Erfahrungsbericht über

Battle of Los Angeles (DVD)

Gesamtbewertung (1): Gesamtbewertung Battle of Los Angeles (DVD)

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Oh Mann....

1  27.05.2011

Pro:
-  hier finde ich dieses Mal keine guten Worte

Kontra:
-  soviel Platz habe ich an dieser Stelle leider nicht

Empfehlenswert: Nein 

Hollgo

Über sich: I'm only flesh and bone / Still they want blood from stone / And they cry more more more (Wax, &qu...

Mitglied seit:21.10.2009

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 77 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

... was ist das für ein Film, den ich mir da neulich "beim Saturn" für einen Obolus von immerhin 9,99 € geleistet habe ? Aber der Reihe nach...

So kam ich zu "Battle Of Los Angeles"

Nach einigen eher "kopfbetonten" Filmen wollte ich mir endlich mal einen Film mit ordentlicher Action mal wieder antun. Für diesen Zweck hörte sich der Filmtitel und vor allem die Beschreibung des Films auf der Rückseite des DVD-Covers eigentlich recht gut an. Also investierte ich die schon genannte Summe Geldes in "Battle Of Los Angeles" in der Hoffnung auf actionmässige und dabei gute Unterhaltung.

Zum Film


Darum geht es in "Battle Of Los Angeles"

Die Beschreibung des Filminhaltes, den ich auf der Rückseite des DVD-Covers vor dem Kauf las, gibt den eigentlich im Film dann vorzufindenden Inhalt nicht richtig wieder.
Vom Jahr 1942 bekomme ich nämlich ÜBERHAUPT nichts im Film zu sehen. Vielmehr beginnt der Film in einem (rückblickend aus 2011 garantiert) imaginären Jahr 2010. Hier cruisen in der ersten Szene bereits zwei Kampfjets über dem wolkenverhangenen Los Angeles. Ein kurzer Blick ins All, wo ein großes "Etwas" den Orbit der Erde ansteuert, dann zurück in die Pilotenkanzel mit einer Meldung, dass irgendein unbekanntes Flugobjekt sich Los Angeles nähere. Keine Filmminute später ist dieses unbekannte Flugobjekt dann auch für mich als Zuschauer erkennbar: ein riesiges Raumschiff schwebt nun direkt über der Stadt und hat einen riesigen, blauen Energiestrahl auf die City von Los Angeles gerichtet - die Zerstörung der Innenstadt von LA ist somit in Filmminute 3 (!) schon praktisch vollzogen. Doch nun geht es (natürlich) noch weiter. Das Raumschiff entlässt ganze Schwärme von schwarzen, sechseckigen Kampfgleitern, die die bereits cruisenden Kampfjets aufs Korn und unter Laserbeschuß nehmen. Die von den Piloten eingesetzten Waffen erweisen sich sowohl gegen das riesige Mutterschiff als auch gegen die kleineren Gleiter als wirkungslos. Viel schlimmer noch: die von den Jets abgefeuerten Raketen werden vom Schutzschild des Raumschiffes aufgenommen und auf die Jets zurückgelenkt. So wird bald ein Jet nach dem anderen abgeschossen.

Szenenwechsel:

eine
Bilder von Battle of Los Angeles (DVD)
Battle of Los Angeles (DVD) Battle of Los Angeles (DVD)
Das Cover
Basis der US-Airforce wird kurz nach der Attacke auf die City von L.A. ebenfalls von den Aliens unter Beschuß genommen. Der Commander befiehlt den Jets, aufzusteigen, doch tatsächlich geht einem der Piloten die "Düse" und blockiert vor dem Start der weiteren Jets die Startbahn. Schließlich steigen insgesamt nur 2 Jets auf , darunter die toughe Pilotin Solano ( Theresa June Tao ) - der Rest wird noch am Boden von den Aliens "erledigt". Die verbliebenen Soldaten auf der Basis bringen sich auf Anordnung des Commanders, der (tollkühn oder dumm) die Raumgleiter der Aliens mit seiner Pistole abzuschießen versucht, in Sicherheit. Mitten im Kampfgetümmel landet ein altes Kampfflugzeug aus den 1940´er Jahren auf der Basis. Der Mann, der dem Flieger entsteigt, gibt sich als Captain Pete Rodgers zu erkennen und wird "natürlich" sofort vom Commander der Basis in den geheimen Sektor 7 abgeordert - für diese Expedition stellt er einen kleinen Trupp zusammen, der sich bis zu dieser versteckten Basis mit dem Captain durchschlagen soll.

Auf zur Basis

Der kleine Trupp ist auf seiner Wanderung zur Basis immer wieder Angriffen der Aliencruiser ausgesetzt. In einer entscheidenden Situation bekommen sie Hilfe von der "zufällig" mit ihrem Fallschirm im Einsatzgebiet landenden Solano, deren Flieger von den Aliens ebenso abgeschossen wurde. Zusätzlich trifft der Trupp auf die nicht minder toughe Kayla ( Nia Peebles ) die einen kleinen Robogleiter hinterrücks mit 1000 Jahre alter Technik - einem Samuraischwert (!) erledigt. Danach ist für den kleinen Trupp der Weg zur Basis frei. Hier stellt sich heraus, dass bereits vor mehr als 60 Jahren ein Alienangriff auf LA stattgefunden hat. Dabei wurde ein Alien gefangen genommen. Der aus dem Jahr 1942 in 2010 "aufgetauchte" Captain Rodgers scheint mehr als interessiert an dieser Kreatur zu sein - ist er der Schlüssel zur Rettung der Menschheit ?
Darstellerinnen und Darsteller

Ich werde dieses Kapitel nicht mutwillig in die Länge ziehen, denn hier kann ich es kurz machen: keiner der in diesem Film auftretenden Darsteller bringt es fertig, auch nur einen halbwegs akzeptablen "Typen" mit einem gewissen Maß an Tiefgang darzustellen. Alle Charaktere, die mir hier während den kurzen Kampfpausen zwischen zwei "Battles" geboten werden, sind dermaßen oberflächlich, dass - bildlich gesprochen - ein 2 m großer Erdhaufen sich hier hervorheben würde wie der Himalaya. Es ist unglaublich, wie man entweder kreuzdoofe Charaktere wie den Commander der Basis (dessen Filmnamen ich mir mangels Ausstrahlung gar nicht erst gemerkt habe) oder teilweise absolut sich selber zur Farce machende Darsteller derart dicht gedrängt in einem Film zusammentrommeln kann. Manche Satzperlen wie Solanos Kommentar nach geglückter Fallschirmlandung mit den Worten: "Verhandeln wollen die wohl nicht" will ich hier nur mal als Beispiel anfügen.

Was macht diesen Film aus meine Sicht zusätzlich eher nicht sehenswert ?

Es liegt nichtmal an der technischen Umsetzung der Kampfszenen. Die sind - für sich genommen - bis auf das unglaubliche Schwertattentat wirklich ganz gut gelungen. Das riesige Raumschiff allerdings könnte der martialischer aussehende Bruder des in "District 9" über Johannesburg schwebenden Raumschiffs sein, nur war letztgenanntes irgendwie "sympathischer", weil es - Leute, die den Film gesehen haben, werden es wissen - schon in sich selber nahezu zusammenfiel. Der "Endgegner" wiederum ist mal wieder dermaßen fantasielos und hirnrissig gestaltet worden, dass ich diese "spannende" Szene, die wohl nach den Vorstellungen von Regisseur Mark Atkins der Höhepunkt des ganzen Filmes sein soll, glatt übersprungen habe. Auch die Betonpfeilerkulisse, durch die sich der kleine Trupp über eine weite Strecke des Filmes "kämpfen "muss, sieht genauso aus wie der Anblick einer langsam verfallenden Fabrikanlage - hier macht sich der Film nochmals lächerlich, da das ganze Treiben dann eher den Charakter eines "Krieg spielens im Sandkasten" bekommt.
Die Tatsache, dass der Film nahezu "storyfrei" daherkommt und im Wesentlichen nur durch hirnrissige Ballereien und/oder Manöver zusammengehalten wird, muss ich an dieser Stelle natürlich auch noch erwähnen.

Durch reale Bezugsversuche wird es auch nicht besser

Die Story mit dem 1942´er Angriff wurde dermaßen gewollt in den Film eingebaut, dass mir einfach nur der Mund offen stehen bleibt in Bezug auf diese offensichtliche "Gewolltheit". Vermutlich will der Regisseur damit auf Biegen und Brechen einen Connex zu einem Vorfall aus dem Jahre 1942 herstellen, der als "Battle Of Los Angeles" in die Geschichte einging. Die Luftabwehr der US-Streitkräfte wurde im April dieses Jahres in Alarmbereitschaft versetzt und der Befehl ausgegeben, die Nachtbeleuchtung abzuschalten, da ein japanischer Luftangriff vermutet wurde. Dies erwies sich schließlich als Fehlalarm. Dennoch feuerten die Streitkräfte mehr als 1400 Geschosse in die Nacht ab und zerstörten dabei durch "friendly fire" einige Gebäude der Stadt. Der "Fehlalarm" wurde später von "Ufologen" als ein Angriff von Außerirdischen interpretiert, der von der US-Regierung - deren Meinung zu Folge - einfach verschwiegen wurde...
Ich bin ja wirklich schon ein großer Fan gut gemachter Actionfilme, aber wenn sich dieser - wie "Battle Of Los Angeles" dermaßen hirn- und kopflos geriert, dann gebe ich zu, dass ich sogar diese Szenen dann eher frustriert als begeistert anschaue...

Zur DVD


Bonusmaterial

An Bonusmaterialien gibt es auf der DVD ein -wegen der Güte des Filmes vor allem - mässig spannendes "Making Of" sowie einige "deleted scenes" zu sehen, die aber, meiner Meinung nach - den Film auch nicht mehr gerettet hätten, wenn sie im Film geblieben wären. Negativ ausgedrückt hätten sie nur mein "Leiden" ob dieses grausigen Machwerks um einige Minuten verlängern können. Naja, ist ja alles gut gemeint, aber trotzdem. Das sich der Regisseur dieses "Meisterwerks" nicht an die Kommentarspur seines eigenen, grandios vergeigten Nullspektakels machte, verstehe ich ja schon irgendwie - nur als Bonus fällt es eben dann auch aus...

Bild und Ton

Hier gibt es sowohl in Bezug auf die Qualität des Bildes als auch den Tons des Filmes nicht viel auszusetzen. Hier ist alles soweit "state of the art". Das Bildseitenformat 16:9 "beschert" uns bei diesem Film auf 16:9 Bildschirmen ein randfreies, wenn auch ob der Qualität dieses Filmes eher zweifelhaftes "Vergnügen". Sogar die Raumklangtiefe der mannigfaltigen Actionszenen wurde technisch hervorragend herüber gebracht. Hier setzt sich meine Erkenntnis fort, dass es technisch an der Machart des Filmes nicht viel zu kritisieren gibt. Doch ein guter Film lebt eben, wie schon angedeutet, nicht nur von einer technisch guten Umsetzung allein...
Auf einen Blick

  • Titel: Battle Of Los Angeles
  • Genre: Action; Science Fiction
  • Produktionsjahr: 2011 / Erstveröffentlichung: 15.5.2011
  • FSK: ab 16 Jahren / Laufzeit: 88 Min.
  • Bildformat: 16:9; 1,78:1 / Tonformat: DD 5.1: Deutsch, Englisch
  • Darsteller: Kel Mitchell, Nia Peeples, Gerald Webb
  • Regie: Mark Atkins
  • Zusatzinfo: Making Of;Bloopers;Deleted Scenes;Original Trailer;Trailershow;
FAZIT

Dieser Film ist, in einem Wort gesprochen, einfach Schrott, kein "Trash", dafür ist er technisch einfach zu gut umgesetzt und besitzt auch von der Seite der agierenden Darsteller kein wahres "Kultpotential", er ist einfach nur schlecht und nicht sehenswert, Punkt. Ich bin ja schon sauer, dass ich auf die nicht unraffinierte Werbemasche hereingefallen bin, prangt doch auf dem Cover der Hinweis auf Filme wie "District 9", "Independence Day" oder "Krieg der Welten". Mit diesen Filmen kommt dieses "Werk" nichtmal ansatzweise mit, es ist einfach ein grottiger, unkultiger Film. Daher gibt es von mir dieses Mal nur den bewussten Pflichtstern und absolut keine Empfehlung, sondern eher eine Warnung vor diesem recht neu erschienenen Film.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
t.schlumpf

t.schlumpf

27.06.2011 08:00

Hut ab ;o)

Sydneysider47

Sydneysider47

01.06.2011 21:04

Vom Thema her ist das eh kein Film für mich... Viele Grüße!

mp3undlos

mp3undlos

30.05.2011 12:52

nö, lass´mal...das Cover sieht übrigens aus wie ein Ron Hubbard-Gedächtnis-Plakat;-)

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