Erfahrungsbericht über

Batman Begins (DVD)

Gesamtbewertung (6): Gesamtbewertung Batman Begins (DVD)

11 Angebote von EUR 3,87 bis EUR 24,46  

Alle Batman Begins (DVD) Testberichte

 Eigenen Erfahrungsbericht schreiben


 


 


Die Sendung mit der Fledermaus

5  28.04.2011

Pro:
Toller Neustart der Geschichte um den düsteren Rächer

Kontra:
Die Einzel - DVD bietet nichts außer dem Hauptfilm, den aber immerhin in sehr guter Qualität

Empfehlenswert: Ja 

Spassprediger

Über sich: “We're all mad here. I'm mad. You're mad.” “How do you know I'm mad?” said Alice. “You must be,” sai...

Mitglied seit:21.08.2005

Erfahrungsberichte:974

Produktvideos:1

Vertrauende:64

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 28 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Ich bin zwar nie ein bekennender Batman-Fan gewesen, habe aber trotzdem im Laufe der Jahre die meisten der Verfilmungen aus jüngerer Zeit gesehen – angefangen bei Tim Burtons filmischem Update des Themas, mit dem er den Batman-Reigen in den späten 80ern aufs Neue eröffnete.

„Batman Begins“ ist der zweitjüngste Beitrag, und er hat einiges zu bieten, das mir gefallen hat – die Ausgabe von 4,95 EUR für die Einzel-DVD habe ich jedenfalls nicht bereut. Mit dem programmatisch betitelten „Batman Begins“ rollt Regisseur Christopher Nolan („Memento“, „Insomnia“) die Geschichte des Rächers im Fledermauskostüm neu auf, und dabei gelingt es ihm tatsächlich, dem Stoff neue Facetten abzugewinnen. Die Filme von Nolans Vorgängern sind meist als Comic-Verfilmungen charakterisiert worden, und diese Art der Beschreibung war für die „Batman“-Episoden von Burton und Co. sicher gut gewählt. Nolans Film aber hat mit dem „Comic“ im eigentlichen Wortsinne weit weniger zu tun als die „Batman“-Filme der letzten Jahre. Meines Erachtens wäre es in diesem Falle tatsächlich richtiger, von den literarischen Vorlagen als „graphic novels“ zu sprechen.
Die Grundstimmung ändert sich

Ich kenne mich, wie eingangs angedeutet, im Thema zwar nur leidlich gut aus. Trotzdem scheint es mir so, als atme Nolans Film in noch weit größerem Maße den Geist der literarischen Vorlage, als dies die teils quietschebunten Filme der letzten Jahre taten, in denen der Mann im Fledermausdress das war, was man gemeinhin als einen Superhelden bezeichnet. In gewisser Weise zeichnet Nolan mit seinem Beitrag eine Entwicklung nach, die vor Jahr und Tag auch die Filme der James Bond-Reihe durchmachten: Nachdem die Serie in den späten 70er und frühen 80er Jahren mehr und mehr zu einer Art Leistungsschau für Gimmicks und Gadgets geworden war, in der eine ewig lächelnde Hauptfigur nur noch eine Art Conferencier darstellte, geschah 1987 mit „Der Hauch des Todes“ die Kehrtwende: Timothy Dalton führte die Figur wieder zu ihren Wurzeln zurück, und plötzlich war Agent 007 wieder wer, dessen Abenteuer im Kino erst „ab 16“ freigegeben waren.

Nolans „Batman“ ist zwar für Zuschauer ab 12 freigegeben, aber das sagt vielleicht mehr über den Wandel des Verständnisses von Altersfreigaben seit 1987 als über den Film selbst. Der ist gehörig düster, und zwar in so ziemlich jeder Beziehung. Nolans Gotham City, die imaginäre Heimatstadt des Batman, hat mehr mit den albtraumhaften Stadtansichten in den Filmen von Alex Proyas („The Crow“, „Dark City“) und David Fincher („Se7en“, „Alien 3“) gemein als mit Tim Burtons von Gargoyles bethronter, schaurig-schöner Großstadt-Geisterbahn. Und Nolans Batman? Ähnlich zerrissen war ein Anti-Held zuletzt in Ang Lees „Hulk“.
Ein Film, der sich Zeit nimmt

Und noch etwas ist „Batman Begins“: ein Film, der sich Zeit nimmt, seine Geschichte zu erzählen. Bevor aus Milliardär Bruce Wayne (Christian Bale) endlich der Batman wird, geht ziemlich genau eine Stunde ins Land. In der erfahren wir, warum der Batman ein Batman ist und kein Spiderman, lernen mit einem Herrn namens Ra’s Al Ghul (Liam Neeson) einen Widersacher des Ritters in Schwarz kennen, dessen sich bislang noch keine andere Verfilmung angenommen hat und begegnen einer Reihe von Nebenfiguren, die ebenfalls ziemlich illuster besetzt sind: Sir Michael Caine mimt den treuen Butler-cum-Mentor Alfred, weitere prominente Schützenhilfe für den Batman gibt’s von Morgan Freeman und Gary Oldman, Rutger Hauer (der, wie ich finde, mit den Jahren immer besser aussieht) begegnet uns als Fiesling, und die bessere Hälfte des von den Medien schon mal zu TomKat verkürzten Gespons-Gespanns aus Tom Cruise und Katie Holmes darf Batmans “love interest“ Rachel Dawes mimen.

Wenn’s dann nach einer Stunde so richtig losgeht, entfaltet „Batman Begins“ unheimlich schnell ungeheure Dynamik – ein bisschen wirkt das so, als werde sich der Film plötzlich seiner vergleichsweise langen Exposition bewusst und versuche nun, die lange Vorgeschichte durch umso schnellere Schnitte und rasantere Verfolgungsjagden wettzumachen.
Intelligentes Popcornkino

Manches ist da für meinen Geschmack eine Spur zu hektisch geraten, aber da waltet sicher auch der Zeitgeschmack (oder vielleicht walten da auch einfach Produzenten, die Wert darauf legen, dass der Regisseur Zugeständnisse an die Sehgewohnheiten des Kinopublikums im Jahre 2006 macht). Trotz aller Rasereien im Batmobil und achterbahnartigen Fahrten im Monorail-Zug behalt, und das ist ein Glück, der Film jedoch die Geschichte im Auge, die er erzählt – und in der geht es um einen Helden, der zwar eigentlich keiner ist, der aber, wie alle wahren Helden, verdammt einsam ist. Ein großer Stoff, den Nolan sich da vorgenommen hat, und er bemalt ihn mit großen Pinselstrichen. Dass das hie und da in ziemliches Pathos abglitscht, bleibt nicht aus; aber zum Glück ist auch dieser „Batman“-Film intelligent genug, um sich selbst auf die Schippe zu nehmen, wo immer das erforderlich wird. Da wird hie augenzwinkernd auf die Theatralik des Batman angespielt, und dort legt das Drehbuch Liam Neeson einen wunderbaren Satz wie den folgenden in den Mund: „Excuse me, but I’ve got a city to destroy“ – das hätte ein Bond-Bösewicht nicht schöner sagen können.

Schade: Der Score bietet keine wirklichen Höhepunkte

In Summe ist „Batman Begins“ vergleichsweise intelligentes, unterhaltsames Actionkino, das in fast allen Kategorien punktet: Die Geschichte ist interessant und sehr nah am Geist der graphic novels, durch die der Batman seit Jahr und Tag spukt. Das Design des Films ist sehenswert, und wie viele wirklich große Namen sich für „Batman Begins“ die Ehre gegeben haben, ist schon ganz erstaunlich. Wenn ich etwas bekritteln wollte, dann wäre es dies: Ich hätte „Batman Begins“ einen etwas hörenswerteren Soundtrack gewünscht als die donnernde Effektmusik, mit der man die meisten Szenen des Films unterlegt hat und die leider sehr monothematisch bleibt. Kaum zu glauben, dass dafür mit Hans Zimmer und James Newton Howard gleich zwei Könner verantwortlich zeichnen sollen – oder liegt es gerade an einer verunglückten Kollaboration, dass „Batman Begins“ um Längen hinter dem zurückbleibt, was Zimmer zum Beispiel für „Gladiator“ (oder auch nur für „Pearl Harbor“) geschrieben hat?

Tatsache ist, dass „Batman Begins“ auf mich wie eine Auftragsarbeit wirkt, an der Oscar-Gewinner Zimmer sich eher lustlos abgearbeitet hat – was schade ist, weil ein etwas „durchkomponierterer“ Score gerade für die zweite Hälfte des Films sicherlich ein Zugewinn gewesen wäre. So aber ist die musikalische Untermalung den Bildern oft leider nicht ebenbürtig.

R e s ü m e e

Unterm Strich kann ich „Batman Begins“ nur empfehlen. Der Film hat mehr gehalten, als ich mir von ihm versprochen hatte.

Bei der DVD-Version, die ich erstanden habe, handelt es sich um die abgespeckte Variante, die lediglich den Film bietet. Der wird natürlich, wie sich’s gehört, sowohl mit englischsprachigem Originalton als auch in deutscher Synchronfassung angeboten, und Untertitel gibt’s selbstverständlich ebenfalls.

An Bild und Ton ist mir nichts aufgefallen, das zu beanstanden wäre – im Gegenteil: der Ton dröhnt schon in der Stereowiedergabe ziemlich wuchtig; stolze Besitzer von Dolby-Was-weiß-ich-Anlagen müssten hier auf ihre Kosten kommen. Das Bild präsentiert sich ebenfalls in Bestform – mein Eindruck: rechnet man Bild, Ton und schwindelerregende Kamerafahrten zusammen, kommt unterm Strich ein Produkt dabei heraus, das Heimkinofreunden das Herz im Leibe lachen lassen müsste.


Bilder von Batman Begins (DVD)
Batman Begins (DVD) Batman begins - Batman Begins (DVD)
Bat Noir: In Christopher Nolans Film ist die Titelfigur ein gebrochener Held.
Ihre Bewertung dieses Erfahrungsberichtes

Wie hilfreich ist dieser Erfahrungsbericht für Ihre (Kauf-)Entscheidung?

Bewertungsrichtlinien

Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
mp3undlos

mp3undlos

02.05.2011 06:35

gelungener Film, schön düster!;-)

CiaoFonzie

CiaoFonzie

30.04.2011 08:53

den könnte ich auch mal wieder sehen. LG Matthias

MissVega

MissVega

29.04.2011 10:39

Flattermann-Blödsinn. ;-)

Eigenen Kommentar schreiben

max. 2000 Zeichen

  Kommentar abschicken
Preisvergleich sortiert nach Preis
Batman Begins (DVD)

Batman Begins ​(DVD)

Wie soll ein einzelner Mann die ganze Welt verändern? Diese Frage verfolgt Bruce ...

mehr

€ 3,87

Händler kann Preis
erhöht haben

Amazon.de Marketplace DVD 150 Bewertungen

Versandkosten: EUR 3,00

Verfügbarkeit: Versandfertig in 1 -​ 2 Werktagen.​.​.

     zum Shop  

Amazon.​de Marketplace DVD

Batman Begins (DVD)

Batman Begins ​(DVD)

Wie soll ein einzelner Mann die ganze Welt verändern? Diese Frage verfolgt Bruce ...

mehr

€ 5,99

Händler kann Preis
erhöht haben

Amazon.de DVD 3337 Bewertungen

Versandkosten: EUR 3,00

Verfügbarkeit: Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden.​.​.

     zum Shop  

Amazon.​de DVD

Batman Begins, Christopher Nolan, Bob Kane, David S. Goyer (DVD)

Batman Begins, Christopher Nolan, Bob Kane, David S.​ Goyer ​(DVD)

FSK: ab 12 JahreSprache: Deutsch, EnglischUntertitel: Deutsch, Englisch, ...

mehr

€ 7,99

Händler kann Preis
erhöht haben

Weltbild 177 Bewertungen

Versandkosten: EUR 3,99

Verfügbarkeit: sofort lieferbar

     zum Shop  

Weltbild

* Alle Preise inkl. gesetzlicher MwSt und ggf. zzgl. Versandkosten. Preise, Verfügbarkeit und Versandkosten können im jeweiligen Shop zwischenzeitlich geändert worden sein,
da eine Echtzeit-Aktualisierung technisch nicht möglich ist. Maßgeblich sind immer die Preise und Angaben auf der Händlerseite. Alle Angaben ohne Gewähr.


Preisvergleich
Batman Begins (DVD) Batman Begins (DVD) Batman Begins, Christopher Nolan, Bob Kane, David S. Goyer (DVD)
Batman Begins ​(DVD) Batman Begins ​(DVD) Batman Begins, Christopher Nolan, Bob Kane, David S.​ Goyer ​(DVD)
Amazon.de Marketplace DVD Amazon.de DVD Weltbild
€ 3,87 *

Händler kann Preis
erhöht haben

€ 5,99 *

Händler kann Preis
erhöht haben

€ 7,99 *

Händler kann Preis
erhöht haben

Versandkosten: EUR 3,00
mehr
Versandkosten: EUR 3,00
mehr
Versandkosten: EUR 3,99
mehr
 zum Shop  zum Shop  zum Shop
Amazon.​de Marketplace DVD Amazon.​de DVD Weltbild
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
Ähnliche Angebote
Batman Begins Batman Begins Batman Begins
Batman Begins Batman Begins Batman Begins
neckermann.de Hitmeister.de Amazon.de Marketplace Musik
€ 18,99 *

Händler kann Preis
erhöht haben

€ 12,37 *

Händler kann Preis
erhöht haben

€ 7,33 *

Händler kann Preis
erhöht haben

Versandkosten: 5.​95
mehr
Versandkosten: 1.​90
mehr
Versandkosten: 3.​00
mehr
 zum Shop  zum Shop  zum Shop
neckermann.​de Hitmeister.​de Amazon.​de Marketplace Musik
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
Bewertungen
Dieser Erfahrungsbericht wurde bislang 220 mal gelesen und von Mitgliedern wie folgt bewertet:

"besonders hilfreich" von (4%):
  1. Jewels00

"sehr hilfreich" von (96%):
  1. Marnie61
  2. Die-Xanadu
  3. Bluebirdunfa
und weiteren 24 Mitgliedern

Informationen zur Berechnung der Gesamtbewertung.
Das könnte Sie interessieren
Gladiator (DVD) Gladiator (DVD)
(+) alles
(-) nichts
271 Testberichte
Zum Angebot für € 2,89
Bud Spencer & Terence Hill - Freibeuter... [MP] (DVD) Bud Spencer & Terence Hill - Freibeuter... [MP] (DVD)
Action; Abenteuer - Bud Spencer, Terence Hill - KSM GmbH
Zu diesem Produkt wurde noch kein Erfahrungsbericht geschrieben. Jetzt bewerten
Zum Angebot für € 5,90
The Fast and the Furious: Tokyo Drift (DVD) The Fast and the Furious: Tokyo Drift (DVD)
Action, Rollenspiel; Xbox Live - 2006, 2007 - Justin Lin - Lucas Black, Lil' Bow Wow, Nathalie Kelley - DD 5.1: Deutsch, Englisch, DD Plus: Deutsch, Englisch, Italienisch, Spanisch, Französisch - Universal Pictures Germany, Microsoft
35 Testberichte
Zum Angebot für € 2,99