Beißer. Da er so unverträglich ist muss er also einzeln gehalten werden. Somit kam dann ich ins Spiel, da mein terrarium genau das Richtige für eine einzelne Bartagame ist. Trotzdem es hieß, das er gerne in menschliche Finger beißt, lies ich mich davon nicht abschrecken. Ich nahm ihn also bei mir auf und nun wohnt der kleine Mikey bereits ein gutes halbes Jahr bei mir.

Bartagamen:
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Bartag amen sind australische Wüstenechsen. Sie werden Bartagamen genannt, da sie unter ihren Kopf Stacheln haben, welche sie als Bart aufstellen, wenn sie verärgert sind. Auch an den Seiten des Kopfes haben sie Stacheln, die aussehen wie ein kleines Bärtchen.
Der wissenschaftliche Name dieser Echsenart ist Pogona vitticeps. Diese Echse gehört zur Klasse der Reptilien, in die Ordnung Schuppenkriechtiere, in die Familie der Echsen und in die Gattung Bartagame.
Bartagamen werden bis zu 50 cm lang, wobei gut die Hälfte des Tieres der Schwanz ausmacht.
Bartagamen sind Steppenbewohner und benötigen eine Tagestemperatur von 30° - 50° C. Nachts genügen dem Tier 10° - 15° C.
Diese Echsenart macht im natürlichen Lebensraum Winterschlaf. Wenn eure Echse also mindestens ein halbes Jahr alt und gut genährt ist, könnt ihr im Winter die Temperatur runter drehen. Somit fällt das Tier in den Winterschlaf. Sie svchläft und frisst nur noch ganz selten, wenn überhaupt.

Wann er geboren wurde und wie er zu seinem Namen kam:
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Um ehrlich zu sein weiß ich nicht wie alt genau meine Bartagame ist. Sie ist nun 37 cm, also noch längst nicht ausgewachsen. Schätzungsweise ist er circa 1 Jahr alt. Das genaue Geburtsdatum lässt sich leider nicht rausfinden, da die urtümlichen Besitzer es auch nicht wissen.
Nun gut... zu seinem Namen kam er noch am selben Tag, wo ich ihn bekommen hab. Meine Mutter schlug "Däumling" vor, da er ja so gerne in Finger beißt. Hm... mir gefiel der Name nicht, also beobachtete ich das Tier eine Weile um die Charaktereigenschaften ein wenig erkennen zu können.
Er ist eine sehr liebenswerte Echse, welche ziemlich arrogant gucken kann und hin und wieder ordentlich zickig ist. Diese Eigenschaften hat auch ein Bekannter von mir, welcher Mikey heißt. Und somit habe ich meine Bartagame nach ihm benannt. Meine Echse heist also Mikey. Und wenn er schlecht drauf ist, so nenne ich ihn einfach nur Kröte!

Das Aussehen:
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Hm... stachelig, schuppig, sandfarbend. Genügt das? *grins*
Nein, also ein wenig mehr lässt sich schon noch zu seinem Aussehen sagen. Schließlich ist es ein wunderschönes Tier. Also die Hauptfarbe des Tieres ist sandfarbend. In der Wüste ist die Echse somit also sehr gut getarnt und kaum zu erkennen. Bartagamen haben immer eine leichte Musterung und bei meiner ist sie besonders schön, da die Musterung schön orange gefärbt ist, was relativ selten vorkommt, das solch ein großer rotanteil an dem Tier zu finden ist. Am Kopf hat er eine grobe Schuppung, welche fast aussieht wie ein Panzer. Am Hinterkopf hat er stacheln, welche aber nicht piksen, da sie recht weich sind. Und nicht zu vergessen die "Bartstacheln", welche er präsentiert, wenn er sauer ist. Diese sind schon ein wenig fester. An den Seiten geht ebenfalls eine Reihe Stacheln entlang, welche aber weich wie Gummi sind. Das Tier sieht also, was die Stacheln angeht, gefährlich aus, doch es ist alles nur Tarnung. *lol* Der schuppige Schwanz macht die Hälfte seiner Körpergröße aus. Insgesammt fühlt sich der kleine Kerl sehr rau, warm und trocken an. Also nichts nasses oder glipschiges, wie leider immer wieder vermutet wird. :( Am Bauch ist er cremefarbend und ganz weich. An den Füßen hat er einzelne Zehen, welche mit spizen, scharfen Krallen versehen sind.
Öffnet er sein Maul, kann man sehr viele kleine, aber doch starke Zähnchen erkennen, welche auch ordentlich wehtun können wenn er zubeißt. Außerdem findet man hier auch noch eine niedliche rosafarbende Zunge, welche klebrig ist, damit er die Insekten fangen kann.

Der Charakter:
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Nun ja, ein wenig was vom Charakter habt ihr ja nun schon bereits erfahren. Aber ich muss sagen, das er wirklich viel lieber ist, als ich selbst anfangs vermutet hatte...

positive Charaktereigenschaften:
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1.) Mikey ist sein recht ruhiges Tier. Er ist glücklich, wenn er auf seinem Stamm sitzen kann und ihn niemand stört.

2.) Er reagiert wenn man mit ihm spricht. Reptilien sind selten Menschenbezogen, bei Bartagamen kann das aber anders sein. Sie schauen einen an, wenn man mit ihnen spricht und kommen sogar zu einem hin, insofern sie zahm genug sind. Zuhören tut Mikey mir schon, aber um das er freiwillig zu mir kommt, genügt es leider noch nicht.

3.) Es ist immer wieder schön den Jagdinstinkt zu sehen. Wenn er sein Lebendfutter bekommt, so ist er immer ganz agil und super flink. Er springt von seinem Stamm runter und flitzt durch das Terrarium um schnell an seine Beute zu gelangen.

4.) Er lässt sich anfassen. Es ist kein so scheues Tier, das er gleich wegläuft, wenn man ihn anfassen möchte. Er mag es noch nicht so sehr, aber er lässt es übersich ergehen.

5.) Sehr niedlich ist auch, das er sich füttern lässt. Hält man ihn etwas Obst oder Salat hin, so nimmt er es einem ab. Und dabei ist er auch noch sehr vorsichtig und achtet drauf, das er wirklich nur das Futter erwischt und nicht die ihn füternde Hand.

6.) An Aufmerksamkeit mangelt es Mikey keineswegs. Sein Terrarium hat eine große Fensterfront und an der Seite nochmals ein großes Sichtfenster. Wenn er auf seinem Stamm sitzt, so beobachtet er alles und jeden, der sich im Wohnzimmer bewegt.

7.) Er warnt vor! Mikey beißt nicht einfach zu, wenn ihm etwas nicht passt, sondern er warnt einem vorher. Wenn er schlecht drauf ist, so stellt er seinen Bart auf. Somit weiß man das man ihn besser in Ruhe lässt. Aber auch an gutgelaunten Tagen, kann es passieren das er sich von irgendwas genervt fühlt. In diesem Fall schnappt er trotzdem nicht einfach nach meiner Hand, sondern öffnet langsam und drohend sein Maul. Somit sagt er mir, das ich mich verziehen soll, sonst frisst er mich. *lol*

negative Charaktereigenschaften:
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1.) Leider kann er mich noch immer nicht so wirklich vollkommen gut leiden. Ich weiß nicht wie die Vorbesitzer ihn behandelt haben, aber wirklich gerne mag er Menschen nicht.
Er mag es nicht wirklich angefasst zu werden. Er macht sich dann ganz steif und stellt sich tot.

2.) So ein schönes Tier möchte man natürlich auch mal rausnehmen, aber leider mag er das auch nicht. Er plustert sich auf, in der Hoffnung größer auszusehen und bleibt ganz regungslos auf dem Arm sitzen. Dann wartet er ab, und rennt ohne vorwarnung los. Man muss da schon gut aufpassen, das er nicht abhaut.

3.) Die meisten Bartagamen lieben es, wenn man sie unter dem Kopf streichelt. Meine leider nicht! Versuche ich es, so guckt er mich entsetzt an und droht zu beißen. Bisher hat er es nur ein einziges mal genossen. Aber ich gebe ja die Hoffnung nicht auf. ;)

4.) Achtung Zicke! Das sollte ich an das Terrarium schreiben. Denn es kommt wirklich häufig vor, das Mikey schlecht gelaunt und ordentlich zickig ist. Dann passt ihm das Futter nicht und er verteilt es im ganzen Terrarium. Er dreht sich arrogant von mir weg und stellt seinen Bart auf und droht zu beißen. *Tz* Also nett ist anders! Naja, da das meistens schon morgens der Fall ist, gehe ich einfach davon aus, das er manchmal etwas schelcht geschlafen hat. *lach*

Fressverhalten:
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Am Fressverhalten werden sich nun manche von euch abschrecken lassen...
Bartagamen sind zwar zu 90 % Pflanzenfresser, doch sie benötigen auch Lebendfutter. Als Lebendfutter kann man Insekten aller Art anbieten. Meistens gebe ich ihm Schaben, Heimchen oder Grashüpfer. Auch Mehlwürmer werden gerne genommen. Aber gegen eine ganz normale Stubenfliege hat mein Mikey auch nichts einzuwenden. :) Sein tierisches Futter bekommt er 2 mal wöchentlich. Einmal Mittwochs und einmal Samstags. Die restlichen Tage gibt es pflanzliche Nahrung. Diese kann aus Karotte, Paprika, Eisbergsalat, Gurke, Tomate, Apfel oder ähnliches bestehen.
Als ich Mikey bekam hatte er zunächst komplett das Futter verweigert. Also fütterte ich ihn mit der Hand. Das gefiel ihm und er fraß anständig. Nach über einer Woche hat er sich dann soweit eingelebt gehabt, um selbst zum Futternapf zu gehen. Zunächst hatte er eine Vorliebe für Paprikaschoten. Danach war es Gurke. Inzwischen lehnt er beides strikt ab. Nun ist seine Lieblingsspeise Apfel. Davon darf man jedoch nicht zu viel geben, wegen dem Zuckergehalt. Ansonsten mag er noch Salat. Aber das wechselt sowie so bald wieder. Karotte mag er seit neustem auch. Mal sehen wie lange. *lach*

Schlafverhalten:
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Mikey klettert meistens seinen Stamm bis ganz nach oben und klemmt seinen Kopf zwischen Terrariumdecke und Stamm ein. Dort schläft er dann. Hin und wieder verzieht er sich auch in eine Terrariumsecke. Aber nicht etwa auf dem Boden. Nein, er klettert die Wand hoch und versteckt sich im Grünzeug. Das Licht geht bei ihm um 22:30 Uhr aus. Aber meistens zieht er sich bereits gegen 21 Uhr zurück. Aufstehen tut er erst dann, wenn das Licht angeht. Das ist um 9:30 Uhr. Vorher zeigt er sich nicht. Hin und wieder schläft er sogar bei Licht noch ein Stündchen weiter. Und solange es kein Licht gibt, steht er auch nicht auf. Heute ging sein Licht erst gegen 12 Uhr an, da die Glühbirne durchgebrannt war. Und natürlich hat er dadurch sehr lange geschlafen. *hihi*

Pflegeaufwand / Zeitaufwand:
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Eine Bartagame braucht weder viel Pflege, noch viel Zeit. Normalerweise benötigt man etwa 10 Minuten Zeit am Tag. Und das dient zum Wasserwechsel und zur Futterbereitung. Ich persönlich beschäftige mich aber doch viel mehr mit meinem Tier. Ich möchte das es die Angst vor mir verliert und dazu muss es sich an micht gewöhnen. Ich nehme mir die Zeit meine Echse mit der Hand zu füttern, was schon gut eine virtel Stunde in anspruch nimmt. Das mache ich 2 bis 3 mal am Tag. Streicheleinheiten gibt es ebenfalls, was nochmal eine halbe Stunde ausmacht. Und auch die Terrariumsreinigung benötigt Zeit. Gut, das geschäft der Echse ist einfach mit einer Schaufel zu entfernen. Aber der Sand muss hin und wieder nachgefüllt werden, es muss gesprüht werden, wegen der Luftfeuchtigkeit und die Scheiben müssen auch geputzt werden.
Zur Pflege benötigt man nicht viel. Ein Terrarium, das groß genug ist, etwas Sand, einen guten Platz den er als Aussichtsplatz nehmen kann und einen Wassersprüher zum durchsprühen. Selbstverständlich müssen auch die Futtertiere immer da sein... Mit dessen Haltung müssen Echsenhalter also klarkommen.

Was so ein Tier kostet und wo ihr es herbekommt:
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Bartagamen gibt es in fast allen Zoogeschäften. Dort sind sie jedoch meistens noch sehr klein und total überteuert. Und ob sie bereits gut fressen kann man nicht beurteilen, von daher besteht die Gefahr, das sie sterben könnten.
Am besten ist es noch immer sie direkt von einem Züchter oder auf einer Börse zu kaufen. Ein Jungtier kann man schon für 30 € bekommen.
Aber bitte, es ist ein Lebewesen! Es muss artgerecht gehalten werden und eignet sich nicht zum verschenken!!!! Wer sich ein Tier zulegt, sollte Vorkenntnisse haben!!!!

Fazit:
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Ich gebe meinen Mikey nicht mehr her. Obwohl es hieß, das er ein Beißer ist, habe ich das Tier sehr schnell liebgewonnen. Denn mich hat er schnell vom Gegenteil überzeugt und bis heute noch nicht ein einziges mal gebissen. Es ist ein sehr liebenswertes, geduldiges Tier. Gut, er kann manchmal ganz schön zickig sein, aber auch dann schaut er immernoch total süß aus.
Aber wie bereits erwähnt, die Anschaffung eines Reptils sollte gut überlegt sein. Nicht jeder kommt mit solch einem Tier klar. Solche Tiere sollten nur in erfahrene Hände und sind nichts für Anfänger, die diese Echse nur haben wollen, weil sie interessant aussieht!   
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