Eingelocht!
07.02.2006
Pro:
sieht toll aus, viele Schmuckstücke zur Auswahl
Kontra:
lange Abheilzeit, mögliche Suchtgefahr nach mehr Piercings
Empfehlenswert:
Ja
 maren-mausi
Über sich:
Mitglied seit:23.12.2005
Erfahrungsberichte:27
Vertrauende:6
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 29 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Hallöschen! Ich möchte heute gerne über meinen relativ neuesten Körperschmuck reden: mein Bauchnabelpiercing.Nach einiger Zeit, vielem Hin-und-Her und etlichen - letztendlich doch erfolgreichen - Überedungskünsten habe ich meine Eltern überreden können, mir ein Bauchnabelpiercing stechen lassen zu können. Zu meinem 18. Geburtstga habe ich dann sozusagen einen "Gutschein" von ihnen bekommen. >>>Warum gerade ein Bauchnabelpiercing?<<<Man kann seinen Körper auf verschiedenste Art und Weise schmücken: Tattoos, Bodypainting, Ziernarben....oder eben Piercings. Wichtig dabei ist, dass man es nicht machen lässt, weil es "alle" haben oder es "trendy" ist, sondern weil es einem selbst gefällt und man sich selbst damit wohl fühlt! >>>Infomaterial<<<Am einfachsten ist es, sich bei Freunden zu erkundigen oder im Internet über das Thema Bauchnabelpiercing zu recherchieren. Am hilfreichesten ist es, sich jedoch persönlich bei einem Piercer beraten zu lassen. So kann man alle nötigen Fragen stellen und nicht mit dem Thema "direkt vor Ort" vertraut machen. Natürlich sollte es auch sehr gut überlegt sein, ob man sich den möglichen Gefahren aussetzt, die so ein Piercing mit sich bringt. Doch dazu später mehr. Je länger man sich die Sache überlegt hat, desto sicherer wird man sich, ob dies einem etwas sinnvolles bringt. >>>Wann und Wie?<<<Am besten lässt man es sich im Hochsommer bzw. Herbst stechen (also so Ende August/Anfang September bis November). In dieser Zeit dürfte man weniger schwitzen und baden gehen ist die erste Zeit sowieso tabu. (dazu später mehr) Da kommt einem der kühle Herbst gerade recht. Zum eigentlichen Piercing-Vorgang kommt später noch ein Abschnitt. Hier ist zu sagen, dass das Piercing je nach Bauchnabel über dem Nabelloch gestochen wird und die Länge des Stichkanals zwischen 6 und 14 mm variiert. >>>Studio und Beratung<<<Such dir auf jeden Fall ein sehr sauberes und seriöses Piercing-/Tattoostudio. Der Piercer/ die Piercerin muss seine/ihre Arbeit sehr gut verrichten. Am besten hängen im Studio Auszeichnungen/Zertifikate über die gute Arbeit. Tiere dürfen nicht im Studio rumrennen (weder Hunde, Ratten noch sonstige Ungeziefer) und der Eingangs-/Wartebereich sollte vom "Behandlungs-"bereich getrennt sein. Auch sollte
Bilder von Bauchnabelpiercing - Tipps & Tricks
der Bereich, wo man sich piercen lässt, abgetrennt sein. Entweder durch eine Wand oder einen Paravan. Entscheidet euch persönlich für ein von euch gut geeignetes Studio, das euren Wünschen, Vorstlleungen und eurer Sicherheit entspricht. Ich habe mir als Beispiel das Studio "Juckreiz" in Leipzig ausgesucht: Die Piercer sind einwandfrei, der Warteraum ist separat getrennt vom Behandlungsraum und es ist alles sehr sauber. Eben so, wie es sein sollte und wie ich es mir vorstellte. Wenn ihr euch für ein Piercing entschieden habt, geht ihr vorher hin und lasst euch ausführlich beraten. Wenn ein Studio das nicht automatisch machen sollte, ist es nicht geeignet. Eine ausführliche Beratung umfasst eine ca. 30minütige Besprechung mit dir (gegebenfalls mit deinen Eltern wenn du noch nicht 18 bist) über Risiken, Durchführung, Behandlung danach und Pflege. Dazu bekommst du ein Infoblatt (oder mehr). Kläre unbedingt vorher alle Fragen, die du zu dem Thema hast (das gilt nicht nur für das Bauchnabelpiercing sondern auch für alle anderen Piercings/Tattoos)! Dein Piercer/deine Piercerin muss diese beantworten. Ich persönlich wurde von einer Piercerin beraten, die das alles super gemacht hat und mich über alles aufgeklärt hat. Gepierct wurde ich von einem Mann - "Juckreiz" (wie der Name des Studios^^).>>>das Vor und Danach: Stechen<<<Vorher: Stelle sicher, dass du ausführlich beraten wurdest und dass sich der Piercer/die Piercerin genügend Zeit für die Berstung genommen hat. Nimm vorher keine Blutverdünnenden Mittel wie z.B. Aspirin. Gehe nüchtern zum Piercen. Du solltest top fit sein. Kläre vorher, welchen Schmuck du nimmst. (bei mir konnte ich zwischen einer "Banane" ohne Stein bzw mit Stein entscheiden. Der ohne Stein war billiger und hat mir besser gefallen.. Außerdem das Material: Ich habe Chirurgenstahl, das ist nicht gefährlich wurde mir gesagt) das Stechen: Vorher habe ich wie gesagt erstmal ein Schmuckstück bekommen, dass die nächsten Monate bis zur Abheilung drin bleiben sollte, gewählt. Dann habe ich mich auf eine Liege gelegt, damit er sicher stechen kann und alles gut abläuft. Außerdem sollte ich nicht umkippen. Dann hat mein Piercer erst alles desinfiziert und mit Küchenpapier meinen Hosenbund bedeckt, damit nichts beim Stechen stört und damit eventuell meine Hose nicht schmutzig wird. Dann kam die tolle Zange mit den zwei Löchern am Ende zum Einsatz. Damit hat er die vorher aufgemalten Punkte, wo das Piercing durchgehen soll, "festgehalten", um dann durchzustechen. An dieser Stelle muss ich sagen, dass ich den weiteren Ablauf nicht weiß, da ich weggeschaut habe. Ich guck mir sowas nicht gerne an. 'Tschuldigung. Es hat nur kurz pieks gemacht (das war sehr unangenehm). Dann hat er noch alles abgetupft, hat es mich im Spiegel begutachten lassen und ein Pflaster drübergeklebt. Danach: Ich musste noch einen kurzen Augenblick liegen bleiben, damit mein Kreislauf nicht schlapp macht und ich möglicherweise umkippe. Dann durfte ich langsam aufstehen und der Piercer erkundigte sich nach meinem Wohlbefinden. Und schon durfte ich den Laden verlassen und mit meinem neuen Schmuck durchs Leben gehen. Es ist wichtig, dass man das Piercing nicht zu lange unter dem Pflaster lässt: Schwitzen ist nicht gut. Pflege dein Piercing richtig (ich habe Cutasept desinfiziens) und benutze KEINE Salben oder Cremes - das könnte die Wunde verkleben und die Bakterien innen einschließen. Vermeide das Baden - dusche lieber. Wenn du Sport machst, achte darauf, dass es deinen Bauch nicht zu sehr belastet und benutze ein Pflaster, damit die Kleidung o.Ä. nicht am Piercing hängen bleibt. Drehe das Piercing öfters, damit es nicht verwächst bzw an der Haut festklebt.. Entferne das Piercing nicht, bevor es vollständig abgeheilt ist. Lasse dir das Wechseln von deinem Piercer zeigen, wenn alles verheilt ist.(Heilzeit beträgt ca. ein halbes bis 1Jahr) Achte am besten während der ersten Wochen auf eine ausgewogene, vitaminreiche Kost. Trage nach Möglichkeit keinen Gürtel oder eingen Hosenbund.>>>Pflegelösungen<<< zum Beispiel: - eine Hautdesinfiziens (Octenisept) - Betaisodona-Lösung - isotonische Kochsalzlösung 0,9% - Wasserstoffperoxid-Lösung 3% (- Kamillanlösung, Chlorhexamed, Lysterin oder Wasserstoffperoxif -> für Schleimhautpiercings)>>>Kosten<<< im Durchschnitt ca. 60€, das kommt auch mit auf das Piercing drauf an ich habe 45€ bezahlt, da mein Vater den Piercer kennt^^das Desinfizierungsspray kostet dann auch noch... ANHANG: (siehe am Ende) es kommen 23€ für die Nachbehandlung hinzu.>>>Schmuck<<< Nach ca. einem halben Jahr kann man den Schmuck wechseln - vorausgesetzt, es ist vollkommen abgeheilt. (bei mir ist das Stechen ca. 3,5 Monate her, aber Absonderungen treten leider immernoch auf...) Beim Erstschmuck wurde mir Chirurgenstahl empfohlen. Am besten scheint jedoch Titan, Niobium oder 750er Gold zu sein. Beim Schmuck gibt es hier zum Beispiel verscheidenste Möglichkeiten zu kombinieren:- roße bis kleine untere Kugel - mit Steinchen an beiden oder nur an einer Kugel - Art und Farbe des Steins (Facettenschliff, Spitzschliff oder Multicutschliff) - Länge des Piercings - mit Figuren o.Ä. an der unteren Kugel usw... (Kosten: ca. 20€ und mehr) >>>Was kann ich im Falle einer Infektion tun?<<<Das Schlimmste, was man machen kann, ist den Schmuck zu entfernen. Wurde der richtige Schmuck eingesetzt, ist er sehr selten der Grund für eine Infektion. Bei Entfernung des Schmucks würde sich das Piercing schließen und die Bakterien gefangen halten. Am besten die betroffene Stelle ein paar Mal täglich mit Salzwasser tränken. Ebenfalls lindert ein warmes, nasses Beutelchen Kamillentee die Entzündung. >>>Fazit<<<Das Piercing ist für jeden geeignet, der seinen Körper gerne mit sowas schmücken möchte. Man muss jedoch vorher klar durchdenken, ob man den "Stress" auf sich nehmen will. Denn die Abheilzeit ist lang und teils auch schwierig. Im Nachhinein jedoch kann es sich bei guter Pflege blicken lassen! >>>meine Meinung<<<Ich habe meinen Gefallen an diesem Piercing gefunden. Es hat zwar lange gebraucht eins zu bekommen (wegen meiner Eltern), doch seit Oktober 05 ist es endlich mein Eigen! Es dauert sehr lange bis alles vollständig verheilt ist - da ist Geduld gefragt! Ich bereue es nicht, es mir gemacht haben zu lassen. Es gibt viele Möglichekeiten, sich seinen Bauchnabel zu schmücken - da kann man sehr kreativ sein! Ich kann es wie gesagt trotz der langen Abheilzeit nur empfehlen. Liebe Grüße und danke fürs Lesen, eure Maren!WICHTIGE ÄNDERUNG am 4.3.06: Ich bin heute mit meinem immernoch etwas entzündeten und eiterndem Bauchnabelpiercing in ein anderes Piercingstudio gegangen. Dort sagte man mir, dass der falsche Schmuck eingesetzt wurde (Chirurgenstahl) und dass das darin enthaltene Nickel das Abheilen verhindert!! Die haben mir für 17€ ein neues eingesetzt mit Titanium und einem "Plastestab". Hinzu kommt, dass das empfohlene Abheilmittel (Cutasept F) angeblich Alkohol enthält und somit habe ich für weitere 6€ Octenisept gekauft. Hoffentlich heilt dies die Wunde endlich ab!MERKE: KEIN Chirurgenstahl! Da wurde ich wohl falsch beraten.. Ein Glück, dass es sich nicht richtig entzündet hat.
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25.05.2006 23:45
Für mich ist das nichts aber ein Bauchnabelpiercing ist schöner als eines über den Augenbraunen ;-) LG Siggi.
24.05.2006 19:48
ein bh bericht
06.03.2006 19:45
ich weiß nicht was ich sonst noch wissen müsste.. aber ich und ein bauchnabelpiericing.. nee.. aber trotzdem klasse. und ein bh auf jeden fall wert.. Liebe Grüße,Cathi