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Sieht gut aus, aber was zum Teufel ist das?

5  07.06.2003

Pro:
macht Spaß und ist ganz praktisch

Kontra:
Verletzungsgefahr

Empfehlenswert: Ja 

Der_Troll

Über sich: Bitte keine Klickzirkelanfragen (bzw. Leserunden, wie das manche so gern umschreiben) Und Anfragen ...

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Heute möchte ich gerne einmal über eines meiner Hobbys berichten. Ich meine mein größtes Hobby ist ja das Internet und da vor allem ciao. Aber natürlich hänge ich nicht nur den ganzen Tag am Computer. Zu gegeben, habe ich in letzter Zeit etwas meine anderen Hobbys vernachlässigt (ich weiß, ich sollte vor allem mal wieder joggen gehen), aber meine Hobbys sind es dennoch. Und so verkünde ich heute, daß eines meiner größten Hobbys das Basteln ist.

Damit meine ich nicht das Erstellen von komischen Skulpturen, die man dann verschenk, mit denen man aber eigentlich nichts anfangen kann. Nein, wenn ich mal etwas bastele, ist es schon etwas Sinnvolles. Am liebsten bastele ich mit Holz.

Einen wesentlichen Vorteil im Basteln sehe ich darin, daß man sich im Umgang mit Werkzeug übt. So fallen einem sicher viele Reparaturarbeiten im Haus wesentlich leichter und sehen auch besser aus.

Nun wer gerne viel bastelt, sollte auch eine gewisse Ausstattung an Werkzeug haben. Ich meine für manche Sachen braucht man ja nur Papier, Schere, Kleber und ähnliches. Aber für vieles ist schon mehr von Bedarf. Wer also sich auch das Hobby Basteln oder Heimwerken zulegen will, sollte schon eine Gewisse Grundausstattung haben:

1. Ein Hammer

Der Hammer sollte schon aus einem harten Guß bestehen und einen festen Holzgriff haben. Er muß gut in der Hand liegen und auch dafür geeignet sein, mal kräftig zuschlagen zu können.

2. Schraubenzieher und Schraubenschlüssel

Diese sollte man in unterschiedlichen Größen zur Verfügung haben. Auch empfiehlt es sich vielleicht ein Bitset zu haben, das man sich dem entsprechend zurecht stellen kann. Bei einem Bitset sollten auch eine Ratsche vorhanden sein, was einem das Schrauben schon erleichtern kann. Einer der Schaubenzieher sollte isoliert sein.

3. Zangen

Ich habe in meinem Werkzeugkasten 5 verschiedene Zangen. Diese sind schon alle sehr praktisch. Aber für wichtig halte ich eigentlich nur drei Zangen: eine Kombizange, eine Kneifzange und eine Rohrpumpenzange.

4. Sägen

gibt es auch verschiedene. Da hängt es ganz davon ab, was man macht. Es wird sicher keiner irgendwelche Metallbolzen mit einer Laubsäge kürzen wollen.

6. Pfeile, Raspeln…

Sollte man auch verschiedene haben. Grobe und feine, flache und runde, …

7. Elektrische Geräte

Jedenfalls sollte man eine Bohrmaschine im Haus haben. Dazu empfehle ich verschiedene Steinbohrer, Metallbohrer und praktischer weise auch Holzbohrer. Zudem sind Kreissägen ganz praktisch.

Dann empfehle ich eine Stichsäge. Die ermöglicht leichteres und präziseres Sängen als eine Handsäge.

8. Sonstiges

Außerdem sollte man einen gewissen Vorrat an unterschiedlichen Nägeln, Schrauben und Dübeln sowie Schmirgelpapier im Haus haben.

Und Holzbretter sollte man regelmäßig sammeln. Die sind die Grundlage für vieles.

Was man beachten sollte:

Basteln sollte man immer konzentriert und in Ruhe. So etwas kann man schlecht mal auf die Schnelle machen. Wie schnell hat man etwas falsch zusammen geleimt, wenn man es zu schnell macht. Wichtig ist, daß man für den Fall einer Verletzung ausgestattet ist. Wer zwar sachgerecht arbeitet, wird sich nicht so leicht verletzen, aber Unfälle passieren nun mal. So sollte man schon etwas immer Verbandszeug griffbereit haben. Ein paar Pflaster, etwas Desinfektionsmittel… reichen eigentlich aus. Es sind eigentlich eher kleine Verletzungen, die immer mal wieder passieren.

Dann ist es wichtig, daß man sich immer alles zurechtlegt, was man braucht. Es bringt nichts, wenn alle 5 Minuten merkt, daß man noch etwas braucht.

Man sollte man sich selber passend kleiden. Für viele Dinge kann man einfach gekleidet bleiben. Aber manchmal ist Schutzkleidung wie ein Kittel sinnvoll, wenn man sich die normale Kleidung nicht versauen will. Evtl. auch eine Schutzbrille, Gehörschutz… Das aber eher selben.

Wer lange Haare hat, sollte die sich zusammen binden, damit die nicht stören oder gar mit verarbeitet werden.

Wenn man Werkzeug so offen hinlegt, sollte man natürlich aufpassen, was kleine Kinder so machen. Ich meine, ich finde es gut, wenn Kinder einem beim Basteln zugucken oder vielleicht sogar helfen. So lernen die noch was dabei. Aber natürlich können kleine Kinder die Gefahren einer Bohrmaschine nicht einschätzen. Gerade wenn sie sehen, wie locker ein Erwachsener damit umgeht, kommen die doch gar nicht auf die Idee, daß sie selber nicht so kräftig sind.

Auch sollte man Kindern ein gutes Vorbild sein und nichts machen, was man nicht will, daß es die Kinder so lernen. Ich meine, wenn man auf einer Leiter steht und etwas Nageln will, hat man ja meist in einer Hand den Nagel und in der anderen den Hammer. Und viele Leute, nehmen dann weitere Nägel in den Mund. Sollte man aber eigentlich nicht machen.

Dann kann man eigentlich losbasteln. Man sollte bei den ersten Versuchen vielleicht nicht gleich die komplette Kücheneinrichtung gestalten wollen. Aber ruhig mit etwas Mut an die Sache herangehen.

Ich werde hier mal eine einfache Bastelanleitungen geben. Für den Anfang sollte es aber auch etwas relativ leichtes sein, damit es auch die eher etwas tolpatschigeren Leute, wie z.B. der ciao-Autor Mark_Oh hinkriegen. So soll es mal ein Vogelnistkasten sein:

Dies ist relativ einfach, da man ja fast nur einen Kasten bauen muß, der vorne ein Loch hat. Als erstes überlegt man sich, wie man den gestalten will. Für die meisten in unseren breiten vorkommenden Vogelarten, die so einen Nistkasten nutzen würden, sollte der Kasten etwa folgende Innenmaße haben: Länge: 120mm, Breite: 120mm, Höhe: 200mm, Lochdurchmesser: 32 mm

Dann überlegt man sich (vielleicht mit einer Skizze), wie man sich die Bretter zurecht sägen muß. Die Stellen, wo man sägen will, zeichnet man am besten mit Lineal und Bleistift vor. Damit man schön gerade sägt, würde ich dies elektrisch machen. Also z.B. mit einer Stichsäge.

Ich (©Troll) würde dabei so vorgehen:

Erst einmal sägt man sich Vorder- und Rückwand zurecht. Diese haben dann beide die Maße 120 mm x 200 mm. Dann macht man die beiden Seitenwände, die die Maße (120 mm + Dicke der Vorderwand + Dicke der Rückwand) x 200 mm haben. Dann der Boden. Der muß die Maße (120mm + Breite der linken Seitenwand + Breite der rechten Seitenwand) x (120mm + Breite der Vorderwand + Breite der Rückwand) haben. Als Deckel gelten fast dieselben Maße, nur das ich ihn ruhig etwas größer lasse. Vor allem nach vorne hin.

Dann nimmt man sich die Vorderwand vor und macht dort in der Mitte der oberen Hälfte ein Loch rein, daß etwa die Maße von 32 mm Durchmesser hat. Das geht am einfachsten mit einer Lochsäge, die man auf die Bohrmaschine aufsetzt. Wenn man ein Fan von Blaumeisen ist, kann das loch auch etwas kleiner sein.

Danach sollte man alles gut abschmirgeln, vor allem das Loch, damit sich die Vögel nicht verletzen.

Als nächstes bringt man die Einzelteile zusammen. Dazu schraubt man erst einmal die Vorderwand in einen Schraubstock und legt dann auf die Kante bündig die Seitenwand auf. Dies sollte man sehr sorgfältig machen. Und dann nagelt man die Seitenwand einfach so auf die Vorderwand. Dann wird die Rückwand ins den Schraubstock eingespannt. Dieselbe Seitenwand, an der nun die Vorderwand hängt, legt man nun bündig auf die Rückwand und nagelt die dort fest. Jetzt kann man schon sehen, wie sorgfältig man gearbeitet hat.

Als nächstes legt man das Gebilde, so wie es ist, auf die Seitenwand und leg dann die andere Seitenwand auf die freien Kanten von Vorder- und Rückwand, die nun nach oben zeigen, und nagelt die dort fest.

Diesen Kasten stellt man da so auf, daß der untere Teil nach oben zeigt. Dort legt man das Bodenbrett auf. Wenn man bisher ordentlich gearbeitet hat, müßte es genau passen. Auch das wird festgenagelt.

Nun noch das Dach. Das kann ruhig etwas überstehen. Das wird nun nicht einfach noch obendrauf genagelt. Denn irgendwie muß man den Kasten ja aufmachen können. Ich würde da einfach ein Scharnier einbauen, daß ich den Deckel aufklappen kann. Und z.B. mit einem Haken und einem Nagel, kann man noch eine Art Vorrichtung bauen, daß der Der Decker verriegelt ist.

Als nächstes muß man noch etwas basteln, damit man den Kasten aufhängen kann. Dazu kann man links und rechts am hinteren oberen Ende der Seitenwand z.B. zwei kleine Rundhäken einschrauben. Dann zieh man einfach einen Faden oder einen Draht durch die Hakenöffnungen und verknotet die beiden Enden gut miteinander. Dann kann man kann man diesen Kasten an dem Faden aufhängen.

Den Kasten sollte man evtl. noch streichen oder lackieren, damit er länger den Witterungsbedingungen standhält. Man hängt ihn im Herbst auf. Auch macht man ihn immer im Herbst sauber und streicht ihn ggf. neu. Beim Aufhängen, sollte der Kasten leicht nach vorne geneigt sein.

Soweit war das mal sicher eine einfache Einstiegsbastelei. Man sollte nicht verzweifeln, wenn es beim ersten Versuch nicht so recht gelingen wird. Aber wenn man das schon mal ganz gut hinkriegt. Kann man sich ja mal etwas schwierigeres vornehmen wie z.B. ein kleines Regal. Am besten auch vorher überlegen, wie es aussehen soll wie man sich das zurechtsägen muß usw.

Vielleicht konnte ich ja mit dem Bericht den ein oder anderen für das Hobby Basteln begeistern. Ich finde jedenfalls, daß es sehr viel Spaß macht.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
wittchen

wittchen

10.09.2003 16:14

Hallo, überlass das lieber den Männern.

Ottifand

Ottifand

20.06.2003 21:31

Mhhh Ich habe mal meiner Oma ein Bild gemalt zählt das auch :OD

MikeNRW

MikeNRW

10.06.2003 11:00

Basteln??? Das ist eher schon in Skulpturenfertigung einzuordnen ;) LG Mike

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